Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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11.10.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Oktober > 09.10.17-15.10.17

VANILLE

Die Vanille ist wohl das bekannteste Gewürz der süßen Küche. Die allermeisten süßen Nahrungsmittel enthalten mehr oder weniger große Spuren von Vanille. Doch obwohl die schwarzen Vanilleschoten inzwischen recht bekannt sind, weiß kaum jemand, dass die Vanillepflanze eine Orchidee ist. Die Vanille-Orchideen ranken sich in tropischen Ländern an Bäumen empor. Aus den prächtigen gelben Blüten entwickeln sich lange Schoten, die zu den bekannten Vanilleschoten verarbeitet werden. Eine weitere unbekannte Tatsache ist, dass die Vanille auch eine Heilpflanze ist. Sie wird jedoch eher selten als solche eingesetzt.
Die Vanille ist ein Gewürz, das aus den fermentierten Kapselfrüchten (Schoten) verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird. Der Name stammt über das französische vanille vom spanischen vainilla. Vanille in Stangenform wird auch als Königin der Gewürze bezeichnet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Potenzsteigerung
Heilwirkung: aphrodisierend, belebend, entspannend, galletreibend, menstruationsfördernd (leicht), muskelstärkend, stoffwechselfördernd, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Gallenschwäche, Geschmacks-Korrigens, Muskelschwäche, Potenzschwäche, Reizbarkeit, Rheuma, Stimmungsschwankungen, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Vanilla planifolia, Vanilla fragrans, Vanilla aroma-tica
Pflanzenfamilie:  Echte Vanille, Gewürzvanille
Verwendete Pflanzenteile: Fermentierte Fruchtkapseln
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Vanillin, Vanillinsäure, Vanillylalkohol, Piperonal, Harze, Schleim, Gerbstoff, Fett, Enzyme

Anwendung
Die Vanille wird normalerweise nicht als Heilpflanze sondern als Gewürz verwendet. Durch die Anwendung als Gewürz kann man sich die Vanille-Heilwirkungen in sanfter Weise zunutze machen. Das heißt, man würzt einfach geeignete Speisen mit Vanille und kommt in den Genuss der entspannten Belebung durch die Vanille. In Teemischungen kann man kleine Stücke von Vanilleschoten zur Verbesserung des Geschmacks einsetzen. Vanille kann man aber auch gezielt als Heilmittel einsetzen, beispielsweise in Form einer Tinktur.
Tinktur
Um eine Vanille-Tinktur herzustellen, übergießt man kleingeschnittene Vanilleschoten in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 1 bis 2 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Vanillezucker
Mithilfe einer Vanilleschote kann man sich selbst Vanillezucker herstellen. Man kann dazu sogar Vanilleschoten verwenden, deren Mark man bereits ausgekratzt hat, um andere Speisen zu würzen; es ist also eine praktische Resteverwertung. So stellt man Vanillezucker selbst her: Verwenden Sie eine neue oder eine bereits ausgekratzte Vanilleschote. Schneiden Sie die Vanilleschote in kleine Stücke. Legen Sie die Vanillestücke in eine Dose, die mit Zucker gefüllt ist. Bedecken Sie die Vanille mit dem Zucker. Verschließen Sie das Gefäß. Lassen Sie den Vanillezucker ein bis zwei Wochen ziehen. Dann können Sie den Vanillezucker genau so verwenden wie handelsüblichen Vanillezucker.
 
Wirkung
Die Vanille hat sanfter, aber durchaus spürbare Wirkungen auf Körper und Psyche. Sie wirkt auf entspannte Weise anregend und belebend. Das heißt, man kann sie sowohl verwenden, wenn man sich kraftlos und schlapp fühlt, als auch, wenn man sich gestresst fühlt. Ferner wirkt die Vanille verdauungsfördernd und stärkt die Gallenproduktion. Daher hilft sie bei der Verdauung von schweren und fetten Süßspeisen. Man sagt der Vanille auch eine leichte aphrodisierende Wirkung nach. Das gibt ihr einen Platz in Speisen und Getränken für das Candle-Light-Dinner.
Nebenwirkungen
Bei intensivem Kontakt mit Vanilleschoten kann es zu Hautausschlägen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen kommen. Dies geschieht jedoch normalerweise nur bei Menschen, die beruflich mit der Produktion von Vanilleschoten zu tun haben. Menschen, die zu Allergien neigen, können auch durch den Genuss von Nahrungsmitteln mit Vanillearoma allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Hautschwellungen, z.B. im Gesicht bekommen.

Anwendungsgebiete
Vanille wird in erster Linie innerlich im Zusammenhang mit damit gewürzten Speisen eingesetzt. Sie fördert die Verdauung und hilft bei der Gallenproduktion. Man kann Vanille auch verwenden, um die Menstruation zu fördern, wobei diese Wirkung eher sanft ist.

Magische Anwendung
In der Magie wird die Vanille gerne in Liebesbeutel eingenäht. Der Duft soll erotisierend wirken. Den Liebesbeutel kann man mit sich führen oder man legt ihn neben oder unter das Kopfkissen. Liebestränke kann man mit selbstgemachtem Vanillezucker würzen, um die aphrodisierende Wirkung zu verstärken. Wenn man Vanilleschoten bei sich trägt, soll das die Energie und die Geisteskräfte anregen.

Geschichtliches
Im Altertum war die Vanille unbekannt, weil sie in Europa und Kleinasien nicht vorkommt, sondern nur in der neuen Welt heimisch ist. Nach der Entdeckung der Vanille in Mexiko wurde sie relativ bald auf der französischen Insel Bourbon (Réunion) angebaut. Deshalb wird auch heute noch häufig von Bourbon-Vanille gesprochen. Das relativ preiswerte künstliche Vanillin, das heutzutage fast allen süßen Nahrungsmitteln zugegeben wird, wird meistens aus Guajakol und Eugenol hergestellt, die wiederum aus verschiedenen anderen Pflanzen extrahiert werden, nicht aber aus der Vanille.

Pflanzenbeschreibung
Vanille ist in Mexiko heimisch. Inzwischen wird sie in Ecuador, Brasilien, Bolivien, Sri Lanka, Madagaskar und Java angebaut. Die Vanille wächst bevorzugt in Wäldern und rankt sich mit ihren Haftwurzeln an Bäumen empor. Die Kletterpflanze wird bis zu 15 Meter hoch. Ihr Stängel ist walzenförmig und kahl. Die glänzenden, fleischigen Blätter sind lanzettlich und werden gut handlang. Sie wachsen wechselständig aus dem dicken Stängel. Dort wo die Blätter aus den Stängeln wachsen, entspringen an manchen Stellen auch Luftwurzeln. Die gelblichen bis orangenen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Sie haben fünf lange Blütenblätter und in der Mitte einen Trichter. Die Blüten wachsen in üppigen Trauben (10 - 15 Triebe), an denen die Blüten nach und nach aufblühen. Jede Blüte blüht nur einen Morgen lang. Die Bestäubung der Blüten erfolgt in der Heimat der Vanille durch Bienen und Kolibris. In anderen Anbaugegenden werden die Vanilleblüten von Hand befruchtet. Aus den Vanilleblüten entwickeln sich innerhalb weniger Wochen die langgezogenen Fruchtkapseln. Diese Kapseln werden bis zu 30cm lang. Sie werden noch unreif geerntet und anschließend fermentiert, damit sich das Vanillearoma richtig entfalten kann. Erst dadurch verfärben sich die Vanilleschoten dunkelbraun bis schwarz.

Anbautipps
Um die Vanille selbst anzubauen, braucht man ein Gewächshaus mit tropischem Klima oder man versucht es in der eigenen Wohnung. Der Standort in der Wohnung sollte so hell wir möglich sein, aber ohne pralle Sonne. Wichtig ist auch, dass die Luftfeuchtigkeit am Standort der Vanillepflanze immer hoch ist, denn die Vanille ist eine Pflanze des Tropendschungels. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze und ihre Umgebung regelmäßig mit Wasser einsprühen.
Damit sich die Vanillepflanze hoch ranken kann, braucht man eine Stange oder ein Gestell zum Ranken. Als Pflanzerde verwendet man am besten Orchideenerde. Solange es sommerlich warm ist, braucht die Vanillepflanze relativ viel Wasser, bei kühleren Temperaturen eher weniger. Sie verträgt keine Staunässe und kann dadurch Wurzelfäule bekommen.

Sammeltipps
Wenn man sehr großes Glück und viel Geduld hat, beginnt die selbst gezogene Vanille nach einigen Jahren im Sommer zu blühen. Damit die Blüte befruchtet wird, muss man sie von Hand bestäuben. Dazu eignet sich beispielsweise ein kleines Holzstöckchen. Wenn man dann wieder sehr viel Glück hat, entwickelt sich aus der befruchteten Blüte die lange Schote, die eigentlich eine Fruchtkapsel ist. Die Schote wird grün geerntet und anschließend blanchiert (mit kochendem Wasser übergossen). Dann wird sie langsam getrocknet. Während dieser Trocknungsphase entwickelt sich das typische Vanillearoma. Diese Sammeltipps sind eher theoretischer Natur, denn normalerweise gelingt es nur selten, die Vanillepflanze im Haus zur Blüte oder gar zur Fruchtung zu bringen



JABORANDISTRAUCH ttt


Der Paraguayjaborandi, auch Rutakraut genannt, ist eine in Südamerika heimische Pflanzen art aus der Gattung der Jaborandis in der Familie der Rautengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3! harntreibend
wissenschaftlicher Name:
Pilocarpus jaborandi
Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Verwendung

Die Blätter der Pflanze enthalten 1% Alkaloide, unter anderem Pilocarpin und Isopilocarpin, sowie  ätherische Öle. In der Heilkunde werden die Blätter unter der Bezeichnung Jaborandi foliumverwendet, bzw. Auszüge daraus. Die pharmakologische Wirkung ist hauptsächlich durch das Alkaloid Pilocarpin bedingt. Es können schon bei geringer Dosierung Nebenwirkungen wie starkes Schwitzen, Sehstörungen, Erbrechen, Durchfall,  Herzschwäche und Sekretansammlung in den Bronchien auftreten. In Deutschland gelten Jaborandiblätter und daraus hergestellte Zubereitungen, abgesehen von homöopathischen Verdünnungen ab D3, als bedenkliche Arzneimittel. Ihre Abgabe ist verboten.

Beschreibung
Der Paraguayjaborandi wächst als bis zu 3 Meter hoher  Strauch. Die  Rinde ist graubraun. Die Blätter sind lederartig und gefiedert. Die fünfzipfeligen Blüten stehen in Trauben.


BACHBLÜTEN
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