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13.12.2019

tägliche News > 2019 > 09.12.19 - 15.12.19
BÄRWURZ
Die weiß blühende Bärwurz ist eine alte Heilpflanze, die in Europa auf Magerwiesen und lichten Laubwäldern von Mittelgebirgen wächst. Die buschige Pflanze riecht kräftig und würzig. Wegen der aromatischen ätheri-schen Öle, die an Fenchel und Liebstöckel erinnern, wird die Bärwurz auch in der Küche verarbeitet. Die Magenschnäpse mit dem Namen Bärwurz werden aus dem ähnlichen Alpen-Mutterwurz hergestellt. Diese Alpen-Pflanze ist etwas kleiner und kräftiger.
Die Bärwurz ist die einzige Art in der monotypischen Pflanzengattung Meum innerhalb der Familie der Doldenblütler.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Magen, Verdauung
Heilwirkung: aphrodisierend, appetitfördernd, entblähend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, herzstärkend, magenstärkend, menstruationsfördernd, tonisierend, verjüngend, wärmend, windtreibend
Anwendungsbereiche: Altersschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Blasenerkrankungen, Darmkatarrh, Dysmenorrhoe, Gelbsucht, Gicht, Hautausschläge, Herzschwäche, Hysterie, Koliken, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nierenleiden, Stress, Verdauungsstörungen, Vergiftungen, Weißfluss
wissenschaftlicher Name: Meum athamanticum Jacq., Athamanta meum, Meum meum, Meum nevadense
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Baldmoney, Spignel
volkstümlicher Name: Baerpudel, Bärwurz, Barekümmel, Bärendill, Bärenfenchel, Bärkümmel, Bärmutterkrut, Bärnzotten, Bärwurzel, Berwurtz, Dillblattwurz, Gewöhnliche Bärwurz, Herzwurz, Köppernickel, Mutterwurz, Wilder Fenchel
Verwendete Pflanzenteile: frische Blätter, Samen, Wurzelstöcke
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Fettes Öl, Gummi, Harz, Ligustilid, Monoterpene, Kaffeesäuren, Phthalide
Sammelzeit: April bis August
Anwendung
Gemäß Tabernaemontanus sind die Heilkräfte des Bärwurzes zahlreich: „Beer-wurtzwasser getruncken/ eröffnet die verstopffung der Leber/ der Nieren/ Harngäng/ und der Blasen/ vertreibet die Geelsucht/ Wasser-sucht/ den schmertzen der Därm und der Mutter/führet auss den Stein/ treibet den/ vertreibt die Harnwinde/ und das tröpfflingen harnen.“                     New Kreuterbuch 1588
„Tröstlich ist auch, dass dass Rindvieh jsset dz Kraut von der Beerwurtz fast gern/ unnd bekommen die Kühe viel Milch davon/ darauss treffentliche gute Käss im Schwarzwald unnd andersswo gemacht werden.“
In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde wird Bärwurz in der Hildegard-Medizin eingesetzt. Der sogenannte Bärwurzbirnenhonig enthält als Kräuterhauptbestandteil getrocknete und gehäckselte Bärwurzel neben anderen Kräutern.
Frische Blätter
Können in der Küche wie Petersilie eingesetzt werden. Regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Kön-nen als gequetschtes Kraut für Umschlage gegen Hautkrankheiten oder Gichtschmerzen eingesetzt werden.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, hilft gegen Verdauungsprobleme. 1 Teelöffel Samen mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Migräne, Appetitmangel, Blasenleiden.
Abkochung
Eine Abkochung der Wurzeln hilft vor allem bei Verdauungsproblemen.
Tinktur
Um eine Bärwurztinktur selbst herzustellen, übergießt man Wurzeln der Bärwurz in einem Schraubdeckel-glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Bärwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautkrankheiten lindern.
Homöopathie
Gegen Fieber, Herzschwäche.
Geschichtliches
Bärwurz wurde oft in Klostergärten angebaut, doch welche Bärwurz in den Klostergärten angebaut wurde und dessen Anwendung in Kräuterbüchern zu finden ist schwer zu beurteilen. In der Hexenmedizin ist es eines der Mutterkäuter und wird zur Geburt eingesetzt. In der Küche: Als Gewürz oder Ergänzung zu Gemüse, Salate, Fisch, Suppen, Erbsengerichte, auch als Ersatz für Pastinaken. Im Erzgebirge wird mit Bär-wurz die Köppernickelsuppe gekocht. An Vieh wurde meist die getrocknete Bärwurz verfüttert, da die frische Pflanze vom Weidevieh gemieden wird. Die Bärwurz im Bayerischen Wald (Alpen-Mutterwurz/Ligusticum mutellina) ist eine ähnliche Pflanze aus der gleichen Pflanzenfamilie, daraus wird seit Jahrhunderten der Bärwurzkräuterschnaps hergestellt.
