Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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13.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juli > 10.07.17-16.07.17


LEINKRAUT

Das Leinkraut steht am Wegrand und blüht als wäre es eine kleine Orchidee. Als Heilpflanze ist es weitgehend unbekannt, doch in manchen, besonders gut ausgestatteten Apotheken ist es dennoch offizinell, weil man daraus eine hervorragende Salbe gegen juckende Hämorrhoiden herstellen kann. Das Echte Leinkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Leinkräuter. Andere deutschsprachige  Trivialnamen sind Gemeines Leinkraut, gewöhnliches Leinkraut, Kleines Löwenmaul sowie Frauenflachs.

Steckbrief
Heilwirkung:
entgiftend, Gelbsucht, Wassersucht, Ödeme, Hämorrhoiden, Juckreiz, Wunden, Verstopfung, Fisteln, Geschwüre
wissenschaftlicher Name:
Linaria vulgaris
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
Toadflax
volkstümliche Namen:
Abnehmkraut, Flachskraut, wilder Flachs, Frauen-flachs, Froschmaul, Harnkraut, Hasenmäuler, Kathrinenblume, Kathrinenkraut, gelbes Löwenmaul, Marienflachs, Maulaffen
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Glykosid Linarin, Gummi, organische Säuren, Ameisensäure, Gerbsäure, Apfelsäure, Zitronensäure
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
Leinkrauttee hilft bei Harnverhaltung und Ödeme. Äußerlich angewandt hilft der Tee in Form von Waschungen oder als Umschlag bei Geschwüre, Fisteln und schlecht heilende Wunden. Mit dem frisch gepressten Saft kann man Wunden und Hautschäden reinigen. Er hilft auch bei Flecken und Unreinheiten der Haut. Man kann eine Salbe mit dem Leinkraut machen, die bei juckende Hämorrhoiden hilft. Diese Salbe hilft auch bei schwer heilenden Wunden und Geschwüren.

Pflanzenbeschreibung
Das Leinkraut wächst an Wegrändern, Rainen, auf Kiesbänken, an Bahndämmen und liebt sandige Standorte. Es wird bis zu 50cm hoch. Die linealförmigen, schmalen Blätter sitzen wechselständig. Am oberen Ende des Stängels entfaltet sich der Blütenstand in Form einer endständigen Traube. Die rachenförmigen Blüten leuchten gelb und haben in der Mitte einen orange-farbenen Grund.
Vegetative Merkmale
Das Echte Leinkraut ist eine ausdauernde,  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40, selten bis zu 80 Zentimetern. Die im Querschnitt runden, aufrechten, unverzweigt oder am Grunde oder im Blütenstandsbereich etwas verzweigt  Stängel sind kahl oder oben schwach drüsig behaart.
Die ungestielten, kahlen, dünnen  Laubblätter sind bei einer Länge von 2 bis 5 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 15 Millimetern linealisch-lanzettlich und ein- bis dreinervig.
Generative Merkmale
5 bis 30 Blüten stehen in einem zuweilen einseitswendigen, traubigen Blütenstand zusammen. Der Blütenstiel ist mit einer Länge von 2 bis 8 Millimetern etwa so lang wie der Blütenkelch und oft drüsig behaart. Die zwittrigen  Blü-ten sind bei einer Länge von 19 bis 33 Millimetern  zygomorph mit doppelter  Blütenhülle. Der Kelch ist 3 bis 6 Millimeter lang. Die Blütenkrone besitzt einen 10 bis 30 Millimeter langen, geraden bis schwach gebogenen Sporn. Die Blütenkrone ist gelb, hell-schwefelgelb, mit kräftig gelbem Unterlippenwulst und einem orangegelben Fleck auf der Unterlippe. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die  Kapselfrüchte sind bei einer Länge von 5 bis 11 Millimetern sowie einem Durchmesser von 5 bis 7 Millimetern eiförmig-kugelig. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juli und September. Die 2 bis 3 Millimeter langen Samen sind breit geflügelt.



