Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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13.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 12.06.17-18.06.17


PORTULAK

Portulak ist ein wucherndes Garten-Unkraut, das man als Salat essen kann. Daher wird der Portulak auch manchmal gezielt angebaut. Der Portulak hat außerdem Heilwirkungen. Er kann Kopfschmerzen lindern und hilft bei anderen Nervenproblemen. Durch seinen Vitamin-C-Gehalt wirkt er auch gegen Skorbut und vitaminmangelbedingte Zahnfleischentzündungen.
Der Portulak, auch Gemüse-Portulak oder Sommerportulak
genannt, ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung  Portulak (Portulaca). Sie ist in den  gemäßigten Zonen weltweit verbreitet und wird gelegentlich als Gemüse oder Gewürz verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, tonisierend, Husten, Fieber, Zahnfleischentzündung, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Verstopfung, Würmer, Hämorrhoiden, Skorbut, Frühjahrsmüdigkeit, Nierenschwäche, Arteriosklerose,  Kopfschmerzen, Nervenleiden
wissenschaftlicher Name: Portulaca oleracea
englischer Name:
Purslane
volkstümliche Namen:
Postelein
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Vitamine, Schleim, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloid, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit:
Sommer

Anwendung
Die Ernte kann schon 4 Wochen nach der Aussaat erfolgen. Der Portulak wird seit mehreren tausend Jahren zur Ernährung genutzt, ist aber, wie viele Wildgemüse, in Deutschland in Vergessenheit geraten. Als  Heilpflanze taucht der Portulak bereits in einer alten babylonischen Schrift aus dem achten vorchristlichen Jahrhundert auf, die die Pflanzen des  Heilkräutergartens des Königs  Marduk-Apla-Iddina II., (des biblischen Merodach-Baladan) aufzählt. Tabernaemontanus empfiehlt 1588 in seinem New Kreuterbuch Portulak gegen den "Sod im Magen" und hält auch fest, dass der "Saft im Mund gehalten machet die wackelhafftige Zähne wiederum fest stehen." In einigen alten Kräuterbüchern steht geschrieben: eine angenehme Salatpflanze und so gesundheitsfördernd, dass man nur bedauern kann, dass sie nicht häufiger verwendet wird. Junge Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussartig, ältere Blätter werden dagegen bitter. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden.
Den Portulak verwendet man am besten frisch als Salat oder Gemüse. Man kann auch einen Saft aus dem frischen Portulak pressen und sofort anwenden. Zum Trocknen eignet sich der Portulak weniger, daher auch nicht so sehr als Tee-Kraut.
Vitaminspender
Der wichtigste Einsatzzweck des Portulaks ist seine Wirkung gegen Vitaminmangel-Zustände, beispielsweise gegen Frühjahrsmüdigkeit oder gar Skorbut. Außer Vitamin-C enthält der Portulak auch andere Vitamine (A und B) und reichlich Mineralstoffe, z.B. Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium.
Kreislaufsystem
Der Portulak enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann er Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.
Verdauungssystem
Auch das Verdauungssystem wird vom Portulak gestärkt. Er kann Sodbrennen lindern und bei Entzündungen von Magen und Darm helfen. Als frischer Presssaft kann man ihn auch gegen Würmer verwenden.
Andere Wirkungen
Portulak soll auch bei Kopfschmerzen und Nervosität helfen. Auch eine hus-tenstillende und fiebersenkende Wirkung wird ihm nachgesagt.
In der Küche
Aus den Blättern des Portulaks kann man Salate zubereiten. Er schmeckt leicht sauer und wirkt daher erfrischend. Auch als Suppeneinlage kann man den Portulak verwenden. Für den Wintervorrat kann man ihn auch einsalzen und in Essig einlegen. Diese Art der Bevorratung war früher in Russland üblich. Die Samen enthalten Proteine und Fett und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.

