Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.06.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juni > 11.06.18-17.06.18


GILBWEIDERICH  

Kaum jemand kennt den Gilbweiderich, dabei ist er eine recht vielseitige Heilpflanze, die früher ihren festen Platz im Repertoire der Naturheilkundler hatte. Seine herausrangendste Wirkung sind die adstringierenden und blutstillenden Fähigkeiten, was den Gibweiderich zu einem Mittel der Wahl bei Zahnfleischbeschwerden und Mundentzündungen macht.
Als Gilbweiderich, auch Gelbweiderich oder Felberich genannt, bezeichnet man eine Pflanzengattungin der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der Primelgewächse. Die 150 bis 180 Arten sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel verbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, auswurffördernd, Blutgerinnung, Bronchitis, Durchfall, Darmprobleme, Husten, Wunden (reinigend), Geschwüre, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name:
Lysimachia vulgaris
englischer Name:
Yellow Loosestrife
volkstümlicher Name:
Gemeiner Felberich
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbstoff, Kieselsäure, Saponine, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Gilbweiderichtee eignet sich zum Gurgeln und Spülen bei Blutungen und Entzündungen im Mundraum. Er eignet sich auch als getrunkener Tee gegen Blutungen aller Art. Durch seine auswurffördernde Wirkung eignet er sich als Hustentee. Außerdem hilft er bei Durchfälle und andere Darmkrankheiten. Äußerlich angewandt kann man Gilberich für blutende oder schlecht heilende Wunden verwenden. Mit den Blüten kann man Stoffe gelb färben.

Pflanzenbeschreibung
Der gemeine Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse. Er ist relativ selten und wächst gerne an Ufern, Gräben und anderen feuchten Stellen. Der Stängel des Gilbweiderichs ist aufrecht und etwas kantig. Seine großen, eiförmigen Blätter wachsen gegenständig oder quirlständig. Die Blüten wachsen in Rispen, die aus den Blattachseln und der Spitze der Pflanze sprießen. Sie sind leuchtend gelb, haben 5 Blütenblätter und sind gut einen Zentimeter lang. Der Geruch des Gilbweiderichs hält Insekten fern.
Erscheinungsbild und Blätter
Bei Lysimachiaarten handelt es sich meist um ausdauernde krautige Pflanzen, seltener auch um Halbsträucher, die selbstständig aufrecht bis niederliegend wachsen. Die vegetativen oberirdischen Pflanzenteile besitzen häufig Drüsen, die man als Punkte oder Striche erkennen kann. Die meist gegenständig oder in  Quirlen, seltener sind sie wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind einfach und ganzrandig.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Die Blüten einzeln in den oberen Blattachseln oder in seiten- oder endständigen, rispe, trugdoldigen oder  traubigen Blütenständen zusammen, die oft zu kopfigen Bündeln verkürzt sind. Es sind Tragblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind  radiärsymmetrisch und meist fünf- oder selten sechs- bis neunzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf, selten sechs bis neun Kelchblätter sind nur kurz verwachsen. Die meist fünf, selten sechs bis neun Kronblätter sind nur kurz glocken- oder fast radförmig verwachsen. Die Farben der Kronblätter sind meisten gelb, seltener weiß oder rosafarben. Die fünf  Staubblätter sind frei oder an der Basis zu einem Ring verwachsen und mehr oder weniger stark mit der Kronröhre verwachsen. Die fast kugelige Kapselfrucht öffnet sich bei Reife meist mit Klappen, bei wenigen Arten bleibt sie geschlossen.  




HAMAMELIS


Die Hamamelis, auch virginische Zaubernuss genannt, fällt besonders im Spätwinter auf. Sie öffnet ihre gelben Büschelblüten nämlich schon im Januar oder Februar, wenn andere Pflanzen noch tief in der Winterruhe liegen. Rinde und Blätter der Hamamelis wirken besonders stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Daher wird sie häufig zur Wundbehandlung eingesetzt. Hamamelis ist Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben.
Zaubernuss ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse. Die Gattung Hamamelis besitzt ein disjunktes Areal; von den nur fünf Arten kommen drei im östlichen Nordamerika und zwei im östlichen  Asien vor.  