SCHISANDRA


Die Schisandrabeere ist eine chinesische Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden in China gegen zahlreiche Gesundheitsbeschwerden angewendet wird. Die kleinen "Beeren der fünf Geschmäcker" (Wu Wei Zi) schmecken tatsäch-lich sehr ungewöhnlich. Sie sollen kräftigen, das Gedächtnis, die Sehfähigkeit und das Gehör stärken und nicht zuletzt auch die Libido von Mann und Frau. Ihre leberstärkende Wirkung ist sogar in medizinischen Studien nachgewiesen worden. Insgesamt gelten Schisandra-Beeren als Jungbrunnen, mit deren Hilfe man ohne Alterserscheinungen sehr alt werden kann.
Das Chinesische Spaltkörbchen, auch Chinesische Beerentraube oder chinesischer Limonenbaum (chin.: Wu Wei Zi) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Spaltkörbchen oder Beerentrauben in der Familie der Sternanisgewächse. Es ist eine aus  China stammende Heilpflanze. Ihre früheste Erwähnung geht auf die  Han-Dynastie zurück. Diese Schisandraart ist im Nordosten Chinas, Korea und in Japanbeheimatet. Schisandra chinensis ist in Mitteleuropa  winterhart.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Alterserscheinungen, Leberschwäche, Schwäche
Heilwirkung:
adaptogen, aphrodisierend, ausgleichend, blutreinigend, krampflösend, regenerierend, stärkend
Anwendungsbereiche:
Abgeschlagenheit, Ängste, Asthma, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Burn Out, Depressionen, Diabetes, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Erschöpfung, Gedächtnisschwäche, Grippe, Hautausschlag, Hautentzündung, Hepatitis, Herzrasen, Husten, Konzentrationsschwäche, Krebs (unterstützend), Libido-Schwäche, Müdigkeit, Nervöse Herzbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Parkinson, Schlaflosigkeit, Schwerhörigkeit, Sehstörungen, Stress, Vergesslichkeit
wissenschaftlicher Name:
Schisandra chinensis
Pflanzenfamilie:
Sternanisgewächse - Schisandraceae
volkstümlicher Name:
Wu Wei Zi, Chinesische Spaltkörbchen, Chinesische Beerentraube, Chinesischer Limonenbaum, Schizandra
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, teilweise auch Blätter
Inhaltsstoffe:
Lignane (Phytohormone): Schizandrin, Deoxyschizandrin, Gomisin, ätherisches Öl, Vitamine, Mineralstoffe,
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
Frische Früchte schmecken ungewöhnlich (süß, sauer, scharf, bitter bis salzig). Die Früchte können zu Marmelade, Sirup, alkoholfreien Getränken oder Likör verwertet werden. Aus den Früchten kann  lt Tee zubereitet werden, wobei die Kochzeit mit max. 20 Minuten angegeben wird. Getrocknete Früchte schmecken wie eine Mischung aus  Wacholderbeeren und  Thujen, pfeffrig-scharf mit säuerlichem Nachgeschmack. Die Beeren können auch gekaut werden, und zwar mehrmals täglich über den Tag verteilt jeweils drei bis vier Beeren. Darüber hinaus werden auch Schisandrakapseln zum Einnehmen angeboten.
Schisandra kann man wahlweise als getrocknete Früchte zum Kauen oder als Tee anwenden. Die häufigste Art, Schisandra anzuwenden ist das Kauen der getrockneten Früchte.
Schisandrabeeren kauen
