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12.12.2019

tägliche News > 2019 > 09.12.19 - 15.12.19
WAHRER BÄRENKLAU
Im Mittelmeerurlaub begegnet einem der Wahre Bärenklau möglicherweise als Zierpflanze und vielleicht auch wildwachsend in der Buschlandschaft der Macchia. Wenn man seinen deutschen Namen hört, traut man seinen Ohren kaum, denn diese Pflanze hat kaum etwas gemein mit den mitteleuropäischen Bärenklauarten. Viel eher erinnert der Wahre Bärenklau an den Fingerhut oder den Eisenhut, mit denen er aber nicht verwandt ist. Als Heilpflanze ist der Wahre Bärenklau hierzulande überhaupt nicht geläufig, dabei hat er im Altertum eine wichtige Rolle gespielt und lässt sich für eine ganze Reihe von Krankheiten einsetzen.
Wahrer Bärenklau ist eine Pflanzenart aus der Gattung Akanthus innerhalb der Familie der Akanthusge-wächse. Sie ist im Mittelmeerraum verbreitet. Gelegentlich findet sie Gebrauch als Zierpflanze. Im deutschen Sprachraum ist auch die Bezeichnung Weicher Bärenklau gebräuchlich. Der Wahre Bärenklau ist aber nicht näher verwandt mit der auch als Bärenklau bekannten Gattung Heracleum aus der Familie der Doldenblütler.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Atemwegserkrankungen, Verstauchung, Wundheilung
Heilwirkung: abführend, adstringierend, entzündungshemmend, erweichend, galletreibend, harntreibend, lindernd, schleimlösend, schmerstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Blaue Flecken, Brandwunden, Bronchitis, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Grippe, Halsschmerzen, Hautausschlag, Herpes, Husten, Mundschleimhautentzün-dung, Neurodermitis, Prellung, Quetschung, Rachenentzündung, Schmerzen, Schnupfen, Unterleibsentzündung, Verbrennung, Verbrühung, Verdauungsbeschwerden, Verrenkung, Verstopfung, Wunden, Zerrung
wissenschaftlicher Name: Acanthus mollis
Pflanzenfamilie: Akanthusgewächse = Acanthaceae
englischer Name: bear's breeches, oyster plan
andere Namen: Bärentapen, Weicher Bärenklau, Weicher Akanthus, Weiche Bärentatze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel, Kraut
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Tanine, Bitterstoffe, Harze, Mineralsalze
Anwendung
Acanthus mollis wird als Zierpflanze verwendet und ist nur bedingt winterhart, weshalb sie über klimatisch begünstigte Regionen Mitteleuropas hinaus nur selten gepflanzt wird. In alter Zeit wurde die branca ursina (lat. Bärenklaue) genannte Pflanzenart als Zutat zu Medikamenten eingesetzt. Im Jahr 1542 wurde diese Pflanzenart mit dem Namen Bärentāpe bezeichnet und einer ihrer Trivialnamen ist auch heute noch Bären-tap(p)e. Früher war der Wahre Bärenklau offizinell, das heißt er musste in jeder Apotheke vorgehalten wer-den. Heutzutage kennt niemand mehr diese Heilpflanze, obwohl das Anwendungsspektrum sehr vielfältig ist. Warum der Wahre Bärenklau als Heilpflanze in Vergessenheit geraten ist, habe ich leider nicht herausge-funden. Verwendet wurden das oberirdische Kraut, die Blätter und die Wurzel. Vermutlich gab es ihn in den üblichen Zubereitungsformen Tee, Tinktur und Kräuterwein. Für die äußerliche Anwendung wurde vielleicht auch eine einfache Salbe hergestellt. Die Liste der traditionellen Anwendungsgebiete deutet auf eine Uni-versalmedizin hin. Wahrer Bärenklau soll bei Erkältungen und die damit verbundenen Atemwegsprobleme wie Husten, Schnupfen, Halsweh und dergleichen helfen. Auch die Verdauung profitiert, sei es bei Verstopfung oder dem Gegenteil dem Durchfall. Äußerlich wurde der Wahre Bärenklau gegen Hautentzündungen wie z.B. Ekzeme eingesetzt, aber auch bei Wunden, insbesondere bei Brandwunden. Außerdem gehören Verstauchungen zu den Einsatzgebieten des Wahren Bärenklaus.
