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14.02.2020

tägliche News > 10.02.20 - 16.02.20
Quendel
 
Der Quendel ist der wilde Bruder des Thymians. Er ist in Mitteleuropa heimisch und wächst an Stellen, die anderen Pflanzen zu trocken, steinig und sonnig sind. Dort an steinigen Plätzen, auf die die Sonne knallt, bildet der Quendel ganze Teppiche, die im Sommer rosafarben blühen und schon von weitem herbwürzig duften. In der Pflanzenheilkunde kann man den Quendel sehr ähnlich einsetzen wie den Thymian. Er hilft gegen Husten, stärkt die Verdauung und lindert Frauen-beschwerden. Auch gegen entzündliche Hautprobleme und Gelenkschmerzen kann man diese vielfältige Heilpflanze verwenden.
 

 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Eigenschaften: antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, Atemwege: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Hustenkrampf, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Heiserkeit, Luftröhrenkatarrh, Verdauungssystem: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Unterleibskrankheiten, Periodenkrämpfe, Geburtserleichternd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Bewegungsapparat:  Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, Haut: Schlecht heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
 
wissenschaftlicher Name: Thymus serpyllum
 
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
 
englischer Name: Wild Thyme
 
volkstümlicher Name: Feld-Thymian, Sand-Thymian, Betony, Feldbulla, Feldkümmel, Feldpoley, Geismajoran, Geschwulstkraut, Grundling, Hollaien, Hüh-nerbolle, Immenkraut, Keale, Kinderkraut, Kounala, Kranzlkraut, Kudelkraut, Küc-kenkümmel, Kundenkraut, Kunderle, Liebfrauenbettstroh, Marienbettstroh, Quandl, Quenula, Rainbadkraut, Rainkinderle, Rauschkraut, Rainkümmel, Violetter Bohler, Wilde Meron, Wilder Thymian, Wilder Zimt, Wurstkraut
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
 
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Carvacrol, Citronellol, Flavo-ne, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Camphen, Pinen, Terpineol, Thymol
 
Sammelzeit: Mai bis September
 
 
Anwendung
 
Der Sand-Thymian wird zerstreut bis selten als Zierpflanze in Steingärten, Einfassungen und Naturgärten, in Sandgebieten auch in Heidegärten genutzt. Es gibt einige Sorten. Die oberirdischen Teile werden getrocknet als Pflanzen-heilmittel verwendet. Sie beinhalten die Wirkstoffe Terpene, Carvacrol und Thymol. Ein Aufguss aus Sand-Thymian wird bei grippalen Infekten eingesetzt. Aus dem blühenden Kraut wird auch das ätherische Quendelöl gewonnen. Sand-Thymian ist eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von 1 Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von bis zu 149 kg ergeben.
 
Atmungsorgane
 
Der wichtigste Einsatzbereich des Quendels sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Quendel Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Quendel auch gut bei Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Außerdem löst der Quendel den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.
 
Verdauung
 
Der Quendel regt die gesamte Verdauung an. Daher eignet er sich auch als Gewürz für schwer verdauliche Gerichte. Auch bei Blähungen und Sodbrennen kann der Quendel helfen.
 
Frauenheilkunde
 
Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Quendel als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Quendel Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Die Ge-burt kann durch Quendel erleichtert werden. Darauf deuten auch die Namen Kinderkraut, Liebfrauenbettstroh und Marienbettstroh hin. Mit Quendel und anderen "Bettstroh"-Kräutern wurden früher die Matratze von Wöchnerinnen ausgestopft, um ihnen die Zeit nach der Geburt und den Lebensstart für das Baby zu er-leichtern.
         
Achtung! Quendel   sollte nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.
       
Nervensystem
 
Der Quendel gilt auch als Heilpflanze für das Nervensystem. Er soll Einschlafstörungen lindern können. Früher wurde er auch gegen Epilepsie eingesetzt.
 
