Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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13.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 08.05.17-14.05.17


Ackerschachtelhalm       

Der Acker-Schachtelhalm, auch Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Klasse der  Schachtelhalme.
Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgross und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen. Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blaßgebliche stängelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt. Der Schachtelhalm enthält sehr viel Kieselsäure, was den Einsatz bei Nierenkrankheiten und Problemen des Bindegewebes begründet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Rheuma
Heilwirkung:
blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Durchblutungsstörungen, Schwache Menstruation, Blutungen, Frostbeulen, Krampfadern, Rheumatische Schmerzen, Ödeme, Wassersucht, Wunden Hautentzündungen, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Equisetum arvense
Pflanzenfamilie:
Schachtelhalmgewächse = Equisetaceae
englischer Name:  Horsetails
Verwendete Pflanzenteile:
Sommertriebe
Inhaltsstoffe:
Kieselsäure, Saponine, Flavone, Kalzium, Kalium, Magnesium, weitere Spurenelemente
Sammelzeit:
Mai - Juli

Anwendung
Nahrungsmittel
Der Acker-Schachtelhalm wird in Japan als Gemüse angebaut.
Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel
Eine Jauche oder ein  Kaltwasserauszug aus Acker-Schachtelhalm dient als Stärkungsmittel für Pflanzen und zur vorbeugenden Bekämpfung von saugenden Schädlingen wie z. B. Blattläusen ist sie hervorragend geeignet. Der hohe Kieselsäuregehalt festigt die Zellstruktur der Pflanzen und erschwert es Schädlingen, die Oberfläche der Pflanze zu zerstören. Die Besprühung mit Schachtelhalm-Tee hilft bei Mehltau und Rost an Obstgehölzen und Tomatensträuchern. Zur Herstellung des Tees muss der Schachtelhalm ca. 20 bis 30 Minuten mit Wasser aufkochen, damit sich die  Kieselsäure löst. Im ökologischen Feldbau werden nicht nur Extrakte von Schachtelhalm, sondern auch von Senfsamen und Meerrettich zum Beizen von Saatgut verwendet. Dabei werden beachtenswerte Ergebnisse erzielt. Diese reichen jedoch nicht an konventionelle Mittel heran, die eine Effektivität von 99,5 % gegenüber Keim-Krankheiten und Schädlingen haben.
Haushalt
Der Acker-Schachtelhalm wurde im Haushalt vor allem als Reinigungsmittel für Gegenstände aus Zinn verwendet, woraus sich auch einige seiner volkstümlichen Namen ableiten. Dabei wirken die enthaltenen Kieselsäurekristalle als Putzkörper.
Pflanzenheilkunde
Der Acker-Schachtelhalm war als  Heilpflanze einige Zeit fast vergessen.
Pharmazeutische Geschichte
Bereits im Altertum wurde der Acker-Schachtelhalm in der Heilkunde oder  Phytotherapie als Lieferant von  Kieselsäure geschätzt, Dioskurides lobt seine blutstillende Kraft, und  Plinius der Ältere behauptet über ihn sogar, dass die blutstillende Kraft so groß sei, dass es genüge, ihn bloß in der Hand zu halten.  Sebastian Kneipp machte den Acker-Schachtelhalm als Heilpflanze wieder bekannt, er setzte ihn ein zur Behandlung von Störungen bei der Wundheilung und bei  Rheuma und  Gicht. 1988 wurden in Deutschland wissenschaftliche Versuche zu feldmäßigem Anbau von Acker-Schachtelhalm durchgeführt.
Inhaltsstoffe
