Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

13.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 09.07.18-15.07.18



WEINREBE    

Die Weinrebe wird überall angebaut, wo es warm genug für sie ist. Um dem Wein, der aus ihren Beeren gekeltert wird, wird ein richtiger Kult getrieben, mit Prinzessinnen, Königinnen und Volksfesten. Doch die Weinrebe ist auch eine Heilpflanze, was nur den wenigsten bewusst ist. Sie hilft bei Erkrankungen des Verdauungssystems und des Stoffwechsels.
Die Weinrebe ist eine Art in der Gattung Vitis. Sie ist heute vor allem heimisch im Mittelmeerraum,  Mitteleuropa, Südwestasien sowie am  Westkap  Südafrikas. Die Unterart Edle Weinrebe wird zur Produktion von Wein genutzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blätter: adstringierend,  Gicht, Rheuma, Erbrechen, Frostschäden, Aufgesprungene Hände und Füße, Geschwüre, Ekzeme, Eiternde Wunden, Hautunreinheiten, Blutungen, Krampfadern (rotes Weinlaub), Blüten: Nerven stärkend, Unreife Trauben: Kopfschmerzen durch Hitze, Magenschmerzen, Reife Trauben: blutbildend, stärkend, aufbauend, blutreinigend, Rekonvaleszenz, Fettleibigkeit, Leberleiden, Verstopfung, Arteriosklerose
wissenschaftlicher Name:
Vitis vinifera
Pflanzenfamilie:
Weinrebengewächse = Vitaceae
englischer Name:
 Vine
volkstümliche Namen:
Weinstock, Traubenstock, Weintraube
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Beeren
Inhaltsstoffe:
Gerbstoff, Weinsäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Wachs, Zucker, Mineralien
Sammelzeit: Blätter: Mai bis August, Beeren: August bis Oktober

Anwendung
Die Blätter kann man als Tee trinken oder äußerlich als Kompresse auflegen. In der mediterranen Küche sind sie auch zum Einwickeln von Speisen, z.B. Schafskäse beliebt. Die Blüten werden als Tee getrunken oder als Einreibung benutzt. Sie helfen (laut Volksmedizin) bei leichten Lähmungszuständen durch Probleme der Rückenmarksnerven. Weintrauben kann man essen, als Saft trinken. Im Rahmen einer Traubenkur isst man so viel wie möglich reife Trauben und ansonsten so wenig wie möglich andere Speisen. Solch eine Kur soll sehr heilsam für Verdauung und Stoffwechsel.
Achtung! Wenn man große Mengen Weintrauben isst, muss man sie unbedingt gut kauen, denn wenn man sie unzerkaut runterschlingt, kann man in seltenen Fällen einen Darmverschluss bekommen.