Tee
 
Bei Husten, Verdauungsprobleme, Frauenkrankheiten und Nervenschwäche hilft der Quendel am besten in Form eines Teeaufgusses. Dazu übergießt man einen Teelöffel Quendelkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süßen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.
 
Äußerlich
 
Äußerlich kann man den Quendel gegen die Folgen kleiner Unfälle, wie Quetschungen und Prellungen anwenden und auch gegen Wunden und Hautentzündungen. Für Einreibungen kann man eine Quendel-Tinktur ansetzen und verwenden. Mit Quendeltee kann man Bäder durchführen oder Waschungen und Umschläge.
 
Küche
 
Quendel ist ein kräftiges Gewürz für die mediterrane Küche, ähnlich wie sein kulti-vierter, südländischer Bruder Thymian. Bei schweren Fleischgerichten erleichtert er die Verdauung. Auch Gemüsegerichten und Suppen verleiht der Quendel ein würziges Aroma.
 
 
Geschichtliches
 
Obwohl der Quendel in Mitteleuropa heimisch ist und das Mittelmeer eher die Heimat des Thymians ist, berichtet in der Antike schon Plinius Secundus vom Quen-del, den er als "Serpyllum" bezeichnet, was heute noch sein wissenschaftlicher Artname ist. Plinius schreibt, dass der Quendel schon 200 v. Chr. ein Teil des berühmten Theriaks gewesen sein soll, ein Heiltrank, der gegen Gifte aller Art schützen sollte. Im Sizilien des Altertums wurde der Quendel zusammen mit Rosen der Göttin geopfert um die Liebe zu fördern. Die Germanen weihten den Quendel der Göttin Freya. Später wurde er zum Marienkraut umdefiniert, wie es so vielen Heilpflanzen der Frauenheilkunde erging. Auch Hildegard von Bingen erwähnt den Quendel unter der Bezeichnung "Quenula". Das Volk glaubte auch lange, dass der Quendel Dämonen abwehren könnte. Kränze aus Quendel wur-den geweiht und in Stall und Haus gehängt, um Blitze und böses Geister abzu-wehren.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Quendel ist in Mitteleuropa heimisch. Er ist ein naher Verwandter des Thymians, der eher in südlicheren Gefilden wächst. Auch wenn der mehrjährige Quendel nach Mitteleuropa gehört, liebt er dennoch trockene und warme Standorte. Er ist anspruchslos, was die Nährstoffe angeht, darum gedeiht er gut an steinigen Stellen. Je nach Standort hat er eine unterschiedliche Gestalt. Man hat über zwanzig Unterarten identifiziert. Eine lange Wurzel reicht beim Quendel in den Boden. Von dort aus breitet sich eine Pflanze bis zu einem Quadratmeter aus und bildet einen würzig duftenden Teppich. Die Ausläufer des Quendels kriechen über den Boden und lassen niedrige, beblätterte Triebe nach oben steigen. Meistens wird der Quendel nur 10 cm hoch, in Ausnahmefällen kann er sich aber bis zu 60 cm über den Boden erheben. Die Blätter des Quendels sind sehr klein und schmal oval. Sie sind relativ hart und duften ausgeprägt balsamisch. Ab Mai blüht der Quendel mit rosafarbenen bis violetten Blüten, die in Kugeln oder Ähren stehen.
 
 
Anbautipps
 
Man kann den Quendel aus Samen ziehen oder man verwendet Teilausläufer, die an der Stelle des Bodenkontakts kleine Wurzeln gebildet haben. Der Quen-del gedeiht gut im Steingarten oder an anderen geschützten Stellen, die sonnig und eher trocken sind.
 
 
Sammeltipps
 
Man sammelt das blühende Kraut ohne Wurzel und ohne verholzte Teile. Der Quendel muss sehr schonend und mit möglichst wenig Berührung getrocknet werden. Am besten legt man ihn einschichtig an einen warmen, schattigen Platz.

