Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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13.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 12.08.19-18.08.19


WOHLRIECHENDER GÄNSEFUSS

Der Mexikanische Drüsengänsefuß, auch Epazote, Wohlriechender Gänsefuß, Mexiko-Drüsengänsefuß, Mexikanischer Traubentee oder Jesuitentee genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der  Fuchsschwanzgewächse. Diese intensiv riechende Pflanze dient als  Heilpflanze und  Gewürz.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blähungen, Magenschwäche, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Chenopodium ambrosioides
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Juli bis Oktober

Anwendung
Gewürz- und Teepflanze
In der mexikanischen Küche werden frische oder getrocknete Epazoteblätter besonders als blähungsminderndes Gewürz für Bohnengerichte verwendet. Epazote ist vor allem in Südmexiko gebräuchlich. Die Blätter werden als "Mexikanischer Tee" zubereitet. Rohe Blätter sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden, da das ätherische Öl giftig wirkt. Die Pflanze kann Dermatitis und andere  allergische Reaktionenhervorrufen. Auch die Samen sind gekocht essbar. Um die Saponine zu entfernen, sollten sie vor dem Kochen über Nacht in Wasser eingeweicht und gut abgespült werden.
Heilpflanze
Der Mexikanische Drüsengänsefuß ist eine vielseitig genutzte  Heilpflanze. Wegen der desinfizierenden Wirkung des Ascaridols vermindert die Zugabe von Epazoteblättern zu gekochten Bohnen die sonst leicht auftretenden  Blähungen. Ein Aufguss der Blätter wird bei Verdauungsproblemen, Kolik oder Magenschmerzen an-gewendet. Er wirkt auch gegen Husten. Äußerlich als Umschlag wird er bei  Haemorrhoiden, Insektenstichen oder Schlangenbissen und zur Wundheilung eingesetzt. Er wirkt schmerzlindernd und gegen Pilzerkrankungen. Der früher zu dieser Art gezählte Wurmsamen-Drüsengänsefuß oder Wurmkraut ist besonders ascaridolreich. Seine Samen oder das daraus gewonnene ätherische Öl waren in der  Volksmedizin seit Jahrhunderten als  Wurmmittel gebräuchlich und auch gegen Ruhr-Amöben wirksam. Wegen der Giftigkeit sollte diese Behandlung unter ärztlicher Überwachung und nicht bei Schwangeren erfolgen.  
Weitere Nutzungen
Das ätherische Öl aus der Pflanze findet auch in Kosmetikprodukten Verwendung. Die Pflanze wirkt  insektizid und wird als  Repellent gegen Moskitos, als Zusatz im Dünger gegen Insektenlarven sowie gegen Läuse und Bettwanzen eingesetzt. Sie dient auch als Färbepflanze, wobei gold-grüne Farbtöne erzielt werden .

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Dysphania ambrosioides ist eine  einjährige, manchmal auch wenige Jahre überdauernde krautige Pflanze, die mit einreihig mehrzelligen Haaren und Drüsenhaaren bedeckt ist und einen intensiven aromatischen Geruch (nach Zitronen, Bohnenkraut oder Minze) verströmt. Die aufrechten oder aufsteigenden, gestreiften  Stängel sind bei Wuchshöhen von 0,3 bis 1 (selten bis zu 1,5) Meter stark verzweigt mit zarten Ästen. Die aromatischen Laubblätter sind meist bis zu 18 mm lang gestielt, die obersten sind oft ungestielt. Die Blattpreite weist eine Länge von meist 2 bis 8 (bis zu 15) cm und eine Breite von meist 0,5 bis 4 (bis zu 5,5) cm auf. Die Spreitenform ist eilänglich-lanzettlich bis lanzettlich mit keilförmiger Basis. Der Blattrand ist unregelmäßig gezähnt oder grob gesägt, bei den oberen Blättern oft ganzrandig.
Blütenstand und Blüte
Die 3 bis 7 cm langen, ährigen Blütenstände setzen sich aus sitzenden kugeligen knäueligen Teilblütenständen mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,3 mm zusammen; diese bestehen jeweils aus drei bis fünf Blüten in der Achsel eines laubblattähnlichen Tragblatts mit einer Länge von 0,3 bis 2,5 cm. Die kleinen, gelben zwittrigen (gelegentlich weiblichen)  Blüten weisen eine  Blütenhülle aus (selten drei) vier bis fünf auf etwa der Hälfte ihrer Länge miteinander verwachsenen  Tepalen auf. Bei einer Länge von 0,7 bis 1 mm sind sie eiförmig mit stumpfer Spitze, auf dem Rücken gerundet und drüsenhaarig. Es sind vier bis fünf  Staubblätter und drei herausragende Narben vorhanden. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch den Wind, ist aber auch durch Selbstbestäubung möglich.  
Frucht und Samen
Zur Fruchtzeit umgibt die Blütenhülle die Frucht. Die runzelige bis glatte Fruchtwand liegt dem Samen nicht an. Der rötlich-braune bis rötlich-schwarze, horizontale oder vertikale Same ist bei einer Höhe von 0,6 bis 1 mm und einem Durchmesser 0,4 bis 0,5 mm eiförmig mit undeutlichem Rand. Die Samenschale ist glatt oder runzelig.




ZWIEBEL

In jedem Supermarkt kann man sie spottbillig kaufen, und weil sie etwas derb riecht, gilt die Zwiebel als eher unfeines Alltagsgemüse, das halt einfach so dazugehört. Dabei strotzt die Zwiebel nur so vor Heilkräften. Fast gegen jedes Leiden hat die Zwiebel Abhilfe zu bieten. Sie hält nicht nur das Gefäßsystem jung, sondern lindert auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen aller Art und sogar Haarausfall. Es gibt kaum eine bessere Hausapotheke, die leicht verfügbar ist, als ein Beutel mit Zwiebeln in der Vorratskammer. So hat man immer ein Heilmittel zur Hand, selbst wenn am Wochenende die Apotheken geschlossen haben.
Die (in Österreich auch der) Zwiebel, auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihr typisches Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe  Zwiebel als Pflanzenteil). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art Allium cepa oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Bronchitis, Halsentzündung, Heiserkeit, Mittelohrentzündung, Infektionen, Fieber, Kopfschmerzen, Magen anregend, Verdauungsschwäche, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Würmer, Ödeme, Geschwollene Füße, Arteriosklerose, Herz stärkend, Bluthochdruck, Skorbut,  Diabetes, Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma, Gicht, Haarausfall, Insektenstiche, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, eitrige Wunden, Hämorrhoiden, Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung, Eierstockentzündung
wissenschaftlicher Name:
Allium cepa
Pflanzenfamilie:
Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name:
Onion
volkstümlicher Name:
Bolle, Fölle, Gartenzwiebel, Zibel, Zippel, Zwaibel, Zwiefel, Zwiewel
Verwendete Pflanzenteile:
Zwiebelknolle
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Vitamine, u.a. Vitamin C, Allicin, Asparagin, Kalziumoxalate, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Fumarsäure, Gerbstoff, insulinähnliches Pflanzenhormon, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Oxalsäure, Rutin, Salicylate, Senfölähnliches Glykosid, Schwefel, Trigonellin, Zink
Sammelzeit:
August bis Oktober

Anwendung
Es gibt vielerlei Möglichkeiten, die Zwiebel als Heilmittel einzusetzen, wobei das Essen der Zwiebel wohl am verbreitetsten ist.
Einreiben gegen Insektenstiche
Wenn man von einem Insekt, z.B. Wespe gestochen wurde, dann kann man eine Zwiebel aufschneiden und die Stichstelle damit einreiben. Sobald die Schnittkante der Zwiebel trocken geworden ist, drückt man die Zwiebel etwas zusammen, bis neuer Saft erscheint. Dann kann man die Behandlung des Insektenstiches wiederholen. Nach etwa fünf Minuten müsste der Schmerz nachlassen.  In den meisten Fällen kommt es später nicht zur Schwellung der Stichstelle.
Zwiebelsäckchen gegen Ohrenentzündung
Bei Ohrenentzündungen hackt man die Zwiebel fein und wickelt sie in ein dünnes Baumwolltuch. Zum Einwickeln geht auch ein Schlauchverband oder ein Teefilter aus dünnem Filterpapier. Die Zwiebelpackung wird erhitzt, beispielsweise über Wasserdampf (Achtung! Nicht die Finger verbrühen). Die erwärmte Zwiebelpackung legt man auf das schmerzende Ohr. Am besten mit einem Schal, einer Mütze oder einem Stirnband befestigen und eine gute halbe Stunde einwirken lassen. Danach noch etwas ausruhen. Diesen Vorgang drei mal täglich wiederholen. So ein Zwiebelsäckchen kann man auch gegen Schmerzen beim Wasserlassen auf die Blasengegend auflegen.
Zwiebeltampon gegen Unterleibsentzündungen
Gegen Scheidenkatarrh, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung kann man einen Zwiebeltampon zubereiten. Dazu reibt man eine Zwiebel fein zu Mus und gibt diese Masse in Gaze. Dieses tamponartige Päckchen führt man in die Scheide ein und lässt es fünf Stunden lang einwirken. Zwei bis dreimal täglich wiederholen. Schon nach einem Tag sollte eine Besserung zu spüren sein.
Erwärmte Zwiebelscheiben
Angewärmte Zwiebelscheiben kann man auf Geschwüre, Nagelbettentzündungen und schlecht heilende Wunden auflegen. Bei grippalen Infekten kann man mehrere Zwiebelscheiben um den Hals herum festbinden und einwirken lassen. Nach einer halben Stunde den Umschlag erneuern.
Zwiebelsaft
Frischer Zwiebelsaft hilft gegen Wasser in den Beinen und anderen Körperteilen. Als Einreibung hilft Zwiebelsaft gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen. Auch bei rheumatischen Schmerzen kann man durch Zwiebelsafteinreibung Erleichterung finden. Brüchige Finger- und Fußnägel gewinnen durch Zwiebelsaft-Einreibungen neue Elastizität.
Zwiebel im Salat
Allgemein gesundheitsfördernd, vor allem auch für die Gefäße und dadurch auch für das Herzkreislaufsystem
und den Blutdruck ist es, die Zwiebel roh in den Speiseplan einzubauen. Bei  Diabetes hilft die Zwiebel, den Blutzucker zu senken und gehört daher bei jedem Diabetiker regelmäßig auf den Tisch. Damit die Zwiebel im Salat milder schmeckt, kann man sie fein würfeln und mit etwas Salz bestreuen. Das Salz lässt man eine Viertel bis halbe Stunde einwirken. In dieser Zeit wird die Zwiebel-Salz-Mischung saftig. Anschließend kann man Essig dazugeben und wieder eine Viertel bis halbe Stunde einwirken lassen. Nach dieser Zeit sind die Zwiebeln mild und süß.
Zwiebelgemüse
Für viele Gerichte gehören gebratene oder gedünstete Zwiebeln standardmäßig dazu. Aber nur selten werden Zwiebeln als eigenständiges Gemüse zubereitet. Dabei schmecken sie sehr zart und süß. Man kann sie entweder einfach ungeschält in Wasser kochen. Anschließend flutschen sie förmlich aus den Häuten. Sehr lecker schmecken sie so mit Pellkartoffeln und Quark. Oder man dünstet sie mit etwas Pflanzenöl an. Wer es mag gießt einen Schuss Wein dazu, sobald die Zwiebeln leicht glasig sind. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt, wahlweise auch mit Thymian und nach gut zwanzig Minuten ist ein leckeres Gemüse fertig.
Küche
Verwendet wird der Zwiebellauch oder die eigentliche Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten, sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen (so etwa im  Gemüse) mitgedünstet. Zwiebeln enthalten ein  sulfidhaltiges ätherisches Öl und wirken dadurch reizend auf den Magen. Durch Kochen, Dünsten oder Braten wird aus den  glykosidischen Verbindungen der Zwiebel der Zucker freigesetzt. Die Zwiebel wird dadurch süßer. Angeschnittene Zwiebeln sollten nicht oder nur in der Käseglocke im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sich ihr Geruch auf alle anderen Lebensmittel und Verpackungen überträgt. Auch ihr Geschmack leidet. Zwiebelgerichte: Zwiebelkuchen,  Bollenfleisch. Zwiebelsuppe, Stifado
Zwiebeln als Fleischzartmacher
Vor allem in älteren Rezepten vom  Balkan, aus dem östlichen Mittelmeerbereich und dem Nahen Osten wird Zwiebelsaft als  Fleischzartmacher eingesetzt. Dazu werden Fleischwürfel, die sonst eher zäh sind, etwa Teile vom Hammel, über Nacht in einer Mischung aus Zwiebelsaft und (Oliven-)Öl oder in Milch nach Be-lieben mit Gewürzen eingelegt. Insbesondere für Grillfleisch empfiehlt sich das Verfahren. In der modernen Küche, die auf möglichst kurze Zubereitungszeiten Wert legt, wird diese Verfahrensweise in Hinblick auf die lange Marinierzeit und den Aufwand immer seltener genutzt. Auch der klassische Spießbraten profitiert von der Zwiebel als Weichmacher. In das Fleisch werden rohe Zwiebeln sowie Pfeffer und Salz eingewickelt. Nach einer Ruhezeit von wenigstens zwölf Stunden besitzt das Fleisch beste Voraussetzungen für einen durchgehend saftigen Braten und erhält zudem einen charakteristischen Geschmack.
Silberzwiebeln
Die Silberzwiebel (nicht zu verwechseln mit der  Perlzwiebel) ist eine besonders kleine Sorte (15–35 mm Durchmesser), der ihre schützende Schale fehlt, weswegen sie besonders empfindlich ist. Im Handel sind sie nur in Gläsern erhältlich. Ihr Name kommt von der hellsilbrig scheinenden Außenhaut. Frische Silberzwiebeln werden hauptsächlich aus den Niederlanden importiert und zu Sauerkonserven, wie Mixed Pickles, verarbeitet.
Gemüsezwiebeln
Unter der Sammelbezeichnung „Gemüsezwiebeln" werden umgangssprachlich Sorten mit sehr großen und mild schmeckenden Zwiebeln zusammengefasst, die sich besonders zur Zubereitung bzw. zum Verzehr als Gemüsebeilage in den entsprechenden Portionen eignen. Eines der traditionellen österreichischen Anbaugebiete für die Gemüsezwiebel ist die Region rund um Laa an der Thaya in Niederösterreich. Aus diesem Grund ist die Küchenzwiebel sowie die bis zu 15 cm durchmessende Gemüsezwiebel in das  Register der Traditionellen Lebensmittel aufgenommen worden. Auch die entsprechende Gegend ist als Laaer Zwiebel unter den  Genussregionen Österreichs registriert.  

Pflanzenbeschreibung
Die Küchenzwiebel ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze, die in der Kultur jedoch meist nur ein- oder zweijährig gehalten und dann geerntet wird. Ihre  Sprossachse bleibt bis zur Blütenbildung zu einem flachen scheibenförmigen Gebilde gestaucht, das Zwiebelscheibe oder Zwiebelkuchen genannt wird. Das Apikalmeristem auf der Oberseite der Zwiebelscheibe bringt an seinem Rand, abwechselnd gegenüberliegend und daher scheinbar zweizeilig (nach botanischer Terminologie aber grundständig), etwa 10 bis 15 ungestielte, deutlich in Unter- und Oberblatt gegliederte Laubblätter hervor. Die Unterblätter sind von weißlicher Farbe mit grüner Aderung, ähnlich wie Blattscheiden geformt, und umgreifen einander straff, sodass sie in ihrem oberen Teil einen mehrere Zentimeter langen  Scheinspross bilden, im unteren Teil fleischig verdickt die bekannte „Zwiebel" als  Speicherorgan. Die rein grünen Oberblätter verwachsen zu Röhren mit geschlossener Spitze, die hohl und im Querschnitt annähernd oval sind. Ihre Zellanordnung ist die eines bifazialen Blattes, die Außenseite der Röhre entspricht der Oberseite. Sind die biologischen Voraussetzungen für eine Blütenbildung gegeben, gewöhnlich erst ab der zweiten Vegetationsperiode, streckt sich die Zwiebelscheibe zu einem 20 bis 120cm langen, unbeblätterten, röhrig-hohlen, im Querschnitt kreisförmigen Infloreszenzschaft, der im unteren Teil bauchig aufgetrieben erscheint. Das Apikalmeristem verbleibt an seiner Spitze und bildet keine neuen Laubblätter mehr. Der Blütenstand ist eine fast kugelförmige Scheindolde aus 20 bis mehr als 100 Einzelblüten, die vor dem Aufblühen noch von einem Hochblatt umhüllt sind. Die Blüten sind 20 bis 40 mm lang gestielt, ihre Blütenhüllblätter sind weißlich mit grünem Mittelnerv.
Die Blütenbildung setzt voraus, dass die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und außerdem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der  Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war. Im Pflanzenbau nennt man derartige Vorgänge Vernalisation. Die nötige Temperatur und deren Einwirkungsdauer sind von der Sorte und von der Trockenmasse der einzelnen Zwiebel abhängig. Bei handelsüblichen mitteleuropäischen Sorten rechnet man mit ungefähr 6 °C über mindestens zwei Wochen. Relativ hohe Temperaturen während der Ruheperiode können einen bereits initiierten Blütenansatz wieder vernichten. Davon wird im Ertragsanbau Gebrauch gemacht, wenn eine Blütenbildung unerwünscht ist. Die Nährstoffspeicherung und damit die Ausbildung des Speicherorgans wird von der Photoperiode bestimmt, d. h., sie kommt nur bei einem bestimmten Verhältnis von Tag- und Nachtlänge in Gang. In Anpassung an die entsprechenden Gegebenheiten verschiedener geographischer Breiten hat die Züchtung zur Differenzierung in sogenannte Langtag- und Kurztagsorten geführt. Diese Bezeichnungen sind nicht gleichzusetzen mit den sogenannten Langtag- und Kurztagpflanzen der biologischen Terminologie, bei denen es ausschließlich um die Blütenbildung geht. Wenn die Belichtungsansprüche der jeweiligen Sorte nicht erfüllt sind, kann die Zwiebelpflanze zwar Blätter, Blüten und Samen bilden, aber keine oder nur eine unter-entwickelte Zwiebel.
Das Speicherorgan wird von der Botanik als Schalenzwiebel eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu Schuppenzwiebeln, die aus  Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen, d. h. achselständig, werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen. Die ausgezehrten Schalen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um die neue Zwiebel bilden. Die Züchtung hat sich auch dieses Merkmals angenommen und darauf orientiert, dass die „gewöhnliche" Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als Schalotten bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.
Ursprünglich kommt die Zwiebel wohl aus Indien. Doch schon im Mittelalter wurde sie auch in Europa bekannt. Heutzutage ist sie aus den Gärten nicht mehr weg zu denken und gehört zu den wichtigsten Gemüsen, die man überall preiswert kaufen kann. Beim Anbau der Zwiebeln kann man entweder kleine Mutterzwiebeln in den Boden stecken oder man kann sie auch säen. Die Methode mit den Steckzwiebeln bringt schneller dickere Zwiebelknollen als Ergebnis. Die Zwiebelstängel sind gleichzeitig auch die Blätter. Sie sind rund, hohl und fleischig und wachsen etwa einen halben Meter in die Höhe. Diese sogenannten Schlotten kann man als frisches Grüngemüse essen. Aber wenn man zu viele davon abschneidet, wird das Wachstum der Knolle beeinträchtigt. Im Hochsommer wird einer der Stängel besonders dick und lang und bildet eine Knospe aus. Wenn man die Zwiebelknolle ernten will, muss man diese Blütenstängel abschneiden. Aber wenn man Saatgut gewinnen will oder eine schöne Blüte genießen will, kann den Blütenstängel stehen lassen. Zuerst ist die Knospe von einer Hülle umgeben, die sich allmählich ablöst und einer kugelrunden Blüte Platz macht.



BACHBLÜTEN
Man treibt andere zu Eile an (18 Impatiens)
- Diese Menschen treiben ihre Mitmenschen immer zu Eile an
- Mit der dementsprechender Bachblüte haben sie es nicht oder kaum mehr eilig


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unfähig (19 Larch)
- Diese Menschen fühlen sich in vielen Dingen unfähig
- Mit der dementsprechender Bachblüte wird das Gefühl der Unfähig zu sein vermindert


ERNÄHRUNG
Öle und Fette
Pflanzen und Tiere enthalten Fett in unterschiedlichen Mengen. Wie sie bereits erfahren haben, dient Fett als Energiereserven und als Bestandteile von Zellen, darüber hinaus ist es Träger von lebenswichtigen Vitaminen (A, D, E) und Träger der essentiellen Fettsäuren.


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