Pflanzenbeschreibung
Die Weinrebe ist ein mit Sprossranken kletternder Strauch, der unbeschnitten die Wuchsform einer  Lianeentwickelt. Er kann 10 bis 20 m hoch werden. Sie besitzt einen tiefgreifenden, reich verästelten  Wurzelstock und einen holzigen Stamm mit bis zu 1,5 m Umfang. Ihre bräunliche Rinde löst sich in Längsstreifen ab. Die rotbraun bis braungelb gefärbten Zweige sind meistens kahl und nur selten von einer filzigen Behaarung bedeckt. Sie weisen feine Furchen und kleine, punktförmige Rindenporen auf. Es sind nur 2 dünnhäutige und hellbraune Knospenschuppen vorhanden. Die rundlich-herzförmigen  Blätter sind meist deutlich 3 bis 5-lappig und am Blattstiel eng eingebuchtet. Sie messen 5–15 cm im Durchmesser, ihr Grund ist herzförmig und ihre Lappen sind grob gezähnt und decken sich sogar zum Teil. Die Oberseite der Blätter ist kahl, die Unterseite weißwollig bis fast filzig behaart. Meist steht den Blättern eine Ranke gegenüber. Die Länge des Blattstiels beträgt 4–10 cm. Die schwach duftenden Blüten sind in zusammengesetzten, dichten Rispen angeordnet, den Gescheinen oder Blütenständen (Infloreszenz). Der Kelch ist kurz und 5-lappig. Die Kronblätter sind ca. 5 mm lang, gelbgrün und fallen, wie die Kelchblätter, früh ab. Blütezeit ist von Juni bis August. Die länglich bis kugeligen Früchte sind 6–20 mm lang und dunkelblau, violett, grün oder gelblich gefärbt. Zum Teil sind sie bereift. Ihr Geschmack ist süß oder säuerlich. Es sind bis zu 4 Samen vorhanden. Diese sind hartschalig, birnenförmig und auf einer Seite mit 2 länglichen Furchen oder Gruben versehen.
Die Weinrebe ist ein mehrjähriger Strauch, der sich bis zu 15 m hoch bzw. weit ranken kann. Die Blätter sind fünflappig und grob gezähnt. Die rispenartige Blüte blüht nur wenige Tage lang, in denen sie von Bienen und anderen Insekten bestäubt wird. Dann bilden sich aus den Blüten die beere, die wir als Weintrauben kennen.
Es gibt grüne, hellbraune und dunkelviolette Beeren, je nachdem, um welche Weinsorte es sich handelt. Weltweit gibt es weit über 2000 unterschiedliche Weinsorten.




ALPEN-MUTTERWURZ

Die meist rosa blühende Alpen-Mutterwurz ist eine alte Heilpflanze und ein wertvolles Viehfutter, das im Alpenraum auf Wiesen wächst. Die kniehohe und rosa blühende Pflanze riecht kräftig und würzig. Wegen der aromatischen ätherischen Öle, die an Fenchel und Liebstöckel erinnern, wird die Alpen-Mutterwurz auch in der Küche verarbeitet. Im Bayerischen Wald wird aus der Alpen-Mutterwurz der Bärwurz-Magenschnaps hergestellt. Es gibt eine ähnliche Pflanze, mit fast gleicher medizinischer Wirkung aber geringere Menge an Inhaltsstoffen, die den gleichen Namen trägt  Bärwurz.
Die Alpen-Mutterwurz, auch Adonisblättrige Mutterwurz genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Doldenblütler. Nach molekular-genetisch gestützten Daten durch Valiejo-Roman et al. 2006 ist die Gattung Mutellina von der Gattung Ligusticum sowie Pachypleurum zu trennen. Die Alpen-Mutterwurz kommt als einst bekannte Arzneipflanze (Volksmedizin) oft in Alpensagen und Almsegensprüchen vor. Auch besitzt die aromatisch duftende Pflanze viele Volksnamen: viele Muttern, Madaun, Mutteli, Mutterkraut, Gamskraut, Bärenfenchel u. a.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magen, Gebärmutter, Verdauung
Heilwirkung:
aphrodisierend, appetitfördernd, entblähend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, herzstärkend, magenstärkend, menstruationsfördernd, milchproduktionssteigernd, tonisierend, wärmend, windtreibend
Anwendungsbereiche:
Altersschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Blasenerkrankungen, Darmkatarrh, Dysmenorrhoe, Gebärmutter, Geburten, Gelbsucht, Gicht, Hautausschläge, Herzschwäche, Koliken, Lungenverschleimungen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nierenleiden, Periodenkrämpfe, Verdauungsstörungen, Vergiftungen, Viehheilmittel, Weißfluss
wissenschaftlicher Name:
Ligusticum mutellina
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Alpine Lovage, Italian Lovage, Mountain lovage
volkstümlicher Name:
Alpen-Bärendill, Alpen-Liebstock, Alpen-Liebstöckel, Bärenfenchel, Bärwurz, Bärmutterkrut, Bärwurzel, Bergbärwurz, Bergpudel, Berwurtz, Gamskraut, Gebärmutterwurz, Herzwurz, Madaun, Metaun-Kümmel, Mutteli, Mutterkraut, Muttern, Mutterwurz
Verwendete Pflanzenteile:
frische Blätter, Samen, Wurzelstöcke
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Fettes Öl, Gummi, Harz, Ligustilid, Monoterpene, Kaffeesäuren, Phthalide
Sammelzeit:
Mai bis September
Anwendung
Frische Blätter
Können in der Küche wie Petersilie eingesetzt werden. Regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Können als gequetschtes Kraut für Umschlage gegen Hautkrankheiten oder Gichtschmerzen eingesetzt werden.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, hilft gegen Verdauungsprobleme. 1 Teelöffel Samen mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Migräne, Appetitmangel, Blasenleiden.
Abkochung
Eine  Abkochung der Wurzeln hilft vor allem bei Verdauungsproblemen.
Tinktur
Um eine Alpen-Mutterwurz-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Wurzeln der Alpen-Mutterwurz in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Alpen-Mutterwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautkrankheiten lindern.
Verwendung in der Küche
Die Verwendung ist ähnlich frischer  Petersilie. Außerdem wird sie zum Würzen von  Käse genutzt. Der Extrakt der Wurzel ist fester Bestandteil von zahlreichen Kräuterlikören und -schnäpsen. Auch die als „Bärwurz" bekannte Spirituose aus dem Bayerischen Wald verdankt bei einigen Herstellern ihr charakteristisches Aroma der Alpen-Mutterwurz und nicht der  Bärwurz, wie oft fälschlich behauptet wird.
Volksmedizin
Die intensiv aromatische Wurzel wurde in der Volksmedizin früher bei Blähungen, Verstopfungen, Leber-, Nieren- und Blasenleiden sowie bei zahlreichen Frauenerkrankungen verwendet. Der  Absud des Krautes galt als magenstärkend. Den ätherischen Ölen der Pflanze wurde eine appetitanregende Wirkung zugeschrieben.

