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12.02.2020

tägliche News > Februar > 10.02.20 - 16.02.20
Mäusedorn
Der Mäusedorn ist ein kleiner immergrüner Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum. Der Name geht auf die Nutzung zur Bekämpfung von Mäusen und Ratten zurück. Die stacheligen Zweige sollten Mund und Magen der Nager schädigen. Oft findet man Trockengestecke aus Mäusedorn-Zweigen mit ihren roten Beeren im Herbst oder Früh-Winter im Handel. Medizinisch wird die Wurzel genutzt, sie hilft gegen viele Formen der Venenleiden. Die Wirkstoffe stärken das venöse Stützgewebe indem der Abbau von Elastin reduziert oder gestoppt wird. Für viele Menschen sind Mäusedorn-Produkte besser verträglich als die der Rosskastanie.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Beinschmerzen, Hämorrhoiden, Venenleiden
Heilwirkung: Beeren: abführend, Wurzel: antiexsudativ, antiphlogistisch, blutreinigend, diuretisch, entzündungshemmend, harntreibend, kapillarabdichtend, ödemhemmend, venenstärkend, venentonisierend
Anwendungsbereiche: Beinschmerzen, Beinschwere, Besenreiser, Couperose, Frostbeulen, Gallensteine, Gelbsucht, Hämorrhoiden, Harnröhrenentzündung, Juckreiz, Krampfadern, Nierenerkrankungen, Nierensteine, Sonnenbrand, venöse Insuffizienz, Wadenkrämpfe
wissenschaftlicher Name: Ruscus aculeatus L
Pflanzenfamilie: Ruscaceae = Mäusedorngewächse
englischer Name: Box-Holly, Butcher's broom
volkstümlicher Name: Mäusedorn, Stachelmyrte, Stechender Mäusedorn, Stechmyrte
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Benzofurane, Campesterol, Gerbstoffe, Harze, Lignocersäure, Neoruscogenin, Ruscin, Ruscosid, Saponine, Sitosterol, Triterpene
Sammelzeit: September-Oktober
Nebenwirkungen: Magenbeschwerden (Selten)
Gegenanzeigen: Vorsicht bei Bluthochdruck
Anwendung
Der Stechende Mäusedorn war bereits Plinius (XVI) als Nahrungsmittel und Spar-gelersatz bekannt, auch im Tessin wurden die Triebe noch in der Neuzeit gegessen. Aus den Zweigen machte man Besen. Der Stechende Mäusedorn wurde in Deutschland im Winter seiner dekorativen Wirkung wegen gern in Gestecken verwendet, in Südtirol fand er als Grabeinfassung Gebrauch.
Tee
1 Teelöffel Wurzel in 250 ml kaltes Wasser geben. Aufkochen und 5-10 Minuten ziehen lassen. 2x täglich getrunken stärkt die Venen.
Fertigpräparate
Es gibt viele Fertigpräparate (Cremes, Kapseln,...) in der Apotheke. Meistens wird eine Behandlung über mehrere Monate hinweg durchgeführt.
Beeren
Die Beeren wurden früher als Abführmittel gegessen.
Creme
Mit einem Ölauszug und einer Tinktur aus der Wurzel des Mäusedorns kann man eine Creme gegen Krampfadern, Besenreiser und Hämorrhoiden zubereiten. Die Creme wird am besten als Lanolin-Creme zubereitet. Als Zutaten braucht man: 30ml Mäusedorn-Ölauszug, 15g Lanolin anhydrid (Wollwachs ohne Wasser), 4g Bienenwachs, 30ml Mäusedorn-Tinktur, 10-50 Tr ätherische Öle nach Wahl, z.B. Wacholder-Öl
Geschichtliches
Hatte man früher Probleme mit Mäusen oder Ratten, so hat man Mäusedorn-Zweige auf die Nahrungsmittel gelegt. Büscheln von Mäusedorn-Zweigen wurden als Topfreiniger genutzt. Zeitweise diente der geröstete Samen des Mäusedorns auch als Kaffee-Ersatz. Die frischen zarten Triebe kann man auch als Spargelersatz kochen. Heute wird die Wurzel zu Fertigarzneimitteln wie Cremes und Kap-seln verarbeitet.
