Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

12.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 12.06.17-18.06.17


MAJORAN

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern. Babys hilft er in Form der traditionellen Majoran-Salbe bei Blähungen und Schnupfen.
Der Majoran ist eine  Pflanzenart, die zur Gattung  Dost der Familie der Lippenblütler gehört. Die Wildform stammt aus Kleinasien (Zypern und Türkei), während Origanum hortensis die Gartenform ist. Er ist eine wichtige Gewürzpflanze, die – nach ihrem häufigsten Verwendungszweck – auch Wurstkraut heißt. Andere volkstümliche Namen für Majoran sind Badkraut, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Meiran, Mairalkraut, Mairon, Miran, Mussärol. Zur gleichen Gattung  Dost (Origanum) gehört der ebenfalls in der Küche verwendete (Echte) Dost oder  Oregano.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Erkältung, Husten, Keuchhusten, Asthma,  Schnupfen, chronischer Schnupfen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenkrämpfe, Magenkoliken, Reizmagen, Darmkoliken, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Seekrankheit, Gicht, Rheuma, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsstärkend, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Grind, Juckreiz
wissenschaftlicher Name:
Origanum majorana, Majorana hortensis
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Majoram
volkstümlicher Name:
Echter Majoran, Badkraut, Blutwürze, Bratekräutche, Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kostenkraut, Kranzkraut, Kuchelkraut, Kuttelkraut, Mairan, Mairalkraut, Mairandost, Mairon, Maigramme, Maiwürzkraut, Meigram, Miran, Wurstkräutel, Wurstkraut
Falsche Schreibweisen:
Mayoran
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Arbutin, Borneol, Eugenol, Geraniol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Rosmarin-Säure, Terpinolene, Terpentin, Thymol, Vitamin C, Zink
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Majoran ist sehr würzig und hat einen hohen Anteil an  ätherischen Ölen. Die Blätter werden frisch oder getrocknet zum Würzen von Kartoffelgerichten, Suppen (Kartoffelsuppe), Saucen, Würsten,  Hülsenfrüchten verwendet. Zum Trocknen werden die ganzen Stängel geerntet, deshalb enthält getrockneter Majoran Blätter, Stängel, Knospen und Blüten. Die Ernte sollte vor der Blüte erfolgen (Blütezeit: Juni bis September). Der Standort der Pflanzen sollte am besten sonnig sein. Es gibt Sorten, die im deutschsprachigen Raum als einjährige Pflanzen gezogen werden; diese sind am aromatischsten. Sorten, die im deutschsprachigen Raum winterhart sind, sind weit weniger aromatisch.
In erster Linie wird der Majoran natürlich in der Küche als Gewürz für deftige Speisen verwendet. Er ist jedoch auch eine wertvolle Heilpflanze mit vielfältigen Heilwirkungen.
Verdauung
Die Hauptwirkung des Majorans ist die Stärkung der Verdauung, weshalb er auch so beliebt als Gewürz ist. Er hilft, fette Speisen zu verdauen, bei Blähungen, Appetitlosigkeit und Krämpfe der Verdauungsorgane. Auch bei See- und Reisekrankheit kann man ihn verwenden. Man kann den Majoran zusammen mit dem Essen einnehmen, oder man brüht sich einen Tee auf oder nimmt ihn als Tinktur.
Atmungsorgane
Auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann der Majoran helfen. Er befreit die Atmung, wenn man Husten hat und lindert Erkältungen. Auch bei Schnupfen kann man ihn verwenden.
Nervensystem
Durch seine entkrampfende und beruhigende Wirkung hat der Majoran auch eine förderliche Wirkung auf das Nervensystem und dessen Störungen. Man kann ihn bei nervöse Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne und Schlaflosigkeit einsetzen. Die Volksmedizin verwendet ihn sogar bei Epilepsie.
Äußerlich
Äußerlich angewandt hilft der Majoran bei Wunden, Juckreiz, rheumatischen Schmerzen und Krampfadern. Dazu kann man einen  Ölauszug aus dem frischen Majoran-Kraut ansetzen und zur Einreibung verwenden. Traditionell wird aus Majoran-Pulver und Butter eine Salbe bereitet (Unguentum majoranae), mit der man Babys, die unter Bauchschmerzen leiden, den Bauch einmassiert und die man außerdem als Schnupfensalbe in die Nase einreiben kann, sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen.
Küchengewürz
Majoran wird besonders gerne zum Würzen von Wurst verwendet, weil er den herzhaften Geschmack unterstützt und außerdem hilft, die schwerverdauliche Wurst zu verdauen. Das hat dem Majoran auch etliche Namen eingebracht, die auf diese Verwendung hindeuten, z.B. Wurstkraut. Der Majoran eignet sich als Würze für alle deftigen Speisen, die schwer zu verdauen sind, also beispielsweise Braten, Eintöpfe, Hülsenfrüchte, Bratkartoffeln.