Pflanzenbeschreibung
Die Bärwurz ist in Europa heimisch. Der Wurzelstock ist winterhart. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen und in lichten Laubwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die Staude wächst buschig. Der Stängel ist hohl. Der Wurzelstock (das dicke Rhizom) hat einen Faserschopf. Die Blätter sind haarfein gefiedert. Die weißen bis gelblichweißen Blüten erscheinen zwischen Mai und August auf einer 5-15 strahligen Blütendolde. Aus den Bärwurzblüten entwickeln sich im Herbst die Samen. Die Samen sind ca. 7 mm lang und 3 mm dick. Die Bärwurz hat einen starken Geruch, selbst noch getrocknet (etwa im Herba-rium). Er ähnelt insgesamt dem Fenchel. Im Französischen wird Bärwurz Berg- oder Alpenfenchel genannt.
Vegetative Merkmale
Die Bärwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis zu 60 Zentimetern. Ihr Rhizom ist walzlich, lang und dick und trägt oben einen Faserschopf. Sie bilden Horste. Die Stängelsind aufrecht bis aufsteigend, kahl, kantig-gerieft und nur im oberen Bereich mit ein oder zwei Blättern besetzt. Die Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist im Umriss länglich oder eiförmig und zwei- bis vielfach fiederschnittig. Die Abschnitte letzter Ordnung sind haardünn, 4 bis 6 Millimeter lang und fast quirlig gebüschelt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Viele Blüten stehen in einem doppeldoldigen Blütenstandzusammen. Die Dolden sind 6- bis 15-strahlig; ohne oder mit ein- bis acht Hüllblättern. Ihre Strahlen sind glatt und fast kahl, aber zur Fruchtzeit ungleich verlängert. Die Döldchen sind reichblütig; meist sind nur die Randblüten und die Mittelblüte zwittrig, die restlichen sind männlich. Es sind drei- bis acht Hüllchenblätter vorhanden. Die Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kronblätter sind weiß oder gelblich-weiß. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Frucht ist nussbraun, 6 bis 10 Millimeter lang sowie 3 bis 5 Millimeter breit und sechskantig.
Anbautipps
Üblicherweise wird die Bärwurz durch Wurzelteilung nach der Blüte vermehrt, es reichen schon kleine Wurzelstücke um daraus eine Pflanze zu ziehen. Deutlich schwieriger ist die Anzucht aus Samen. Möglichst im Herbst in Töpfen aussäen oder sehr früh im Frühling im Freien, die Samen sind nicht lange keimfähig. Die Bärwurz mag sandigen, lehmigen, mageren und feuchten Boden, der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Man kann die Bärwurz auch in größeren Töpfen aufziehen. Nicht mit Kalk düngen. Da die Pflanze gleichmäßige Bedingungen liebt, z.B. gleiche Bodenfeuchtigkeit, ist sie etwas schwierig zu kultivieren.
Sammeltipps
Die Wurzel (Bärenwurzel, Bärenfenchelwurzel) der Bärwurz sollte nur geerntet werden, wenn man sich mit der Bestimmung der Pflanze auskennt, da es ähnlich aussehende aber giftige Pflanzen gibt. Die frisch zerriebenen Blätter riechen nach Anis. Die Wurzel wird gereinigt, geschnitten und im luftigen Schatten gut getrocknet. In einem geschlossenen Behälter lagern, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen. Die feinen Blätter sollten geerntet werden, wenn diese frisch ausgetrieben sind.

CAMPECHEHOLZ
Der Blutholzbaum, auch Blauholzbaum oder Campechebaum (weil er im Süden des Staates Campeche in Mexiko seinen Ursprung hat) genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Johannisbrotgewächse innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Er ist in Zentralamerika und dem nördlichen Teil von Süd-amerika sowie auf Karibischen Inseln heimisch. Er liefert das Blauholz (Campecheholz, Blutholz), das wichtigste von allen Farbhölzern. In vielen tropischen Ländern ist diese Art eine invasive Pflanze.
