Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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11.05.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 06.05.19-12.05.19


FAULBAUM

Der Faulbaum ist ein Strauch, manchmal ein kleiner Baum. Er ist eine beliebte Zierpflanze in Parks und Gärten. Seine stinkende Rinde riecht faulig, daher auch die vielen Namen mit dem Hinweis auf den Geruch. Diese Rinde wird geerntet, getrocknet und mindestens 1 Jahr lang gereift. Eingesetzt wird die Rinde als Abführmittel. Dieses milde aber sehr wirksame Abführmittel schont die Dickdarmschleimhaut und beansprucht den menschlichen Körper kaum. Es führt nur sehr langsam zu Gewöhnungseffekten und ist sicher in der abführenden Wirkung. In Nordamerika wächst der Amerikanische Faulbaum, mit ähnlichen Wirkstoffen, lediglich bei Verstopfung soll die Wirkung stärker sein.
Der Faulbaum, genauer Echter Faulbaum genannt, ist eine Pflanzenart inner-halb der Familie der  Kreuzdorngewächse. Sie ist von Europa bis  Westsibirien und in Marokko weitverbreitet. Der Name Faulbaum geht auf den leichten Fäulnisgeruch der Rinde zurück. Die Rinde wird medizinisch als Abführmittel verwendet, die aus dem Faulbaum gewonnene Holzkohlewurde früher für die Herstellung von  Schwarzpulver verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verstopfung
Heilwirkung:
Pflanzenheilkunde: abführend, antiabsorbtiv, hydragog, laxierend, stuhltreibend, Volksheilkunde: abführend, milzanregend, kreislaufstärkend, schleimlösend, wurmtötend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Obstipation, Verstopfung, Volksheilkunde: Abszesse, Arterienverkalkung, Blutreinigung, Fettsucht, Gallenflußstauung,  Gallensteine, Gallenschwäche, Grind, Hämorrhoiden, Krätze, Leberschwellung, Mundschleimhautentzündung, Wassersucht, Verstopfung, Völlegefühl, Zahnfleischentzündung, Homöopathie: saure Diarrhö, Durchfall, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name:
Rhamnus frangula, Frangula alnus
Pflanzenfamilie:
Kreuzdorngewächse = Rhamnaceae
englischer Name:
Alder Buckthorn
volkstümlicher Name:
Amselbaum, Bauchberste, Brechwegdorn, Buckbeere, Buckstrauch, Buckthorn, Elsebaum, Faulbaum, Faulkersch, Faulkirsche, Gicht-holt, Gichtholz, Glatter Wegdorn, Grindholz, Hexendorn, Hundsbeere, Pulverholz, Purgierbeere, Scheißbeere, Schusterholz, Spargelbaum, Spillbaum, Sprickel, Stinkbaum, Stinkbeere, Stinkboom, Stinker, Stinkstrauch, Teufelsbeere, Vogelbeere, Zapfenholz, Zweckenholz
Verwendete Pflanzenteile:
Innenrinde, Rinde
Inhaltsstoffe:
Anthrachinone, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glukofranguline, Glykoside, Saponine
Sammelzeit:
Mai - Juli
Nebenwirkung:
Durchfall, Elektrolytverlust
Kontraindikation:
Darmverschluss, Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, Herzschwäche, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung
Die frische oder zu kurz gelagerte Rinde darf nicht benutzt werden, da die giftigen Bestandteile starkes Erbrechen auslösen. Nach der Einnahme dauert es 8-10 Stunden bis die Wirkung im Dickdarm einsetzt. Die optimale Menge an Rinde ist dann erreicht, wenn nach der Anwendung der Stuhl weichgeformt ist. Nicht länger als 2 Wochen an einem Stück einsetzen, es drohen Herz- und Muskelprobleme durch Kaliumverlust. Die Faulbaumrinde wird oft als Abführmittel in der Schwangerschaft empfohlen, sollte aber keinesfalls eingesetzt werden, da bei falscher Anwendung eine Fehlgeburt die Folge sein kann.
Tee
1TL zerkleinerter Faulbaumrinde auf 250ml Wasser. Kalt aufsetzen und kurz aufkochen, dann 30 Minuten ziehen lassen. Tee vor dem Schlafengehen trinken, die abführende Wirkung setzt erst am nächsten Morgen ein.
Waschungen und Umschläge
Den Tee kann man in Waschungen und Umschlägen äußerlich bei Hautkrankheiten einsetzen.
Mundspülung
1TL zerkleinerter Rinde auf 25ml Essig. Kalt aufsetzen und einige Zeit kochen, nach dem Abkühlen zur Mundspülung eingesetzt hilft gegen Entzündungen im Mundraum.
Apfelwein-Abkochung
½ TL auf 250ml Apfelwein. Kalt aufsetzen und kurz aufkochen, trinken sobald die Temperatur es erlaubt. Hilft gegen Arterienverkalkung und beugt Schlaganfällen vor.
Tinktur
Mit 5TL auf 100ml Rotwein oder Obstler lassen sich Tinkturen herstellen. Etwa 1 Esslöffel vor dem Schlafengehen zu Abführzwecken einnehmen.
Räuchern
Holz und Rinde des Faulbaumes eignen sich als Räucherpulver in der  Aromatherapie, um eine entspannende und beruhigende Atmosphäre im Raum herzustellen.
Homöopathie
In der Homöopathie wird die frische Rinde verarbeitet und als Rhamnus (D3) gegen Durchfall/saure Diarrhö eingesetzt.