Geschichtliches

In der Hexenmedizin ist es eines der Mutterkräuter und wird zur Geburt eingesetzt. Haupteinsatz war die Linderung schwerer Geburten. Kräuter-Schnäpse aus dem Bayerischen Wald werden aus der Wurzel hergestellt, einige Kräuter-Liköre werden mit den Samen ergänzt. Diese Getränke haben teilweise eine jahrhundertelange Tradition. Blätter und Samen zum Würzen von Suppen und Käse. Bärwurz wurde oft in Klostergärten angebaut, doch welche Bärwurz in den Klostergärten angebaut wurde und dessen Anwendung in Kräuterbüchern zu finden ist schwer zu beurteilen. Eine gute eiweißreiche Futterpflanze, die Milchleistung und Milchqualität erhöht, sowie Viehkrankheiten lindert und vorbeugt. Dies spiegelt sich in einigen Überlieferungen wider: Die Alpen-Mutterwurz soll nach dem Volksglauben da wachsen wo die Milch der hl. Maria auf die Erde gefallen ist. Von den Melkerinnen wurden Alpen-Mutterwurz und einige andere Pflanzen verflucht ("Teufel möge das Gras wegnehm"), damit die Kühe weniger Milch geben und weniger Arbeit zu tun war. Heute wird die Alpen-Mutterwurz immer seltener, da viel gesammelt wird. Es dauert mindestens 7 Jahre bis eine Alpen-Mutterwurz groß geworden ist.

