Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 11.03.19-17.03.19


MALVE

Schon vor 5.000 Jahren wurde die Malve bei den Chinesen hoch geschätzt und sogar in der Bibel wird die Malve erwähnt, als Moses einem Fieberkranken Malventee gibt. So blieb es nicht aus, dass auch Dioskurides und Plinius ihre schleimlösenden und reizmildernden Eigenschaften erwähnen. Im Mittelalter gehörte die Malve zu den wichtigsten Kräutern. Heutzutage ist ihre Heilwirkung jedoch halbwegs in Vergessenheit geraten. Malventee wird zwar noch wegen seiner hübschen Farbe als Haustee angeboten, aber weniger als wertvolles Heilmittel. Zu unrecht.
Die Malven sind eine  Pflanzengattung in der  Familie der  Malvengewächse. Die 15 bis 30 Arten sind in  Eurasien und  Nordafrika verbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Bronchitis, Fieber, Ekzeme, Hautentzündungen, Weißfluss, Kehlkopf- und Stimmbänderentzündungen, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Mund- und Rachenentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Malva neglecta
Pflanzenfamilie:
Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name:
Mallow
volkstümliche Namen:
Käsepappel, Gänsepappel, Kasköpfe, Käslein, Katzenkrallen, Krallenblumen, Pappeln, Schafkas, Schwellkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzeln, Blüten, Blätter, Samen
Sammelzeit:
Wurzeln: März bis April und Oktober, Blüten: Juni bis August, Blätter: Juni bis August, Samen: August bis September

Anwendung
Manche Malven-Arten werden aufgrund ihres  Aromas in der Industrie vor allem für Kosmetikartikel verwendet oder als Malvenblütentee genutzt. Tee aus Blättern wilder Malve ist außerdem ein Heilmittel gegen Reizhusten. Die Sorten einiger Malvenarten werden als  Zierpflanzen genutzt.
Malve darf man nicht kochen, sondern nur als  Kaltauszug zubereiten. Als Tee getrunken hilft die Malve gegen Erkrankungen der Atmungsorgane und Fieber. Mit ihren schleimlösenden und reizlindernden Eigenschaften eignet sie sich hervorragend bei Reizhusten. Auch bei Entzündungen der Verdauungsorgane kann die Malve helfen. Äußerlich kann man sie in Form von Kompressen oder Breiumschlägen einsetzen. Sie weicht die betroffenen Stellen auf und fördert die Heilung.

Pflanzenbeschreibung
An Wegrändern, auf Schuttplätzen und an Zäunen wächst die Malve. Ihr Stängel wird meist 30 bis 40 cm lang und wächst oft entlang des Bodens, manch-mal jedoch auch aufrecht. Die runden, gelappten Blätter der Malve erinnern mit ihrer Herzform an die Blätter des Frauenmantels. Ab Juni entfaltet die Malve ihre violett-roten Blüten, die hübscher als manche Zierpflanze aussehen. Es gibt sehr viele verschiedene Malvenarten, doch alle haben ähnliche Heilwirkungen.
Erscheinungsbild und Blätter
Malvenarten wachsen als aufsteigende oder aufrechte, ein- bis mehrjährige oder kurzlebig ausdauernde  krautige Pflanzen. Die wechselständig an den Stängeln angeordneten  Laubblätter sind gestielt. Die  Blattspreiten sind handförmig gelappt oder gelegentlich tief eingeschnitten. Die bleibenden  Nebenblätter sind ungestielt und meist bewimpert.
Blüten
Die  Blüten stehen entweder einzeln oder in Büscheln in den Blattachseln. Die drei meist unverwachsenen Hochblätter der Hülle, die auch häufig als Außenkelch interpretiert werden, variieren in der Form von linealisch bis eiförmig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf  Kelchblättersind becherförmig verwachsen, vergrößern sich oft bis zur Fruchtreife und stehen dann von der Achse ab. Die fünf Kronblätter sind meist violett, gelegentlich auch weiß, rosa oder rot. An ihrer Spitze sind sie eingekerbt oder eingebuchtet. Wie bei allen Vertretern der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter mit ihren Staubfäden zu einer den Stempel umgebenden Röhre, der sogenannten  Columna, verwachsen, an deren Spitze jeweils die Staubbeutel entspringen. Die Staubbeutel sind jeweils nur mit einer Theca ausgestattet. Der oberständige Fruchtknoten weist neun bis fünfzehn Fächer auf. Jedes Fach enthält eine  Samenanlage. Der Griffel ist in ebenso viele Äste verzweigt, wie der Fruchtknoten Fächer aufweist. Die Narben sind zum Blütenzentrum hin gerichtet. Aus der violettblühenden Wilden Malve isolierte Richard Willstätter 1915 erstmals den  Anthocyan-Farbstoff  Malvidin als Dimethylether des Delphinidins.
Früchte und Samen
Die an den Polen abgeplattete  Spaltfrucht besteht aus neun bis fünfzehn Teilfrüchten und öffnet sich nicht. Die Teilfrüchte besitzen eckige Seitenkanten, aber keine Dornen. Jede Teilfrucht beherbergt einen Samen, der an den Wänden der Teilfrucht haftet.




SCHMERWURZ
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Dicke, glänzend rote Beeren leuchten verlockend aus dem Gebüsch, doch die Beeren der Schmerwurz sind giftig und brennen schaurig im Mund, wenn man der Verlockung nicht widerstehen kann. Daher sollte man die Schmerwurz nur stark verdünnt anwenden, es sei denn, man will bei äußerlicher Anwendung gezielt seine Haut reizen, um beispielsweise Rheuma zu lindern.
Die Gemeine Schmerwurz ist eine Kletterpflanze aus der Pflanzenfamilie der Yamswurzelgewächse. Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch smer = Fett ab. Weitere Bezeichnungen sind Echte Schmerwurz, Gewöhnliche Schmerwurz, Schmerzwurz, Stickwurz, Feuerwurzel.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Die Pflanze ist geschützt! Harntreibend, hämolytisch (Blut auflösend), Verstopfung, Gicht, Kreislauf anregend, Hautreizend, Äußerlich zum Einreiben gegen Rheuma,
wissenschaftlicher Name: Tamus communis, Dioscorea communis
Pflanzenfamilie: Yamswurzelgewächse (oder Schmerwurzgewächse) = Dioscoreaceae
englischer Name: Black bindweed, Black bryony
volkstümliche Namen: Echte Schmerwurz, Feuerwurzel, Schmerzwurz, Späggbeeri, Speckwurzel, Stickwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Saponine, Kalziumoxalat, Diosgenin, Phenanthren-Derivate, Glykosid Dioscin, Glykosid Gracillin, Alkaloid, Schleim, Histaminartige Reizstoffe
Sammelzeit: Herbst, Frühling

Anwendung
Achtung! Leicht giftig.
Schmerwurz nur niedrig dosiert, in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Die Schmerwurz enthält einige Substanzen, die sie leicht giftig machen. Daher ist sie heikel in der Anwendung. Sie sollte nicht frisch und roh verwendet werden. Am besten verwendet man sie nur in homöopathischer Dosis. Früher wurde die Wurzel gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Quetschungen eingesetzt. Die Volksheilkunde verwendete frische Wurzelscheiben, um rheumatisch entzündete Gelenke damit einzureiben. Diese Anwendungsart beruht vermutlich auf der hautreizenden Wirkung der frischen Wurzel. Durch die Reizung wird die Entzündung aktiviert und kann infolgedessen gelindert werden. Wie die Yamswurzel enthält auch die Schmerwurz Diosgenin, eine Substanz, die dem weiblichen Hormon Progesteron ähnelt. Eigentlich müsste die Schmerwurz daher auch bei Prämenstruelles Syndrom und Wechseljahresbeschwerden helfen können. Diese Art der Anwendung ist bei der Schmerwurz jedoch nicht überliefert.

Giftwirkung
Nach dem Essen der rohen Beeren oder Wurzeln der Schmerwurz kommt es durch die Kalziumoxalate und den histaminähnlichen Hautreizstoff zu Brennen im Mund, dann zu Erbrechen und Durchfall. Bei Kindern reichen schon zwei Beeren, um eine Magen-Darm-Entzündung hervorzurufen. Bei Hautkontakt kann es zu Hautreizungen bis hin zu Blasenbildung kommen. Als erste Hilfe kann man zunächst den Mund mit Wasser ausspülen und Aktiv-Kohle gegen die Reizung der Verdauungsorgane. In schweren Fällen sollte der Arzt gerufen werden.

Pflanzenbeschreibung
Es sind zweihäusig getrenntgeschlechtige (diözische) einkeimblättrige Pflanzen mit unterirdischen Knollen. Die Stängel werden bis zu 4 Metern lang. Sie sind gestreift, kahl und manchmal verzweigt. Die Blätter sind ungeteilt, wechselständig, mit langem Blattstiel, herzförmig, etwa 8-15(-20) cm lang und 4-11(-16) cm breit, ganzrandig, lang zugespitzt, dunkelgrün und glänzend, mit 3-9 bogig verlaufenden Nerven, aber von netznerviger Verzweigung. Selten kommen auch dreilappig-spießförmige Blätter vor. Solche Exemplare wurden von Carl von Linné Tamus cretica genannt, doch kommt ihnen höchstens der Rang einer Varietät zu. Am Grunde des Blattstiels treten hakenförmige feste Gebilde auf, die zum Anklammern dienen und vielleicht umgebildete Nebenblätter sind. Die Blütenstände sind achselständige Trauben. Die Blüten sind dreizählig, grüngelb und etwa 3–6 mm groß. Die Blütenhülle der männlichen Blüten ist urnenförmig-glockig mit sechs fast gleichen Zipfeln. Diese enthalten 6 Staubblätter. Die Blütenhülle der weiblichen Blüten besteht aus sechs schmalen kleinen Zipfeln. Dazu gehört der unterständige Fruchtknoten mit einem dreispaltigen Griffel. Die Früchte sind rote, selten gelbliche Beeren, die 10–12 mm im Durchmesser haben und bis zu 6 Samen enthalten. Die Samen sind kugelig.
Die Schmerwurz ist die einzige Art der Yamswurzel-Familie, die in Mitteleuropa heimisch ist. Noch wohler fühlt sich die Schmerwurz jedoch in Südeuropa, Ungarn und Russland. Sie wächst bevorzugt an Waldrändern, in Gebüschen und Hecken. Die mehrjährige Schmerwurz ist eine Kletterpflanze, deren Triebe bis zu drei Meter hoch werden. Die herzförmigen Blätter sitzen auf eigenen Stängeln, die dem Hauptstängel entspringen. Die Blätter sind etwa zehn Zentimeter lang. Zwischen Mai und Juni blüht die Schmerwurz mit unscheinbaren gelb-grünen Blüten, die in Trauben wachsen. Die Blüten sind dreizählig. Im frühen Herbst reifen leuchtend rote, glänzende Beeren mit etwa einen Zentimeter Durchmesser heran.


BACHBLÜTEN
Spielst den Optimisten obwohl du innerlich von Sorgen gequält bist (1 Agrimony)
- Diese Menschen spielen den Optimisten, obwohl sie innerlich von großen Sorgen gequält sind
- Mit der dementsprechender Bachblüte spielen nicht mehr den Optimisten und sie quälen sich nicht mehr mit den Sorgen  

BACHBLÜTEN
Man fühlt sich unbehaglich, wie verhext (2 Aspen)
- Diese Menschen fühlen sich oft sehr unbehaglich, oft wie verhext
- Mit der dementsprechender Bachblüte fühlen sie sich kaum mehr unbehaglich


ERNÄHRUNG
Genetische Einflüsse
Da Übergewicht und Adipositas familiär gehäuft auftreten kann, lag schon immer die Vermutung nahe, dass genetische Ursachen, an deren Entstehung beteiligt sind


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