Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.08.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 06.08.18-12.08.18


ARTISCHOCKE

Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza. Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer. Außerdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei  Diabetes können sie unterstützend helfen.
Die Artischocke ist eine  distelartige, kräftige  Kulturpflanze aus der Familie der  Korbblütler. Die Sortengruppe der Artischocken wird wegen ihrer essbaren knospigen Blütenstände angebaut und als  Blütengemüseverzehrt. Ebenfalls zu Cynara cardunculus zählt das Blattgemüse Cardy. Die Artischocke wurde zur  Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gallenprobleme
Heilwirkung:
antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend, blutzuckersenkend, choleretisch, cholesterinsenkend (Triglyceride, LDL-Cholesterin), entzündungshemmend, gallefördernd, krampflösend leberregenerierend, leberschützend (antihepatotoxisch/hepatoprotektiv), leberstärkend, spasmolytisch, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Cholesterinablagerungen werden gelöst,  Diabetes, Fettverdauung wird verbessert, Gallenschwäche,  Gallensteine, Hypercholesterinämie (Zu hoher Cholesterinspiegel), Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen wachsen besser
wissenschaftlicher Name:
Cynara scolymus L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Artichoke
falsche Schreibweisen:
Artischoke
Verwendete Pflanzenteile:
Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter (Cynarae folium), Pflanzensaft, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Gegenanzeigen: Nicht bei Artischocken-Allergie, Allergien gegen Korbblütler; Wenn die Gefahr eines Verschlusses der Gallenwege besteht
Wechselwirkungen:
Keine bekannt
Nebenwirkungen:
Keine bekannt
Tages-Dosis:
6 Gramm (getrocknete Blätter)
Sammelzeit:
Spätsommer, Herbst

Anwendung
Gute Erfahrungen hat man mit der Artischocke rund um die Verdauung gemacht. Die Artischockenblätter oder den Extrakt gibt es als Fertigprodukt zu kaufen, meistens in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln. Es gibt auch Brausetabletten, die aber meist noch mit Vitaminen angereichert sind.
Artischockentee
Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser. Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen. Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken. Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.
Artischockensaft
Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft. Von dem Saft trinkt man etwa 25 ml. Hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.
Artischockengemüse
Die üblichen Rezepte kochen die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten. Bei dieser Zubereitung gehen fast alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung ist weniger die einer Heilpflanze, dafür eine Gaumenfreude.
Nahrungsmittel
Bei großen Artischocken sind die unteren fleischigen Teile der Schuppenblätter und die Blütenböden (eigentlich Korbböden) essbar. Die unter den Blättern liegenden Härchen, das so genannte „Heu", sind nicht zum Verzehr geeignet. Kleinere Artischockensorten, die überdies früh geerntet werden (wie es z. B. auf der Gemüseinsel  Vignole in der Lagune von Venedig üblich ist) können im Ganzen verzehrt werden, darunter auch die mit dem Siegel der geschützten geografischen Angabe versehene, dornenlose Römische Artischocke. Die ganzen Blütenköpfe werden gebraten, gekocht oder frittiert. Der feine Geschmack der ungewürzten gekochten Artischocke ähnelt dem des Eiweißes eines Spiegeleis. Artischocken werden 20 bis 45 Minuten in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht. Die Blätter werden dann abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen. In der Regel wird dazu eine Vinaigrette gereicht. Artischockenböden werden auch eingelegt und sind unter anderem ein verbreiteter Pizzabelag. Artischockenherzen sind als besondere kulinarische Delikatesse bekannt. Das Artischockenherz bezeichnet den unteren verdickten Teil des Kelchblatts (eigentlich Hüllblatts) einer Artischocke. Artischockenherzen werden frisch gekocht wie auch in Dosen oder eingelegt angeboten. In Öl mit Kräutern eingelegt gelten sie als beliebte Komponente mediterraner Antipastiplatten. Zusammen mit Kräutern wird aus Artischocken seit 1953 in Padua auch ein dunkelbrauner  Digestif mit dem Namen  Cynar hergestellt.
Heilpflanze
Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Wirkmechanismen (vermehrte Ausscheidung von Cholesterin, erhöhter Cholesterinverbrauch zur Gallensäuresynthese als auch Hemmung der Neubildung von Cholesterin in den Leberzellen) soll tatsächlich durch den Verzehr von Artischocken eine Senkung des Gesamtcholesterins um bis zu 12 Prozent möglich sein. Insofern kommt der Artischocke eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung gegen  Arteriosklerose zu. Der enthaltene  Bitterstoff  Cynarin regt den Stoffwechsel von  Leber und  Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in  Säften,  Tees,  Trockenextrakten und  Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an Polyphenolen sowie insbesondere speziellen  Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt. Vor allem Frischpflanzenextrakte aus Artischoc-kenblättern werden erfolgreich in der Therapie der Dyspepsie und Hypercholesterinämie eingesetzt. Die Bil-dung des protektiven Radikalfängers Stickstoffmonoxid wird signifikant erhöht. Dadurch können auch Zucker- und Fettstoffwechsel verbessert werden. Auch kardiovaskuläre Erkrankungen und das metabolische Syndrom können positiv beeinflusst werden. Frischpflanzenextrakte aus Artischocke entfalten im menschlichen Organismus eine stoffwechselstimulierende Wirkung, die mit einer antioxidativen Protektion durch vermehrte Bildung des endogenen Radikalfängers Stickstoffmonoxid verbunden ist. Stickstoffmonoxid stimuliert die Aktivität und Bildung von Mitochondrien. Dies führt zu einer Verbesserung der Allgemeingesundheit, der Lebensqualität und des Wohlbefindens durch signifikant erhöhte Stoffwechseleffizienz.
Nebenwirkungen
Menschen mit Reizdarm, die diätetisch behandelt werden, sollten Artischocken zumindest zu Beginn meiden ebenso wie Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Lauch, Kohlsorten und Pilze. Diese Nahrungsmittel enthalten fermentierbare, schlecht resorbierbare  lt Kohlenhydrate (sog.  Fructane), die Blähungen verursachen können.

Homöopathie
Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt, meistens als Urtinktur, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli. Die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze. Siehe auch der Hinweis zu Niedrigpotenzen - Hochpotenzen.

Geschichte
Die Artischocke hat sich vor etwa 2000 Jahren aus den arabischen Ländern in den Mittelmeerraum verbreitet, man dachte in einigen Regionen, dass die Artischocke tödlich sei und war lange Zeit eher eine Zierpflanze. Mittlerweile wird die Artischocke überall da angebaut, wo es das Klima zulässt.

Pflanzenbeschreibung
Die Artischocke ähnelt in allen Teilen ihren wilden Vorfahren, Cynara cardunculus. Sie ist  ausdauernder: Nachdem sich im Herbst des ersten Vegetationsjahres eine grundständige Blattrosette gebildet hat, werden etwa fünf Jahre lang 0,5 bis zu 2 Meter hohe  Stängel mit Blütenständen gebildet. Die zwei- bis dreifach fiederschnittigen, dornigen Laubblätter sind bis zu 80 cm lang und 40 cm breit; die Unterseite ist graufilzig behaart. Die  körbchenförmigen  Blütenstände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Im Vergleich zu wild wachsenden Formen sind die Blütenstände größer. Durch eine frühere Blütezeit sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Der Blütenstandsboden ist stark fleischig. Die unten fleischigen Hüllblätter sind bei kultivierten Formen kaum dornig. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten  Röhrenblüten. Es werden 2 bis 8 Millimeter lange  Achänen mit einem  Pappus aus 2 bis 3,5  Zentimeterlangen, federigen Borsten gebildet.
Artischocken sind ursprünglich im Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten heimisch. Die Wildform war ursprünglich kleiner als die heutige Artischocke. Erst durch Züchtung entstand die Artischocke mit ihren enorm großen Blütenständen, deren Knospen zum Essen geeignet sind. Die Artischocke gehört botanisch zu den Disteln, und wird bis zu 2 Meter groß. Die großen Knospen werden als Gemüse gekocht und gegessen. Die violetten Blüten sind etwa 10 cm groß. Die Artischocke wird im warmen sonnigen Klima etwa 5 Jahre alt.