Geschichtliches
Der Wahre Bärenklau war im Altertum wegen der Symmetrie seiner Blattmaserungen bekannt und diente als Inspiration für griechische Säulenverzierungen. Auch in der Medizin wurde der Wahre Bärenklau schon frühzeitig verwendet. Dioskurides empfiehlt ihn unter anderem für Verrenkungen, Brandwunden und Durchfall. Im Mittelalter wurde der Wahre Bärenklau noch gerne als Heilpflanze verwendet. Matthiolus (1563) schätzt den Wahren Bärenklau sehr und empfiehlt den gekochten Wurzelbrei für Verrenkungen, Gicht und den Brand (unklar ob hier Wundbrand oder Brandwunden gemeint sind). Die Blätter könne man als Pflaster anwenden, um Geschwülste zu erweichen. Weinmann (1737) empfiehlt ihn für Verletzungen und vergleicht ihn mit dem Beinwell.
Pflanzenbeschreibung
Der Wahre Bärenklau ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Die aufrechte Sprossachse ist unverzweigt. Die grundständigen, 40 bis 60 Zentimeter langen und 15 Zentimeter breiten Laubblätter sind lang gestielt, länglich-eiförmig, fiederspaltig mit am Ansatz nicht verschmälerten, an der Spitze nicht verdornten Fiederabschnitten, der Blattrand ist eingeschnitten gezähnt. Sie sind kahl bis kurz flaumig behaart. Die wenigen, mehr oder minder ungestielten Blätter am Stängel sind 1 bis 3 Zentimeter lang, mehr oder minder eiförmig, ihr Rand dornig gezähnt. Die kahlen Tragblätter sind eiförmig und bis zu 4 Zentimeter lang. Der Blütenstand ist eine dichte, aus zahlreichen, attraktiven Blüten zusammengesetzte zylindrische Ähre. Der unbehaarte Kelch ist rund 4 Zentimeter lang. Die Krone 4 bis 5 Zentimeter lang und von weißer Farbe mit purpurner Nervatur. Die Oberlippe ist stark reduziert, die Unterlippe dreigelappt. Wahrer Bärenklau ist in den Mittelmeerländern heimisch. Er wächst bevorzugt in Buschlandschaften, wird aber auch häufig als Zierpflanze angebaut. Wo er sich wohlfühlt, macht er sich oft so breit, dass man von einer invasiven Pflanze spricht. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst fieder-spaltige, gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter werden bis zu 60 Zentimeter lang. Auffällig ist die weißliche Maserung der Blätter und ihre ge-zackte Form, die zu Säulenverzierungen inspiriert haben. Später wächst der Stängel empor. An ihm wachsen nur wenige kleine Blätter. Die auffälligen Blüten erscheinen im Frühsommer. Man sieht sie von Mai bis August. Die Blütenstände sind sehr lang und unverzweigt. Die einzelnen Blüten stehen kreuzgegenständig am Blütenstängel. Sie sind unten weiß bis zartrosa und oben rot bis violett. Das obere, dunkle Blütenblatt wölbt sich wie ein Helm über die hellere Gruppe der unteren Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Kapseln mit zwei bis vier Fächern, in denen sich jeweils ein Same befindet.
Anbautipps
Um den Wahren Bärenklau in Mitteleuropa anbauen zu können, braucht man einen sehr geschützten, warmen Standort, der vor Frost weitgehend geschützt ist. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze in großen Kübeln anbauen. Zum Anbau kann man entweder fertige Pflanzen, Teile des Wurzelstocks oder Samen verwenden.

ACKERSENF
Der Ackersenf ist eine wildwachsende Form der Senfpflanze und gilt an seinen bevorzugten Wuchsstellen, den Äckern, als lästiges Unkraut. Durch seine rauhen Haare unterscheidet er sich von anderen gelb blühen-den Pflanzen, die senfähnlich sind. Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz. Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auf-tragen der Senfmasse unbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen. Ackersenf ist auch als Bachblüte Mustard bekannt.
Der Acker-Senf, Falscher Hederich oder wilder Senf ist eine Pflanzenartaus der Gattung der Senfe innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Die Art war schon in der Bronzezeit ein häufiges „Unkraut“.