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Hautentzündungen
Heilwirkung:
adstringierend, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Analfissuren, Analekzem, Blutungen, Dammriss, Dammschnitt, Diarrhoe, Durchfall, Ekzeme, Gebärmuttervorfall, Gebärmutterrückbildung nach einer Geburt, Geschwollene Füße, Hämorrhoiden, Hautjucken, Juckreiz, Kopfschuppen, Krampfadern, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Rachenentzündung, Seborrhoisches Ekzem, Trockene Haut, Unreine Haut, Venenentzündung, Verbrennungen, Verletzungen, Windeldermatitis, Wunden, Wunde Babyhaut, Wunder Babypo, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name:
Hamamelis virginiana
Pflanzenfamilie:
Zaubernussgewächse = Hamamelidaceae
englischer Name:
Witch Hazel
volkstümlicher Name:
Virginische Zaubernuss, Amerikanische Zaubernuss, Hamamelis, Hexenhasel, Hopfenhainbuche, Virginia-Zaubernuss, Wünschel-rute, Zauberhasel, Zauberhaselnuss, Zaubernuss
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde, Blätter
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäure, Hamamelin, Hamamelitannin, Quercetol, Chinasäure, Kaempferol, Ellagitannin, Gallussäure, Flavonoide, Phenol, Ätherische Öle
Sammelzeit:
Juni bis August

Anwendung
Hamamelis wird vorwiegend äußerlich gegen Hautprobleme angewendet. Man kann Hamamelistee aber auch innerlich bei Durchfall und andere Schleimhautentzündungen des Verdauungstraktes trinken.
Tee
Für einen Hamamelistee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Hamamelisblätter oder Rinde mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Oder man wäscht die entzündeten Hautpartien mit diesem Tee, badet sie darin oder legt einem Umschlag damit an.
Kompresse
Man kann eine Kompresse in den Hamamelistee eintauchen und als Umschlag auf die betroffenen Hautbereiche legen. Die Kompresse befestigt man mit einem Verband und lässt sie mindestens zwei Stunden einwirken. Wenn man eine besonders intensive Wirkung erzielen will, lässt man die Hamameliskompresse über Nacht einwirken.
Bäder
Verdünnten Hamamelistee kann man für Teilbäder verwenden. Die entzündeten Hautpartien werden für etwa 20 Minuten in das Bad getaucht. Zur Behandlung von Hämorrhoiden eignet sich beispielsweise ein Sitzbad. Für entzündete Füße bereitet man ein Hamamelisfußbad zu.
Tinktur
Um eine Hamamelistinktur selbst herzustellen, übergießt man Hamamelisblätter oder Hamamelisringe in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Oder man wendet die Tinktur äußerlich an. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Hamameliswasser
Hamameliswasser ist ein sogenanntes Hydrolat. Es wird häufig als Cremezutat für die Hobbysalbenküche angeboten. Solch ein Hamameliswasser ist durchaus gut geeignet, um daraus Cremes herzustellen. Die Wirkung von Hamameliswasser ist jedoch deutlich milder und schwächer als die Wirkung einer Hamamelistinktur.
Hamamelissalbe und -creme
Besonders häufig wird Hamamelis in Form von Creme oder Salbe eingesetzt. Im Handel gibt es zahlreiche Hamameliscremes. Man kann Hamameliscreme auch selber anrühren. Dafür verwendet man Hamamelistinktur oder Tee als Wasserphase in Cremerezepten. Man kann auch einen Hamamelisölauszug für Cremes verwenden. Hamameliscremes kann man nahezu für alle Arten von Hautproblemen einsetzen. Sie hilft vor allem gut, wenn man eine zusammenziehende Wirkung haben will.
Nutzung als Zierpflanze
Zaubernussarten und -sorten samt Hybriden werden in den gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen verwendet. Die Zaubernussaarten wachsen langsam, sollen einzeln stehen und möglichst selten zurückgeschnitten werden. Sie blühen in der kalten Jahreszeit, zumeist zwischen Dezember und Februar und gehören damit zu den wenigen Arten, die in diesen Wintermonaten blühen.
Heilwirkung
Die Virginische Zaubernuss wird wirtschaftlich intensiv als Heilpflanze genutzt. Die gewonnenen  Arzneidrogen weisen eine blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung auf. Nach  Kommission E ist eine Anwendung bei leichten Hautverletzungen, lokalen  Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Hämorrhoiden und Varikose sinnvoll. In der Volksmedizin erfolgt eine Gabe auch innerlich bei Durchfallerkrankungen.