Geschichtliches
Für die Antike gibt es keine Dokumentation einer Nutzung zu Heilzwecken. Aus dem Holz wurde im Mittelalter die Holzkohle für das Schießpulver/Schwarz-pulver hergestellt. Die Holzkohle aus dem Faulbaum hat den Vorteil, das der Aschegehalt sehr gering ist. Aus dem Faulbaum wurden auch Gehstöcke und Faßspunde hergestellt. Früchte und Rinde dienten als Färbemittel. Im 13./14. Jahrhundert wurde vermutlich die Rinde zu Heilzwecken (Haut- und Zahnerkrankungen) genutzt, geriet aber wieder in Vergessenheit. Im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze neu entdeckt, diesmal gegen Verstopfung. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Rinde in größerem Umfang genutzt. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert war der Faulbaum "die" Heilpflanze gegen Verstopfung. Die giftigen Früchte wurden zeitweise bei Magen-Darm-Erkankungen eingesetzt. Die Früchte wurden im Backrohr getrocknet oder zu einer Marmelade verkocht.

Pflanzenbeschreibung
Der Faulbaum ist in Europa und Asien heimisch. Der Faulbaum wächst bevorzugt an feuchten Stellen, in Hecken, Mooren, lichten Laubwäldern und Auwäldern. Der mehrjährige und sommergrüne Strauch wird meist zwischen 2 und 3 Metern hoch, selten wird er zu einem Baum bis zu einer Höhe von 8 bis 9 Metern. Bei jungen Pflanzen ist die Rinde grün, mit zunehmenden Alter wird die Rinde braungrau. Die Blätter sind verkehrt eiförmig und vorne zugespitzt. Die weiß-grünlichen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni an 2-10 blütigen Trugdolden. Aus den Faulbaum Blüten entwickeln sich von Juli bis September zunächst grüne, dann rote und am Ende violett-schwarze kugelige Steinfrüchte. Das Fruchtfleisch ist grünbraun.
Erscheinungsbild
Der Faulbaum ist ein mehrstämmiger, unregelmäßig verzweigter  Strauch, der meist Wuchshöhen von 2 bis 4 Metern erreicht. Die Stämmchen weisen einen Durchmesser von etwa 5 Zentimetern auf. Besonders auf nassen Standorten wächst er vielstämmig. Selten wächst er als kleiner  Baum, der Wuchshöhen von bis zu 8 Metern und dann Brusthöhendurchmesser von höchstens 15 Zentimetern erreicht. Junge Sträucher sind schnellwüchsig.  
Wurzel
Die  Wurzeln sind zunächst rötlich-gelb und werden später rot; bei Trocknung werden sie rotbraun. Sie bilden eine endotrophe  lt Mykorrhiza. Auf vernässten Standorten ist das Wurzelsystem ausgesprochen flach.  
Holz
Das  Holz ist halbringporig. Das  Splintholz ist gelblich-weiß, das  Kernholz gelb-rot bis rot. Die  Rohdichte be-trägt 0,56 bis 0,6 g/cm 3. Das Holz ist reich an  Fasern. Die  Holzstrahlen sind ein- bis dreireihig und 40 bis 50 Zellreihen hoch. Eine Borke wird nicht ausgebildet. Einzelne Literaturberichte sprechen von einer dunkel-grauen, schwach rissigen Borke bei dickeren Stämmen. Die Rinde ist rund 3,5 mm dick. Das Rinden parenchym bildet manchmal schmale, unregelmäßige Bänder.  Sklereiden werden nicht gebildet.  Siebröhren verlieren ihre Funktion im zweiten Jahr.  
Blatt
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 6 bis 14 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 40 bis 70 Millimetern sowie einer Breite von 25 bis 50 Millimetern oval bis eiförmig. Der Spreitengrund ist abgerundet. Die Spreitenspitze ist abgerundet bis kurz zugespitzt. Der Blattrand ist meist ganzrandig, selten undeutlich gezähnt. Beide Blattseiten sind kahl und gleich hellgrün gefärbt. Die Blattspreite besitzt sieben bis neun kräftige Blattadern-Paare, die bogig gekrümmt und parallel und an der Oberseite eingesenkt sind, während sie an der Unterseite deutlich hervorstehen. Im Herbst verfärben sich die Laubblätter gelb. Die Blätter sind die wohl wichtigste Raupennahrung der Zitronenfalter.
Blütenstand und Blüte
Zwei bis zehn Blüten stehen in einem seitenständigen  trugdoldigen  Blüten-stand zusammen. Die zwittrigen, grünlich-weißen, fünfzähligen Blüten sind mit einer Größe von 6 bis 12 Millimetern relativ klein und unscheinbar. Die Blütenachse ist napfförmig und von einem  Diskus ausgekleidet, das als  Nektarium fungiert. Die fünf weißen Kelchblätter sind dreieckig und länger als die fünf weißen, schwach zweispaltigen  Kronblätter. Die Staubblätter sind kurz und werden von je einem Kronblatt kapuzenartig umhüllt. Die Staubfäden sind kurz und die  Staubbeutelrelativ groß. Die  Narbe ist dreiteilig.  Die Blütezeit reicht von Ende Mai/Anfang Juni bis in den September. Die  Bestäubung erfolgt durch Bienen, Hummeln,  Schlupfwespen und Käfer.  
Frucht
Die bei einem Durchmesser von etwa 8 Millimetern kugeligen  Steinfrüchteenthalten zwei bis drei Kerne. Die zunächst grünen Steinfrüchte färben sich ab Juli rot und werden zur Reife ab Mitte August dann schwarz. Wegen der langen Blütezeit trägt ein Strauch meist gleichzeitig grüne, rote und schwarze Früchte. Die Früchte fallen zwischen September und Dezember ab; dadurch gibt es unter einem Strauch reichlich Verjüngung. Die Fernausbreitung erfolgt durch Vögel wie Wacholderdrosseln, Misteldrosseln und  Fasane.  

Anbautipps
Aussaat im Herbst oder Stecklinge von im Sommer. Der Faulbaum mag einen feuchten Boden und Halbschatten. Er ist pflegeleicht und bedarf keiner besonderen Aufmerksamkeit, der Faulbaum galt zeitweise als unnützes Unkraut.

Sammeltipps
Geerntet wird die Rinde im Mai bis Juli vor der Blüte von 2-3 Jahren alten Seitenzweigen. In diesem Alter ist der Gehalt an gewünschten Wirkstoffen am größten. Über dieses Alter hinaus nimmt der Wirkstoffgehalt schnell ab. Zur Ernte führt man mit dem Messer an zwei Stellen runde Schnitte durch, dann einen Längsschnitt, dann die Rinde abschälen. Man schält aus der abgelösten Rinde die zweite feuchte glänzende Rinde mit dem Messer heraus. Diese Rinde wird an einem sonnigen, warmen und luftigen Ort gut getrocknet, die getrocknete Rinde muss mindestens 1 Jahr lagern, damit sich die unerwünschten Verbindungen abbauen und die gewünschten bilden können. Im zweiten Jahr ist die Wirkstoffzusammensetzung am besten und lässt mit zunehmender Lagerzeit nach. Manchmal wird die Rinde bei etwa 100°C getrocknet um die Lagerzeit stark zu verkürzen. In Papierbeutel oder Glasbehälter aufbewahren und gut lesbar mit dem Datum der Ernte beschriften.




GÄNSEFINGERKRAUT

Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht große Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr gut verbreiten kann. Das Gänsefingerkraut liebt gutgedüngte verdichtete Böden, weshalb es häufig an Wegrändern von Acker- und Weidenflächen anzutreffen ist. In der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Krämpfe aller Art eingesetzt und zwar besonders gern in Milch abgekocht. Außerdem kann man die Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen.
Das Gänsefingerkraut ist eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Rosoideae in der Familie der Rosengewächse gehört. Es ist weithin unter dem wissenschaftlichen Namen Potentilla anserina. bekannt, wird aber nach jüngeren Forschungsergebnissen in die Gattung Argentina gestellt. Sie ist in den  gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel weitverbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, Asthma, Keuchhusten, Halsentzündung, Entzündungen der Mundhöhle, Durchfall, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Koliken bei Säuglingen, Hämorrhoiden, Angina pectoris, Schmerzhafte Periode, Menstruationsbeschwerden, Weißfluss, Epilepsie, Krämpfe, Wadenkrämpfe, Wundheilung, Entzündete Wunden, Pickel, Furunkel, Sonnenbrand
wissenschaftlicher Name:
Potentilla anserina, Argentina vulgaris, Fragaria anserina
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Silverweed
volkstümlicher Name:
Anserine, Dreckkraut, Echtes Gänsekraut, Fingerkraut, Gänserich, Ganspratzen, Handblatt, Krampfkraut, Martinshand, Maukenkraut, Säukraut, Sauringel, Silberkraut, Stierlichrut, Wiederrick
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut, Wurzeln
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Gerbstoffe, Gerbsäure, Flavone, Harzbitterstoffe, Glykoside, Krampflösender Stoff
Sammelzeit:
Mai - August

Anwendung
Phytotherapie
Das Gänsefingerkraut ist in den Kräuterschriften der Antike nicht zu finden. Das liegt wohl daran, dass es keine typische Mittelmeerpflanze ist, sondern seine Heimat in Mittel- und Nordeuropa hat. Im 15. Jahrhundert n. Chr. wird das Gänsefingerkraut in einem Kräuterbuch von Peter Schöffer erwähnt. In der germanischen Heilkunde wird das Gänsefingerkraut wahrscheinlich schon sehr lange verwendet, worauf auch die Anwendung in Milch hindeutet, die bei den Germanen sehr beliebt war. Es ist hilfreich bei  Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mund schleimhaut und des Zahnfleisches. Die  Volksmedizinsetzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der quergestreiften Muskulatur (z. B. Wadenkrämpfe), ein. Wissenschaftlich anerkannt ist inzwischen die innerliche Anwendung von Gänsefingerkraut zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen mit krampfartigen Beschwerden, anderen Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen und bei Menstruationsbeschwerden. Traditionell werden der  Droge krampfstillende Eigenschaften zugeschrieben, so dass sie häufig, auch in Fertigpräparaten, bei schmerzhafte Monatsblutungen eingesetzt wird. Diese Wirkung ist umstritten, sie konnte bisher nicht ausreichend belegt werden; ein entsprechender Inhaltsstoff dafür wurde auch nicht gefunden. Gesammelt und getrocknet zu Heilzwecken verwendet werden die Blätter während der Blütezeit von Mai bis August. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250ml kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10–15 Minuten ziehen. Die Volksmedizin kennt auch das Kauen der Wurzel, beispielsweise bei Zahnfleischentzündung. Trockenextrakt aus Gänsefingerkraut ist heute in standardisierten Arzneien wie Dragées und Teemischungen in der Apotheke erhältlich.
Krampflösend
Die Hauptwirkung des Gänsefingerkrautes ist das Lösen von Krampfzuständen, vor allem im Bereich der glatten Muskulatur, also bei allen unwillkürlich arbeitenden Muskeln, wie Verdauungsorgane, Gebärmutter usw. Daher kann man es überall dort einsetzen, wo sich etwas verkrampft, beispielsweise Darmkrämpfe, Periodenkrämpfe, aber auch Wadenkrämpfe und krampfartiger Husten. Auch verkrampfte Blutgefäße entkrampfen sich durch Gänsefingerkraut, weshalb man es gegen Angina Pectoris versuchen kann.
Entzündungshemmend und schmerzstillend
Außerdem wirkt das Gänsefingerkraut beruhigend, entzündungshemmend und schmerzstillend, was seine Einsatzmöglichkeiten noch mehr erweitert. Man kann es beispielsweise gegen Halsentzündungen und Magenschleimhautentzündungen verwenden. Reizmagen-Beschwerden können jedoch seltsamerweise verstärkt werden.
Tee
Für all diese Einsatzzwecke kann man das Gänsefingerkraut als Tee trinken. Dazu macht man einen Aufguss mit einem Teelöffel Gänsefingerkraut pro Tasse. Auch für Mischtees eignet sich das Gänsefingerkraut.
Gänsefingerkrautmilch
Mit Gänsefingerkraut kann man auch einen Milchaufguss zubereiten und bei oben genannte Beschwerden verwenden. Dazu wird das Kraut des Gänsefingerkrautes mit sehr heißer Milch übergossen und heiß getrunken. Möglicherweise können sich in der Milch manche Inhaltsstoffe besser lösen als in wässrigem Tee, denn Milch enthält außer Wasser auch Fett, in dem sich die fettlöslichen Substanzen lösen können. Schon Pfarrer Kneipp schwor auf Gänsefingerkrautmilch.
Wurzel kauen
Bei Zahnfleischentzündung wird in der Volksheilkunde die Wurzel des Gänsefingerkrautes gekaut.
Äußerlich
Als Waschung, Umschlag oder Teilbad kann man Gänsefingerkrauttee auch zur Behandlung von entzündeten Wunden verwenden. Er hilft auch bei Furunkel und Sonnenbrand. Als Sitzbad kann man das Gänsefingerkraut gegen Ausfluss bei Frauen einsetzen.
Tierheilkunde
Das Gänsefingerkraut ist auch eine beliebte Heilpflanze in der Tierheilkunde. Es wird gegen Koliken gegeben und bei Problemen mit dem Wiederkäuen. Stiere sollen angeblich durch Gänsefingerkraut fruchtbarer werden.
Küche
Die Blätter können zusammen mit anderem Wildgemüse gekocht werden. Auch die Wurzel kann man als Gemüse kochen.

Geschichtliches
Das Gänserfingerkraut ist in den Kräuterschriften der Antike nicht zu finden. Das liegt wohl daran, dass es keine typische Mittelmeerpflanze ist, sondern seine Heimat in Mittel- und Nordeuropa hat. Erst im 15. Jahrhundert n.Chr. wird das Gänsefingerkraut in einem Kräuterbuch von Peter Schöffer erwähnt. In der germanischen Heilkunde wird das Gänsefingerkraut wahrscheinlich schon sehr lange verwendet, worauf auch die Anwendung in Milch hindeutet, die bei den Germanen sehr beliebt war. Im Volksglauben gibt es die Tradition die Wurzel des Gänsefingerkrautes am Johannistag vor Sonnenaufgang auszugraben. Mithilfe eines Amulettes, das man aus dieser Wurzel herstellt, sollte man in der Lage sein, die Liebe der Menschen zu erringen.

Pflanzenbeschreibung
Das Gänsefingerkraut ist eine kriechende,  ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 Zentimeter langes  Rhizomaus. Aus den Blattachseln sprießen bis zu 80 Zentimeter lange, kriechende  Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind unterbrochen gefiedert und 7- bis 21-zählig. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die einzeln an langen Stielen stehenden, radiärsymmetrischen und zwittrigen Blüten weisen einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimeter auf. Die leuchtend gelben  Kronblätter sind nicht ausgerandet. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen.
Das Gänsefingerkraut ist in Europa bis in den Norden hinein heimisch. Es kommt überall auf der Nordhalbkugel vor. Es wächst bevorzugt auf nahrhaftem Boden, der verdichtet ist. Darum ist das Gänsefingerkraut auch auf Gänseangern sehr verbreitet, denn durch die Ausscheidungen der Gänse ist der Boden gut gedüngt und mit ihren breiten Füssen treten sie den Boden so platt, dass er verdichtet ist. Aber auch an Wegrändern, neben Feldern und auf grasigen Waldplätzen wächst die trittfeste Pflanze gerne. Im Gegensatz zu anderen Fingerkräutern hat das Gänsefingerkraut nicht nur fünf Blätter-Lappen, sondern Blätter mit sieben bis über zwanzig Lappen. Die Blätter wachsen rosettenartig aus dem Boden. Ihre Ränder sind gesägt. Auf der Oberseite sind die Blätter glänzend grün und vereinzelt haarig. Unten sind die Blätter silbrig und behaart. Aus den Rosetten treiben bis zu ein Meter lange Ausläufer aus, die an Knotenpunkten neue Blätter und zusätzliche Wurzeln treiben. Durch diese Ausläufer verbreitet sich das Gänsefingerkraut recht zügig. Auf diese Weise bilden sich oft dichte Teppiche aus Gänsefingerkraut. An den Knotenpunkten wachsen auch die gelben Blüten, die fünf Blütenblätter haben. Nachts schließen sich die Blüten, bei Regen schließen sie sich zur Hälfte.

Sammeltipps
Vom blühenden Kraut sammelt man die Blätter oder das ganze Kraut samt Blüten und Trieben. Das Sammelgut wird zügig im Schatten an luftiger Stelle getrocknet. Im Frühjahr oder Herbst kann man auch die Wurzeln des Gänsefingerkrautes sammeln.



BACHBLÜTEN
Musterhafte Hausfrau von pedantischer Genauigkeit (10 Crab Apple)
- Diese Menschen sind musterhafte Hausfrauen von solcher pedantischer Genauigkeit  
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie zwar die musterhafte Hausfrauen, jedoch nicht mehr von pedantischer Genauigkeit

BACHBLÜTEN
Man ist bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten leicht entmutigt und enttäuscht (12 Gentian)
- Diese Menschen sind bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten sehr leicht entmutigt und enttäuscht
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie nicht mehr so leicht entmutigt und enttäuscht, nur wenn einmal Schwierigkeiten auftauchen  


ERNÄHRUNG
Käse
Käse ist ein guter Eiweiß- und Calciumlieferant. Käse bietet viele der Milchinhaltsstoffe wird je nach der Herstellung eher in anderer Zusammensetzung. Käse enthält viele Mineralstoffe und essentielle Aminosäuren. Käse wird aus dickgelegter Milch, durch Abscheiden der Molke und durch mehr oder weniger weitgehender Reifung, mit Hilfe Spezieller Mikroorganismen hergestellt.


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