Anbau
Die Artischocken brauchen einen windgeschützten, sonnigen und sehr warmen Platz. Der Boden muss tiefgründig und locker sein. Die Artischocke zieht man ab Februar in Töpfen vor, am besten 4 Samen in einen Topf und man behält die kräftigste Pflanze. Zum Keimen braucht der Samen etwa 25°C. Sobald die Fröste vorbei sind, wird im Abstand von 1 Meter ins Freiland gepflanzt. Die Artischocke mag Kompost, Wasser und ausreichend Dünger. Erst im nächsten Jahr sollte man mit der Ernte anfangen, dafür aber etwa 4 Jahre lang. Mit viel Glück kann man an einem guten Standort schon im ersten Jahr eine kleine Menge ernten. Mittlerweile bieten Baumärkte im Frühjahr preiswerte Pflanzen an. Im Winter muss man die zurückgeschnittenen Pflanzen etwa 30cm mit Laub o.ä. abdecken.




BRUCHKRAUT

Das Kahle Bruchkraut ist eine  Pflanzenart aus der  Familie der  Nelkengewächse. Diese Art wird auch als Christenschweiß, Dürrkraut, Glattes Tausendkraut, Harnkraut, Jungfernkraut, Kuckucksseife, Nierenkraut, Tausendkorn oder Passionsblümchen bezeichnet.

Steckbrief
Heilwirkung:
harntreibend, Blasenkrämpfe, Blutreinigung, Wundheilung
wissenschaftlicher Name:
Herniaria glabra
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Sammelzeit:
Juni bis September

Pharmakologie
Als wirksame Bestandteile enthält das Kraut bis zu 10% Saponine, ferner Flavonoide und Cumarine. Verwendet werden die getrockneten oberirdischen Teile. Bei Laborratten wurde eine Senkung des überhöhten Blutdruck und Förderung der Filtrationsrate ihrer Nieren beobachtet; Bruchkraut-Tee wird volksmedizinisch als  Diuretikum zur Durchspülungstherapie bei Harnsteinen,  Nierengrieß und Krämpfen verwendet. Eine schwach spasmolytische Wirkung der Droge gilt als akzeptiert, die Wirksamkeit in den volksmedizinischen Anwendungsbereichen jedoch noch nicht hinreichend nachgewiesen. Gemeinsam mit der Preiselbeere wies das Bruchkraut innerhalb einer Reihe von getesteten Substanzen die stärkste antimikrobielle Wirkung gegenüber uropathogenen Escherichia coli-Bakterien auf und ist daher wirksam bei Blasen- und Harnleitererkrankungen.

Beschreibung
Das Kahle Bruchkraut ist eine ein-, zwei- bis mehrjährige  krautige Pflanze. Manchmal verholzt es an der Basis schwach. Die ganze Pflanze ist frisch grün bis gelblich grün. Das Kahle Bruchkraut zeigt alle typischen Merkmale der Gattung Bruchkräuter. Der Stängel ist typischerweise 5 bis 15 cm lang, kann aber bis zu 30cm lang werden. Die Blätter und der Stängel sind vollkommen kahl oder höchstens sehr kurz bewimpert. Die dreieckigen Nebenblätter sind etwa 0,5 bis 1,5 mm lang. Die ungestielten, zwittrigen  Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind grün, elliptisch und stumpf bespitzt. Die weißen Kronblätter sind viel kleiner als die  Kelchblätter und oft fehlen sie auch ganz. Es sind fünf fertile Staubblätter und fünf kronblattartige  Staminodien vorhanden.



BACHBLÜTEN
Ich bin enttäuscht, weil ich mehr vom Leben erwarte (38 Willow)
- Diese Menschen sind oft enttäuscht, weil sie von ihrem Leben mehr erwarten
- Mit der dementsprechender Bachblüte erwarten sie kaum mehr etwas und sind kaum mehr enttäuscht


BACHBLÜTEN
Ich bin empfindlich gegenüber Streitigkeiten (1 Agrimony)
- Diese Menschen reagieren sehr empfindlich gegenüber Streit
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden diese Menschen robuster gegenüber Streitigkeiten


ERNÄHRUNG
Getreidearten
-
Weizen                                          - Roggen
- Hafer                                             - Gerste
- Dinkel und Grünkern                     - Hirse
- Mais                                              - Buchweizen
- Amaranth                                      - Quinoa
- Reis (Wildreis)


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