Geschichte
Die Heilkraft des Hamamelisstrauches wird schon seit langer Zeit von den Ureinwohnern Nordamerikas hoch geschätzt. Sie setzten Rinde und Blätter der Hamamelis bei Hautleiden und Durchfall ein. Gegabelte Zweige wurden als Wünschelrute verwendet, unter anderem zum Aufspüren von Wasseradern. In Europa ist die Hamamelis noch nicht so lange bekannt und wird daher auch noch nicht so lange als Heilpflanze verwendet. Heutzutage ist die adstringierende Wirkung der Hamamelis sogar durch wissenschaftliche Studien belegt. Daher wird die Hamamelis auch in der offiziellen Phytotherpaie verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Der Hamamelisstrauch ist in Nordamerika heimisch. Dort wächst er vor allem an der Ostküste. In Gärten wird Hamamelis aber auch in Europa angepflanzt. Hamamelis braucht einen sonnigen oder halbschattigen Standort und bevorzugt leichten und sandigen Boden. Der langsam wachsende Strauch wird bis zu 5 Meter hoch. Bis er das erste Mal Blüten trägt, muss der Hamamelisstrauch 6 Jahre alt werden. Die Rinde der Zweige ist graubraun bis grau. Die Blätter sind buchtig und am Rande gezähnt. Sie sitzen auf kurzen Stielen. Die große Besonderheit der Hamamelis ist seine Blüte, die mitten im Winter statt-findet. Die Blüten erscheinen zwischen Dezember und Februar. Dadurch bringen sie etwas Farbe in den sonst so grauen Winter. Auch die Form der Blüten ist ungewöhnlich. Sie bestehen aus zahlreichen gekrümmten Streifen, die wie Büschel aus dem Blütenzentrum wachsen. Meistens sind die Blüten gelb. Das Zentrum der Blüten ist häufig rostrot. Dort kann man auch die Vierzähligkeit der Blüten erkennen. Zwischen August und September werden die Samen reif. Sie sind schwarz und werden von den Samankapseln bis zu 10 Meter weit geschleudert.
Erscheinungsbild und Blätter
Hamamelisarten wachsen als sommergrüne Sträucher und kleine  Bäume. Die sternhaarige Rinde junger Zweige ist grau bis graubraun. Die Knospen sind kahl. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die etwas ledrigen oder häutigen Blattspreiten besitzen immer eine schiefe Spreitenbasis und sind buchtig, oder besitzen einen gezähnten Blattrand. Wenn die großen, hinfälligen Nebenblätter abfallen, hinterlassen sie deutliche, kleine Blattnarben.
Blütenstände und Blüte
Die Hamamelis virginiana blüht im Herbst. Die anderen Hamamelisarten und -sorten blühen im Winter meistens vor dem Blattaustrieb. Die seitenständigen, kopfigen  Blütenstände enthalten nur drei bis vier Blüten. Die Blüten duften oft angenehm in einem weiten Umkreis, dabei reichen die Angaben von schwach duftend bei Hamamelis virginiana bis deutlich duftend bei Hamamelis vernalis. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier eiförmigen  Kelchblätter sind behaart. Die bandförmigen Blütenkronblätter sind grünlich, gelb, orange oder rot. In jeder Blüte sind vier fertile Staubblätter vorhanden, die nur kurze Staubfäden und eiförmige Staubbeutel besitzen. Es sind auch immer vier schuppenartige Staminodien vorhanden, die Nektar produzieren. Zwei  Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen  Fruchtknoten verwachsen. Jedes der zwei Fruchtknotenfächer enthält nur eine  Samenanlage. Der Griffel ist sehr kurz.
Früchte und Samen
Die sich zweiklappig öffnenden, holzigen Kapselfrüchte enthalten jeweils nur zwei schwarze Samen. Die Kapselfrüchte öffnen sich explosionsartig und schleudern die Samen etwa 10 Meter weit fort. Die schwarzen, harten, ellipsoiden Samen besitzen ein fleischiges  Endosperm.

Anbautipps
Die Hamamelis ist eine schöne Pflanze für den Garten. Vor allem im Winter bringt sie etwas leuchtende Farbe in das triste Wintergrau. Da die Anzucht aus Samen sehr schwierig ist und über ein Jahr lang dauert, kauft man sich am besten fertige kleine Hamamelis-Pflanzen. Der langsam wachsende Strauch braucht lockeren und gut drainierten Sandboden, der aber ausreichend befeuchtet wird. Der Boden sollte eher leicht sauer sein und nicht allzu viel Kalk enthalten. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Da Hamamelis extrem winterhart ist und bis zu -35°C aushält, kann man sie auch in kalten Gegenden anpflanzen. Die Hamamelispflanze wird in den Boden gepflanzt und gut angegossen. Dann braucht sie nur noch bei starker Trockenheit gegossen werden. Am besten schneidet man die Zweige nicht, denn anschließend wach-sen die neuen Zweige meistens eher unschön nach. Erst wenn die Hamamelis sechs Jahre alt ist, beginnt sie erstmals zu blühen.

Sammeltipps
Die meisten Hamamelissträucher stehen in Gärten oder Parks und dürfen daher nicht ohne weiteres beerntet werden. Wenn ein Hamamelisstrauch einmal beschnitten wird, kann man um die abgeschnittenen Zweige bitten. Im eigenen Garten kann man mit dem Hamamelisstrauch natürlich machen, was man will. Die Zweige werden von der Rinde befreit und an einem warmen, trockenen Platz getrocknet. Das Sammeln der Blätter ist einfacher, doch auch hier braucht man die Erlaubnis des Strauchbesitzers. Die abgesammelten Blätter legt man locker in eine Kiste, in der sie genügend trockene Luft bekommen und gut trocknen können. Man kann auch die frisch gesammelten Pflanzenteile gleich in Korn ansetzen, um eine Tinktur zuzubereiten.



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ERNÄHRUNG
Warum essen wir?
„Wenn wir Hunger haben", möchte man antworten, aber so einfach ist es meist nicht.
Die Verhaltenswissenschaft unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärbefürfnissen.
PRIMÄRBEDÜRFNISSE
Darunter versteht man die ursprüngliche Motivation, sich bedarfsgerecht zu ernähren. D.h. die Nahrungsaufnahme wird über Hunger- und Sättigungssignale gesteuert.
SEKUNDÄRBEDÜRFNISSE
- Die Nahrungsaufnahme wird im Laufe des Lebensmit emotionalen Erfahrungen verknüpft
- Soziokulturelle Faktoren prägen unsere Ess-Motive
Wäre unser Essverhalten nur von unseren Primärbedürfnissen bestimmt, dann käme es wohl kaum zu Übergewicht und Adipositas.


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