Rainkohl
 
Der Rainkohl ist eine Wildpflanze, die besonders gerne in der Nähe der Menschen wächst, und obwohl sie über einen Meter hoch werden kann, wird sie meistens übersehen. Seine kleinen, gelben Blüten erheben sich in die Luft als würden sie schweben. Dabei kann man die jungen, üppigen Blätter, die vor allem in Bodennähe wachsen, als Wildsalat oder Gemüse essen. Zerquetscht kann man die Blätter zur Linderung auf Hautentzündungen oder Schnittwunden legen.
 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Drüsenschwellung, Verstopfung, Schnittwunden, Hautentzündungen
 
wissenschaftlicher Name: Lampsana communis
 
englischer Name: Nipplewort
 
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
 
Sammelzeit: Sommer
 
 
Nutzung
 
Die jungen Blätter des Rainkohls (April bis Juni) sind essbar und können zu Salat, Spinat, Omelett, Rührei oder Quiches dazugegeben werden. Später werden die Pflanzenteile zu faserig. Das Kraut wurde früher auf Wunden gelegt. Der frische Milchsaft sollte die Heilung von Schnittwunden beschleunigen.
 
 
Beschreibung
 
Vegetative Merkmale
 
Beim Gemeinen Rainkohl handelt es sich um eine ein-, selten zweijährige krau-tige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht, meist jedoch etwa 50 cm. Der Rainkohl führt Milchsaft. Die unteren Laubblätter sind leierförmig gefiedert, wobei die seitlichen Fiederblätter klein sind und das Endfiederblättchen sehr groß. Bei den oberen Blättern verschwinden die seitlichen Fiederblättchen dann ganz. Der Blattrand ist gewellt oder buchtig gezähnt.
 
Generative Merkmale
 
In einem lockeren rispigen Blütenstand sind mehrere körbchenförmige Teilblü-tenstände angeordnet. Die Körbchenhülle besteht aus einer Reihe von elasti-schen Hüllblättern, die reif fast aufrecht stehen und eventuell noch zwei oder drei sehr kleine Außenhüllblätter Spreublätter fehlen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 1 cm auf und enthalten nur relativ wenige (acht bis 15) Zungenblüten. Die zygomorphen, gelben Zungenblüten sind am vorderen Ende gestutzt mit fünf kleinen Zähnchen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten öffnen sich nur am Vormittag. Ist das Wetter bewölkt, dann bleiben sie den ganzen Tag geschlossen. Die etwa 20-rippigen Achäne besitzt kei-nen Pappus.

Bachblüte
 
Ich habe Angst, verrückt zu werden (6 Cherry Plum)
 
-        Diese Menschen haben große Angst, verrückt zu werden
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst verrückt zu werden minimieren
Bachblüte
 
Ich bin ein vergesslicher Mensch (7 Chestnut Bud)
 
-        Diese Menschen sind bzw. oft sehr vergessliche Menschen
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Vergesslichkeit bezwingen
Monosaccharide - Einfachzucker
 
Die chemische am einfachsten aufgebauten Kohlenhydrate sind die Monosaccharide. Sie sind die Grundbausteine für alle anderen Kohlenhydrate, die durch Verknüpfung verschiedener oder gleiche Monosaccharide-Einheiten entstehen. Sie können direkt und ohne weiteren Abbau aus dem Darm resorbiert werden, gelangen deshalb rasch ins Blut liefern schnell Energie.
Ernährung, antinutritive Inhaltsstoffe
 
Antinutritive Inhaltsstoffe sind natürlich vorkommende, primär toxische Stoffe in unsere Lebensmittel. Sie werden auch Antinutritiva genannt. Es handelt sich hierbei um Oxalsäure, Nitrat, Solanin ... Sie sind zu unterscheiden von den Rückstände in unseren Lebensmittel, die durch Verunreinigung oder Behandlung der Lebensmittel in dieser zurückgeblieben sind.
 Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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