Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 11.09.17-17.09.17


AMERIKANISCHE KERMESBEERE tt


Die Amerikanische Kermesbeere ist eine 1 bis 3 Meter hohe Pflanze, mit dunkelroten bis schwarzen Beeren. Die aus Nordamerika kommende Pflanze ist bei uns immer öfter als Zierpflanze zu sehen, teilweise findet man sogar ausgewilderte Exemplare in der freien Natur. In ihrer Heimat werden ganz junge Pflanzentriebe als Gemüse oder Salat gegessen und als Heilpflanze genutzt. Alle Pflanzenteile sind giftig, am giftigsten ist die rübenartige Wurzel. Die jungen Blätter und Triebe enthalten fast kein Gift, je älter die Blätter und Stängel werden, desto giftiger werden diese. Bei den Beeren nimmt mit zunehmenden Reifegrad die Giftigkeit des Fruchtfleisches ab, die Samen allerdings bleiben giftig.
Die Amerikanische Kermesbeere, auch Amerika-Kermesbeere und Zehnmännige Kermesbeere genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattungder Kermesbeeren innerhalb der Familie der  Kermesbeerengewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet befindet sich in Nordamerika, sie ist in einigen Gebieten Eurasiens ein  Neophyt. In Gebieten Süddeutschlands ist sie auf dem Weg, sich als invasive Art massiv zu verbreiten.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungshemmung, Husten, Rheuma
Heilwirkung:
antiviral, blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, hautwirksam, immunstärkend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Abführmittel, Autoimmunkrankheiten, Brechmittel, Drüsenverhärtung, Gicht, Geschwüre, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Immunschwäche, Katarrh, Krätze, Menstruationsstörungen, Mumps, Mundraumentzündungen, Oberbauchbeschwerden, Pilzinfektionen, Rachenraumentzündungen, Rheuma, Tumore, Verdauungsstörungen, Wunden, Homöopathie: Angina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, Grippe, Mundraumerkrankungen, Luftwegserkrankungen, Lymphsystemerkrankungen, Mandelentzündung, Mastalgie, Rachenraumerkrankungen, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Phytolacca americana
Pflanzenfamilie:
Kermesbeerengewächse = Phytolaccaceae
englischer Name:
American Pokeweed, Poke, Pokeweed, Virginian poke
volkstümlicher Name:
Amerikanische Kermesbeere, Amerikanischer Nachtschatten, Scharlachbeere
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Blätter, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alpha-Spinasterol, Cyanfarbstoffe, Enzyme, fettes Öl, Gamma-Aminobuttersäure, Gerbstoffe, Harze, Histamin, Lectine, Lignane, Phytolaccagenin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Phytolaccoside, Pokeweed-Mitogene, Saponinglykoside, Triterpensaponine
Sammelzeit:
Junge Triebe: Frühling, Blätter: Sommer, Beeren: Herbst, Wurzel: Herbst
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:
Vergiftungserscheinungen