Geschichtliches
Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heilpflanze erwähnt. Er war Bestandteil des Heilkräutergartens des babylonischen Königs. Im alten Griechenland wurde der Portulak viel als Gemüse benutzt. Er galt als Heilpflanze bei Verstopfung und Entzündungen der Harnorgane. Tabernaemontanus empfiehlt den Portulak im 16. Jahrhundert bei Sodbrennen und sogar gegen lockere Zähne. Die Wirkung gegen Zahnausfall hängt wohl mit der Wirkung gegen Skorbut zusammen, denn Skorbut führt zu Zahnausfall.

Pflanzenbeschreibung
Der Portulak ist eine  einjährige,  krautige,  sukkulente Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern, bei kultivierten Formen auch bis 40 Zentimetern erreicht. Sie verzweigt von der Basis und darüber mit niederliegenden und aufstrebenden  Stängeln. Die Stängel haben einen Durchmesser von etwa 5mm, sie sind grün und können, wie die Laubblätter, bei sonnigem Stand purpurfarben überhaucht sein. Die sonst frischgrünen, sukkulenten Laubblätter sind 1 bis 3 Zentimeter lang, bis 1,5 Zentimeter breit und stumpf spatelförmig. Sie stehen wechselständig bis fast gegenständig an den Zweigen. Die  Nebenblätter sind als winzige Haare in den Blattachseln kaum erkennbar.
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die kopfig gestauchten Blütenstände, die über einer Gruppe von meist vier Blättern erscheinen, tragen ein bis fünf (selten bis 30) Blüten. Die grünen, kelchblattartigen  Hochblätter sind breit eiförmig, haben einen Durchmesser von 8 mm und sind stark gekielt. Die meist fünf (selten vier) gelben  Kronblätter sind verkehrt-eiförmig. Um den kugeligen  Fruchtknoten mit vier bis fünf  Narben stehen sieben bis zehn (manchmal bis 15)  Staubblätter. Die etwa 3 × 4 mm große Frucht ist eiförmig. Die schwarzen, rundlichen und häufig winzig gewarzten  Samen sind 0,5 bis 1 mm groß.
Der Portulak ist ursprünglich im Mittelmeerraum und Kleinasien heimisch. In Mitteleuropa ist er aber schon sehr lange Zeit eingebürgert. Früher wurde er als Gemüse- und Salatpflanze angebaut, heutzutage kommt er manchmal auch verwildert vor. Der Portulak liebt sandigen und stickstoffreichen Boden. Außerdem mag er viel Sonne und Wärme. Daher findet man ihn in Gärten, an Feldrändern, Wegen, Bahndämmen und auf Schutthalden. Die einjährige Pflanze treibt im Frühsommer rote, runde Stängel aus, an denen verkehrt eiförmige, dickfleischige Blätter wachsen. Die Blätter werden bis zu zwei Zentimeter lang. Dicht an den Boden geschmiegt breitet sich der Portulak stern-förmig aus. Seine roten Stängel liegen wie Seesterne auf dem Erdreich. Die Blätter klappen sich nachts und bei kalter Witterung zusammen, im Sonnenschein breiten sie sich aus. Ab Juli blüht der Portulak mit kleinen gelben Blüten. Die Blüten befruchten sich selbst. Ameisen verbreiten die schwarzen Samen.

Anbautipps
Man kann den Portulak im Freiland oder in Töpfen anbauen. Man sät ihn am besten im Mai. Schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat kann man das erste Mal ernten. Der Portulak sollte viel Sonne bekommen. Wenn er regelmäßig gegossen wird, wird er üppiger und seine Blätter werden dicker als wenn er trocken steht. Staunässe mag er aber gar nicht.