Um genügend Schisandrabeeren zu sich nehmen zu können, täglich etwa 5g ist es am besten, wenn man die getrockneten Beeren kaut. Dadurch kommt man auch in den Genuss des sehr speziellen Geschmacks, der einen wichtigen Teil der Wirkung ausmacht. Die offizielle Beschreibung des Geschmacks der Schisandrabeeren lautet: Sie haben fünf Geschmäcker: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf. Darum werden sie in China auch Wu Wei Zi genannt. Das bedeutet in etwa: Beere der fünf Geschmäcker. Diese Geschmacksrichtungen entsprechen den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. In der Praxis schmecken Schisandrabeeren ungewöhnlich bis grässlich. Man kann sich aber wohl an den Geschmack gewöhnen. Wenn man genau hinschmeckt, entdeckt man tatsächlich alle fünf Geschmacksrichtungen. Zusätzlich wirkt der Geschmack leicht betäubend auf die Mundschleimhaut und den Geschmack. Weil man so viele Beeren braucht und der Geschmack so wichtig ist, eignen sich Schisandrabeeren eher nicht zur Einnahme in Kapselform. Man müsste zu viele Kapseln davon schlucken und die Geschmackswirkung würde fehlen. In China wird empfohlen, die Schisandrabeere mindestens 100 Tage lang anzuwenden. Die Wirkung wird nach ein paar Wochen spürbar.
Tee
Für einen Schisandra tee macht man eine  Abkochung mit ein bis zwei Teelöffeln getrockneten Schisandrabeeren. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schisandratee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schisandrawirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Anwendungsgebiete
Die Schisandrabeere ist eine ausgesprochene Vielzweckheilpflanze. Wissenschaftlich am besten untersucht ist ihre Leberschutzwirkung. Man kann Schisandra also bei Hepatitis oder allgemeiner Leberschwäche verwenden. Besonders beliebt ist die Stärkung der Libido, die der Schisandra nachgesagt wird. Sie soll sowohl für Männer als für Frauen gelten. Möglicherweise ist die Libidostärkung auf die allgemein stärkende Wirkung der Schisandra zurückzuführen.
Generell wirkt die Schisandra stärkend und verjüngend. Daher wird sie bei Schwäche, Müdigkeit, Depressionen, diversen Alterscheinungen, Hautproblemen und dergleichen eingesetzt. Obwohl sie stärkend wirkt, vermag die Schisandra auch das Gegenteil, nämlich entspannend wirken und somit gegen Schlaflosigkeit helfen. Sehr interessant ist die Wirkung der Schisandra auf Augen und Ohren. Sie soll die Sehfähigkeit und das Gehör verbessern. Das macht sie zu einer der ganz wenigen Heilpflanzen, die man bei Schwerhörigkeit anwenden kann. Sogar gegen Krebs soll die Schisandrabeere helfen. Hier fehlen jedoch noch aussagekräftige Studien. Als unterstützende Behandlung bei einer Chemotherapie kann man die Schisandra jedoch versuchen. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie können dadurch gelindert werden. Manche Anwender sagen der Schisandrabeere eine appetithemmende Wirkung nach, die bei Heißhungerattacken helfen soll. Der spezielle Geschmack der Beeren verringert die Esslust. So kann man bei Heißhunger einige Schisandrabeeren kauen, dann verschwindet der Appetit auf unvernünftige Leckereien.
Schisandra in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
In der chinesischen Heilkunde wird die Schisandrabeere schon sehr lange angewendet. Sie wird genutzt, um mehrere Meridiane auszugleichen: Herzmeridian, Nierenmeridian, Lungenmeridian. Die Energie in diesen Meridianen wird gestärkt, wenn sie schwach ist und abgeschwächt, wenn sie zu stark ist. Diese ausgleichende Wirkung nennt man auch adaptogen. Insgesamt ähnelt die Anwendung der Schisandrabeere der Ginsengnutzung.