Anwendung
Rohe oder nicht fertig gekochte Pflanzenteile sind giftig, da sie stark schleimhautreizende Saponine und giftige Lektine enthalten. Der Verzehr führt zu Erbrechen, blutigen Durchfällen, Schwindel und Blutdruckabfall. In schweren Fällen treten Krämpfe auf, die zum Tod durch Atemlähmung führen können. Die Beeren wurden jedoch früher in Frankreich, Spanien und Portugal zum Färben von Rotwein verwendet. Der rote Fruchtsaft wurde zum Färben von Zuckerfarben, als nicht sehr lichtechter Textilfarbstoff und als wenig permanente Tinte benutzt. Der Farbstoff  Betacyan ähnelt dem der  Roten Bete. Gekochte junge Schösslinge und Blätter wurden früher ähnlich wie Spargel und Spinat gegessen, und abgekochte Früchte als Küchenzutat verwendet. Aus dem Wurzelstock kann Seife gewonnen werden. In Nordamerika wurde Phytolacca americana auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Sie wurde gegen Rheuma, andere Autoimmunerkrankungen, Drüsenschwellungen,  Ulkus, Bronchitis und Krebs eingesetzt. Die getrockneten Wurzeln und Beeren haben schmerzstillende, entzündungshemmende, antirheumatische, auswurffördernde und narkotisierende Wirkung. Die Anwendung im Bereich der antiviralen Therapie bei Grippe,  Polio und  HIV-Infektion wird erforscht. In der Homöopathie wird sie als Mittel bei Mandel- und Gelenksentzündungen und bei grippale Infekte eingesetzt.
Die innerliche Anwendung ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, da je nach Alter der Pflanzenteile die giftigen Inhaltsstoffe stark schwanken können. Daher sollte man auf den innerlichen Einsatz älterer Pflanzenteile oder der Samen verzichten.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft innerlich bei Rheuma und äußerlich bei Hautkrankheiten.
Gemüse
Die frischen Triebe und jungen zarten Blätter können als Gemüse gekocht werden. 15 Minuten kochen, Wasser wegschütten und noch nochmal mit frischem Wasser 15 Minuten kochen. Wirkt blutreinigend und harntreibend.
Wurzel
Abkochungen, Extrakte und Tinkturen, die aus der Kermeswurzel hergestellt wurden, wirken immunsystemstärkend und werden innerlich bei Immunschwäche, äußerlich bei Gicht und Rheuma eingesetzt. (Mittel nicht selbst herstellen)
Homöopathie
Aus der frischen Wurzel wird ein Mittel hergestellt (Phytolacca D1-D4) und bei Angina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, ... eingesetzt.

Geschichtliches
In Nordamerika schon seit Jahrtausenden als Gemüse und Heilpflanze genutzt.
Die Beeren wurden von Weinpanschern auf der ganzen Welt in großem Umfang zum Färben von farbarmen Rotweinen genutzt. In den USA im 19. Jahrhundert ein verbreitetes Heilmittel. Heute in der Medizin zum Behandeln von Immunschwächekrankheiten im Test.

Pflanzenbeschreibung
Die Amerikanische Kermesbeere ist in Nordamerika heimisch. Die Pflanze ist in Europa vor allem in Weingebieten ausgewildert zu finden. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden an sonnigen Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 1 und 3 Meter hoch. Die Wurzel ist rübenförmig und giftig. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die zunächst grün-weißen und später rötlich werdenden Blüten erscheinen zwischen Juli und August in Trauben. Aus den Blüten entwickeln sich von August bis Oktober die dunkelroten bis schwarzen flachen Früchte. Die Blüten- und Fruchtstände sind abstehend oder herabhängend.
Vegetative Merkmale
Die Amerikanische Kermesbeere ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 1 bis 3 Metern erreicht. Ihr kräftiger und gefurchter  Stängel wächst aufrecht, die Basis kann etwas verholzen. Die  Stängel sind oft purpurfarben und gabelig verzweigt. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist eiförmig-lanzettlich und von matt-grüner Farbe.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Es werden mehr oder weniger bogig überhängende bis hängende,  traubige Blütenstände und Fruchtstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig. Die fünf grünlichen bis blass-rosafarbenen Kelchblätter sind breit-eiförmig. Kronblätter fehlen. Es sind meist zehn Staubblätter vorhanden. Die meist zehn Fruchtblätter sind mindestens bis zur halben Länge verwachsen. Die unreifen Früchte sind abgeplattet kugelig und zehnfach gefurcht, die reifen Früchte sind schwarz-purpurfarbene, kugelige, glatte und ungefurchte Beeren.

Anbautipps
Aussaat Herbst oder Frühling, Vermehrung durch Wurzelteilung ist möglich. Die Kermesbeere braucht nährstoffreichen und feuchten aber durchlässigen Boden. Die Pflanze braucht einen sonnigen Standort und Winterschutz. In kalten Gegenden besser im großen Topf kultivieren.

Sammeltipps
Junge Triebe im Frühling ernten und nur gekocht als Gemüse nutzen. Blätter im Sommer ernten und trocknen. Sowohl die Früchte als auch die Wurzeln im Herbst ernten. Früchte und Wurzeln zügig trocknen. Beeren und vor allem Wurzelsaft können die Haut stark reizen, bei dem Wurzelsaft bis zur Blasenbildung. Keinen Saft an die Schleimhäute oder Augen bringen.



SILBERDISTEL t


Die Silberdistel ist auf Kalkmagerwiesen in den Bergen schon von weitem an ihren silbern leuchtenden Hüllblättern zu erkennen. Die großen Blüten schließen sich bei feuchtem Wetter, daher auch der Name Wetterdistel. Diese immer seltener werdende Pflanze war Pflanze des Jahres 1997 und ist geschützt. Genutzt wurde die giftige Pfahlwurzel der Pflanze gegen viele Krankheiten, in der Magie und Tiermedizin. Heute ist die Silberdistel mit ihrer beeindruckenden schönen Blüte eine Zierde für jeden Steingarten.
Die Silberdistel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Eberwurzen in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler gehört. Sie wurde zur Blume des Jahres  1997 gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abführmittel, Erkältung, Hautkrankheiten
Heilwirkung:
abführend, antibiotisch, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Akne, Bronchialkatarrh, Dermatosen, Ekzem, Erkältung, Fieber, Gastritis, Geschwüre, Harnverhaltung, Hautkrankheiten, Hexenschuss, Mundkrebs, Pest, Prostataerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Wassersucht, Wunden, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Carlina acaulis, Carlina alpina, Carlina grandiflora
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Dwarf carline thistle, Silver thistle
volkstümlicher Name:
Eberwurzel, Heustecher, Jägerbrot, Jägerdistel, Juradistel, Karlsblume, Karlsdistel, Nebelpflanze, Regenwurzel, Röhndistel, Silberdistel, Silbersonne, Stengellose Eberwurz, Tschöggli, Wetterdistel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blüte
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Inulin
Sammelzeit:
Spätherbst (Pflanze ist geschützt)
Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit
Kontraindikation: Korbblütlerallergie, Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung

Das aromatisch riechende Rhizom enthält ätherische Öle und schmeckt daher scharf und bitter. Hauptbestandteil des Öls ist mit 80 % bis 90 % das  antibakterielle und toxische  Carlinaoxyd. Weiter enthält das Rhizom auch über 20% Inulin als Reservestoff. Die Wurzel wurde in der Volksheilkunde als Grippemittel, harntreibendes Mittel und gegen Greisenbrand gesammelt, in der Tiermedizin als Mast- und Brunstpulver verwendet. Die Korbböden wurden früher ähnlich wie  Artischocken gegessen. Daher wird die Silberdistel bei Almhirten auch Jägerbrot genannt. Das in den Wurzeln enthaltene Carlinaoxid ist giftig. Vorsicht bei der inneren Anwendung.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Wurzeln mit 250 ml Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, einige Minuten kochen lassen, abkühlen lassen, abseihen. Leicht warm mit oder ohne Honig schluckweise trinken. Hilft gegen Würmer, Erkältungen, Fieber, ... Erwachsene maximal 2 Tassen täglich.
Mundspülung
Ein starker Tee (2TL) als Mundspülung verschafft Linderung bei Zungenkrebs.
Umschläge
Ein starker Tee (2TL) oder in Essig gekocht als Umschläge hilft bei Hauterkran-kungen.
Magie
Hängt man sich eine Silberdistel-Wurzel um, so soll dies bei Hexenschuss helfen.
Sonstige
Darüber hinaus gibt es noch eine Eberwurztinktur und Eberwurzwein.

Geschichtliches
Die frischen jungen Blätter wurde seit der Steinzeit zu einem Gemüse gekocht, die Blütenböden wie Artischockenböden zubereitet oder roh verzehrt (Jägerbrot) und die Wurzeln als gekochtes Wintergemüse gegessen. Ein Teil der Heilwirkungen, die der Pflanze in der Volksheilkunde zugeschrieben werden, dürften auf eine Verwechslung mit der Mastixdistel aus dem Mittelmeerraum zurückgehen, die in der Antike geschätzt und beschrieben wurde. Im Mittelalter als Gegengift und Zaubermittel. Karl dem Großen soll in einem Traum die Silberdistel als Mittel gegen Pest von einem Engel mitgeteilt worden sein, daher auch der Name Karlsblume oder Karlsdistel. Die Wirkung gegen Pest ist eher sehr gering. In der Volkstierheilkunde als Mast- und Brunstpulver und in der Käserei zur Milchgerinnung. Die Silberdistel war Pflanze des Jahres 1997 und wird immer seltener, da die Kalkmagerwiesen verschwinden.

Pflanzenbeschreibung
Die Silberdistel ist in großen Teilen von Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf Kalk-Magerrasen. Die ausdauernde Pflanze wird zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch. Die Pfahlwurzeln reichen etwa 1 Meter tief in den Boden. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die tief spaltigen Blätter sind stachelig gezähnt. Die Blätter haben eine Länge zwischen 5 und 15 cm. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 5 bis 14 cm. Die Blüten haben silbrige Hüllblätter und weißliche bis rötliche Röhrenblüten. Wird das Wetter feuchter und damit schlecht, so schließt sich die Blüte (Wetterdistel). Aus den Silberdistel-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Erscheinungsbild und Blatt
Die ausdauernde, krautige Pflanze ist fast stängellos oder erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern. Mit ihrer bis 1 Meter tiefreichenden Pfahlwurzel gilt die Silberdistel als Tiefwurzler. Die Laubblätter sind etwa bis zum Mittelnerv buchtig, fiederschnittig und dornig gezähnt. Sie bilden meist eine Rosette. Die Blattunterseite ist kahl bis etwas spinnwebig. Die größten Laubblätter sind 4 bis 8 Zentimeter breit.
Blütenstand und Blüte
Am Stängel sitzt meist nur ein Korb mit äußeren Hüllblättern, die wie die Laubblätter gestaltet sind. Die inneren Hüllblätter sind oberseits silbrig-weiß (selten etwas rötlich) und zur Blütezeit bereits abgestorben. Diese umgeben das eigentliche Blütenkörbchen, welches sich aus einigen hundert weißlichen bis rötlichen  Röhrenblüten zusammensetzt. Mit den inneren Hüllblätter gemessen, erreicht das Körbchen einen Durchmesser von 50 bis 110 Millimetern. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Anbautipps
Anspruchslos, wenn der Standort passt. Samen direkt an den gewünschten Standort aussäen oder im Topf vorziehen. Ideal für den Steingarten auf kalkigem Boden in voller Sonne. Wächst in höheren Lagen deutlich besser als in der Ebene, in der Ebene bekommt die sonst stängellose Silberdistel einen langen Stängel.

Sammeltipps
Die Pflanze ist geschützt und darf in der Natur nicht gesammelt werden! Die rötliche Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, von Seitenwurzeln befreien, in Stücke schneiden und zügig aber schonend trocknen (Sonne oder Backofen).


BACHBLÜTEN
Ich kann keine Kritik vertragen (8 Chicory)
-
Diese Menschen vertragen von niemandem Kritik, jedoch Kritik austeilen können sie
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen sie Kritik an sich selbst anzunehmen


BACHBLÜTEN
Man ist für andere oft das Aschenputtel oder ein seelischer Fußabtreter (4 Centaury)
-
Diese Menschen sind oftmals ein Aschenputtel und ein seelischer Fußabtreter für ihre Mitmenschen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen diese Menschen in diesen Situationen sich zu wehren


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