Pflanzenbeschreibung
Der Stechende Mäusedorn ist ein immergrüner, zwischen 20 und 80, selten bis zu 90 Zentimeter hoher Halbstrauch. Bei den scheinbaren Blättern der Pflanze handelt es sich um sogenannte Phyllokladien, flächig verbreiterte Kurztriebe. Sie sind zweizeilig angeordnet, länglich und starr mit einer deutlichen Nervatur, bis zu 2,5 Zentimeter lang und verjüngen sich zu einer schmalen, stechenden Stachelspitze. Die eigentlichen Blätter der Pflanze sind klein, schuppenartig, bräunlich häutig und dreieckig bis lanzettlich. Blütezeit ist von März bis Mai. Die Blüten und Früchte stehen einzeln auf den Phyllokladien, welche aus den Achselknospen der Schuppenblätter hervorgehen. Die Blütenhülle ist klein, bis zu 2 Millimeter breit und grünlich-weiß, die inneren Blütenhüllblätter sind deutlich kleiner als die äuße-ren. Der Mäusedorn ist in Westeuropa, Südwest-Asien und im Mittelmeerraum heimisch. Er wächst bevorzugt in Gebüschen, trockenen und felsigen Böden oder Hängen. Die mehrjährige Pflanze ist ein immergrüner Halb-strauch und wird zwi-schen 10 und 80 Zentimeter hoch. Die Blätter sind lederig, haben eine stechende Spitze und sind etwa 2-3 cm lang. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, sehr selten eine Pflanze mit beiden Geschlechtern. Die Blüten erscheinen zwischen Januar und April und sind 2-3 mm groß. Aus den Mäusedornblüten entwickeln sich rote kugelige Beeren, die von August bis März an der Pflanze zu finden sind. Der Wurzelstock ist dick und fleischig.
Anbautipps
Die Pflanze ist anspruchslos und kann aus Samen selbst aufgezogen werden. Am besten im frühen Frühling in Töpfen aussäen, wenn es noch Kälteperioden gibt. Der Topf ist deshalb empfehlenswert, weil die Keimzeit 1 Jahr betragen kann. Die im Topf gewachsenen Pflanzen setzt man im Frühsommer ins Freie. Der Mäusedorn verträgt Temperaturen bis -25° C, lediglich längere Staunässe verträgt sie nicht. Es gibt eine besondere Sorte Namens "Sparkler" zu kaufen, die beide Geschlechter auf einer Pflanze hat.
Sammeltipps
Die ausgebrabenen Wurzen von Erde und Nebenwurzeln befreien. In der Sonne oder im Dörrofen (bei 40°C) trocknen. In luftigem Behältnis (z.B. Stoffbeutel) aufbewahren.

Nelkenwurz
Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Dort wo sie anzutreffen ist, in lichten Wäldern oder an alten Gemäuern wächst sie meist in großen Mengen. Doch kaum jemand kennt die Nelkenwurz heutzutage. Dabei war sie früher eine wichtige Heil- und Gewürzpflanze, die in den meisten Gärten angebaut wurde. Die Wurzel der Nelkenwurz riecht und schmeckt leicht nach Nelke, was ihr auch ihren gebräuchlichsten Namen einbrachte. Man kann sie gegen Durchfall und andere Probleme des Verdauungsapparates verwenden. Auch gegen Entzündungen im Mundbereich kann die Nelkenwurz helfen.
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, örtlich betäubend, schweißtreibend, tonisierend, Rekonvaleszenz, Durchfall, Ver-stopfung, Verdauungsschwäche, Übelkeit und Erbrechen, Leberschwäche, Fieber, Halsschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Zahnschmerzen, Zahnfleisch-entzündungen, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name: Geum urbanum
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Avens
volkstümliche Namen: Benediktenkraut, Echte Nelkenwurz, Gariofilat, Gemeine Nelkenwurz, Gewöhnliche Nelkenwurz, Hasenauge, Igeleinkraut, Mannskraft-wurzel, Märzwurzel, Nägeleinkraut, Nagelchrut, Nelkengaraffel, Sanikula, Stadt-Benedikte, Stadt-Nelkenwurz, Weinwurzel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, (Kraut)
Inhaltsstoffe: Glykosid Gein, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Flavone, Euge-nol, ätherische Öle
Sammelzeit: März und April, September und Oktober
Anwendung
Die Nelkenwurz wird hauptsächlich im Rahmen ihrer zusammenziehenden Ei-genschaften angewendet, beispielsweise bei Durchfall und andere Verdauungserkrankungen.