In Literatur und Verzeichnissen zu Pflanzenheilkunde, Kosmetik und Körperpflege finden sich folgende Angaben: Inhaltsstoffe seien etwa 10% Kieselsäure und die als therapeutisch wirksam bekannten Bestandteile  Flavonoide, Pflanzensäuren,  Glykoside,  Kalium und  Carbonsäuren. Des Weiteren finden sich Angaben nach denen das Schachtelhalmkraut mehr als 10 % minerali-sche Bestandteile, davon etwa zwei Drittel Kieselsäure, davon etwa 10 % wasserlösliche Silikate, außerdem 1,5 % Aluminium- und Kaliumchlorid enthalte, nach denen weiters unter den Flavonoiden die Kämpferol- und Quercetinglykoside mengenmäßig überwiegen, sowie geringe Mengen an Alkaloiden wie Nicotin, 3-Methoxypyridin, manchmal Spuren von Palustrin und Nebenalkaloiden gefunden werden und ein enthaltenes Gemisch aus längerkettigen Fettsäuren und Phytosterolen als Equisetonin bezeichnet werde. Die Asche enthalte viel Aluminium und Kaliumchlorid. Neuere Literatur nennt neben den Flavonoiden auch Derivate der Kaffeesäure, wie  Dicaffeoylmeso-Weinsäure und Caffeoylshikmimisäure, lediglich 10 % mineralische Bestand-teile bestehend aus einem hohen Anteil an löslicher Kieselsäure sowie Kaliumchlorid und  Aluminiumchlorid, nur Spuren Alkaloide wie Palustrin und Nicotin und verneint ausdrücklich einen Gehalt an  Saponinen, der früher angegeben wurde. Eine Wirkung wird heute den  Flavonoiden, den  Kaffeesäure-Derivaten und eventuell dem hohen  Kaliumgehalt zugeschrieben.
Eigenschaften
Folgende Eigenschaften und Wirkungen werden dem Acker-Schachtelhalm in der Literatur über Heilpflanzen zugeschrieben: Das Aroma der getrockneten Pflanze ist beinahe neutral. Beim Kauen der Pflanze knirscht es etwas zwischen den Zähnen, was von der Kieselsäure herrührt. Der in der Apotheke auch Equiseti herba genannte Schachtelhalm- oder auch Zinnkraut-Tee wird  zur Durchspülung bei bakteriellen und  entzündlichen Erkrankungen der Nieren und  Harnwege und bei  Nierengries verwendet. Er eignet sich auch zur Behandlung von chronischem Husten und zur Ausschwemmung von Ödemen. Auch in der  Arthrosemedizin finden Konzentrate (Elixier) erfolgreich  Anwendung. Heute ist Acker-Schachtelhalm Bestandteil vieler standardisierter Präparate, wie Rheuma-, Husten-, Nieren-, Blasen- und  Blutreinigungstees. Wegen des hohen Kieselsäuregehaltes wird dem Acker-Schachtelhalm in erster Linie eine stärkende Wirkung auf das  Bindegewebe zugeschrieben, er soll den  Stoffwechsel und die  Durchblutung fördern und blutstillend wirken. Er zeigt leicht harntreibende, abschwellende und immunstimulierende Effekte und und stärkt das  Verdauungssystem. Nebenwirkungen sind ebenso wenig bekannt wie z.B. die Folgen einer Verdauungsstärkung. Äußerlich verwendet man Schachtelhalmkraut beispielsweise bei der Behandlung schlecht heilender Wunden, in Bädern bei Frostschäden, Durchblutungsstörungen, Schwellungen nach Knochenbrüchen, rheumatischen Beschwerden sowie bei Wundlie-gen. Die Droge hat blutstillende Eigenschaften, die man volkstümlich bei verstärkter  Monatsblutung und bei  Nasenbluten nutzt. Auch in einigen Hausmitteln ist die Droge enthalten.
Früher nahm man an, dass bei  Lungentuberkulose durch resorbierte Kieselsäure die natürlichen Heilungsvorgänge unterstützt würden. Nachweisen konnte man bisher nur eine Stimulierung der körpereigenen Abwehrkräfte, die durch Kieselsäure bedingt sein könnte.
Präparation
Zum Trocknen und in der Phytotherapie wird nicht der fruchtbare Sporentrieb, sondern die erst später erscheinenden unfruchtbaren, sattgrünen und jungen Frühjahrs- und Sommertriebe geerntet. Von diesen oberirdischen Pflanzenteilen werden von Mai bis August die oberen zwei Drittel der Triebe gesammelt. Diese werden luftgetrocknet, zerschnitten und ergeben eine Komponente zum Schachtelhalm- oder auch Zinnkraut tee, der in der Apotheke auch Equiseti herba genannt wird.
Verwechslungsmöglichkeiten
Es besteht an feuchten Standorten Verwechslungsgefahr mit dem  Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre), der wegen seines  Alkaloidgehaltes giftig sein soll.

Kosmetik
In der Kosmetik werden Extrakte des Acker-Schachtelhalms besonders zur Stärkung des Bindegewebes, zur Entzündungshemmung, Hautstraffung, Durchblutungsförderung und einer adstringierenden Wirkung wegen verwendet. Auch gegen fettiges Haar wird Schachtelhalm in der Kosmetik eingesetzt.
Sport
In Konzentraten wird Acker-Schachtelhalm von Sportlern zur Stärkung von Sehnen und Bändern verwendet.
Innerlich
Innerlich wird das Schachtelhalmkraut vorwiegend als Tee eingesetzt. Der Tee muss als Abkochung zubereitet werden und mindestens 20 Minuten kochen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzen löst. Den Tee kann man verwenden, wenn man seinem Harnapparat oder seinem Bindegewebe etwas Gutes tun will. Zur Blutstillung eignet sich am besten der frische Presssaft.
Äußerlich
Äußerlich ist der Schachtelhalm als Voll-, Teilbad, Wickel oder Auflage geeignet. Dazu wird je nach Bedarf eine größere Menge Tee gekocht. Als Bad wird der Tee mit Wasser verdünnt. Für ein Vollbad muss man ca. 150g Schachtelhalm rechnen. Wickel und Auflagen, z.B. bei Ekzemen, Geschwüren usw. werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.

Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Schachtelhalm ist ein Rhizom-Geophyt. Seine reich verzweigten, behaarten  Rhizome treiben bis 1,60 m tief in den Boden hinein. Die sporangientragenden Triebe sind von den sterilen Laubtrieben verschieden. Die grünen sterilen Triebe erreichen eine Wuchshöhe von 10 bis 50 cm und einen Durchmesser von (1 bis) 3 bis 5 mm. Sie sind mit Ausnahme der Spitze reichlich und regelmäßig  quirlig verzweigt mit einfachen, aufsteigenden bis aufrecht abstehenden Ästen. Der Stängel hat 6 bis 20 Rippen, die glatt oder mit stumpfen, niedrigen Papillen besetzt sind. Im Querschnitt nimmt die Zentralhöhle etwa ein Viertel des Durchmessers ein; sie ist größer als die Seitenhöhlen. Die Stängelscheiden sind 5 bis 12 mm lang (die oberen sind etwa so lang oder etwas kürzer als das unterste Glied der Seitenäste), mit 10 bis 12 (selten 6 bis 20) bis 4 mm langen, dreieckig-lanzettlichen, sehr spitzen, aber nicht begrannten, schwärzlichen, nur schmal weißlich berandeten Zähnen. Die sporangientragenden Triebe erscheinen vor den sterilen Trieben und sterben nach dem Ausstäuben ab. Sie sind nur 5 bis 20 (selten bis 40) cm hoch, von hellbrauner Farbe und haben vier bis sechs Scheiden, aber keine Äste. Die Sporangienähre ist 1 bis 4 cm lang und stumpf. Die sporangientragenden Triebe erscheinen von März bis Anfang Mai, die Laubtriebe im Mai. Der Schachtelhalm wächst in Europa und Nordasien und ist weit verbreitet. Er wächst auf Feldern, Wiesen, Äckern und Wegrändern.
Frühlingstriebe
Im Frühling wachsen ca. 20cm große blassgelbliche Stängel mit einer Sporenähre an der Spitze. Die Spitze enthält die Sporen, mit denen sich der Schachtelhalm fortpflanzt. Der Stängel setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen, die ineinander verschachtelt sind, woher auch der Name Schachtelhalm kommt. Der Frühlingstrieb des Schachtelhalms enthält gar kein Chlorophyll und ernährt sich ausschließlich aus seinem Wurzelgeflecht. Der Zweck des Frühlingstriebs ist ausschließlich die Fortpflanzung. Nach der Fortpflanzung sterben die Frühlingstriebe ab.
Sommertriebe
Im Mai wachsen dann die grünen Sommertriebe, die 10 - 50 cm hoch werden. Die Gestalt der Sommertriebe erinnert an kleine Nadelbäume; sie haben einen Stängel, von dem quirlförmig grüne "Zweiglein" abstehen. Diese Stängel ersetzen die Blätter. Auch Blüten hat der Schachtelhalm nicht, weil er eine Sporenpflanze ist.
Gute Schachtelhalme haben keine braunen Stellen; die braunen Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist!



Stevia          

Stevia
ist ein aus der Pflanze Stevia rebaudiana („Süßkraut", auch „Honigkraut") gewonnenes  Stoffgemisch, das als  Süßstoff verwendet wird. Es besteht hauptsächlich aus  Steviolglycosiden, wie dem Diterpenglycosid Steviosid  (ungefähr 10 % der  Trockenmasse der Blätter),  Rebaudiosid A (2 bis 4 %) und sieben bis zehn weiteren Steviolglycosiden. Die Anteile der enthaltenen Steviolglycoside unterscheiden sich nach Anbaugebiet und Pflanzensorte. Weitere Anteilsabweichungen entstehen, da Hersteller von Tafelsüße auf Steviolglycosid-Basis meist den Rebaudiosid-A-Anteil wegen des zuckerähnlichen Geschmacks erhöhen. Dem lakritzartigen Geschmack der Pflanze wird bei der Herstellung des Süßstoffgemisches durch Isolierung der süßenden Bestandteile und anschließende Komposition entgegengewirkt. Steviaprodukte können – als reines Rebaudiosid A – eine bis zu 450-fache Süßkraft von Zucker haben, sind nicht  kariogen und für Diabetiker geeignet.  Steviolglycoside sind als E 960 in der  EU seit dem 2. Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Ein Jahr vor der Zulassung konnte aus Studien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Stevia weder eine Genotoxizität noch eine krebserregende Wirkung nachgewiesen werden. Auch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsorgane des Menschen konnten nicht festgestellt werden, was die Voraussetzung zur EU-Zulassung war.
Stevia ist in Südamerika heimisch. Seine Blätter haben eine sehr starke Süßkraft ohne die von Zucker bekannten Kalorien zu haben. In der EU und in den USA ist Stevia als Zuckerersatz verboten, angeblich weil es noch nicht gründlich genug untersucht ist. Im eigenen Garten kann man jedoch Stevia-Pflanzen anziehen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Bluthochdruck,  Diabetes,  Gicht, Herzschwäche, Infektionen, Sodbrennen, Zuckerersatz, Übergewicht
wissenschaftlicher Name:
Stevia rebaudiana
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut

Wirkungen
Süßungswirkung
Die Bestandteile, die für die Süße der Steviablätter verantwortlich sind, wurden 1931 wissenschaftlich erforscht. Dabei handelt es sich – abhängig von der Sorte – um neun bis zwölf verschiedene Glycoside, die alle Steviol oder sehr ähnliche Kaurane als  Aglycon enthalten. Die Hauptsüßkraft geht dabei von Steviosid und Rebaudiosid A aus. Diese weisen gegenüber einer 0,4-prozentigen Saccharose-Lösung eine 300- bzw. 450-fache Süßkraft auf. Gegenüber einer vierprozentigen Saccharose-Lösung ist sie immer noch 150-fach so groß und gegenüber einer zehnprozentigen Saccharose-Lösung immer noch 100-fach. Andere süße Bestandteile sind Steviolbiosid, Rebaudiosid C, D, E und F sowie  Dulcosid A. Das Steviosid hat bei der Sorte Creola mit 6 bis 18 Prozent den größten Anteil an den in Steviablättern gefundenen Wirkstoffen. Daraus ergibt sich für die Blätter eine  Süßkraft, die ungefähr dreißigmal größer ist als die von  Zucker.
Es ist bekannt, dass Rebaudiosid A die besten sensorischen Eigenschaften aller vier Hauptglycoside aufweist (am süßesten, wenig bitter). Enzymatisch modifiziertes Steviosid (Glukosylsteviosid), das nahezu 100 % Rebaudioside enthält, hat keinen bitteren Bei- oder Nachgeschmack. Solche Extrakte sind weder in den  USA noch in  Europa verkehrsfähig.
In einer Publikumsbefragung im Fernsehen wurde die Süße von Stevia im direkten Vergleich mit denselben Produkten, die mit Zucker gesüßt sind, unterschiedlich wahrgenommen. Bei einigen Lebensmitteln wurde die Süße von Zucker, bei anderen die von Stevia als angenehmer empfunden, die Wahrnehmung unterscheidet sich aber auch individuell je nach Geschmack der Testperson. Generell eignet sich Stevia dort nicht, wo der Zucker als Volumenmenge benötigt wird, wie es in vielen Kuchenrezepten der Fall ist. Gegebenenfalls müssen entsprechende Rezepte angepasst werden. Problematisch kann auch der Eigengeschmack der Auszugsmittel sein, mit deren Hilfe der Süßstoff aus den Blättern gelöst wird. Vertreter der Zuckerindustrie sind sich deshalb sicher, dass Stevia auch mit der erfolgten Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff den Zucker nicht überall und nicht vollständig ersetzen könne.
Die 2011 von der  Europäischen Union als Süßungsmittel zugelassenen Steviaprodukte haben den Nachteil, einen lang anhaltenden bitteren Nachgeschmack zu erzeugen. Der bittere Beigeschmack der Steviolglycoside entsteht, indem die Glycoside neben dem  Rezeptortyp, der für die Wahrnehmung von süßem Geschmack zuständig ist, zwei Bittergeschmacks-Rezeptortypen auf der menschlichen Zunge aktivieren. Forschungen gehen dahin, den Bittergeschmack von Stevia-Produkten schon früh zu minimieren. Beispielsweise könnten züchterische Maßnahmen oder auch Reinigungsprozesse bei der Gewinnung der Stevia-Produkte auf die besten Süßungskandidaten abzielen.

Verbreitung
Steviablätter werden seit Jahrhunderten  von der indigenen Bevölkerung Paraguays und  Brasiliens bei der Zubereitung von Speisen und Getränken und als  Heilpflanze verwendet. Heute werden Blätter oder die pulverisierten Blätter verwendet, wobei ein Viertel Teelöffel reicht, um eine Tasse zu süßen. Neben  extrahiertem Pulver werden auch Tabletten, Kapseln, wässrige oder alkoholische Lösungen verwendet. Stevia wird in vielen Gebieten Süd- und Zentralamerikas,  Israels,  Thailands und der  Volksrepublik China zur Süßstoffgewinnung angebaut und verwendet. Auch in Japan, seit Oktober 2008 in Neuseeland und Australien ist Stevia zugelassen. In der Schweiz wurde im August 2008 vom  Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Einzelantrag genehmigt, wonach in der Schweiz der Energie-Drink der Firma Storms mit Stevia gesüßt zum Verkauf angeboten werden darf. Ende April 2009 kündigte das größte Schweizer Einzelhandelsunternehmen Migros an, ab sofort Getränke der Marke Sarasay zu verkaufen, die ausschließlich mit Stevia gesüßt sind. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist Stevia als Nahrungsergänzung seit 1995 wieder erlaubt. Nach Europa wurden seit 1986 viele Tonnen Steviablätter und Steviolglycoside importiert und dort konsumiert. Trotzdem gilt es seit 1997 als  Novel-Food und wurde 2001 auf Grund fehlender wissenschaftlicher Informationen zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit als Lebensmittel vom Markt genommen. In Rumänien wird die ebenfalls als Stevia bezeichnete Pflanze Rumex patientia seit Jahrhunderten in der traditionellen Küche verwendet und ähnlich wie Spinat oder Brennnessel zubereitet (gekocht, gebraten, Aufläufe, Rouladen – Sarmale etc.). Die Pflanze gehört zur Gattung Rumex ( Ampfer) und ist nicht mit Stevia rebaudiana verwandt.



BACHBLÜTEN
Man neigt dazu, sich zu überarbeiten, ist dann innerlich niedergeschlagen und verzagt (22 Oak)
- Diese Menschen neigen dazu, sich zu sehr zu überarbeiten, dass sie dann innerlich niedergeschlagen und
 verzagt sind
- Mit der dementsprechenden Bachblüte neigen sie nicht mehr oder kaum mehr zu überarbeiten und sind
 dann innerlich nicht mehr so zerschlagen und verzagt


BACHBLÜTEN
Man kann nicht gut entspannen (34 Water Violet)
- Diese Menschen können sich gar nicht oder nicht gut entspannen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fällt es ihnen leichter sich zu entspannen


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