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11.01.2020

tägliche News > Januar > 06.01.20 - 12.01.20
Irländisches Moos
Das irländische Moos ist eigentlich eine Rotalge und kommt an den Küsten des Nordatlantiks vor. Die Algen sind gallertartig und fleischig und meistens rot oder violett gefärbt. Sie verzweigen sich geweihähnlich und werden bis zu fünfzehn Zentimeter lang. Da sie reichlich Schleim enthalten, können sie Husten lindern. Auch Reizungen der Verdauungsorgane können durch das irländische Moos beruhigt werden.
Steckbrief
Heilwirkung: reizlindernd, schleimlösend, Husten, Bronchitis, Katarrhe der oberen Luftwege, Reizhusten, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Chrondrus crispus
englischer Name: Carragaheen
volkstümliche Namen: Carrageen, Felsenmoss, Irländischer Perltang, Irlän-disches Moos, Karragaheen, Knorpeltang, Perlmoos
Verwendete Pflanzenteile: Die Alge
Inhaltsstoffe: Schleim, Proteine, Mineralien, Jod, Brom
Sammelzeit: Ganzjährig
Nutzng
Angetriebener Knorpeltang wurde in Irland und Schottland seit langem als Nahrungsmittel und Tierfutter gesammelt. Getrocknet wurde dieses "Irische Moos" oder "Carrageen", das meist eine Mischung mit dem ähnlichen Kraus-sterntang Mastocarpus stellatus und anderen Rotalgen war, seit dem 19. Jahrhundert als schleimlösendes Volksheilmittel bei Atemwegserkrankun-gen verwendet. Eine weitere Anwendung für Carrageen-Moos bestand bei der Herstellung von Marmorpapier als Grund (sog. Schlichte) zum Auftrag der Farben. In geringem Umfang wird der Knorpeltang in Irland auch heute noch zum Kochen und für Gesundheitstränke gesammelt. In Kanada werden bunte Varietäten gezüchtet und getrocknet als Salatneuheit vermarktet. Heute wird der Knorpeltang vor allem in Kanada und Frankreich als bedeutende Quelle zur Gewinnung des Rohstoffs Carrageen kultiviert. Dieser Emulgator und Sta-bilisator wird vor allem in der Nahrungsmittelindustrie, pharmazeutischen Industrie und Kosmetikindustrie eingesetzt. In Deutschland ist eine Kosmetik-serie nach dem "Irisch Moos" benannt.
Beschreibung
Der Knorpeltang besitzt einen aufrechten Thallus von 10 bis 15 (selten 20) Zentimeter Höhe. Seine Färbung ist dunkelrot bis purpurbraun, unter Wasser manchmal bläulich irisierend, bei Exemplaren, die in Felstümpeln starkem Licht ausgesetzt sind, dagegen meist grünlich-gelb. Am steinigen Untergrund ist er mit einer mehrjährigen Scheibe festgewachsen, woraus Thallusbüschel ver-schiedenen Alters entspringen. Deren unterer stielartiger Teil ist direkt über der Scheibe rund, weiter oben zusammengedrückt. Der Thallus verbreitert sich allmählich in einen flachen, häutig-knorpeligen blatt- oder fächerartigen Teil, der sich wiederholt gabelig teilt und oben abgerundet endet. Die Alge zeigt ein sehr vielfältiges Erscheinungsbild: sie kann bei starker Verzweigung an einen welligkrausen Schwamm oder an Grünkohlblätter erinnern oder bei geringer Verzweigung flach blattartig aussehen. An den Rändern finden sich gelegent-lich kleine Auswüchse. Vermutlich sind die unterschiedlichen Standortbedingungen für die große Variabilität entscheidend. Wie bei den meisten Rotalgen gleichen sich Gametophyten und Tetrasporophyten. Auf den häufig vorkom-menden Tetrasporophyten werden zu jeder Jahreszeit in dunkelroten, flachwarzenförmigen Flecken (Sori) die Tetrasporen gebildet. Diese werden freigesetzt, keimen aus und wachsen zu männlichen und weiblichen Gametophyten heran. Auf den weiblichen Gametophyten entstehen in den jüngeren Thallusabschnitten eingesenkte ovale Fortpflanzungsorgane (Zystokarpien), welche nach Befruchtung der Eizellen die dritte Generation, den Karposporophyten umhüllen. Durch Degeneration der Zellen der Umhüllung werden die Fortpflanzungszellen (Karposporen) frei. Aus ihnen entstehen wieder Tetrasporophyten.

Meerträubel tt
Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Es gibt mehrere Ephedra-Arten, die wichtigsten: Ephedra distachya/vulgaris (Europäisches und amerikanisches Meerträubel), geringe Konzentration an Wirkstoffen. Auf dieser Seite hier geht es vorwiegend um diese milderen Arten. Ephedra sinica (Ma-Huang, Chinesisches Meerträubel), hohe Konzentration an Wirkstoffen. Die meisten Sorten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung: anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung, Homöopathie: Kropf, Morbus Basedow, Schilddrüsenerkrankungen, Schilddrüsenvergrößerung, Schilddrüsenverhärtung, Struma
wissenschaftlicher Name: Ephedra
Pflanzenfamilie: Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name: Chinese Ephedra, Joint Pine
volkstümlicher Name: Meerträubel, Meerträubchen, Mormonentee
Verwendete Pflanzenteile: junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen: Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhyth-musstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufproble-me, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen: Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...
Anwendung
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hinterein-ander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Son-nentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) bei Asthma bronchiale und Husten.
Homoöpathie
Meist als Ephedra distachya Dil. D3 in Kombination mit anderen Mitteln einge-setzt.
Geschichtliches
Wird sein etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leis-tungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem bei Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungs-pflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt. In der Homöopathie weiterhin gegen Schilddrüsenerkrankungen im Gebrauch.
Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manch-mal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blät-ter sind schuppenartig reduziert. Die Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wir-teln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samen-reife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune Samen gebildet. Die Meerträubelgewächse sind an vielen Orten der Welt heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60 cm selten bis zu 100 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.
Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.
Sammeltipps
Stengel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.

Bachblüten
Ich habe starkes Verlangen nach Aufmerksamkeit (14 Heather)
-        Diese Menschen haben ein sehr starkes Verlangen nach Aufmerksamkeit
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieses Verlangen nach Aufmerksamkeit eindämmen
Bachblüten
Ich bin ein aufbrausender Mensch (15 Holly)
-        Diese Menschen können sehr aufbrausend sein
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die aufbrausen-de Art allmählich ablegen
Essentiell
ESSENTIELL bedeutet LEBENSNOTWENDIG!!!
Ein Nährstoff gilt als essentiell, wenn ihn unser Körper nicht oder nicht ausreichend selbst herstellen kann und wird somit auf die Versorgung mit die-sem Nährstoff über die Nahrung angewiesen sind.
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