Nelkenwurz als Tee
Den Nelkenwurztee kann man als Aufguss oder Abkochung zubereiten. Man kann ihn wohl nicht unbedingt als wohlschmeckend bezeichnen. Man kann den Tee bei Verdauungsstörungen einsetzen. Durch seine zusammenziehende Kraft wirkt er bei Durchfall. Da er die Verdauungstätigkeit anregt, kann er jedoch auch bei Verstopfung helfen. Auch bei Übelkeit und Erbrechen kann die Nelkenwurz helfen. Bei Zahnfleischentzündungen und Halsentzündungen kann man Nelkenwurztee zum Gurgeln und Spülen verwenden.
Nelkenwurzwein
Früher war die Anwendung der Nelkenwurz als Wein sehr beliebt. Dazu legt man die Nelkenwurzwurzel in Wein ein. Dieser Nelkenwurzwein stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem wirkt er tonisierend in der Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen.
Nelkenwurztinktur
Da der Geschmack des Nelkenwurztees nicht sehr angenehm ist, wird statt-des-sen gerne eine Tinktur verwendet, denn davon muss man nur geringe Mengen einnehmen. Die Nelkenwurztinktur kann man für die gleichen Zwecke einnehmen wie den Tee oder den Wein. Sie stärkt die Verdauungsprozesse, hilft gegen Durchfall und lindert Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.
Ätherisches Öl
Wenn man das ätherische Öl der Nelkenwurz erhalten kann, dann kann man es bei Zahnschmerzen verwenden, wie das ätherische Öl der Gewürznelke. Auch bei Zahnfleischentzündungen kann man das ätherische Öl der Nelkenwurz verwenden.
Wurzel kauen
Früher wurde die Wurzel der Nelkenwurz gegen Mundgeruch gekaut. Sie hilft auch bei Zahnfleischentzündungen.
Nelkenwurz in der Küche
Als die Gewürznelke früher noch sehr teuer war, wurde die Nelkenwurz manch-mal als Gewürz ersatzweise für die Gewürznelke benutzt. Die jungen Triebe der Nelkenwurz kann man als Salat und Gemüse essen.
Heilpflanze
Im Altertum wurde die Echte Nelkenwurz als Heilpflanze verwendet. Plinius em-pfahl sie gegen Brustbeschwerden, für die hl. Hildegard war sie ein probates  Aphrodisiakum. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde sie beispielsweise bei Gelbsucht, Wassersucht und Unterleibskoliken eingesetzt. Weitere Bezeich-nungen der Pflanze waren sanamunda (bzw. Sanamundenkraut) und „Heil aller Welt“. Bei Kräuterpfarrer Künzle kam die Echte Nelkenwurz bei Gehirnhautent-zündung, Blasenschwäche oder Zahnweh zum Einsatz. In der Homöopathie wird sie bei Entzündungen von Harnblase und Harnröhre verwendet. Als Heildroge dienen die getrockneten Wurzeln und die Rhizome. Wirkstoffe sind: Gerbstoffe, vorwiegend Gallotannine; ätherisches Öl mit einem hohen Gehalt an Eugenol, das beim Trocknen der Pflanze aus Gein entsteht, Myrtananal und Myrtanol. Die Zuckerkomponente ist Vicianose, ein Disaccharid aus Glucose und Arabinose. Anwendungen: Die Droge wird heute noch gelegentlich in der Volksheilkunde genutzt. Im Vordergrund steht die Gerbstoffwirkung, die durch die antiseptischen Eigenschaften des Eugenols unterstützt wird. Die Anwendung erfolgt bei Durch-fall, Verdauungsbeschwerden, als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, als Badezusatz bei Frostbeulen und bei Hämorrhoiden, und bei Hauterkrankungen als Umschlag oder als Waschung. Die Nelkenwurz dient auch zur Aromatisierung von Likör (Benediktiner) sowie in der Kosmetik als Zusatz zu Zahnpasten und Mundwässern.