Geschichtliches
Die Schisandra wird in China schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt. Schon in der Han-Dynastie konnte man von ihr lesen. Das war immerhin zwischen 206 v.Chr. und 220 n.Chr. Inzwischen haben sich die Heilkräfte der Schisandra nahezu weltweit herumgesprochen und daher wird die Schisandrabeere heute auch in Europa angewendet.

Pflanzenbeschreibung
Die Schisandrapflanze ist in China, Japan und Korea heimisch. Sie ist eine Kletterpflanze, die bis zu 8 Meter hoch bzw. lang werden kann. Im Winter wirft die Schisandrapflanze ihre Blätter ab, die Stängel bleiben aber bestehen und verholzen nach und nach. Die Blätter sind bis zu 8 Zentimeter lang und haben eine verkehrt-eiförmige Gestalt. Sie stehen wechselständig an den gewundenen Stängeln. Die weißlichen oder roten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Es gibt unterschiedliche männliche und weibliche Blüten. Die Schisandra ist also zweihäusig. Aus den Schisandrablüten entwickeln sich bis zum Spätsommer zwischen Juli und September die beerenartigen Früchte. Die roten Beeren hängen in dichten Trauben von den Stängeln. Eine einzelne Beere wird etwa 8 mm groß und enthält einen oder zwei Samen.
Vegetative Merkmale
Schisandra chinensis ist eine laubabwerfende, ausdauernde verholzende Kletterpflanze, also Liane, die Wuchshöhen von etwa 8 Meter erreicht. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0,9 bis 4 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist mit einer Länge von 4,5 bis 8 (selten bis 10,5) Zentimeter und einer Breite von 2,5 bis 6,5 Zentimeter elliptisch bis verkehrt-eiförmig.
Blüten, Früchte und Samen
Schisandra chinensis ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blüten stehen einzeln über einem kurzlebigen  Tragblatt ab der Basis von jungen Sprossachsen. Der kahle Blütenstiel weist bei männlichen Blüten eine Länge von 0,6 bis 2,8cm und bei weiblichen Blüten eine Länge von 0,7 bis 3,5cm auf. Die eingeschlechtigen  Blüten duften. Es sind fünf bis neun weiße, cremefarbene bis gelbe, kahle  Blütenhüllblätter vorhanden, von denen das größte eine Länge von 6,5 bis 11 mm und eine Breite von 2 bis 5 mm aufweist. In den männlichen Blüten sind die fünf bis sechs  Staubblätter mehr oder weniger frei, sie haben keine oder ein Teil von ihnen nur einen sehr kurzen Staubfaden. Der Pollen ist sechscolpat. Die weiblichen Blüten enthalten 17 bis 40 freie, spiralig angeordnete  Fruchtblätter. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. An einem 2 bis 7,5cm langen, kahlen Fruchtstandsstiel hängen viele Früchte zusammen. Es werden aromatische rosafarbene bis rote Früchte gebildet, die eine Länge von 5 bis 7,5 und einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimeter aufweisen und nur ein bis zwei Samen enthalten. Die Samen besitzen eine glatte Samenschale. Die Früchte reifen von Juli bis September.
Inhaltsstoffe und Chromosomenzahl
Die Früchte werden wegen ihrer heilenden Wirkung in der chinesischen Kräuterkunde schon seit langem eingesetzt. Da die Pflanze  ätherisches Öl enthält, wird dieses auch in der Parfümindustrie verwendet. Die Früchte enthalten  Vitamin C, Zitronensäure,  Apfelsäure und Pektin. Die Samen und Blätter enthalten den Wirkstoff  Schisandrin.

Anbautipps
Da die Schisandrapflanze im gemäßigten Klima gedeiht, kann man sie auch in Mitteleuropa anbauen. Damit die Pflanze gut ranken kann, braucht man ein Rankgestell oder eine andere Möglichkeit, wo sich die Pflanze hochschlängeln kann. Man kann die Schisandrapflanze im Frühling aussäen. Oder man pflanzt fertige Pflanzen ein.

Sammeltipps
Zwischen Juli und September werden die reifen Beerenfrüchte geerntet. Anschließend werden sie möglichst schnell entweder in der Sonne oder im Backofen bei ca. 50-60°C getrocknet. Man kann auch einen Dörrapparat zum Trocknen verwenden.



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