Pflanzenbeschreibung
Die Alpen-Mutterwurz ist in den Alpen heimisch und auch an einigen Stellen im Schwarzwald zu finden. Der Wurzelstock ist winterhart. Sie wächst bevorzugt auf mageren Berg- und Gebirgswiesen von 1000 m bis fast 3000m. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die Blätter sind haarfein gefiedert. Die rosa bis purpurnen (selten weißen) Blüten erscheinen zwischen Juli und August auf einer meist 7-10 strahligen Blütendolde. Aus den Alpen-Mutterwurz-Blüten entwickeln sich im Herbst die Samen. Die Samen sind ca. 6mm lang und 3mm dick.
Vegetative Merkmale
Die Alpen-Mutterwurz wächst als mehrjährige krautige Pflanze und besitzt Wuchshöhen von 10 bis 20, seltzen bis 50 Zentimetern. Der Stengelgrund besitzt einen typischen dichten Faserschopf. Der aufrechte Stengel selbst ist unten rund und oben oft zunehmend kantig. Die 2-3fach fiederteiligen Blätter sind meist grundstränig und grasgrün. Die Pflanze wurzelt bis über einen Meter tief. Der Stängel besitzt meist 1-2 kleine Laubblätter. Die Pflanzenteile duften aromatisch, dieser Duft bleibt selbst noch im Heu enthalten. Die  Laubblätter sind im Umriss dreieckig und doppelt bis dreifach gefiedert.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni und August. Der doppeldoldige Blütenstand besitzt im Gegensatz zur Zwerg-Mutterwurz (Pachypleurum mutellinoides) keine (oder 1-2 hinfällige und ganzrandige) Hüllblätter und ist 7- bis 15-strahlig. Die jeweils etwa 3 mm großen fünfblättrigen Blütenkronen sind selten weiß, in der Regel je-doch purpurfarben bis rosafarben/rot. Die stets gerippte Frucht ist etwa 5 mm lang und etwas 3,5 mm dick.

Anbautipps
Üblicherweise wird die Alpen-Mutterwurz durch Wurzelteilung nach der Blüte vermehrt, es reichen schon kleine Wurzelstücke um daraus eine Pflanze zu ziehen. Deutlich schwieriger ist die Anzucht aus Samen. Möglichst im November in Töpfen aussäen oder sehr früh im Frühling im Freien wenn noch Frost zu erwarten ist, die Samen sind nicht lange keimfähig und müssen stratifiziert werden um die Keimung anzuregen (Frostkeimer). Die Alpen-Mutterwurz mag sandigen, lehmigen, mageren und feuchten Boden, der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Man kann die Alpen-Mutterwurz auch in größeren Töpfen aufziehen. Es dauert etwa 7 Jahre, bis man die Wurzel ernten kann. Da die Pflanze gleichmäßige Bedingungen liebt, z.B. gleiche Bodenfeuchtigkeit, ist sie etwas schwierig zu kultivieren. Leider sind die Inhaltsstoffe im Flachland geringer als in den Bergen.

Sammeltipps
Die Wurzel (Bärenwurzel, Bärenfenchelwurzel) der Alpen-Mutterwurz sollte nur geerntet werden, wenn man sich mit der Bestimmung der Pflanze auskennt, da es ähnlich aussehende aber giftige Pflanzen gibt. Am besten ist es die Alpen-Mutterwurz im eigenen Garten anzubauen, denn die Alpen-Mutterwurz ist durch die vielen Wildsammlungen leider selten geworden, deshalb sollte gerade die Wurzel nicht mehr in der Natur gesammelt werden. Die Wurzel wird gereinigt, geschnitten und im luftigen Schatten gut getrocknet. In einem geschlossenen Behälter lagern, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen. Die feinen Blätter sollten geerntet werden, wenn diese frisch ausgetrieben sind. Die Samen sammelt man sobald die reif sind, am besten nachtrocknen.



BACHBLÜTEN
Ich bin gleichgültig, weil ich ständig an die Vergangenheit denke (Honeysuckle)
-
Diese Menschen sind sehr gleichgültig, da sie ständig an die Vergangenheit denke
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das gleichgültige ablegen und denken kaum mehr an die
 Vergangenheit


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich kraftlos (Hornbeam)
-
Diese Menschen fühlen sich deren öfteren kraftlos
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie wieder Kraft tanken


ERNÄHRUNG
„synthetisierte" versus „natürliche" Vitamine  
Immer wieder wird diskutiert, ob natürliche Vitamine besser als synthetische Grundsätzlich kann der Körper nicht zwischen natürlicher und synthetischer Vitaminen unterscheiden (Vitamin E ausgenommen).
Auch kommen durch solche Nahrungsergänzungsmittel sehr viel höhere Mengen erreicht werden, die unter Umständen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü