Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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13.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 08.04.19-14.04.19


BÄRLAUCH


Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilistationskrankheiten.
Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die in Europa und Teilen Asiens vor allem in Wäldern verbreitete und häufige, früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt. Bärlauch wird auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Arteriosklerose, Frühjahrskur
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibiotisch, blutreinigend, Cholesterinspiegel senkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, Galle treibend, harntreibend, hautreizend, schleimlösend, schweißtreibend, Stoffwechsel anregend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck, Bronchitis, Durchfall, Durchblutungsstörungen, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gedächtnisschwäche, Kalte Hände, Kalte Füße, Kopfschmerzen (häufige), Leistungsschwäche, Rheuma, Schlechte Wundheilung, Verdauungsstörungen, Würmer
wissenschaftlicher Name: Allium ursinum
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Ramsons
volkstümliche Namen: Hexenzwiebel, Hexenzwiefel, Ramsen, Waldknoblauch, wilder Knofel, Zigeunerlauch
falsche Schreibweisen: Baerlauch, Beerlauch, Berlauch
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker
Sammelzeit: April und Mai

Anwendung
Der Bärlauch kann nicht getrocknet werden, denn dann gehen seine Wirkstoffe verloren. Daher verwendet man ihn am besten frisch. Man kann die möglichst jungen Bärlauchblätter verwenden, aber auch die Knospen schmecken gut. Die Blätter kann man zu zahlreichen Rezepten verarbeiten und die Knospen kann man einlegen wie Kapern oder einfach so essen, z.B. im Salat. Als Tee ist der Bärlauch wegen seines zarten Knoblaucharomas nicht so geeignet, dafür umso mehr für die Frühjahrsküche oder die mittelalterliche Küche.
Bärlauchrezepte
Besonders lecker schmeckt der Bärlauch im Kräuterquark, denn man zusammen mit Kartoffeln servieren oder einfach als Brotaufstrich verwenden kann. In schmale Streifen geschnitten schmeckt der Bärlauch auch einfach auf Butterbrot oder als Garnierung von Käsebrot, Tomatenbrot usw.
Auch als Bereicherung von Salaten ist er köstlich.
Bärlauch in der Küche
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Erntezeit für die Blätter ist im März und April. Durch Milchsäuregärung erzeugtes Bärlauchkimchi kann auch für viele Monate haltbar bleiben. Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und kleingeschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen. Nicht so bekannt ist die Verwendung der Knospen zur Herstellung von Bärlauchkapern.
Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen
Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Der ungiftige Wunder-Lauch mit ähnlichem Geruch wird gelegentlich als Bärlauch bezeichnet.
Medizinische Nutzung
Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba Salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. In der Volksmedizin wird der Bärlauch heute bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen Gärungsdyspepsien sowie als Karminativum. Weitere Einsatzbereiche sind als Antihypertonikum und Antiarteriosklerotikum. Auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelhaltigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er stoffwechselanregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft bei Wurmbefall.
Tinktur
Man kann den Bärlauch auch als Tinktur gegen Arteriosklerose und indirekt bei Bluthochdruck anwenden. Um eine Bärlauchtinktur selbst herzustellen, über-gießt man Bärlauchblätter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Andere Bärlauchzubereitungen
Wegen der Gesundheitswirkungen des Bärlauchs gibt es einige Präparate, die Bärlauch enthalten. Bei die-sen Mitteln wird der Knoblauchgeschmack vermieden, denn viele Menschen mögen keinen Knoblauch. Es gibt beispielsweise Bärlauchkapseln, teilweise auch als Frischblattkapseln, die Frischblatt-Granulat enthalten. Die Wirkung der Bärlauchlkapseln entspricht in etwa der Wirkung des frischen Bärlauchs. Sie helfen gegen Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen.
Bärlauch haltbar machen
Es ist nicht so einfach, den Bärlauch haltbar zu machen. Die frischen Blätter halten sich leider nur ein bis zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger. Weil die Bärlauchsaison kurz ist, kommt schnell der Wunsch auf, den Bärlauch haltbar zu machen.
Getrockneter Bärlauch
Getrocknet ist der Bärlauch ist meistens nicht sehr gut. Wenn man ihn selbst trocknet, wird er normalerweise strohig und schmeckt nicht mehr stark nach Bärlauch. Professionell getrocknet kann der Geschmack bei guten Produkten einigermaßen erhalten bleiben.
Bärlauch einfrieren
Man kann den Bärlauch relativ gut einfrieren. Tiefgefroren schmeckt der Bärlauch zwar nicht ganz so gut wie frisch, aber deutlich besser als selbst getrocknet. Zum Einfrieren wäscht man den Bärlauch, trocknet ihn ab und schneidet ihn klein. Dann füllt man ihn in kleine Portionsbeutel oder in eine Eiswürfelform und legt ihn in die Tiefkühltruhe. Bei Bedarf entnimmt man eine Portion und taut sie auf.
Bärlauchpesto
Bärlauchpesto ist eine klassische Methode, den Bärlauch haltbar zu machen. Dabei wird pürierter Bärlauch mit gerösteten Pinienkernen, Parmesankäse und Olivenöl vermischt. Im Kühlschrank ist solch ein Bärlauchpesto mehrere Wochen haltbar.

Wirkung
Wegen seiner knoblauchähnlichen Substanzen wirkt der Bärlauch ähnlich wie der Knoblauch. Er reinigt die Blutgefäße und wirkt dadurch bei Arteriosklerose. Infolgedessen kann der Bärlauch bei Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen. Auch bei alltäglichere Folgen der Arteriosklerose kann der Bärlauch helfen, sei es der Bluthochdruck, die kalten Füße oder Hände, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, Schwindel, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche. Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch bei Frühjahrsmüdigkeit anwenden. Er soll sogar den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärlauch verleiht also Bärenkräfte.

Pflanzenbeschreibung
Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die sehr schlanke, längliche Zwiebel wird aus den Ansätzen der beiden Laubblätter gebildet und ist 2 bis 4, selten bis 6 Zentimeter lang. Sie ist umgeben von durchsichtigen, weißlichen oder gelblichen Häuten, die sich später bis auf einige Borsten reduzieren. Nebenzwiebeln werden nur vereinzelt gebildet oder sie fehlen ganz. Der aufrechte, kompakte Stängel ist dreikantig bis annähernd rund und nur am Ansatz beblättert. Die meist zwei, selten ein oder drei grundständigen Laubblätter haben einen 5 bis 20 Millimeter langen Stiel und verbreitern sich abrupt in die 2 bis 5 Zentimeter breite flache, elliptisch-lanzettliche Blattspreite. Die Blattoberseite glänzt und ist von dunklerem Grün als die matte Unterseite. Sein Geruch ist typisch lauchartig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Der Blütenstand wird umschlossen von einer zwei- oder dreiklappigen, zugespitzten eiförmig-länglichen Hülle, die ebenso lang oder länger ist wie die Blütenstiele und bald abfällt. Die duftenden, wenigen bis mehr als zwanzig Blüten stehen in einer flachen Scheindolde, Brutzwiebeln fehlen stets. Die geraden Blütenstiele sind bis 2 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Das reinweiße Perigon besteht aus sechs linealisch-lanzettlichen, 8 bis 10 Millimeter langen Blütenhüllblättern, die spitz oder abgestumpft sein können und aufrecht abstehen. Die pfriemlichen Staubblätter sind etwa halb so lang wie die Blütenhüllblätter und am Ansatz verwachsen. Der Griffel endet mit einer einfachen Narbe. Die Fruchtstiele sind direkt unter dem Perigon leicht geschwollen, der Fruchtknoten ist tief dreifach gefurcht. Die Kapselfrucht enthält wenige Samen.
Der Bärlauch bevorzugt schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. Man findet ihn häufig in Auwäldern in der Nähe von Flüssen. Er ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr wieder neu erscheint. Zuerst wachsen im Frühjahr, etwa ab März, die Blätter des Bärlauchs. Am Anfang sind sie sehr klein. Im Verlauf von einigen Tagen wachsen die Blätter heran und werden im Schnitt 25 cm lang. Sie sind länglich, lanzettlich, weich und ähneln den Blättern des Maiglöckchen. Im Gegensatz zu Maiglöckchen-Blättern duften Bärlauchblätter jedoch eindeutig nach Knoblauch. Dieser Geruch ist wichtig zur Unterscheidung, denn Maiglöckchen sind giftig. Es sind die Blätter, die geerntet werden, am besten vor der Blüte, denn dann sind sie zart und lecker. Im weiteren Verlauf des Frühlings wächst aus der Blattrosette ein oder mehrere Stängel, der die weiße, luftige Bärlauchblüte trägt. Die Bärlauch-Blüten sind reichblütige Scheindolden und die einzelnen Blüten sehen aus wie kleine Sterne.

Verbreitung
Der Bärlauch kommt in großen Teilen Europas und an manchen Stellen Nordasiens vor. In Asien findet man ihn fast nur im Kaukasus und gelegentlich im westlichen Russland. In Europa findet man den Bärlauch vorwiegend nördlich der Alpen, im Balkan und im südlichen Osteuropa außer in der ungarischen Tiefebene. In England und Irland findet man den Bärlauch häufig, außer im nördlichen Schottland. In Frankreich ist der Bärlauch fast überall häufig. In Italien ist der Bärlauch hingegen eher selten und in Spanien sehr selten. In Skandinavien findet man den Bärlauch im südlichen Norwegen und in einem Streifen in Südschweden. In Deutschland ist der Bärlauch im Süden häufiger als im Norden. Man findet ihn prinzipiell am häufigsten in den Auwäldern rund um große Flüsse. Besonders häufig kommt er beispielsweise in der Oberrheinebene und im Neckartal vor. In der Norddeutschen Tiefebene ist der Bärlauch hingegen selten. Darum gilt er in Hamburg und in Brandenburg als vom Aussterben bedroht. In Bremen und Schleswig-Holstein gilt er als extrem selten.

Sammelhinweis
Die Erntezeit für den Bärlauch liegt je nach Gegend zwischen Anfang März und Anfang Mai. Da der Bärlauch in den letzten Jahren immer beliebter wird, sollte man beim Sammeln zurückhaltend sein und berücksichtigen, dass sich die Pflanze nur langsam verbreitet. Generell sollte man nur in großen Beständen ernten und auch nur dort, wo es erlaubt ist. Von der einzelnen Blattrosette sollte man mindestens zwei Drittel stehen lassen, damit die Pflanze genug Blattmasse hat, um die Zeit bis zum nächsten Jahr zu überstehen. Dank der großen Beliebtheit kann man den Bärlauch in der Saison auch immer öfter frisch im Handel kaufen, der häufig aus gezieltem Anbau stammt. Bevor man im Wald spärliche Bestände plündert, und dadurch auf Dauer schädigt, ist es möglicherweise besser, sich frischen Bärlauch zu kaufen. Einen Bericht über einen Ausflug zu einer Bärlauch-Stelle findet man hier:
Verwechslungsgefahr: Identifizierung des Bärlauchs
Ganz wichtig ist auch die Identifizierung des Bärlauchs. Die Blätter riechen eindeutig nach Knoblauch. Ist das bei angetroffenen Blättern nicht der Fall, handelt es sich nicht um Bärlauch. Ähnliche Blätter, die nicht nach Knoblauch duften können das giftige Maiglöckchen oder die ebenso giftige Herbstzeitlose sein. Auch der Aronstab und die vielblütige Weißwurz können gelegentlich mit dem Bärlauch verwechselt werden auch wenn die Verwechslungsgefahr bei diesen beiden nicht so groß ist.
Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen
Auf den hier gezeigten Bildern sieht man, wie gering die Unterschiede zwischen Bärlauchblättern und Maiglöckchen-Blättern sind. Der Bärlauch wächst einzeln aus dem Boden, bildet aber Gruppen. Beim Maiglöckchen wachsen immer zwei Blätter aus einem Stängel. Wenn man Pech hat, wachsen Bärlauch und Maiglöckchen sogar an der gleichen Stelle. Dann hilft auch der Knoblauch-Duft nicht bei der Unterscheidung, denn alles riecht hier nach Knoblauch. Wie der Bärlauch bildet auch das Maiglöckchen manchmal regelrechte Felder. Wer den Bärlauch nicht gut kennt, kann solch ein Maiglöckchenfeld durchaus für ein Bärlauchfeld halten. Maiglöckchen haben eine ähnliche Giftwirkung wie der Fingerhut; und zwar aufs Herz. Zwar nicht ganz so stark, aber in größeren Mengen durchaus bedrohlich. In der Praxis kommt es aber kaum zu gefährlichen Vergiftungen mit Maiglöckchen-Blättern, weil die Giftigkeit eher gering ist.
Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose
Ganz anders sieht das bei der Herbstzeitlosen aus. Die Herbstzeitlose ist stark giftig; es besteht Lebensgefahr! Jedes Jahr kommt es zu etlichen Vergiftungsfällen, weil der Bärlauch mit der Herbstzeitlose verwechselt wird. Zum Teil enden diese Vergiftungen sogar tödlich. Bei der Herbstzeitlosen wachsen mehrere Blätter aus einem Stängel. Der Bärlauchkenner wird deutliche Unterschiede in der Blattform sehen, aber für den Neuling sehen die Blätter sehr ähnlich aus. Auch von der Herbstzeitlosen gibt es manchmal regelrechte Felder, die man fälschlicherweise für Bärlauchfelder halten könnte.
Verwechslungsgefahr mit der Weißwurz
Die Verwechslungsgefahr mit der Weißwurz ist nicht ganz so groß, aber im Eifer des Gefechtes kann es dennoch passieren. Bei der Weißwurz wachsen die Blätter abwechselnd aus einem Stängel. Die Weißwurz ist ähnlich giftig wie das Maiglöckchen.
Verwechslungsgefahr mit Aronstab
Die Blattform des Aronstabes sieht eigentlich ganz anders aus als die Bärlauchblätter, aber sie wirken saftig grün und lecker. Außerdem wachsen sie manchmal mitten im Bärlauchfeld, sodass man sie aus Versehen einsammeln könnte. Schon bei winzigen Mengen gegessener Aronstab-Blätter brennt die Zunge, der Mundraum und der Rachen sehr unangenehm. Bei größeren Mengen kann es zu starken Verätzungen und Allgemeinsymptomen kommen. Wie man sieht, muss man bei der Bärlauchernte also genau hinschauen. Wenn man den Bärlauch noch nicht kennt, nimmt man am besten jemanden mit, der sich damit auskennt. Außerdem sollte man jedes Blatt kontrollieren, bevor man es zubereitet und isst. Wenn man den Bärlauch erst einmal richtig kennt und aufmerksam bleibt, ist seine Ernte eigentlich ungefährlich.

