Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 08.04.19-14.04.19


WALD-RUHRKRAUT

Das Wald-Ruhrkraut ist eine eher unscheinbare Pflanze mit kleinen braunweißen Röhrenblüten. Es gehört zur großen Familie der Ruhrkräuter und kommt in ganz Europa vor. Es mag kalkarmen und sandigen Boden, zeigt saure Böden an. Früher wurde Wald-Ruhrkraut bei Durchfälle und Ruhr eingesetzt, später mehr bei Atemwegsprobleme. Es spielt aber in der Pflanzenheilkunde kaum noch eine Rolle, dafür findet man es mehr in Steingärten als Zierpflanze.
Das Wald-Ruhrkraut ist eine weit verbreitete Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Durchfall, Katarrh
Heilwirkung: adstringierend, antiseptisch

Anwendungsbereiche: Bronchitis, Durchfall, Eiterbeulen, Ekzeme, Gallenkrankheiten, Gürtelrose, Katarrh, Ruhr, Warzen, Wunden, Wundentzündungen

wissenschaftlicher Name: Gnaphalium silvaticum L., Gnaphalium sylvaticum L., Omalotheca sylvatica L.
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Heath Cudweed
volkstümlicher Name: Wald-Ruhrkraut
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit: April-September


Anwendung
Das Wald-Ruhrkraut wurde früher bei Durchfälle,  Ruhr und Atemwegsprobleme eingesetzt. Heute findet es sich in Steingärten als Zierpflanze.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen helfen gegen Durchfall und Katarrh.
Umschläge
Umschläge mit starkem Tee (2 Teelöffel) helfen bei Hautkrankheiten und entzündete Wunden.

Geschichtliches
Eine eher selten genutzte Heilpflanze, vor allem gegen Katarrh und entzündliche Wunden eingesetzt. Wurde zeitweise bei Durchfall und Ruhr eingesetzt. Heute fast nur noch Zierpflanze.

Pflanzenbeschreibung
Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter, ausnahmsweise bis 80 Zentimeter hoch. Sie bildet zahlreiche nichtblühende frischgrüne Rosettenblätter. Der kräftige, aufrechte, meist unverzweigte Stängel ist weißfilzig. Die grundständigen Blätter sind lanzettlich und kurzstielig, die zahlreichen wechselständigen einnervigen Stängelblätter linealisch und sitzend. Sie haben eine Länge von zwei bis sechs Zentimetern und eine Breite von drei bis vier Millimetern. Ihre Unterseite ist filzig, die Oberseite verkahlend. Die Blütenköpfe bilden einen ährenförmigen Gesamtblütenstand, der ein Drittel bis fünf Sechstel der Stängellänge einnimmt. Sie haben einen Durchmesser von sechs bis neun Millimetern, eine bräunlich- bis gelblichweiße Farbe und enthalten jeweils etwa siebzig einzelne Blüten. Die fünf verwachsenen, meist zerschlitzten Hüllblätter sind überwiegend trockenhäutig und tragen in der Mehrzahl einen auffälligen dunklen Fleck. Der Same ist eine gelbbraune, längliche Nuss, deren mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzter  Pappus leicht bräunlich oder rötlich ist. Blütezeit ist von Juli bis September. Das Wald-Ruhrkraut ist in Europa heimisch. Es wächst bevorzugt an Waldwegen, Kahlschlägen und Magerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind lanzettlich und 20 - 60 mm lang und 3-4 mm breit. Die Blätter sind auf der Unterseite filzig und auf der Oberseite kahl. Die kleinen Röhren-Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den bräunlich-weißen Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

Anbautipps
Im Frühling direkt ins Freiland aussäen. Der Boden sollte sandig, kalkarm und eher sauer sein. Der Standort sollte halbschattig sein.

Sammeltipps
Das oberirdische Kraut ernten, bündeln und an einem luftigen schattigen Ort trocknen. Man kann das blühende und nicht blühende Kraut ernten.