Geschichtliches
Da der Majoran im Mittelmeerraum und Nordafrika heimisch ist, war er auch schon im Altertum bekannt. Die Araber benutzten den Majoran gegen Trunkenheit. Die alten Griechen weihten den Majoran der Göttin Aphrodite. Das deutet darauf hin, dass er damals als Liebesmittel galt, was dank seiner entkrampfenden und tonisierenden Wirkung kein Wunder ist. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Majoran auch in Mitteleuropa bekannt und beliebt. Er wurde von Mönchen in die Klostergärten gebracht, von wo aus er sich auch in Hausgärten breit machte.

Pflanzenbeschreibung
Der Majoran wächst als ausdauernde  krautige Pflanze bis  Halbstrauch, er-reicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimeter und wird oft wie eine einjährige Pflanze kultiviert. Pflanzenteile sind häufig grau behaart. Die gegenständi-gen  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die längliche bis fast kreisförmige, einfache Blattspreite ist bis zu 2,5 × 2,5 Zentimeter groß mit gräulich-weißen kurzen, angedrückten Haaren. In kompakten, fast kugeligen oder vierkantigen,  ährigen, etwa 6 × 4 Millimeter großen Blütenständen sitzen viele Blüten und Hochblätter. Die breit verkehrt-eiförmigen und oben abgerundeten Hochblätter sind gräulich-weiß und drüsig gepunktet. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind fünfzählig mit doppelten Perianth. Der 2 × 1,5 Millimeter große Kelch ist flaumig behaart und drüsig gepunktet. Die weiße Krone ist 3 bis 7 Millimeter groß und zweilippig. Die Unterlippe ist dreilappig. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die fast kugeligen Teilfrüchte weisen einen Durchmesser von etwa einem Millimeter auf.
Der Majoran stammt ursprünglich aus Südeuropa und Nordafrika. In Mitteleuropa kommt er fast nur in Gärten vor, kaum in freier Natur. Der gängige Garten-Majoran ist nur einjährig, duftet aber besonders stark. Es gibt auch einen zweijährigen Majoran, den sogenannten Wintermajoran, der aber weniger stark duftet. In warmen Ländern ist der Majoran generell mehrjährig. Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler und ist somit ein Verwandter des Thymian, des Salbeis und vor allem des Oreganos, dessen direkter Bruder er ist. Passend zu seiner Familie, verfügt der Majoran über einen starken Duft, der durch die ätherischen Öle hervorgerufen wird. Die Pflanze wird bis zu 50cm hoch. Sie hat dünne, vierkantige Stängel, die manchmal rötlich überlaufen sind. Die Stängel sind stark verzweigt, wenn sie genug Platz haben. An den Stängeln wachsen kreuzgegenständig angeordnet kleine, elliptische Blätter. Ab Juni bis September blühen dichte Scheinähren mit weißen oder rötlichen kleinen Blüten.

Anbautipps
Majoran-Samen erhält man in den meisten Supermärkten, in Bau- und Gar-tenmärkten. Man kann Majoran sowohl in Töpfen als auch im Freiland kultivieren. Der Majoran braucht im Topf gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand versetzt. Der März ist eine günstige Zeit, den Majoran zu säen, man kann ihn aber auch noch im April oder Mai ansäen. Am besten sät man den Majoran im Haus oder im Frühbeet in Kästen, denn die Samen mögen es warm, bevor sie keimen. Im späteren Frühjahr kann man auch eine Direktsaat im Freiland versuchen, aber ein Teil der Samen wird dann vermutlich von Vögeln gefressen und die langsame Keimung fördert das Überwuchern durch Unkräuter, bevor der Majoran überhaupt keimt. Man bedeckt die Samen mit 0,3cm kleimkrümeliger Erde, die man feucht hält, aber nicht zu nass. Nach 15-20 Tagen keimen die kleinen Majoran-Pflänzchen, sofern es warm und feucht genug ist. Wenn man will, kann man die kleinen Pflanzen ins Freiland auspflanzen. Sie sollten im Abstand von 15cm gepflanzt werden. Die jungen Majorane brauchen zwar regelmäßig Wasser, aber sie sollten keinesfalls zu feucht stehen, denn sonst könnten die Wurzeln faulen. Innerhalb von drei Monaten wachsen die aromatischen Majoran-Pflänzchen heran. Bei Berührung der Blätter mit den Händen färbt der würzige Duft auf die Hände ab.

Sammeltipps
Die Majoran-Pflanzen erntet man am besten kurz vor oder zu Beginn der Blütezeit, weil dann der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Als Tageszeit zum Ernten eignen sich Vormittag und später Nachmittag. Zur Ernte schneidet man die Pflanzen nicht zu dicht über dem Boden ab, denn dann treiben sie wieder aus und man kann später nochmal ernten. Sie können dann gebündelt und aufgehängt werden. Sobald die Blätter trocken sind, rebelt man sie von den Stängeln und hebt sie in gut verschlossenen Gefäßen auf. Bei guter Lagerung hält getrockneter Majoran mehrere Jahre.




VERBENA

Die Zitronenverbena ist die südamerikanische Schwester des heimischen Eisenkrautes. Allerdings sieht die Verbena ziemlich anders aus und riecht auch stark zitronig, ganz anders als ihr Verwandter. Deshalb wird sie auch häufig "Zitronenverbene" genannt. Man kann die Verbene ähnlich einsetzen wie das Eisenkraut, sie eignet sich aber auch sehr gut als wohlschmeckender Haustee für den reinen Genuss. Im Sommer kann Verbenen-Tee wohltuend erfrischend sein.
Aloysia citrodora ist eine Art von blühenden Pflanze in der Verbena Familie Verbenaceae, heimisch zu westlichen Südamerika. Gemeinsame Namen sind Zitronenverbene und Zitronenbienenbürste. Es wurde von den Spaniern und den Portugiesen im 17. Jahrhundertnach Europa gebracht und für sein Öl kultiviert.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältung, Nervosität
Heilwirkung: aktivierend, antibakteriell, appetitanregend, ausgleichend, belebend, beruhigend, entspannend, erfrischend, harntreibend, konzentrationsfördernd, krampflösend, menstruationsfördernd, milchbildend, motivierend, stärkend, stoffwechselanregend, tonisierend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Akne, Augenringe, Bindegewebsschwäche, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Fieber, Husten, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Migräne, Muskelschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Verbena triphylla, Lippia citriodora, Aloysia triphylla
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena
andere Namen: Eisenkraut, Zitronen-Verbene, Citronelle, Punschkraut, Verbene, Verbenenkraut, Verveine, Vervaine, Zitronenduftstrauch, Zitronenkraut, Zitronenstrauch, Zitronenblatt, Zitronenverbena
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl: Citral, Neral, Geranial, Geraniol, Limonen, Linalool, Nerol; Flavonoide
Sammelzeit: Sommer

Anwendung
Lemon Verbena Blätter werden verwendet, um einen Zitronengeschmack zu fischen und Geflügelgerichte, Gemüse-Marinade, Salatdressings, Marmeladen, Pudding, griechischer Joghurt und Getränke hinzuzufügen. Es wird auch verwendet, um Kräutertees zu machen, oderhinzugefügt, um Standard-Tee an Stelle der eigentlichen Zitrone (wie es bei marokkanischen Teeüblich ist ). Es kann auch verwendet werden, um ein Sorbet zu machen. Darüber hinaus hat es Anti- Candida albicans Aktivität. In der Europäischen Union sind Verbena ätherische Öle.  Und andere Derivate als absolut verboten, wenn sie als Duftstoff verwendet werden.
Die Verbene hört auf zahlreiche Namen, einige davon sehr unterschiedlich, wie beispielsweise Zitronenstrauch oder Eisenkraut (mehr Namen siehe oben). Mit all diesen Namen ist die gleiche Pflanze genannt. Eisenkraut und Verbena sind aber auch die Namen einer mitteleuropäischen Heilpflanze, die der Zitronenverbene nur in wenigen Eigenschaften ähnelt. Das kann zunächst etwas verwirrend sein. Man kann die beiden Pflanzen aber leicht daran unterscheiden, das nur die Zitronenverbene aus Südamerika ein intensives Zitronenaroma hat. Die heimische Verbena schmeckt einfach bitter. Außerdem ist die heimische Verbene als Pflanze deutlich kleiner als die Zitronen-Verbena. Hier auf dieser Seite geht es um die südamerikanische Verbena mit Zitronenduft. Verbena kann man wahlweise als Tee oder als ätherisches Öl anwenden. Auch in der Küche wird die Verbene eingesetzt. Die häufigste Art, Verbena anzuwenden ist der Kräutertee.
Tee
Für einen Verbena-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbena-Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Verbenatee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Verbena-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Verbena-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Verbene eignet sich auch sehr gut als Bestandteil in Mischtees. Sie verbessert den Geschmack der Teemischungen, sodass sie frisch und leicht zitronig schmecken.
Kaltauszug als Erfrischungsgetränk
Als reines Erfrischungsgetränk kann man die Verbene als Kaltauszug zubereiten. Am besten eignen sich dazu frische Verbeneblätter, man kann aber auch getrocknete nehmen. Dazu gibt man zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbene-Blätter zusammen mit einer Zitronenscheibe in eine Karaffe mit kaltem Wasser. Diese Mischung lässt man über Nacht im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Tag erhält man ein erfrischendes Kaltgetränk. Je nach Wunsch kann man das Verbene-Getränk süßen oder nicht.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Verbene ist leider relativ teuer, was zunächst erstaunt, weil die Verbene-Blätter so intensiv duften, dass man denkt, man könnte jede Menge ätherisches Öl daraus gewinnen. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Man kann das ätherische Öl in Duftlampen verdampfen, um die Raumluft zu erfrischen. Man kann es auch in Pflanzenöl träufeln als Körper- und Massageöl, z.B. 10 Tropfen auf 100ml Pflanzenöl. Auch selbstgemachte Cremes und Salben kann das ätherische Verbene-Öl mit seinem Duft bereichern.
Badezusatz
In manchen Badezusätzen ist ätherisches Verbene-Öl enthalten. Ein solches Bad entspannt und belebt zugleich. Man wird also ruhig, ohne müde zu werden und man wird belebt, aber bleibt gelassen.
Kräutersäckchen
Mit Verbeneblättern in ein Stoffsäckchen eingenäht kann man einen Raum, einen Kleiderschrank oder ein Bett für längere Zeit mit frischem Zitronenduft versorgen. Ein solches Duftsäckchen hat eine milde Wirkung gegen Insekten und wirkt sowohl belebend als auch entspannend, ähnlich wie die Duftlampe oder ein Verbene-Bad.
Verbena in der Küche
Die frischen Blätter der Verbene können sehr gut in der Küche verwendet werden. Obstsalate und andere fruchtige Süßspeisen erhalten dadurch eine gewisse Zitronenwürze. Auch in salzigen Salaten oder Gemüsegerichten machen sich Verbeneblätter sehr gut. Man kann die Verbene auch mit gebratenem Fleisch versuchen.

