Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 08.05.17-14.05.17


Wahrer Bärenklau       

Wahrer Bärenklau
ist eine Pflanzenart aus der Gattung Akanthus innerhalb der Familie der  Akanthusgewächse. Sie ist im  Mittelmeerraum verbreitet. Gelegentlich findet sie Gebrauch als Zierpflanze. Im deutschen Sprachraum ist auch die Bezeichnung Weicher Bärenklau gebräuchlich. Der Wahre Bärenklau ist aber nicht näher verwandt mit der auch als Bärenklau bekannten Gattung Heracleum aus der Familie der  Doldenblütler.
Im Mittelmeerurlaub begegnet einem der Wahre Bärenklau möglicherweise als Zierpflanze und vielleicht auch wildwachsend in der Buschlandschaft der Macchia. Wenn man seinen deutschen Namen hört, traut man seinen Ohren kaum, denn diese Pflanze hat kaum etwas gemein mit den mitteleuropäischen  Bärenklau-Arten. Viel eher erinnert der Wahre Bärenklau an den Fingerhut oder den Eisenhut, mit denen er aber nicht verwandt ist. Als Heilpflanze ist der Wahre Bärenklau hierzulande überhaupt nicht geläufig, dabei hat er im Altertum eine wichtige Rolle gespielt und lässt sich für eine ganze Reihe von Krankheiten einsetzen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Atemwegserkrankungen, Verstauchung, Wundheilung
Heilwirkung:
abführend, adstringierend, entzündungshemmend, erweichend, galletreibend, harntreibend, lindernd, schleimlösend, schmerstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Blaue Flecken, Brandwunden, Bronchitis, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Grippe, Halsschmerzen, Hautausschlag, Herpes, Husten, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Prellung, Quetschung, Rachenentzündung, Schmerzen, Schnupfen, Unterleibsentzündung, Verbrennung, Verbrühung, Verdauungsbeschwerden, Verrenkung, Verstopfung, Wunden, Zerrung
wissenschaftlicher Name:
Acanthus mollis
Pflanzenfamilie:
Akanthusgewächse = Acanthaceae
englischer Name:
bear's breeches, oyster plan
andere Namen:
Bärentapen, Weicher Bärenklau, Weicher Akanthus, Weiche Bärentatze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Kraut
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Tanine, Bitterstoffe, Harze, Mineralsalze

Anwendung

Früher war der Wahre Bärenklau offizinell, das heißt er musste in jeder Apotheke vorgehalten werden. Heutzutage kennt niemand mehr diese Heilpflanze, obwohl das Anwendungsspektrum sehr vielfältig ist. Warum der Wahre Bärenklau als Heilpflanze in Vergessenheit geraten ist, habe ich leider nicht herausgefunden. Verwendet wurden das oberirdische Kraut, die Blätter und die Wurzel. Vermutlich gab es ihn in den üblichen Zubereitungsformen Tee, Tinktur und Kräuterwein. Für die äußerliche Anwendung wurde vielleicht auch eine einfache Salbe hergestellt. Die Liste der traditionellen Anwendungsgebiete deutet auf eine Universalmedizin hin. Wahrer Bärenklau soll gegen Erkältungen und die damit verbundenen Atemwegsprobleme wie Husten, Schnupfen, Halsweh und dergleichen helfen. Auch die Verdauung profitiert, sei es bei Verstopfung oder dem Gegenteil dem Durchfall. Äußerlich wurde der Wahre Bärenklau gegen Hautentzündungen wie z.B. Ekzeme eingesetzt, aber auch bei Wunden, insbesondere bei Brandwunden. Außerdem gehören Ver-stauchungen zu den Einsatzgebieten des Wahren Bärenklaus.

Geschichtliches
Der Wahre Bärenklau war im Altertum wegen der Symmetrie seiner Blattmaserungen bekannt und diente als Inspiration für griechische Säulenverzierungen. Auch in der Medizin wurde der Wahre Bärenklau schon frühzeitig verwendet. Dioskurides empfiehlt ihn unter anderem für Verrenkungen, Brandwunden und Durchfall. Im Mittelalter wurde der Wahre Bärenklau noch gerne als Heilpflanze verwendet. Matthiolus (1563) schätzt den Wahren Bärenklau sehr und empfiehlt den gekochten Wurzelbrei für Verrenkungen, Gicht und den Brand (unklar ob hier Wundbrand oder Brandwunden gemeint sind). Die Blätter könne man als Pflaster anwenden, um Geschwülste zu erweichen. Weinmann (1737) empfiehlt ihn für Verletzungen und vergleicht ihn mit dem Beinwell.

Pflanzenbeschreibung
Der Wahre Bärenklau ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Die aufrechte Sprossachse ist unverzweigt. Die grundständigen, 40 bis 60 Zentimeter langen und 15 Zentimeter breiten Laubblätter sind lang gestielt, länglich-eiförmig, fiederspaltig mit am Ansatz nicht verschmälerten, an der Spitze nicht verdornten Fiederabschnitten, der Blattrand ist eingeschnitten gezähnt. Sie sind kahl bis kurz flaumig behaart. Die wenigen, mehr oder minder ungestielten Blätter am Stängel sind 1 bis 3 Zentimeter lang, mehr oder minder eiförmig, ihr Rand dornig gezähnt.
Die kahlen Tragblätter sind eiförmig und bis zu 4 Zentimeter lang. Der Blütenstand ist eine dichte, aus zahlreichen, attraktiven Blüten zusammengesetzte zylindrische  Ähre. Der unbehaarte  Kelch ist rund 4 Zentimeter lang. Die Krone 4 bis 5 Zentimeter lang und von weißer Farbe mit purpurner  Nervatur. Die Oberlippe ist stark reduziert, die Unterlippe dreigelappt. Wahrer Bärenklau ist in den Mittelmeerländern heimisch. Er wächst bevorzugt in Buschlandschaften, wird aber auch häufig als Zierpflanze angebaut. Wo er sich wohlfühlt, macht er sich oft so breit, dass man von einer invasiven Pflanze spricht.
Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst fiederspaltige, gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter werden bis zu 60 Zentimeter lang. Auffällig ist die weißliche Maserung der Blätter und ihre gezackte Form, die zu Säulenverzierungen inspiriert haben. Später wächst der Stängel empor. An ihm wachsen nur wenige kleine Blätter. Die auffälligen Blüten erscheinen im Frühsommer. Man sieht sie von Mai bis August. Die Blütenstände sind sehr lang und unverzweigt. Die einzelnen Blüten stehen kreuzgegenständig am Blütenstängel. Sie sind unten weiß bis zartrosa und oben rot bis violett. Das obere, dunkle Blütenblatt wölbt sich wie ein Helm über die hellere Gruppe der unteren Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Kapseln mit zwei bis vier Fächern, in denen sich jeweils ein Same befindet.

Anbautipps
Um den Wahren Bärenklau in Mitteleuropa anbauen zu können, braucht man einen sehr geschützten, warmen Standort, der vor Frost weitgehend geschützt ist. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze in großen Kübeln anbauen. Zum Anbau kann man entweder fertige Pflanzen, Teile des Wurzelstocks oder Samen verwenden.



Kreuzblume, bittere      

Die Bittere Kreuzblume ist eine auch in Mitteleuropa heimische Art aus der Familie der  Kreuzblumengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
Bronchitis, Husten, Magen stärkend, milchfördernd
wissenschaftlicher Name:
Polygala amara
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel

Merkmale
Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze von fünf bis 20 Zentimetern Wuchshöhe. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend. Sie entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die Blätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter. Die Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Die Blüten traubenstehen meist einzeln und endständig und sind acht- bis 25 (-40)-blütig. Die  Tragblätter sind 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, und so lang oder wenig länger als der Blütenstiel. Die Blüten sind in der Regel kräftig blau. Die äußeren Kelchblätter sind über drei Millimeter lang; die Flügel sind (4,5) fünf bis 8,5 Millimeter lang, und (1,8) zwei bis 5,5 Millimeter breit. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt. An der Spitze sind sie nicht mit dem Mittelnerv verbunden. Zur Fruchtzeit bilden sie null bis vier Netzmaschen. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5 (bis acht) Millimeter lang und ist deutlich in Röhre, Kiel und Anhängsel gegliedert. Die Kronblattanhängsel haben 12 bis 35 Fransen. Die Blütezeit dauert von Mai bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und 3,5 bis 4,5 Millimeter breit. Sie hat einen 0,2 bis 0,3 Millimeter breiten Rand, der so breit oder ein wenig breiter ist als die Flügel. Die Samen sind 2,1 bis 2,8 Millimeter lang. Die Samenanhängsel sind wie der Same behaart und ungleich lange Lappen. Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer, die ausgestreuten Samen werden von Ameisen weiter verbreitet.

Verbreitung
Die Bittere Kreuzblume wächst auf Steinrasen, in lichten Kiefernwäldern und in Quellfluren. Sie bevorzugt mäßig trockene bis feuchte, kalkreiche Böden. Die kommt von der montanen bis subalpinen  Höhenstufe vor. In den Alpen kommt sie bis in 2200 Meter Seehöhe vor. Polygala amara ist eine Charakterart der Ordnung der Blaugrasrasen.


BACHBLÜTEN
Etwas Schweres, Schwarzes, Unbekanntes senkt sich herab, die Seele trauert (21 Mustard)
- Bei diese Menschen fällt etwas Schweres, Schwarzes bzw. etwas Unbekanntes auf sie herab und ihre Seele
 verfällt in Trauer
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kann zwar auf sie  etwas Schweres, Schwarzes oder etwas
 Unbekanntes herabsenken ohne dass ihre Seele in Trauer verfällt


BACHBLÜTEN

Man kann sich trotz neuer Entscheidungen aus unerklärlicher Ursache immer noch nicht von einer alten Gewohnheit trennen (33 Walnut)
- Diese Menschen haben neue Entscheidungen getroffen, können jedoch aus unerklärlichen Ursachen immer
 noch nicht aus ihren alten Gewohnheiten heraustreten
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese ihre neuen Entscheidungen durchsetzen und können
 ihre alten Gewohnheiten ablegen


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