Sammeltipps
Am besten verwendet man den Portulak frisch. Um aus einer einzelnen Pflanze möglichst viel Grünmasse zu gewinnen, schneidet man die Triebspitzen ab, die man natürlich als Wildsalat verwenden kann. Das Wachstum erfolgt dann bei den dahinter liegenden zwei Seitentrieben, die man nach einer Weile wieder an den Spitzen kappt. Dadurch wird die Portulak-Pflanze immer buschiger. Diese Erntetechnik eignet sich vor allem beim Anbau im Topf.



WALDREBE t


Manch ein europäischer Wald wird durch die Waldrebe in einen exotisch wir-kenden Dschungel verwandelt. Denn die Waldrebe ist eine echte Liane. Ihre Früchte werden von weißer Wolle umgeben, sodass die von der Rebe umwucherten Bäume aussehen, wie in Wattebällchen gehüllt. In der Heilkunde spielt die Waldrebe keine sehr große Rolle, denn sie ist im rohen Zustand leicht giftig und ihre Heilwirkungen sind nicht besonders ausgeprägt. Die Waldrebe wird jedoch in der Homöopathie eingesetzt und spielt als Bachblüte Clematis eine wichtige Rolle und ist sogar Bestandteil der Notfalltropfen.
Die Waldreben, auch Klematis genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der  Hahnenfußgewächse. Die etwa 300 Arten sind überwiegend in den  gemäßigten Gebieten  Eurasien und der  Neuen Welt verbreitet. Viele Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Der volkstümliche Name für im deutschen Sprachraum heimische Arten „Judenstrick" stammt von „Jutenstrick".

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung hautreizend! Scheidenentzündung, Schmerzen, Juckreiz, Homöopathisch (ab D2): Hautausschlag, Hautjucken, Drüsenschwellung, Nervenschmerzen, Rheuma, Lymphgefäßentzündung, Prostataentzündung, Brustentzündung
wissenschaftlicher Name:
Clematis vitalba
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Clematis
volkstümlicher Name:
Clematis, Klematis, Echte Waldrebe, Gemeine Waldrebe, Weiße Waldrebe, Greisenbart, Niele, Lian, Liasch, Lüln, Lün, Ulischwidn
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Stängel
Inhaltsstoffe:
Campesterol, Anemonin, Kaffeesäure, Protoanemonin, Trimethylamin
Sammelzeit:
Blätter: Sommer, Wurzeln: Herbst

Anwendung
Die frische Pflanze ist roh leicht giftig und hautreizend. Gekocht oder getrocknet verliert sich die Giftigkeit. Dennoch sollte man die Pflanze sicherheitshalber nur äußerlich oder in homöopathischer Verdünnung anwenden. Äußerlich als Waschung oder Einreibung hilft eine Abkochung der Wurzeln und Stängel gegen Juckreiz und Hautausschläge. Die Hauptanwendung der Waldrebe ist jedoch in der Homöopathie. Dort wird sie bei Hautproblemen, rheumatischen und neuralgischen Schmerzen eingesetzt. Auch bei Problemen der männlichen Harnorgane kann man sie verwenden. Gebräuchlich sind vor allem niedrige Potenzen. Als Bachblüte Clematis unterstützt die Waldrebe bei Verträumtheit und geistiger Abwesenheit.

Pflanzenbeschreibung
Die Clematis-Arten sind in vielen  morphologischen Merkmalen sehr unterschiedlich. Durch Züchtung wurden besonders die Blüten stark verändert, in Farbe der Blüten und Umwandlung von Staminodien zu dekorativen kronblatt-ähnlichen Blütenblättern, so dass die Wirkung von vielen statt ursprünglich vier Blütenhüllblättern entsteht.
Erscheinungsbild und Blätter
Waldreben sind hauptsächlich verholzende, manchmal ausdauernde, krautige  Kletterpflanzen, selten auch nicht kletternde, ausdauernde, krautige Pflanzenoder selbständig aufrecht wachsende Halbsträucher bis  Sträucher; als Ausnahmen gibt es einjährige Arten. Die mittel- und starkwüchsigen Lianen erreichen Wuchshöhen von 2 bis 6 Metern. Sie sind immergrün oder laubabwerfend. Manche Arten bilden lange  Rhizome. Die meist gegenständig, selten in Bündeln oder wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel kann sehr kurz bis relativ lang sein. Oft sind der Blattstiel und/oder die -rhachis rankenähnlich umgebildet. Die Blattspreite ist einfach oder gefiedert. Die Spreite der Blätter oder Blättchen ist fiedernervig und kann je nach Art sehr unterschiedlich geformt sein. Der Rand der Blätter oder Blättchen kann glatt oder gezähnt sein.
Generative Merkmale
Meist ist ein langer Blütenstandschaft vorhanden. Die Blüten stehen selten einzeln, meist in end- oder achselständigen, zymösen oder rispigen Blütenständen. Unter den Blüten stehen meist zwei blatt- bis schuppenförmigen  Hochblätter, manchmal fehlen sie; sie umhüllen nie die Blüten. Die radiärsymmettrischen  Blüten sind zwittrig oder funktionell männlich. Die Waldreben sind gekennzeichnet durch ihre bei Naturformen meist vier oder fünf, selten bis acht, freien, 6 bis 60 Millimeter langen  kronblattartigen  Kelchblätter, die ausgebreitet bis aufrecht sind und von lineal über verkehrt-eiförmig bis eiförmig geformt.  Kronblätter fehlen. Die Farben der Kelchblätter bei Naturformen reichen von gelb bis grün, von weiß über cremefarben bis blau oder von rot über rosafarben bis violett. Es sind viele freie  Staubblätter vorhanden. Sie sind entweder alle fertil, oder ein Teil der äußeren Staubblätter ist zu länglichen oder kronblattartigen Staminodien umgewandelt. Die Staubfäden sind faden-förmig bis verbreitert. Es sind meist viele (5 bis 150) freie oberständige Fruchtblätter vorhanden, die meist flaumig bis zottig behaart sind und nur eine hängende  Samenanlage enthalten. Die behaarten Griffel enden in einer erkennbaren Narbe und verlängern sich meist bis zur Fruchtreife. Die meist mehr oder weniger zusammengedrückten, einsamigen  Nussfrüchte (Achänen) besitzen einen meist 1,2 bis 11 cm langen, geraden oder gekrümmten, kahlen bis federartigen, schnabelartig verlängerten Griffel. Es stehen meist viele Früchte zusammen.
Die gemeine Waldrebe ist eine Lianenart, die in mitteleuropäischen Wäldern heimisch ist. In manchen Gegenden ist sie sogar recht verbreitet und kann lokal fast zur Plage werden.  In Gärten wird liebevoll die Klematis kultiviert, eine großblütige Verwandte. Die gemeine Waldrebe wächst jedoch wild und die Blüten erinnern nicht sehr stark an ihre botanische Schwester. Die Pflanze wird bis zu 15m lang und rankt sich an Bäumen und anderen Rankmöglichkeiten hoch. Die Blätter sind eiförmig-lanzettlich. Die weißen Blüten blühen von Juli bis September. Sie haben nach hinten rund gebogene Blütenblätter und ein ganzes Büschel kugelförmig abstehende Fäden. Zur Zeit der Samenreife im Herbst bis Winter bilden sich aus den Blüten wollige Buschel. Die Pflanzen sehen dann über und über wollig aus. Die Ranken kann man zum Körbeflechten verwenden.



BACHBLÜTEN
Ich bin ein unbeständiger Mensch (28 Scleranthus)
- Diese Menschen sind sehr unbeständig und wissen nicht was sie wollen in ihrem Leben
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen beständiger werden


BACHBLÜTEN
Die Gegenwart anderer laugt einen aus (20 Mimulus)
- Diese Menschen leiden darunter, dass ihnen die Gegenwart anderer auslaugt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte wird es für diese Menschen erträglicher die Gegenwart anderer


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