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Stoffwechselschwäche, Halsschmerzen, Bronchitis, Rheuma, Schmerzen
wissenschaftlicher Name: Sinapis arvensis
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Field Mustard
volkstümliche Namen: Wilder Senf
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Inhaltsstoffe: Öl, Senföl
Sammelzeit: Mai bis Frühherbst
Anwendung
Die Samen können denen des Weißen Senfs beigemischt werden. Feingehackte Blätter können als Gewürz dienen. Blütenknospen können wie Brokkoli zubereitet werden. Krautige Teile sind nach längerem Kochen als Gemüse geeignet. Ackersenf kann man als Gewürz und Wildsalat in der Küche und äußerlich als hautreizendes Pflaster anwenden.
In der Küche
Die jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimen lassen und frisch verzehren. Durch die in ihm enthaltenen Senföle regt der Ackersenf den Stoffwechsel und die Verdauung an.
Äußerlich
Da die Samen des Ackersenfes den kultivierten Senfsamen ähneln, kann man sie auch ähnlich anwenden. Man kann die Samen zerstampfen und als hautreizendes Senfpflaster (Breiumschlag) auflegen. Bevor man den Senfsamen-Brei aufträgt, sollte man die Haut zum Schutz mit einer fetthaltigen Salbe eincremen. Sonst könnte die Reizung der Haut zu Verbrennungen führen. Solche Senfpflaster eignen sich zur Linderung von festsitzenden Beschwerden des Bewegungsapparates, wie beispielsweise rheumatische Schmerzen, He-xenschuss, Verspannungen. Für akute Entzündungen, die sowieso schon viel Hitze produzieren, sind Senf-pflaster eher nicht geeignet. Als Faustregel kann man sich merken, dass Senfpflaster für Beschwerden geeig-net sind, bei denen Wärme lindernd wirkt.
Bachblüte
Als Bachblüte Mustard steht der Ackersenf für Sinnfindung und hilft gegen Schwermut.
Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist im unteren Teil abstehend behaart. Die unteren Blätter werden bis zu 20cm lang, sind gestielt und stark gegliedert bis leierförmig gefiedert mit einem großen Endabschnitt. Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte ist vierzählig. Die vier Kelchblätter stehen waagerecht ab. Die vier Kronblätter sind schwefelgelb. Die Blüte besitzt sechs lange Staubblätter, wovon sich zwei außen und vier innen befinden. Die Schote ist kahl, stielrund und etwas perlschnurartig eingeschnürt mit 8 bis 13 schwarzen Samen in zwei Fächern und drei bis fünf geraden, starken Nerven auf jeder Fruchtklappe. Die Schote läuft in einen 1 bis 1,5 cm langen, fast run-den, geraden Schnabel aus. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Der Ackersenf ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Äckern und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die Blätter des Ackersenfs sind gelappt, rauh und haarig. Sie schme-cken scharf würzig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie haben, wie alle Kreuzblütler, vier Blütenblätter. Aus den Ackersenf-Blüten entwickeln sich nach und nach die Samen. Die Samen sitzen in länglichen Schoten.

BACHBLÜTEN
Ich bin nicht belastbar, weil ich verzweifelt bin (30 Sweet Chestnut)
- Diese Menschen sind gar nicht belastbar, da sie verzweifelt sind
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie belastbarer und ihre Verzweiflung sinkt
BACHBLÜTEN
Ich ärgere mich, wenn andere anderer Meinung sind (31 Vervain)
- Diese Menschen ärgern sich sehr leicht, wenn andere anderer Meinung sind
- Mit der dementsprechender Bachblüte ärgern sie sich nicht mehr so leicht, auch wenn andere anderer Meinung sind
ERNÄHRUNG
Monosaccharide
Fructose (Fruchtzucker), Lebulose
-        In Honig und Früchten. Wie der Name schon sagt, ist in Früchten hauptsächlich Fructose enthalten, ist er süßeste Zucker überhaupt
-        Bestandteil von Haushaltszucker und Inulin
-        Zur Aufnahme in die Zellen ist kein Inulin nötig. Wird deshalb von Diabetikern gut vertragen
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