Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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12.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 08.01.18-14.01.18


IRLÄNDISCH MOOS    

Das irländische Moos ist eigentlich eine Rotalge und kommt an den Küsten des Nordatlantiks vor. Die Algen sind gallertartig und fleischig und meistens rot oder violett gefärbt. Sie verzweigen sich geweihähnlich und werden bis zu fünfzehn Zentimeter lang. Da sie reichlich Schleim enthalten, können sie Husten lindern. Auch Reizungen der Verdauungsorgane können durch das irländische Moos beruhigt werden.
Der (Gemeine) Knorpeltang, auch als Knorpelmoos, Irisch Moos bzw. Irländisches Moos, (irländisches) Perlmoos oder Carrag(h)een-Alge oder -Moos benannt, ist eine Rotalge der nordatlantischen Küsten, die auch in der Nordseeund  Ostsee vorkommt. Sie wird zur Gewinnung von Carrageen kultiviert.

Steckbrief
Heilwirkung:
reizlindernd, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Katarrhe der oberen Luftwege, Reizhusten, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Magen-schleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name:
Chrondrus crispus
englischer Name:
Carragaheen
volkstümliche Namen:
Carrageen, Felsenmoss, Irländischer Perltang, Irländisches Moos, Karragaheen, Knorpeltang, Perlmoos
Verwendete Pflanzenteile:
Die Alge
Inhaltsstoffe:
Schleim, Proteine, Mineralien, Jod, Brom
Sammelzeit:
Ganzjährig

Nutzung

Angetriebener Knorpeltang wurde in  Irland und  Schottland seit langem als  Nahrungsmittel und  Tierfutter gesammelt. Getrocknet wurde dieses "Irische Moos" oder "Carrageen", das meist eine Mischung mit dem ähnlichrm  Kraussterntang Mastocarpus stellatus und anderen Rotalgen war, seit dem 19. Jahrhundert als schleimlösendes Volksheilmittel bei Atemwegserkrankungenverwendet. Eine weitere Anwendung für Carrageen-Moos bestand bei der Herstellung von  Marmorpapier als Grund (sog. Schlichte) zum Auftrag der Farben. In geringem Umfang wird der Knorpeltang in Irland auch heute noch zum Kochen und für Gesundheitstränke gesammelt. In Kanada werden bunte Varietäten gezüchtet und getrocknet als Salatneuheit vermarktet. Heute wird der Knorpeltang vor allem in Kanada und Frankreich als bedeutende Quelle zur Gewinnung des Rohstoffs  Carrageen kultiviert. Dieser  Emulgator und Stabilisator wird vor allem in der Nahrungsmittelindustrie, pharmazeutischen Industrie und Kosmetikindustrie eingesetzt. In Deutschland ist eine Kosmetikserie nach dem "Irisch Moos" benannt.

Beschreibung

Der Knorpeltang besitzt einen aufrechten  Thallus von 10 bis 15 (selten 20) Zentimeter Höhe. Seine Färbung ist dunkelrot bis purpurbraun, unter Wasser manchmal bläulich irisierend, bei Exemplaren, die in Felstümpeln starkem Licht ausgesetzt sind, dagegen meist grünlich-gelb. Am steinigen Untergrund ist er mit einer mehrjährigen Scheibe festgewachsen, woraus Thallusbüschel verschiedenen Alters entspringen. Deren unterer stielartiger Teil ist direkt über der Scheibe rund, weiter oben zusammengedrückt. Der Thallus verbreitert sich allmählich in einen flachen, häutig-knorpeligen blatt- oder fächerartigen Teil, der sich wiederholt gabelig teilt und oben abgerundet endet. Die Alge zeigt ein sehr vielfältiges Erscheinungsbild: sie kann bei starker Verzweigung an einen wellig-krausen Schwamm oder an Grünkohlblätter erinnern oder bei geringer Verzweigung flach blattartig aussehen. An den Rändern finden sich gelegentlich kleine Auswüchse. Vermutlich sind die unterschiedlichen Standortbedingungen für die große Variabilität entscheidend. Wie bei den meisten Rotalgen gleichen sich Gametophyten und  Tetrasporophyten. Auf den häufig vorkommenden Tetrasporophyten werden zu jeder Jahreszeit in dunkelroten, flach-warzenförmigen Flecken (Sori) die Tetrasporen gebildet. Diese werden freigesetzt, keimen aus und wachsen zu männlichen und weiblichen Gametophyten heran. Auf den weiblichen Gametophyten entstehen in den jüngeren Thallusabschnitten eingesenkte ovale Fortpflanzungsorgane, welche nach Befruchtung der Eizellen die dritte Generation, den  Karposporophytenumhüllen. Durch Degeneration der Zellen der Umhüllung werden die Fortpflanzungszellen frei. Aus ihnen entstehen wieder Tetrasporophyten.




MEERTRÄUBEL tt   

Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Es gibt mehrere Ephedraarten, die wichtigsten: Ephedra distachya/vulgaris (Europäisches und amerikanisches Meerträubel), geringe Konzentration an Wirkstoffen. Auf dieser Seite hier geht es vorwiegend um diese milderen Arten. Ephedra sinica (Ma-Huang, Chinesisches Meerträubel), hohe Konzentration an Wirkstoffen.
Die meisten Sorten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken.
Meerträubel ist die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Meerträubelgewächse innerhalb der Ordnung Gnetales. Diese Gattung besitzt ein disjunktes Areal mit jeweils einem Teil der 35 bis 70 Arten in der Alten Welt und der Neuen Welt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung: anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung, Homöopathie: Kropf, Morbus Basedow, Schilddrüsenerkrankungen, Schilddrüsenvergrößerung, Schilddrüsenverhärtung, Struma
wissenschaftlicher Name: Ephedra
Pflanzenfamilie: Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name: Chinese Ephedra, Joint Pine
volkstümlicher Name: Meerträubel, Meerträubchen, Mormonentee
Verwendete Pflanzenteile: junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen: Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen: Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...

Anwendung
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Sonnentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) bei Asthma bronchiale und Husten.
Homoöpathie
Meist als Ephedra distachya Dil. D3 in Kombination mit anderen Mitteln eingesetzt.

Geschichtliches
Wird sein etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leistungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem bei Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt. In der Homöopathie weiterhin gegen Schilddrüsenerkrankungen im Gebrauch.

Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blättersind schuppenartig reduziert. Die Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune Samen gebildet.
Die Meerträubelgewächse sind an vielen Orten der Welt heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60 cm selten bis zu 100 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten ent-wickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.

Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.

Sammeltipps
Stängel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.


BACHBLÜTEN
Bei Kritik reagiere ich überempfindlich (19 Larch)
-
Diese Menschen reagieren sehr überempfindlich auf Kritik an sich selbst
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieser Kritik gegenübertreten ohne überempfindlich zu
 reagieren


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Diese Menschen neigen zur Sturheit und können nichts tolerieren
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen die Sturheit und die Intoleranz allmählich
 ablegen


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