Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 12.08.19-18.08.19


ROSSMINZE

Die Rossminze ist eine alte wild wachsende Minz-Sorte, die über 1 Meter groß wird. Man findet sie in Europa an nassen Standorten (Feuchtwiesen, Gräben, Ufern). Ihr Geruch wird von einigen Leuten bei der frischen Rossminze als unangenehm und modrig empfunden. Die Rossminze wird in der Volksheilkunde bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Kopfschmerzen eingesetzt.
Die Rossminze genannt auch Waldminze, eine Art aus der Gattung der Minzen gehört zur Familie der  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung:
kühlend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Insektenstiche, Neuralgien,  Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
wissenschaftlicher Name:
Mentha incana, Mentha longifolia, Mentha sylvestris
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Horse Mint, Long-leaved Mint
volkstümlicher Name:
Langblättrige Minze, Rossminze, Ross-Minze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Carvon, Flavonoide, Limonen, Linalool, Mycren, Piperitonoxid, Sabinen
Sammelzeit:
Juni - September

Anwendung
Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Rossminzen-Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hier hilft der Tee bei Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen.
Frischblatt-Umschlag
Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Rossminze-Blättern hilft gegen Insektenstiche.
Öl-Einreibung
Einreibungen mit dem Öl helfen gegen Neuralgien.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Die Rossminze wird in der asiatischen vor allem in der indischen und asiatischen Küche genutzt. Das Rossminzenöl wird in der Süßwaren-Industrie gerne als Ersatz für das Pfefferminzöl genommen.

Pflanzenbeschreibung
Es ist eine schnellwachsende, ausdauernde krautige Pflanze mit kräftigem Geschmack. Die Pflanzen erreichen normalerweise Wuchshöhen von etwa 50 Zentimetern, können aber unter günstigen Umständen deutlich größer werden, bis weit über 1 Meter. Am besten kann man die Rossminze an ihren länglich ovalen und kurz aber zottig behaarten Blättern erkennen. Die Blätter werden zwischen 4 und 9 Zentimeter lang und zwischen 1 und 2 Zentimeter breit. Genau wie der Stängel sind sie kurz und weich, weiß-, grau- oder grünzottig. Am Rande sind die Blätter mit nach vorne gerichteten Zähnen gezähnt. Die Blätter sitzen oder haben nur einen sehr kurzen Blattstiel. Die  Blüten sind rosarot, in manchen Fällen auch weißlich oder malvenfarbig. In der Höhe des Blütenstandes verzweigt sich der Stängel rispig. An den Rispenästen sitzen dann die vielblütigen  Scheinquirlen und bilden dichte  Scheinähren. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Rossminze ist ungiftig und essbar, ihr Geschmack gilt jedoch als unangenehm.
Die Rossminze ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf nassen Böden. Die winterharte und mehrjährige Rossminze wird 40 bis 130 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. Die graugrünen Blätter sind spitz und gezähnt. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den Rossminze-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Vom Aussehen her kann man die Rossminze leicht mit der Grünen Minze (Spearmint - Mentha spicata) verwechseln. Die Spearmint riecht jedoch angenehm minzig, wie das gleichnamige Kaugummi, was bei der eher unangenehm riechenden Rossminze nicht der Fall ist.

Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Rossminze mag feuchte und stickstoffreiche Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Blätter können ständig geerntet werden. Die Stängel mit den Blättern werden kurz vor der Blüte geerntet. Am besten an einem sonnigen Tag am späten Vormittag sammeln. Zum Trocknen: Die Rossminze-Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Rossminze-Blätter in geschlossenen Behältern lagern.




SCHWARZER SENF


Der schwarze Senf ist der scharfe Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird als Heilmittel häufiger verwendet als der weiße Senf, doch seltener als Bestandteil von Tafelsenf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.
Der Schwarze Senf, auch Senf-Kohl genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brassica in der Familie der Kreuzblütengewächse. Der Schwarze Senf ist im Mittelmeerraum heimisch und wird seit Menschengedenken kultiviert und als Heil- sowie Nutzpflanze vielseitig verwendet. Er ist in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche, Rheuma
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, fungizid, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend,
schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Flechten, Gallenblasenentzündung, Gicht, Halsschmerzen, Heuschnupfen, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Kreuzschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenentzündung, Niedriger Blutdruck, Nierenkolik, Ödeme, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schnupfen, Verstopfte Nase, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Brassica nigra, Sinapis nigra
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: Black Mustard
volkstümlicher Name: Gartensenf, Mostardkorn, Mostert, Senfsaat
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Keimlinge
Inhaltsstoffe: Senföl, Senfölglykoside, Ätherische Öle, Sinigrin, Vitamin C, Histidin, Schleim, Sinapin, Tryptophan, Zink
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Schwarzer Senf wird vorwiegend als cremiges, scharfes Gewürz angewendet beziehungsweise als Bestand-teil der Gewürze namens Senf. Man kann Senf jedoch auch direkt als Körner verkochen oder man wendet Senf äußerlich an, um die Durchblutung zu fördern. Schwarzer Senf ist neben dem Weißen Senf Bestandteil des Senfs. Die reifen und getrockneten Samen können direkt als Gewürz verwendet werden und verlieren ihre Schärfe beim Kochen. Die Samen enthalten etwa 30 % Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Die Verwendung des Öls als Lebensmittel ist in der indischen und bengalischen Küche weit verbreitet, jedoch nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da im rohen Senföl die Glyceride der Erucasäure sowie Isothiocyanate enthalten sind. In Indien wird Senföl daher in der Küche bis zum Rauchpunkt erhitzt, wodurch die Senfölglykoside weitgehend abgebaut werden. Da außerhalb Indiens diese notwendige Maßnahme weitgehend unbekannt ist, darf Senföl in der EU und in den USA nur dann als Lebensmittel auf den Markt gebracht werden, wenn der Erucasäureanteil unter 5 % liegt. Von Asienläden für indischstämmige Kundschaft wird dies teilweise umgangen durch die Deklaration „nur für äußerliche Anwendung“ o. ä. Bei dem Begriff Senföl besteht eine Verwechslungsgefahr: Auch das reine, giftige (Allyl-)Isothiocyanat wird gelegentlich als Senföl bezeichnet.
Verwendung als Heilpflanze
Der Wirkstoff Allylsenföl hat stark reizende und damit durchblutungsfördernde Eigenschaften und kann, in die Haut eingerieben, reflektorisch auch auf innere Organe einwirken. In der Naturheilkunde gilt Senfmehl in Form von Umschlägen (Senfwickel), Senfpflastern, in lauwarmem Wasser angerührt oder Senfspiritus als Hausmittel. Die Senfölglycoside wirken bakteriostatisch. Weiter soll Senf bei Nervenschmerzen sowie bestimmten Herzbeschwerden helfen. Vor allem aber wird er wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung eingesetzt, zum Beispiel bei Bronchitis oder rheumatischen Beschwerden. Er sollte jedoch nicht zu hoch konzentriert und zu lange mit der Haut in Berührung bleiben, da die Gefahr von Hautreizungen bis hin zu Blasen- oder gar Geschwürbildung besteht, wobei die Wirkung mit zeitlicher Verzögerung einsetzt. Während der Schwangerschaft, bei Magengeschwüren und Nervenentzündungen sowie bei Kindern sollte Schwarzer Senf nicht angewandt werden.
Verwendung als Gemüse
In Äthiopien, wo die Pflanze als Gemüse angebaut wird, werden die Sprossen und Blätter gekocht gegessen und die Samen als Gewürz verwendet.
Senf als Gewürz
Der cremige Senf wird aus Senfpulver, Essig, Wasser, Salz und eventuellen anderen Gewürzen zubereitet. Bei Verwendung von schwarzem Senf als Teil oder Hauptbestandteil des Senfes, wird der Senf besonders scharf. Senf als Gewürz von schweren Speisen regt die Verdauung an und hilft somit, die Nahrung zu verdauen. Senf hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Durch die Schärfe der Senfölglycoside und der ätherischen Öle kann Senf außerdem die Atemwege befreien. Man kann scharfen Senf essen, um eine verstopfte Nase zu öffnen und die Nebenhöhlen bei Nebenhöhlenentzündung zu desinfizieren. Bei der Beschreibung des weißen Senfes gibt es ein Rezept für Senf zum Selbermachen.
Senfkörner beim Kochen
In der asiatischen Küche wird auch viel mit ganzen Senfkörnern gekocht. Meistens werden die Senfkörner zu Beginn des Kochvorgangs in den Topf oder die Pfanne gegeben. Dort poppen sie ähnlich wie Popcorn. Die Senfkörner geben dem Essen eine leicht scharfe Würze, die sich aber deutlich vom Geschmack des cremigen Senfes unterscheidet. Auch in dieser Zubereitungsart dient der Senf der Anregung der Verdauung.
Senf-Keimlinge
Senfkörner eignen sich sehr gut zur Sprossen-Anzucht, denn die kleinen Senfkeimlinge wachsen schnell und schmecken angenehm würzig scharf. Am besten zieht man Senf-Sprossen als Grünkraut, ähnlich wie Kresse. Dazu kann man eine doppelte Lage Küchentücher in einer flachen Schale befeuchten und darauf die Senfsamen ansäen. Meist schon am nächsten Tag keimen die ersten kleinen Pflänzchen. Immer wenn die Küchentücher trocken werden, gießt man sie mit frischem Wasser. Nach 5 bis 7 Tagen hat man hübsche kleine Pflanzen mit grünen Keimblättern. Man kann die Keimblätter und Stängel abschneiden und im Salat, Kräuterquarks oder auf Brot essen. Senfsprossen enthalten viele Vitamine und regen die Verdauung an.

Achtung!  Zu intensiver Senfgenuss kann zu Reizungen der Magenschleimhaut und der Nieren führen.

Senfpflaster
Die bekannteste äußerliche Anwendung von Senf ist das Senfpflaster. Senfpflaster gibt es in unterschiedlichen Formen: Senfbreiumschlag, Senfkompresse, Senfpapier
Beim Senfbreiumschlag wird Brei aus Senfmehl und warmem Wasser als Umschlag aufgelegt. Er hat eine besonders intensive Wirkung Senfbreiumschlag. Bei der Senfkompresse wird ein Tuch in Senftee befeuchtet und dann aufgelegt. Die Senfkompresse ist milder als der Breiumschlag. Senfpapier kann man in Apotheken kaufen oder bestellen. Meistens ist käufliches Fertig-Senfpflaster schwächer als ein Breiumschlag. Alle Arten von Senfpflaster werden wegen ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften angewendet. Die Durchblutung wird hierbei nicht nur direkt in der Haut, sondern auch im darunterliegenden Gewebe verstärkt. Daher können Entzündungsprozesse in den Gelenken und inneren Organen durch die Erwärmung und Durchblutung beeinflusst werden. Folgende Gesundheitsbeschwerden werden traditionell gerne mit Senfpflastern behandelt: Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen, Krämpfe und Koliken, Innere Entzündungen, Kopfschmerzen (Nacken behandeln)
Bei Gelenkentzündungen, eventuell aber auch anderem Entzündungen, sollte man berücksichtigen, dass sie im akuten Stadium häufig eher Kühlung brauchen als Wärme. Festsitzende chronische Entzündungen profitieren jedoch von einer wärmenden Anwendung. Am besten probiert man vor dem Einsatz eines Senfpflasters zunächst aus, ob Wärme der persönlichen Entzündung gut tut.

Achtung! Empfindliche Körperstellen wie Gesicht oder Brüste dürfen nicht mit einem Senfpflaster behandelt werden.

So bereitet man einen Senfbreiumschlag zu:
Ein Senfbreiumschlag wird manchmal auch Senfteigumschlag genannt, weil man einen breiartigen Teig mit Senfmehl und Wasser anrührt. Senfkörner frisch zu Mehl vermahlen. Eventuell mit etwas Roggenmehl verdünnen. Mit 40°C warmem Wasser zu Brei verrühren. Auf Stofflappen (Leinen) fingerdick auftragen. Dünnes Gazetuch befeuchten. Feuchtes Gazetuch auf die erkrankte Stelle legen. Darüber Senfbrei mit Tuch auf die erkrankte Stelle legen. Abwarten bis starkes Brennen einsetzt. Eine weitere Minute warten. Breiumschlag entfernen. Gerötete Haut mit Reismehl oder Kinderpuder pudern. Haut mit lockeren Verband schützen.
Die Zeitdauer des Umschlags beträgt je nach Intensität des Senfes und Empfindlich zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde. Wichtig ist, dass man den Umschlag eine Minute nach dem Einsetzen des Brennens entfernt. Die Haut sollte schließlich nicht zu stark gereizt werden. Das Senfmehl sollte frisch gemahlen sein, denn altes Senfmehl hat nur noch einen geringen Wirkstoffgehalt. Das verwendete Wasser darf nicht heißer als 40°C sein, weil es sonst den Senf unwirksam macht.
So bereitet man eine Senf-Kompresse zu:
Eine Senfkompresse ist etwas sanfter als ein Senfbreiumschlag, hat aber auch noch eine stark hautreizende und durchblutungsfördernde Wirkung. Drei bis sechs gehäufte Esslöffel frisches Senfmehl werden in eine Schüssel gegeben. Das Senfmehl wird mit 45°C warmem Wasser übergossen (etwa 1 Liter). Diesen "Senftee" lässt man etwa 5 Minuten ziehen. Ein dünnes Leinentuch wird in den Senftee getaucht und anschließend ausgewrungen. Das Leinentuch wird auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Darüber kommt ein dickeres Leinentuch als Zwischentuch. Darüber kommt ein Wolltuch als Außentuch. Den Umschlag lässt man etwa 10 bis 20 Minuten einwirken, bis ein Brennen auftritt. Eine Minute nach Beginn des Brennens wird der Umschlag entfernt. Mit warmem Wasser werden Senfreste von der Haut gespült.
Senfbäder
Senfbäder kann man als Teilbäder oder als Vollbäder anwenden. Durch die hautreizende Wirkung ist ein Senfbad eine intensive Angelegenheit. Am besten testet man ein Senfbad erst einmal als Teilbad aus, bevor man sich an ein Senf-Vollbad wagt.
Fußbad
Senf-Fußbäder helfen gegen Kalte Füße und Blutandrang im Kopf. Wenn Kopfschmerzen aufgrund von Bluthochdruck oder Blutandrang im Kopf bestehen, können sie durch ein Senf-Fußbad gelindert werden. Man braucht 100g Senfmehl für ein Fußbad. Das Senfmehl wird in warmes Wasser eingerührt. Man bleibt etwa 10 bis 20 Minuten im Senf-Fußbad oder bis Brennen einsetzt. Sobald das Brennen einsetzt, verweilt man noch etwa eine Minute im Bad. Dann werden Senfreste mit warmem Wasser abgespült.
Senf-Vollbad
Senf-Vollbäder wirken belebend und intensivieren allgemein den gesamten Stoffwechsel. Ein Senfvollbad sollte man nur durchführen, wenn man über eine kräftige Konstitution verfügt und vorher schon Erfahrungen mit Senf-Teilbädern gesammelt hat. Man braucht 250g Senfmehl für ein Vollbad. Das Senfmehl wird in warmes Wasser eingerührt. Man bleibt etwa 10 bis 20 Minuten im Senf-Vollbad oder bis Brennen einsetzt. Sobald das Brennen einsetzt, verweilt man noch etwa eine Minute im Bad. Dann werden Senfreste mit warmem Wasser abgespült.
Senf-Essig-Brei
In der Volksheilkunde wird manchmal auch ein Senf-Essig-Brei angewendet. Für den Senf-Essig-Brei wird Senfmehl mit Essig angerührt, bis ein Brei entsteht. Dieser Brei wird auf betroffene Hautpartien aufgetragen.
Man lässt den Brei einwirken bis es brennt, dann entfernt man ihn und wäscht die Reste mit warmem Wasser ab. Der Senf-Essig-Brei wird gegen Geschwüre, Flechten und Ausschläge eingesetzt.
Senfsalbe
Auch eine Senfsalbe ist in der Volksheilkunde bekannt. Für die Bereitung der Senfsalbe wird Senfmehl mit Honig und Gänseschmalz verrührt. Die Senfsalbe soll gegen Blutergüsse helfen.
Senf mit Lavendelgeist
Eine weitere beliebte volksheilkundliche Anwendung mit Senf ist der Senf-Lavendelgeist. Für den Senf-Lavendelgeist werden Senfkörner und Lavendelblüten in Korn angesetzt. Nach zwei bis sechs Wochen kann man den Senf-Lavendelgeist abfiltern. Mit dem Senf-Lavendelgeist kann man gelähmte Körperteile nach Schlaganfall einreiben. Der Senf-Lavendelgeist soll die betroffenen Körperteile stärken und beleben.
Homöopathie
Die Homöopathie setzt Senf unter dem Namen Sinapis bei Symptomen ein, die denen ähneln, die unverdünnter Senf bewirken kann. Homöopathische Einsatzgebiete für Sinapis sind beispielsweise: Heuschnupfen, Schnupfen, Sodbrennen. In der Laienhomöopathie kann man Sinapis in den Potenzen D3 bis D12 anwenden.

Geschichtliches
Senf wird schon seit Menschengedenken als Gewürzpflanze benutzt. Der Einsatz der scharfen Körner ist im Mittelmeerraum und auch in Asien bekannt und beliebt. In Mitteleuropa wird der Senf unter anderem schon 1543 von Leonard Fuchs beschrieben und gegen Epilepsie, geschwollene Milz und langwierige Gebresten empfohlen.

Pflanzenbeschreibung
Der Schwarze Senf ist in Europa heimisch. Ursprünglich kommt der Senf aus dem Mittelmeerraum. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden. Verwildert kommt er an Flussufern und Kiesböden vor. Die einjährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr sprießt aus den Samen innerhalb weniger Tage eine kleine Keimling-Pflanze. Der Keimling entwickelt sich rasch und bildet bald borstige, etwas gelappte Blätter. Im oberen Bereich des Stängels werden die Blätter schmaler, bis sie ganz oben schließlich lanzettlich werden.
Zwischen Juni und August erscheinen die gelblichen Blüten. Sie stehen in Doldentrauben und haben jeweils vier Blütenblätter, was ihre Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie zeigt. Aus den Schwarzer Senf-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen sind schwarzbraun und befinden sich in schmalen Schoten.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Schwarze Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30cm bis zu 2m, selten bis zu 3,10 Metern erreicht. Der aufrechte und im oberen Bereich verzweigte Stängel ist mindestens im unteren Bereich abstehend rau behaart; im oberen Bereich ist er mehr oder weniger kahl sowie bläulich. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die Grundblätter und die untersten Stängelblätter sind 10 Zentimeter lang gestielt. Ihre Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 30 Zentimetern und einer Breite von 1 bis 10 Zentimetern im Umriss eiförmig, länglich oder lanzettlich, leierförmig-fiederspaltig oder fiederteilig mit einem großen, eiförmigen, gezähnten Endsegment und auf jeder Seite der Mittelrippe ein bis drei gezähnten Seitensegmenten, die viel kleiner sind als das Endsegment. Die oberen Stängelblätter sind auch gestielt. Ihre Blattspreite ist bei einer Länge von etwa 5 Zentimetern und einer Breite von etwa 1,5 Zentimetern lanzettlich oder linealisch-länglich mit keilförmigen Spreitengrund und glatten oder selten gezähnten Blattrand.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit liegt am Ende des Frühsommers. Die traubigen Blütenstände verlängern sich bis zur Fruchtreife. Es sind keine Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig. Die vier freien, grünen Kelchblätter sind bei einer Länge von meist 4 bis 6 (bis 7) Zentimetern und einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern länglich und ausgebreitet oder aufsteigend. Die vier freien, 3 bis 6 Millimeter lang genagelten, gelben Kronblätter sind bei einer Länge von meist 7,5 bis 11 (5 bis 13) Millimetern und einer Breite von meist 3 bis 4,5 (2,5 bis 5,5) Millimetern eiförmig mit gerundetem oberen Ende. Die sechs Staubblätter bestehen aus 3,5 bis 5 Millimeter langen Staubfäden und 1 bis 1,5 Millimeter langen Staubbeutel.
Frucht und Samen
Die geraden, aufrechten bis aufsteigenden Fruchtstiele sind meist 3 bis 5 (2 bis 6) Millimeter lang. Die reifen Schoten stehen nahezu senkrecht und liegen eng am Stängel an. Die vierkantige Schote ist bei einer Länge von meist 1 bis 2,5 (0,5 bis 2,7) Zentimetern und einem Durchmesser von meist 2 bis 3 (1,5 bis 4) Millimetern linealisch oder schmal länglich-elliptisch und enthält meist vier bis zehn, selten bis zu 16 Samen. Der dünne Fruchtschnabel ist 2 bis 3 Millimeter lang. Die dunkelbraunen, grauen oder schwarzen Samen sind bei einem Durchmesser von 1,2 bis 2 Millimetern kugelförmig mit winzig netzartiger Samenschale. Die Samenkörner sind geruchlos, entwickeln aber beim Kauen einen stechend scharfen Geschmack.

Anbautipps
Senf ist einfach anzubauen. Der Boden sollte am besten kalkreich sein, jedoch ist der Senf sehr anspruchslos und gedeiht in vielen Böden. Im Frühjahr sät man den Senf einfach im Freiland aus. Bei halbwegs angenehmen Temperaturen sieht man schon nach wenigen Tagen die ersten Pflänzchen aus der Erde sprießen. Die Senfpflanzen wachsen schnell und brauchen kaum Pflege. Wenn sie groß geworden sind, sichert man sie am besten mit Schnüren, damit sie bei Wind nicht umfallen. Bis die Samen reif sind, vergeht letztlich doch einige Zeit. Je nach Witterung kann man im Frühherbst mit reifen Samen rechnen. Die Schoten sind dann hellgelb und trocken.

Sammeltipps
Um die Samen zu ernten schneidet man die Pflanzen mit den reifen Samenschoten vorsichtig ab. Über einer Schüssel oder in einer großen Plastiktüte schüttelt man die Pflanzen, bis sich die Schoten öffnen und ihre Samen freigeben (dreschen). Man kann die Samen auch aus den Schoten pulen, aber das ist eine mühsame Angelegenheit.


BACHBLÜTEN
Oft nicht ausgelebte kreative Begebungen, künstlerisch begabte Menschen im trockenen Brotberufen (9 Clematis)
- Diese Menschen können ihre ausgelebte kreative Begabungen und künstlerisch hochbegabte Menschen arbeiten in trockenen Brotberufen
- Mit der dementsprechender Bachblüte leben ihre kreative Begabungen aus und künstlerisch begabte Menschen arbeiten in ihren Berufen


BACHBLÜTEN
Du bist sehr eifersüchtig und misstrauisch (15 Holly)
- Diese Menschen sind sehr eifersüchtig und auch sehr misstrauisch gegenüber allen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können diese Menschen ihre Eifersucht und ihr Misstrauen in den Griff bekommen  


ERNÄHRUNG
Käse
Käse ist neben pflanzlichen Produkten und Milch, eines der ältesten Nahrungsmittel (ca. 6.000 Jahren alt)
Der Käse enthält in konzentrierter Form fast alle Bestandteile seiner Rohstoffen, der Milch: biologisch hochwertiges Eiweiß, Fett, Mineralstoffe (besonders Kalzium und Phosphat) und Vitamine (B 2, A, E, u.a.)


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