Wirkung
Die wichtigsten Wirkungen der Verbene scheinen zunächst widersprüchlich, denn sie aktiviert und beruhigt zugleich. Doch diese beiden Wirkungen ergänzen sich in der Praxis wunderbar. Wer gestresst ist, will zwar entspannen, aber nicht unbedingt müde werden. Wer sich schlapp fühlt, will belebt werden, aber nicht in Hektik ausbrechen. So sorgt die Verbene für ein angenehmes Wohlgefühl. Abends kann sie sogar beim Einschlafen helfen, weil sie nicht aufputscht, sondern nur sanft wirkt. Außerdem stärkt die Verbene den Stoffwechsel und hilft bei der Verdauung. Krankheitserreger werden bekämpft, Krämpfe gelindert, aber Wehen gestärkt.
Nebenwirkung
Zu viel oder zu intensiver Genuss der Zitronenverbene kann auf den Magen schlagen und Übelkeit verursachen. Das ätherische Öl kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Wenn man helle Haut hat, sollte man sich im Sommer nicht mit einer verbenereichen Creme einreiben, wenn man in die Sonne geht.
Gegenanzeigen
Weil Verbena menstruationsfördernd und wehenfördernd wirkt, sollte man sie nicht in der Schwangerschaft anwenden, zumindest nicht in größeren Mengen. Nur zur Unterstützung der Geburt ist die Verbene dann wieder geeignet.
Achtung! Keine Verbene in der Schwangerschaft!

Anwendungsgebiete
Verbene kann man für viele Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden einsetzen.
Innerlich
Als Tee getrunken kann man Verbene bei Müdigkeit oder auch Nervosität einsetzen. Ein nervöses Herz wird beruhigt, bei Depressionen und Lustlosigkeit wird die Lebensenergie verstärkt. Auch Spannungskopfschmerzen und Migräne werden verringert. Ein gereizter Magen fühlt sich wieder wohler mit Verbene-Tee, außer wenn man zu viel davon trinkt. Auch Verstopfung lässt nach, weil die Verbena die Verdauung anregt. Bei Erkältung fühlt man sich gestärkt und gesundet schneller, wenn man Verbene-Tee trinkt. Man kann auch andere Erkältungskräuter mit der Verbene mischen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Zusammen mit Hirtentäschelkraut kann man Verbene bei der Geburt trinken. Die Verbene verstärkt die Wehen, wirkt aber zugleich krampflösend, sodass die Wehen leichter zu ertragen sind. Mit ihrem frischen Duft hilft Verbene außerdem, die mühsamen Stunden der Geburt besser durchzuhalten.
Äußerlich
Pflanzenöl vermischt mit ätherischem Verbenaöl kann man für Fußmassagen oder Sportmassagen benutzen. Die Muskeln werden besser durchblutet und entspannen sich. In eine leichte Tagescreme eingearbeitet, kann Verbeneöl gegen Akne und fette Haut helfen. In einer Bodylotion hilft Verbenaöl die Bindegewebe zu stärken.

Magische Anwendung
Die Verbene soll gegen schlechte Träume schützen, wenn man ihren Saft trinkt oder sich einen Zweig um den Hals hängt. Auch als Liebesmittel soll sich die Verbena eignen, sowohl in Liebestränken als auch umgehängt, um potentielle Partner anzulocken. Zusammen mit anderen magischen Pflanzen wirkt die Verbena verstärkend. Wenn man sie zur Räucherung verwendet oder in der Duftlampe, soll Verbene den Raum und die Atmosphäre reinigen - eine durchaus vernünftige Annahme, wenn man die Wirkung ihrer ätherischen Öle bedenkt.

Geschichtliches
Ursprünglich stammt die Verbene aus dem Süden Südamerikas, wo sie schon seit sehr langer Zeit als Heilpflanze und Teekraut verwendet wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Verbene in Europa eingeführt, und 1784 wurde die Zitronenverbene erstmals wissenschaftlich als Art beschrieben. Kurz nach ihrer Einführung in Europa war die Verbene eine beliebte Zierpflanze in europäischen Gärten. Inzwischen sieht man sie jedoch nur noch selten in Gärten, und wenn, dann sind es Liebhaber ihres zitronigen Aromas, die sie kultivieren. Als erfrischende Pflanze für den Haustee ist die Verbene sehr beliebt und wird außerdem als Heilpflanze gern verwendet. Auch als Duftöl wird sie gerne benutzt.