Verzehr
Früher wurde das Rhizom zur Aromatisierung von Wein und Bier verwendet. Die-se Zugabe wurde auch als geeignetes Mittel gesehen, einer möglichen Versäuerung entgegenzuwirken. Junge Blätter können als Mischgemüse und Salat verwendet werden.
Hexenpflanze
Aufgrund des starken Duftes wurde der Echten Nelkenwurz eine antidämonische Wirkung zugesprochen. So wurde das pulverisierte Rhizom dem Malefizpulver zugesetzt, ein Mittel gegen Hexen und Teufel.
Pflanzenbeschreibung
Die Nelkenwurz ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst in Wäldern und an Wald-rändern, aber auch an Hecken, Gebüschen und Mauern. Gerne mögen sie auch alte Gemäuer. Von der Wurzel wird meistens gesagt, sie sei ein kurzes Rhizom von 2 bis 7 cm Länge und ein bis zwei cm Dicke. Je nach Bodenbeschaffenheit und Alter der Pflanze kommt es aber wohl auch zu Wurzeln ohne ausgeprägtes Rhizom. Die Wurzel riecht und schmeckt schwach nach Nelke. In Bodennähe wächst eine ausdauernde Blattrosette. Im Frühling wächst dann eine mittelgroße Pflanze aus der Rosette, die zwischen 30 cm und über einen Meter hoch wird. Sie ist sparrig verzweigt. Die Blätter der Stängel sind grob gesägt und gefiedert. Die eher unscheinbaren Blüten, die meist kleiner als ein Zentimeter sind, haben fünf gelbe Blütenblätter, die auseinander stehen. Aus den Blüten entwickeln sich klettenartige Früchte.
Allgemeine Merkmale
Die Echte Nelkenwurz wächst als ausdauernde, immergrüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 120 cm erreicht. Da die Überdauerungsorgane dicht an der Erdoberfläche liegen, wird die Echte Nelkenwurz zu den Hemikryptophyten gezählt. Als Speicherorgan dient ein aufrecht gerichtetes, dickliches und kurzes, 3 bis 4 selten bis 7 Zentimeter langes und 1 bis 2 Zentimeter breites Rhizom, das auch die vegetative Vermehrung sicherstellt. Es ist rübenförmig gestaltet und an der Außenseite braun-gelblich gefärbt. Im Quer-schnitt gesehen besitzt es ein dunkelpurpurnes Zentrum. Charakteristisch ist die reiche Bewurzelung und der Besatz mit Wurzel- und Blattgrundresten. Das Rhizom enthält das ätherische Nelkenöl Eugenol. Die Sprossachse gliedert sich in einen gestauchten rosettenbildenden und einen gestreckten laubblatttragenden Abschnitt, daher wird die Echte Nelkenwurz den Halbrosettenpflanzen zugeordnet.

Bachblüten
Ich bin die meiste Zeit angespannt (2 Aspen)
-        Diese Menschen sind die meiste Zeit sehr angespannt
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Anspannung besiegen
Was ist in Nahrungsmitteln enthalten?
Hauptbestandteile unserer Nahrung werden auch als Nährstoffe bezeichnet und können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt werden.
Makronährstoffe à Energieliefernde Nahrungsbestandteile: Kohlenhydrate, Fette/ Lipide, Eiweiß/Proteine und Alkohol
Mikronährstoffe à nicht energieliefernde nahrungsbestandteile: Vitamine und Mineralstoffe (Mengenelemente und Spurenelemente)
Galbanum
Galbanum wird medizinisch als Öl und  als gepulverte Harz verwendet, als erreichendes Mittel bei Geschwüren und Geschwülsten angewandt. Früher wurde Galbanum diverse Frauenkrankheiten behandelt,  weil das Harz als menstruationsfördernd galt.
Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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