AMERIKANISCHE KERMESBEERE
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Die Amerikanische Kermesbeere ist eine 1 bis 3 Meter hohe Pflanze, mit dunkelroten bis schwarzen Beeren. Die aus Nordamerika kommende Pflanze ist bei uns immer öfter als Zierpflanze zu sehen, teilweise findet man sogar ausgewilderte Exemplare in der freien Natur. In ihrer Heimat werden ganz junge Pflanzentriebe als Gemüse oder Salat gegessen und als Heilpflanze genutzt. Alle Pflanzenteile sind giftig, am giftigsten ist die rübenartige Wurzel. Die jungen Blätter und Triebe enthalten fast kein Gift, je älter die Blätter und Stängel werden, desto giftiger werden diese. Bei den Beeren nimmt mit zunehmenden Reifegrad die Giftigkeit des Fruchtfleisches ab, die Samen allerdings bleiben giftig. Es gibt eine weniger giftige Schwester mit ähnlicher Wirkung aus Asien:  Asiatische Kermesbeere.
Die Amerikanische Kermesbeere, auch Amerika-Kermesbeere und Zehnmännige Kermesbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der  Kermesbeeren innerhalb der Familie der Kermesbeerengewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet befindet sich in Nordamerika, sie ist in einigen Gebieten Eurasiens ein Neophyt. In Gebieten Süddeutschlands ist sie auf dem Weg, sich als invasive Art massiv zu verbreiten.  

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungshemmung, Husten, Rheuma
Heilwirkung:
antiviral, blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, hautwirksam, immunstärkend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Abführmittel, Autoimmunkrankheiten, Brechmittel, Drüsenverhärtung, Gicht, Geschwüre, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Immunschwäche, Katarrh, Krätze, Menstruationsstörungen, Mumps, Mundraumentzündungen, Oberbauchbeschwerden, Pilzinfektionen, Rachenraumentzündungen, Rheuma, Tumore, Verdauungsstörungen, Wunden, Homöopathie: Angina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, Grippe, Mundraumerkrankungen, Luftwegserkrankungen, Lymphsystemerkrankungen, Mandelentzündung, Mastalgie, Rachenraumerkrankungen, Rheuma
Wissenschaftlicher Name:
Phytolacca americana
Pflanzenfamilie:
Kermesbeerengewächse = Phytolaccaceae
englischer Name:
American Pokeweed, Poke, Pokeweed, Virginian poke
volkstümlicher Name:
Amerikanische Kermesbeere, Amerikanischer Nachtschatten, Scharlachbeere
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Blätter, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alpha-Spinasterol, Cyanfarbstoffe, Enzyme, fettes Öl, Gamma-Aminobuttersäure, Gerbstoffe, Harze, Histamin, Lectine, Lignane, Phytolaccagenin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Phytolaccoside, Pokeweed-Mitogene, Saponinglykoside, Triterpensaponine
Sammelzeit:
Junge Triebe: Frühling, Blätter: Sommer, Beeren: Herbst, Wurzel: Herbst
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:
Vergiftungserscheinungen

Anwendung
Rohe oder nicht fertig gekochte Pflanzenteile sind giftig, da sie stark schleimhautreizende Saponine und giftige Lektine enthalten. Der Verzehr führt zu Erbrechen, blutigen Durchfällen, Schwindel und Blutdruckabfall. In schweren Fällen treten Krämpfe auf, die zum Tod durch Atemlähmung führen können. Die Beeren wurden jedoch früher in Frankreich, Spanien und Portugal zum Färben von Rotwein verwendet. Der rote Fruchtsaft wurde zum Färben von Zuckerfarben, als nicht sehr lichtechter Textilfarbstoff und als wenig permanente Tinte benutzt. Der Farbstoff  Betacyan ähnelt dem der  Roten Bete. Gekochte junge Schösslinge und Blätter wurden früher ähnlich wie Spargel und Spinat gegessen, und abgekochte Früchte als Küchenzutat verwendet. Aus dem Wurzelstock kann Seife gewonnen werden. In Nordamerika wurde Phytolacca americana auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Sie wurde bei Rheuma, andere Autoimmunerkrankungen, Drüsenschwellungen, Ulkus, Bronchitisund Krebs eingesetzt. Die getrockneten Wurzeln und Beeren haben schmerzstillende, entzündungshemmende, antirheumatische, auswurffördernde und narkotisierende Wirkung. Die Anwendung im Bereich der antiviralen Therapie bei Grippe,  Polio und  HIV-Infektion wird erforscht. In der  Homöopathie wird sie als Mittel bei Mandel- und Gelenksentzündungen und gegen grippale Infekte eingesetzt.
Die innerliche Anwendung ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, da je nach Alter der Pflanzenteile die giftigen Inhaltsstoffe stark schwanken können. Daher sollte man auf den innerlichen Einsatz älterer Pflanzenteile oder der Samen verzichten.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft innerlich bei Rheuma und äußerlich bei Hautkrankheiten.
Gemüse
Die frischen Triebe und jungen zarten Blätter können als Gemüse gekocht werden. 15 Minuten kochen, Wasser wegschütten und noch nochmal mit frischem Wasser 15 Minuten kochen. Wirkt blutreinigend und harntreibend.
Wurzel
Abkochungen, Extrakte und Tinkturen, die aus der Kermeswurzel hergestellt wurden, wirken immunsystemstärkend und werden innerlich bei Immunschwäche, äußerlich bei Gicht und Rheuma eingesetzt. (Mittel nicht selbst herstellen!)
Homöopathie
Aus der frischen Wurzel wird ein Mittel hergestellt (Phytolacca D1-D4) und bei Angina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, ... eingesetzt.

Geschichtliches
In Nordamerika schon seit Jahrtausenden als Gemüse und Heilpflanze genutzt. Die Beeren wurden von Weinpanschern auf der ganzen Welt in großem Umfang zum Färben von farbarmen Rotweinen genutzt. In den USA im 19. Jahrhundert ein verbreitetes Heilmittel. Heute in der Medizin zum Behandeln von Immun-schwächekrankheiten im Test.

Pflanzenbeschreibung
Die Amerikanische Kermesbeere ist in Nordamerika heimisch. Die Pflanze ist in Europa vor allem in Weingebieten ausgewildert zu finden. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden an sonnigen Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 1 und 3 Meter hoch. Die Wurzel ist rübenförmig und giftig. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die zunächst grün-weißen und später rötlich werdenden Blüten erscheinen zwischen Juli und August in Trauben. Aus den Blüten entwickeln sich von August bis Oktober die dunkelroten bis schwarzen flachen Früchte. Die Blüten- und Fruchtstände sind abstehend oder herabhängend.
Vegetative Merkmale
Die Amerikanische Kermesbeere ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 1 bis 3 Metern erreicht. Ihr kräftiger und gefurchter Stängel wächst aufrecht, die Basis kann etwas verholzen. Die  Stängel sind oft purpurfarben und gabelig verzweigt. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist eiförmig-lanzettlich und von matt-grüner Farbe.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Es werden mehr oder weniger bogig überhängende bis hängende, traubige Blütenstände und Fruchtstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig. Die fünf grünlichen bis blass-rosafarbenen Kelchblätter sind breit-eiförmig. Kronblätter fehlen. Es sind meist zehn  Staubblätter vorhanden. Die meist zehn  Fruchtblätter sind mindestens bis zur halben Länge verwachsen. Die unreifen Früchte sind abgeplattet kugelig und zehnfach gefurcht, die reifen Früchte sind schwarz-purpurfarbene, kugelige, glatte und ungefurchte Beeren.

Anbautipps
Aussaat Herbst oder Frühling, Vermehrung durch Wurzelteilung ist möglich. Die Kermesbeere braucht nährstoffreichen und feuchten aber durchlässigen Boden. Die Pflanze braucht einen sonnigen Standort und Winterschutz. In kalten Gegenden besser im großen Topf kultivieren.

Sammeltipps
Junge Triebe im Frühling ernten und nur gekocht als Gemüse nutzen. Blätter im Sommer ernten und trocknen. Sowohl die Früchte als auch die Wurzeln im Herbst ernten. Früchte und Wurzeln zügig trocknen. Beeren und vor allem Wurzelsaft können die Haut stark reizen, bei dem Wurzelsaft bis zur Blasenbildung. Keinen Saft an die Schleimhäute oder Augen bringen.



BACHBLÜTEN
Ich neige zu Unzuverlässigkeit (5 Cerato)
- Diese Menschen neigen zu oft fast schon immer zu Unzuverlässigkeit
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Unzuverlässigkeit umkehren

BACHBLÜTEN
Entgegen der normalen Veranlagung kommen gewalttätige Impulse in einem hoch: man fürchtet, etwas tun zu müssen, was man sonst nie tun würde (6 Cherry Plum)
- Diese Menschen kommen öfters einmal gewalttätige Impulse in ihren hoch und fürchten, etwas zu tun, was sie ansonsten nie tun würde
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese gewalttätige Impulse besser kontrollieren


ERNÄHRUNG
Phytotherapie
Ist die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen und Pflanzenteile wie Blatt, Blüte, Wurzel, Frucht oder Samen.


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