Fuchsbandwurm
Beim Thema Ernte stellt sich auch die Frage nach dem Fuchsbandwurm. Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit der Füchse, der durch Fuchskot verbreitet wird. Der Bandwurm befällt unter anderem die Leber und kann tödliche Folgen haben. Inzwischen kann man den Fuchsbandwurm zwar erfolgreich behandeln, aber es ist immer noch eine schwere Erkrankung. Daher beachtet man beim Sammeln des Bärlauchs am besten ein paar Regeln, um keine befallenen Blätter zu erwischen. Füchse hinterlassen ihren Kot am liebsten an Stellen, wo sie einen guten Überblick haben. Folgende Stellen sollte man als Bärlauchsammelstellen also meiden: Wegkreuzungen, Kuppen, Baumstümpfe, Felsen. Nach dem Sammeln hilft es, das Sammelgut sehr gründlich einzeln abzuwaschen und anschließend durch Abreiben mit einem sauberen Papiertuch abzutrocknen.

Anbautipps
Für den Bärlauchanbau im eigenen Garten braucht man eine halbschattige Ecke, am besten unter Laubbäumen. Der Bärlauch mag humusreichen, feuchten Boden, der möglichst kalkhaltig sein sollte. Günstig sind viele vermoderte Blätter, die von den Laubbäumen gefallen sind. Im Zweifelsfall kann man die Blätter auch von woanders holen, wenn es im eigenen Garten keine gibt. Reinen Sandboden mag der Bärlauch nicht. Sehr gut ist es, wenn man viel Platz für den Bärlauch hat, denn wenn er sich wohlfühlt, beginnt er nach ein paar Jahren kräftig zu wuchern. Damit sich der Bärlauch nicht über den ganzen Garten verbreitet, ist eine Rhizomsperre im Boden nützlich, außer man will, dass sich der Bärlauch überall ausbreitet. Wenn sich der Bärlauch erst einmal im Garten heimisch fühlt, ist er sehr pflegeleicht und kann einen über viele Jahre hinweg erfreuen. Der Anbau von Bärlauch im eigenen Garten kann auf drei verschiedenen Arten stattfinden. Man kann die Bärlauch-Pflanzen: Ansäen, als Zwiebel stecken, als Pflanze pflanzen
Aussaat
Die Aussaat von Bärlauch ist eine enorme Geduldsprobe, denn die Samen brauchen 14 Monate bis 2 Jahre, um zu keimen. Sie sind zudem Kaltkeimer und brauchen mindestens eine Frostperiode um zu keimen. Wenn man sich zur Ansaat von Bärlauch entscheidet, sät man sie am besten direkt vor Ort an, denn die Betreuung von kleinen Anzucht-Töpfen über 2 Jahre ist kaum zu schaffen. Im Freiland sollte die Samen ziemlich reichlich säen, weil sie teilweise von Ameisen verschleppt werden.
Bärlauchzwiebeln
Relativ einfach ist der Bärlauch-Anbau durch Bärlauchzwiebeln. Bärlauchzwiebeln erhält man in gut sortierten Baumärkten und spezialisierten Online-Shops. Man steckt sie, wie bei anderen Zwiebelpflanzen auch, einfach in die Erde. Die Spitze sollte nach oben zeigen und ein bis zwei Zentimeter von Erde bedeckt werden. Am besten steckt man zwei bis fünf Zwiebeln zusammen in Gruppen. Die einzelnen Gruppen sollten etwa dreißig Zentimeter Abstand haben.
Anbau durch fertige Pflanzen
Am einfachsten ist der Anbau mithilfe von Fertigpflanzen. Auch diese erhält man in gut sortierten Baumärkten
und Online-Shops. Die Pflanzen werden im zeitigen Frühjahr gepflanzt, am besten im März. Man setzt die Pflanzen im Abstand von etwa dreißig Zentimeter zueinander. Sie sollten so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln etwa ein bis zwei Zentimeter unter der Erdoberfläche stecken. Nach dem Auspflanzen werden die Pflanzen kräftig gegossen. Danach für mindestens eine Woche dafür sorgen, dass die Pflanzen nicht austrocknen.
Pflege der angewachsenen Bärlauchpflanzen
Wenn die Bärlauchpflanzen im Garten angewachsen sind, brauchen sie nicht viel Pflege. Sie sollten jedoch relativ feucht gehalten werden, denn sie mögen es nicht auszutrocknen.



FRAUENHAAR

Der Frauenhaarfarn gehört zur Familie der Frauenhaarfarngewächse, deren Vertreter vorwiegend in den Tropen vorkommt. Einzig der Frauenhaarfarn ist in Mitteleuropa heimisch. Die Blätter des Frauenhaarfarns sind mehrfach gefiedert. Man kann den Frauenhaarfarn vorwiegend bei Husten und Erkältungen anwenden. Äußerlich angewandt hilft er auch gegen Stiche von Insekten und auf der Kopfhaut gegen Haarschuppen.
Der Frauenhaarfarn, auch Venushaar genannt, ist eine der weltweit häufigsten und verbreitetsten  Farnarten. Er gehört zur  Gattung der  Frauenhaarfarne. Er ist die einzige Frauenhaarfarnart, die in  Europa vorkommt. Es sind oder waren, zum Teil auch nur regional, auch folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Frahenhor (Siebenbürgen), Frauenhaar, Frauenzopf, Güldenwiderthon (Rendsburg), Jungfrawenhaar (mittelhochdeutsch), Minnenhaar (mittelhochdeutsch) und Vrowenhaar (mittelniederdeutsch).

Steckbrief
Heilwirkung:
beruhigend, blutreinigend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Keuchhusten, Erkältung, Muttermilch fördernd, Insektenstiche, Schuppen
wissenschaftlicher Name:
Adiantum capillus-veneris
englischer Name:
Maidenhair Fern
volkstümliche Namen:
Venushaar
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoff, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit:
Frühling und Sommer

Anwendung
Medizin

Bei Husten, Erkältung, Heiserkeit oder Bronchialkatarrh kann ein Aufguss oder eine Alkoholtinktur aus den Wedeln der Pflanze eingenommen werden.

Pflanzenbeschreibung
Es handelt sich um grazile Farne, deren Wedel von einem kurzen, kriechenden Stämmchen entspringen, das mit goldbraunen bis mittelbraunen häutigen Schuppen bedeckt ist. Die Wedel sind hängend bis aufrecht und überhängend. Meist wachsen sie relativ dicht. Sie sind 15–75 cm (meist 20–35 cm) lang und im Umriss dreieckig bis lanzettlich. Sie sind unregelmäßig zwei- bis dreifach gefiedert, wobei die einzelnen Fiederabschnitt in ihrer Form zwischen rhombisch, fächerförmig oder keilförmig schwanken, insgesamt aber ungefähr so lang wie breit sind. Der vordere Rand der Fiederchen ist nur sehr wenig gelappt. An ihrer Basis sind die sehr zarten Fiederchen schmal oder breit keilförmig verschmälert. Die Achsen der Wedel sind dünn, glänzend, und zumindest nahe der Basis, meist aber weit hinauf, dunkel gefärbt.



BACHBLÜTEN
Ich kann andere gut manipulieren (8 Chicory)
- Diese Menschen können ihre Umgebung sehr gut manipulieren
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Manipulation abdrehen


BACHBLÜTEN
Man reagiert auf schlechte, wie auf gute Nachrichten oft mit der gleichen Indifferenz (9 Clematis)
- Diese Menschen reagieren auf schlechte, wie auf gute Nachrichten oft mit gleicher Indifferenz
- Mit der dementsprechender Bachblüte reagieren sie auf die Nachrichten differenziert


ERNÄHRUNG
Was macht Kräuter und Wildgemüse so wertvoll
Eine Pflanze arbeitet wie ein Labor. Die pflanzlichen Zellen sind in der Lage, aus einfachen chemischen Substanzen und Mineralstoffen, die sie aus dem Boden und das der Energie des Sonnenlichtes beziehen, eine riesige Anzahl an äußerst komplexen Substanzen zu synthetisch.


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