Pflanzenbeschreibung
Zitronenverbene ist ein mehrjähriger Strauch oder Strauch , der zu 2-3 m Höhe wächst. Die 8-cm-lange, glänzend, spitze Blätter bei Berührung leicht rau sind und emittieren einen mächtigen Duft erinnert Zitrone , wenn gequetscht. Sprays von kleinen lila oder weißen Blüten erscheinen im späten Frühjahr oder Frühsommer. Es ist kälteempfindlich und verliert bei Temperaturen unter 0° C, obwohl das Holz auf -10° C  hart ist. Aufgrund seiner vielen kulinarischen Verwendungen ist es weithin gelistet und als Pflanze für den Kräutergarten vermarktet.
Die Verbena ist in Südamerika in Argentien, Uruguay und Chile heimisch. Sie wird jedoch auch in Südeuropa angebaut, weil sie dort gut gedeiht. Sie wächst bevorzugt auch nährstoffreichem Sandboden und liebt volle Sonne und einen geschützten Standort. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst zunächst neue Stängel aus, aber auch die verholzten Stängel vom Vorjahr wachsen weiter. An den Stängeln entspringen ab Mai die länglichen Blätter, die zu dritt quirlig wachsen, also immer drei auf gleicher Höhe rund um den Stängel. Die ausgewachsenen Blätter sind ein wenig rau und duften stark zitronig. Sie haben einen leicht gezackten Rand. Ab August erscheinen an der Spitze der Stängel die kleinen, weißen Blüten. Sie haben jeweils vier winzige Blütenblätter. Zahlreiche dieser Blüten bilden zusammen eine lockere Ähre. Ungewöhnlich bei der Verbena ist, dass sie drei verschiedene wissenschaftliche Namen hat: Verbena triphylla, Lippia citriodora, Aloysia triphylla. Alle drei stehen für die gleiche Pflanzenart.

Anbautipps
In Mitteleuropa kann man die Verbene am besten im Kübel anpflanzen, weil sie nur bedingt winterhart ist. Man kann sie entweder aus Samen anziehen, über Stecklinge vermehren oder fertige Pflanzen kaufen. Als dauerhaftes Gefäß braucht man einen sehr großen Kübel, weil die Verbena sehr stattlich (3m hoch) werden kann, wenn sie sich wohl fühlt. Die Pflanzen sollten ausreichend gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe. Wenn man sie im Winter nicht in einen Wintergarten o.ä. stellen kann, dann schneidet man die Zweige zurück und deckt sie ab. Dann wird sie an einen möglichst geschützten Platz gestellt. So kann sie mit etwas Glück kurze Phasen mit bis zu -15°C über-stehen. Bei längeren Frostperioden kann man den Kübel vorübergehend in den Keller stellen.

Sammeltipps
Für Heilzwecke und Haustee werden vor allem die Blätter der Verbena geerntet. Man kann aber auch die Blüten verwenden. Die Blätter werden vor und während der Blütezeit geerntet. Dazu kann man entweder einzelne Blätter abpflücken, wenn man nur sehr wenig Pflanzenmaterial braucht. Oder man schneidet einen ganzen Trieb ab, bzw. dessen obere Hälfte. Wenn man direkt über einem Blattpaar abschneidet, verzweigt sich die nachwachsende Pflanze und sie wird buschiger und üppiger. Die Blätter und evtl. Blüten werden schonend und möglichst zügig im Halbschatten getrocknet.


BACHBLÜTEN
Ich mache mir selber Vorwürfe (27 Rock Water)
- Diese Menschen machen sich immer und immer wieder die selben Vorwürfe
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieses allmählich abstellen sich Vorwürfe zu machen

BACHBLÜTEN
Man schiebt Krankheiten vor, um eine Sache nicht in Angriff nehmen zu müssen (19 Larch)
- Diese Menschen schieben eine Krankheit vorneweg, dass sie ja keine neue Sache in Angriff nehmen zu
 müssen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Gewohnheit allmählich ablegen und schieben nicht
 vor und nehmen diese Sache in Angriff


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü