Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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11.04.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > April > 10.04.17-16,04,17


Petersilie
 
Die Petersilie, in Österreich und Altbayern auch der Petersil, in der Schweiz Peterli, weitere Namen Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk, ist eine zweij
ährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler und kommt wildwachsend im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln vor. In Europa und dem gesamten Mittelmeerraum gehören die je nach Sorte glatten oder krausen Blätter ihrer Zuchtformen zu den am meisten verbreiteten Küchenkraut; die besonders große Speicherwurzel der Varietät Wurzelpetersilie dient als Bestandteil von Suppengrün.
Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt. Dass die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase. Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.
Achtung!
In der Schwangerschaft sollte man keine großen Mengen von Petersilie zu sich nehmen, denn Petersilie könnte eine Fehlgeburt auslösen. Kleine Mengen als Gewürz sind bei gesunden Frauen jedoch unbedenklich. Weitere Gegenanzeigen siehe weiter unten.

Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Verdauungsstörungen, Anregung der Harnorgane
Heilwirkung:
harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Mundgeruch, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Rheuma, Blasensteine, Blasenentzündungen, Nierensteine, Bluthochdruck, Ohrenschmerzen, Depression, Müdigkeit, Kater, Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Wehen fördernd, Nachgeburt austreibend, Insektenstiche, Mückenstiche, Schuppen, Geschwüre
wissenschaftlicher Name:
Petroselinum hortense, Petroselinum crispum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Parsley
andere Namen:
Bittersilche, Bockskraut, Geilwurz, Grönte, Kräutel, Peterle, Peterling, Silk, Stehsalat
falsche Schreibweisen:
Petersillie, Petersielie
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen (Früchte), Wurzel
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Ätherische Öle, Apiin, Apiol, Apiolin, Flavonoide, Furocumarin, Gerbsäure, Glykoside, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Violaxanthin, Zink
Sammelzeit:
April bis Oktober

Anwendung

Madaus zufolge trennen antike Autoren die Petersilie nicht immer von anderen Doldenblütlern, besonders Sellerie. Bei Dioskurides treibt sie Harn und Menstruation, ähnlich bei Galen und den Hippokratikern. Auch nach Albertus Magnus fördert sie Harnausscheidung und Verdauung. Cazin berichtet eine Heilung von Anasarka nach Kindbettfieber. Paracelsus, Matthiolus und Lonicerus nennen sie harn- und  steintreibend, blähungs-, verdauungs- und menstruationsfördernd, geburtsbeschleunigend, gedächtnissteigernd, blutreinigend, hautglättend. Andere nahmen sie bei Gonorrhoe. Die Pflanze spiele im Aberglauben der germanischen und romanischen Länder von jeher eine große Rolle. Der Spruch „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“ meint wohl ihre aphrodisierende und abortive Wirkung. Die Volksmedizin nutzte Kraut und Wurzel u. a. bei Harngrieß, Nieren- und Blasensteinen, Milz- und Leberleiden, Gelbsucht, Kreislaufstörungen, Wassersucht, Verdauungs- und Blasenschwäche, Brustschmerzen, Verschleimung von Brust, Magen und Nieren, Blähungen, die Samen auch bei Fieber, Uterusleiden, geschwollener Schilddrüse, chronischem Husten und mangelnder Menstruation, den frischen Saft bei Mückenstichen. Petersilie töte Papageien und kleinere Tiere, die Früchte seien als Wurmmittel bei Hunden gut. Nach Kneipp ist Petersilie sehr bewährt bei Wassersucht. Die Kneipp-Nachfolger Eckstein und Flamm fanden zusätzlich eine leichte Anregung von Verdauung und Menstruation und empfahlen sie bei Wasser in den Beinen, in Bauch- und Brusthöhle oder im Herzbeutel, auch sonst bei schlechter Nierenfunktion, wo nicht entzündliche Prozesse bestehen. Die Homöopathie verwendet Petroselinum selten bei Harnverhalt und plötzlichem Harndrang, Urtikaria, Nachtblindheit oder Singen in den Ohren.
Petersilie kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Petersilie anzuwenden ist jedoch ihr Einsatz als Küchengewürz. In normaler Gewürzdosis haben die Peterslilienblätter jedoch keine ausgeprägte Heilwirkung, sondern höchstens eine sehr milde blutreinigende Wirkung.
Tee

Für einen Petersilientee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Petersiliensamen oder Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur

Um eine Petersilientinktur selbst herzustellen, übergießt man Petersilien-Samen, -Wurzel oder Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Tinkturen aus Samen und Blättern der Petersilie sind erheblich stärker als Tinkturen aus Blättern. Die Tinkturen aus Wurzeln bergen in hoher Dosierung die Gefahr der Schleimhautreizung vor allem der Nieren und in seltenen Fällen auch von Herzrhythmusstörungen.
Achtung!
Schwangere sollten die Petersilie nicht in größeren Mengen einnehmen, weil sonst die Gefahr einer Fehlgeburt besteht. Gesunde Schwangere dürfen Petersilie jedoch in kleinen Mengen als Gewürz essen. Patienten mit Nierenentzündung sollten auf die Petersilie als Heilpflanze verzichten. Auch nichtschwangere Gesunde sollten nicht zu viel Petersilie zu sich nehmen, denn in starker Überdosierung kann Petersilie zu Herzrhythmusstörungen führen und die Nierenschleimhäute reizen. Bei manchen Menschen löst zu viel Petersilie auch eine erhöhte Photosensibilisierung aus. Solche Überdosierungen treten eigentlich nur auf, wenn man die Samen oder Wurzeln als Tinktur anwendet und nicht bei der normalen Benutzung der Petersilienblätter in der Küche.
Innerlich

Petersilie kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Blaseninfektionen und Steine in Blase oder Niere einsetzen. (Achtung!
Nicht bei Nierenentzündungen verwenden). Außerdem hilft Petersilie gegen Verdauungsschwäche und Blähungen. Weil die Petersilie viel Vitamin C enthält, kann man sie auch zur ergänzenden Versorgung mit Vitaminen verwenden. Bei Geburten erleichtert die Petersilie die Arbeit der Gebärmutter und anschließend das Austreiben der Nachgeburt. Man sollte die Petersilie in größerer Menge aber erst nach einem ordnungsgemäßen Beginn der Geburt einsetzen.
Äußerlich

Äußerlich kann man Petersilie-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Insektenstiche lindern. Petersilie hilft äußerlich eingesetzt auch bei Kopfschuppen und Geschwüre.
Küche

Hauptsächlich wird die Petersilie als Gewürz in der Küche angewendet. Sie passt zu Suppen und Salaten. Auch in Kräuterquarks kann man sie verwen-den. Eine moderne Anwendung der Petersilie ist auch ein Pesto, das man vor allem aus der glatten Petersilie mit zerkleinerten Pinienkernen und Pflanzenöl herstellen kann, anstelle von Basilikumblättern. Die Petersilienwurzel kann man ähnlich wie Karotten oder Pastinaken als Wurzelgemüse kochen. Vor allem in Gemüsesuppen schmeckt sie sehr lecker.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale

Die Petersilie ist ein zweijähriger Hemikryptophyt. Sie besitzt eine mehr oder weniger rübenförmige Wurzel. Aus dieser entspringen meist mehrere kahle Stängel, die aufrecht, stielrund bis leicht gerillt, sowie häufig röhrig sind. Die Stängel sind wie die ganze Pflanze kahl. Die Petersilie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 (selten 100) Zentimeter. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, weiter oben sind die Blätter mit breiten, weißen, hautrandigen Scheiden am Stängel sitzend. Die Blätter sind dunkelgrün. Die untersten sind doppelt bis dreifach gefiedert. Die Zipfel sind im Umriss keilig bis breit eiförmig, fiederschnittig oder gelappt. Sie tragen eine knorpelige Spitze und sind ein bis zwei Zentimeter lang. Bei Kulturformen sind die Blätter glatt oder kraus. Die krausen Formen werden in Produktion und Samenhandel wiederum in 3 Gruppen eingeteilt: In grob bis mittelfein gekrauste (curled = type perlé = geperlt), Typ Paramount, fein bis sehr fein gekraust (extra krause = double/triple curled), Typ Mooskrause sowie Farnblättrige Petersilie (fern leafed). Die Stärke der Blattkräuselung wird hierbei mit einer Skala von 1-9 als gering bis sehr stark bewertet.
Blüten und Früchte

Die Dolden sind lang gestielt und haben acht bis 20 Strahlen. Die Dolden
strahlen sind alle etwa gleich lang. Die ein bis drei Hüllblätter sind lanzettlich bis pfriemlich. Die je sechs bis acht Hüllchenblätter sind linealisch bis pfriemlich und rund halb so lang wie die Blütenstiele. Die Kronblätter sind grünlichgelb, häufig rötlich überlaufen und rund 0,6 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind proterandrisch und werden durch Insekten (Dipteren, Hymenoperen) bestäubt. Die Früchte sind 2,5 bis drei Millimeter hoch und 1,5 bis zwei Millimeter breit. Ihre Form ist breit eiförmig. Zwischen den Hauptrippen sind sie dunkelbraun, die Hauptrippen selbst sind hellgelb, sehr dünn und stehen deutlich vor.
Die Petersilie kommt ursprünglich aus Südeuropa. Sie ist jedoch inzwischen in ganze Europa, Russland, Indien und Nordamerika heimisch geworden. Die zweijährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Im Frühjahr treibt die rübenartige Wurzel einen Strauß mit vielen Stängeln aus, an denen entweder krause oder glatte Blätter wachsen, denn es gibt glatte und krause Petersiliensorten. Erst im zweiten Jahr wachsen einige der Stängel nach oben und bilden ab Juni bis Juli gelbgrüne Doldenblüten aus. Aus den Petersilien-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die aromatischen Früchte mit den Samen.


Schwarznessel  

Die Schwarznessel, auch Stink-Andorn und Schwarzer Gottvergess genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Lippenblütler. Von den weltweit etwa 31 Arten der Gattung Schwarznesseln kommt nur diese eine Art in Mitteleuropa vor.

Steckbrief

Heilwirkung:
Gicht, Hysterie, Menstruationsstörungen, Nervenstörungen, Rheuma, Schluckbeschwerden, Würmer, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend
wissenschaftlicher Name:
Ballota nigra

Verwendung in der Heilkunde

Das Kraut der Schwarznessel wird zum Teil noch in der Volksheilkunde angewandt. Als leichtes Beruhigungsmittel bei krampfartigem Husten und Nervosität, wie zum Beispiel bei leichter Schlaflosigkeit. Des Weiteren bei nervösen Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfen. Die Wirkung der Droge wird als spasmolytisch und beruhigend beschrieben. Die traditionellen Anwendungen können jedoch nicht mit klinischen Daten belegt werden. Hauptinhaltsstoffe sind Ballotenol, die Flavonoide Apigenin, Luteolin, Scutellarein, ätherisches Öl, das für den charakteristischen, oft als widerlich beschriebenen Geruch der Pflanze verantwortlich ist, der Bitterstoff Marrubiin und diverse phenolische Verbindungen und Gerbsäuren wie Kaffeesäure, Ferulasäure. Der Gehalt an Marrubiin, das als spasmolytisch, schmerzlindernd und gastroprotektiv gilt, könnte für die beschriebenen Wirkungen bei Verdauungsbeschwerden verantwortlich sein.

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blätter

Die Schwarznessel wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 100 Zentimeter. Dieser Hemikryptophyt oder Chamaephyt bildet ein kurzes, kriechendes Rhizom als Überdauerungsorgan. Sie entwickelt meist mehrere aufrechte oder aufsteigende, meist ästige Stängel. Die Sprosse sind in der Regel locker weich behaart, seltener fast zottig behaart oder fast kahl. Sie sind trübgrün und besonders im Herbst braun-violett angelaufen. Sie riechen unangenehm. Die mittleren Indernodien des Stängels sind etwa 5-12 Zentimeter lang. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind gestielt. Der Stiel ist 0,5-3 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist eiförmig bis fast kreisrund, 2-7 Zentimeter lang und 1,5-3,5 Zentimeter breit. Sie ist am Grunde schwach herzförmig, gestutzt oder keilförmig und ringsum fein gekerbt bis grob und oft unregelmäßig gesägt. Die Blattunterseite ist durch die stark hervortretenden Nerven runzlig. Die Blattspreite ist meist beiderseits behaart, oberseits aber oft verkahlend und etwas glänzend.
Blüten und Früchte

Die Blütens sind kurz aber deutlich gestielt und stehen meist in 4-10-blütigen, lockeren, oft kurz gestielten Cymen in den Achseln gewöhnlicher Stängelblätter. Die Vorblätter sind pfriemlich und halb so lang bis so lang wie die Kelche. Die zygomorphen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Der Kelch ist röhrigtrichterförmig, flaumig bis seidig-zottig behaart, mit 10 kräftig vortretenden Nerven und 5 begrannten Zähnen. Die Kronblätter sind bläulich-rot gefärbt. Neben vormännlichen Zwitterblüten kommen auch rein weibliche Blüten vor. Die Kronröhre ist gerade, sie tritt aus dem Kelchschlund hervor und besitzt am Grunde einen Haarring. Die Oberlippe ist elliptisch, wenig gewölbt und außen angedrückt weiß behaart. Die Unterlippe ist ebenso lang wie die Oberlippe; sie ist dreilappig mit verkehrt-eiförmigem, oft ausgerandetem oder schwach gezähneltem Mittellappen. Sie ist herabgeschlagen und weißlich gezeichnet. Die Staubblätter sind nur am Grund schwach behaart. Es werden Klausenfrüchte gebildet. Die Nüsschen sind eiförmig, 2 Millimeter lang und ziemlich glatt.


BACHBLÜTEN
Man hat Angst, dass sich hinter harmlosen Beschwerden des anderen eine schlimme Krankheit verbergen könnte (25 Red Chestnut)

- Diese Menschen haben Angst, wenn sich jemand sich bei ihnen beschwert, dass hinter dieser eine Krankheit verbergen
 
könnte
- Mit der dementsprechenden Bachblüte vergeht allmählich diese Angst und sehen nicht mehr hinter einer Beschwerde
 
eine Krankheit

BACHBLÜTEN
Man gibt bei Genesung von einer Krankheit nur widerwillig zu, dass es einem besser geht (38 Willow)

- Diese Menschen geben ihrer Genesung von einer Krankheit nur ungern zu, dass es ihnen besser geht
- Mit der dementsprechenden Bachblüte geben sie ihre Genesung zu, dass es ihnen besser geht


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