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall
wissenschaftlicher Name: Haematoxylon campechianum
Verwendete Pflanzenteile: Kernholz
Anwendung
Ende des 19. Jahrhunderts begann man, Blauholz auch in den niederländischen Kolonien Ostindiens zu kultivieren. Die vom weißlichen Splint befreiten großen Blöcke hatten außen eine dunkelblutrote bis braunrote Farbe, innen waren sie heller, rötlichbraun bis gelblichbraun, wurden an der Luft nach und nach dunkel-rotbraun. Das Holz ist hart und dicht, lässt sich schwer spalten und hat einen schwachen, entfernt veilchenähnlichen Geruch und wirkt adstringierend. Man unterscheidet das mexikanische Campecheholz oder Laguna-Campeche, Jamaikablauholz und Domingoblauholz; von Letzterem gibt es mehrere Sorten wie Monte-Chris-to-, Fort Liberte- und Aux Cayes Blauholz. Martinique- und Guadeloupe-Blauholz werden als geringwertigere Sorten betrachtet. Der das Färbevermögen bedingende und in der histologischen Technik viel verwendete Stoff des Blauholzes ist das Hämatoxylin; es bildet in reinstem Zustand fast farblose Kristalle, die aber an der Luft bald rötlich werden und schließlich in den eigentlichen Farbstoff, das Hämatein übergehen. Weil dieser Farbstoff in dem frisch zerraspelten Blauholz nur in geringer Menge vorhanden ist, lässt man die Späne an der Luft fermentieren, wodurch diese die gewünschte Farbe entwickeln; die Späne besserer Qualitäten zeigen dann einen eigentümlichen metallischen gelblichgrünen Glanz. Einen wichtigen Handelsartikel bildete auch das aus dem Blauholz bereitete Blauholzextrakt, es wurde in fester Form über New York in Kisten von 50 bis 100 kg nach Europa eingeführt. Die beliebtesten Marken waren: Sanford, Aroma Mills, Boston und Gravesend Mills. Verwendung fand das Blauholz in der Färberei und Tintenfabrikation, zuweilen auch in der Medizin und als Nutzholz in der Kunsttischlerei.

Pflanzenbeschreibung
Erscheinungsbild, Holz, Rinde und Blatt
Der Blutholzbaum wächst als immergrüner Baum oder Strauch und erreicht Wuchshöhen von 3 bis 10 Meter. Er besitzt häufig bis zu 1,5 Zentimeter lange Dornen. Er besitzt ein rotes Kernholz, daher der botanische Gat-tungsname und der deutsche Trivialname Blutholzbaum. Das Holz riecht etwas nach Veilchen. Die Borke ist hellgrau. Die weitgehend kahle Rinde der Zweige besitzt viele auffällige, kleine, weißliche Lentizellen. Die wechselständigen oder in kleinen Bündeln zusammenstehenden Laubblätter sind etwa 1 cm lang gestielt und 2,5 bis 7,5 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist ein- oder zweifach paarig gefiedert. Wenn sie zweifach gefiedert sind dann sind drei Paare Fiedern erster Ordnung vorhanden, das ist besonders bei den unteren Laubblättern so. Es sind ein bis fünf Paare Fiederblättchen vorhanden. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von meist 1 bis 2,4, selten bis zu 3 Zentimeter sowie meist einer Breite von 0,5 bis 1,4, selten bis zu 2,5 Zentimeter verkehrt-eiförmig mit keilförmiger Spreitenbasis und gerundetem bis tief ausgerandetem obe-res Ende. Die dichte Blattnervatur verläuft schräg.
Blütenstand und Blüte
Die meist seitenständig auf einen kurzen Blütenstandsschaft stehenden, traubige Blütenstände sind zwei bis 12 Zentimeter lang und enthalten dicht zusammenstehend viele Blüten. Der fadenförmige Blütenstiel weist eine Länge von 4 bis 6 Millimeter auf. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf purpurroten oder gelben, freien Kelchblätter sind bei einer Länge von 3 bis 5 Millimeter länglich-lanzettlich mit spitzem oberen Ende. Die Blütenkrone besitzt einen Durchmesser von 12 bis 16 Millimeter. Die fünf gelben, freien Kronblätter sind bei einer Länge von 5 bis 7 Millimeter schmal verkehrt-eiförmig bis länglich mit stumpfem oberen Ende. Die zehn, freien, gleichen Staubblätter sind etwa gleich lang wie die Kronblätter. Die Staubfäden sind an ihrer Basis wollig behaart. Der dünne Griffel endet in einer winzigen Narbe.
Frucht und Same
Die Hülsenfrüchte sind bei einer Länge 2 bis 6 Zentimeter und einer Breite von 0,8 bis 1,2 Zentimeter elliptisch-länglich mit spitzer Basis sowie weitgehend gerundetem bis stumpfem oberen Ende und enthalten zwei bis drei Samen. Die Fruchtschale ist dünn und fein geadert. Die hellbraunen Samen sind bei einer Länge von 3 bis 3,5 oder 7 oder Millimeter, einem Durchmesser von 2 bis 3 mm und einer Breite von 8 bis 9 Millimeter schräg länglich, nierenförmig und abgeflacht.

BACHBLÜTEN
Der kleine Tyrann (32 Vine)
- Diese Kinder sind die kleinen Tyrannen im Haus
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sich die Kinder zurücknehmen
BACHBLÜTEN
Ich bin leicht beeindruckbar durch Meinungen anderer (33 Walnut)
- Diese Menschen sind sehr leicht beeinflussbar durch Meinungen anderer
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie nicht mehr so leicht beeinflussbar durch Meinungen anderer  
ERNÄHRUNG
Monosaccharide
Galaktose (Schleimzucker)
-        Ist Bestandteil des Milchzucker und wird von der Milchdrüse aus Glucose gebildet. Bestandteil pflanz-licher Polysaccharide
-        Ist im Körper in Schleimstoffen
-        Schmeckt wenig süß
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