Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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11.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 08.01.18-14.01.18


ZYPRESSE    

Beim Anblick der säulenartigen Zypresse, die sich schmal in den Himmel reckt, fühlt man sich sofort ans Mittelmeer versetzt, wenn man sich nicht sowieso schon am Mittelmeer aufhält. Die würzig duftenden Zypressen sind nämlich Inbegriff der Mittelmeerländer, obwohl die Zypresse ursprünglich aus Asien gekommen ist. Schon den Griechen der Antike war die Zypresse wohlbekannt und sie galt ihnen als wichtige Heilpflanze. Nahezu alle Teile der Zypresse sind heilkräftig und schon allein mit ihrem Duft kann sie Atemwegserkrankungen heilen.
Die Zypressen
, griech. κυπαρισσος kyparissos sind eine Pflanzengattung in der Familie der Zypressengewächse. In einigen Landschaften sind die Zypressen prägend für die Kulturlandschaft, etwa die  Mittelmeer-Zypresse in der  Toskana.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Erkältungen
Heilwirkung:
antibakteriell, antiseptisch, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, Grippaler Infekt, Fieber, Darmentzündungen, Durchfall, Rheuma, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Hämorrhoiden,  Afterjucken, Krampfadern, Schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name:
Cupressus sempervirens
Pflanzenfamilie:
Zypressengewächse = Cupressaceae
englischer Name:
Cypress
volkstümlicher Name:
Echte Zypresse, Italienische Zypresse, Mittelmeer-Zypresse, Säulenzypresse
Verwendete Pflanzenteile:
Zweige, Früchte, Holz
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle
Sammelzeit:
Zweige: Spätwinter bis Frühjahr, Früchte: Mai bis Juni, Holz: ganzjährig

Anwendung
Viele Arten werden als Zierbäume in Parks angepflanzt, in Asien um Tempel. Einige Arten, wie etwa die  Monterey-Zypresse, werden auch wegen ihres Holzes angebaut. Die schnellwachsende Hybride  Leyland-Zypresse, die vor allem in Großbritannien häufig in Gärten angepflanzt wird, ist eine intergenerische Kreuzung, also zwischen zwei Gattungen: der Monterey-Zypresse mit der Nootka-Scheinzypresse, auch Alaska-Zeder genannt. Aus den nadelförmigen Blättern, Trieben und Früchten gewinnt man das Zypressenöl, das in der Homöopathie zur Behandlung von Kopf- und Gelenkschmerzen verwendet wird, außerdem in der Kosmetik- und Parfümindustrie. Extrakte aus Rinde, Früchten und Holz wurden als Adstringens, gegen  Diarrhoe, Bronchitis und Würmer, äußerlich bei  Varizen und  Hämorrhoiden verwendet. Das Bauholz der Zypresse ist hart, dichtfaserig, von feiner rötlicher Farbe und sehr haltbar. Während der Antike wurde es für Pfosten, Dachsparren, Balken und für die Konstruktion von Weinpressen, Tischen und Musikinstrumenten verwendet und war in dieser Hinsicht so wertvoll, dass eine Zypressenplantage als zureichende Mitgift für eine Tochter galt. Zypresse kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als ätherisches Öl anwenden.
Tee aus den Zweigen
Für einen Zypressentee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Zypressenzweige mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich bei Erkrankungen der Atemwege, z.B. Husten oder Asthma. Auch bei Hämorrhoiden kann man den Tee der Zypressenblätter trinken. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Zypresse-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Zypresse-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tee aus dem Holz
Aus dem zerstoßenen Holz kann man auch einen Tee zubereiten. Man lässt ihn eine Viertelstunde ziehen oder man kocht das Holz mit dem Wasser zusammen auf und lässt beides zusammen ziehen. Solch einen Tee aus dem Zypressenholz kann man bei Gebärmutterprobleme und Dickdarmerkrankungen trinken.
Tee aus den Früchten
Aus den unreifen Früchten (Zapfen) kann man einen Tee zubereiten, wie aus den Zweigen. Die Früchte kann man gegen Erkältungen und Darm-Entzündungen einsetzen. Auch zur Behandlung von Frauenbeschwerden sind sie geeignet.
Tinktur
Um eine Zypresse- Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Zypressenzweige, Früchte oder Holz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Der Einsatzzweck entspricht der Anwendung der Tees.
Ätherisches Öl
Die Anwendung des ätherischen Zypressenöls ist vielfältig. Man kann das Zypressenöl in Salben und Cremes einsetzen, beispielsweise gegen Krampfadern oder auch einfach, weil einem der Duft gefällt. In der Duftlampe verbreitet die Zypresse einen würzigen Duft, der die Atemwege desinfiziert und befreit.
Äußerlich
Äußerlich kann man Zypressetee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man als Sitzbad Hämorrhoiden behandeln. Zypresse hilft äußerlich eingesetzt auch gegen Krampfadern und schlecht heilende Wunden.

Geschichtliches
Von den Phöniziern wurde die Zypresse aus Asien ans Mittelmeer gebracht. Die Perser glaubten, dass die Zypresse der erste Baum im Paradies sei. Anderen Völkern gilt die Zypresse als Baum der Trauer, weshalb man sie auch häufig auf Friedhöfen findet. Schon Hippokrates im antiken Griechenland verwendete die Zypresse bei Schwindsucht (Tuberkulose). Man brachte die Kranken in Zypressenwälder, damit sie den intensiven Duft der Zypressen einatmen konnten. Außerdem wurden die Zweige und das Holz der Zypresse schon in der Antike gegen Gebärmutter- und Darm-Erkrankungen verwendet. Galen setzte die Blüten der Zypresse gegen Darmentzündungen und Durchfall ein. Im Mittelalter wurden die Blätter der Zypresse bei Hämorrhoiden verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Zypressen sind immergrüne  Bäume oder  strauchförmige Gehölze. Die Wuchsformen der Zypressenarten und -Kulturformen variieren von verzwergt bis hoch, von hängend bis säulenförmig, von hochkronig bis ausladend. Ihr schnelles Wachstum und das dichte Laub machen sie zu einem geeigneten Windschutz. Die schuppenförmigen Blätter stehen kreuzgegenständig in vier Reihen an den Zweigen. Zypressen sind einhäusig, bilden also männliche und weibliche  Zapfen auf einem Baum. Die männlichen Zapfen besitzen 4 bis 10 Paare  Sporophylle. Jedes Sporophyll trägt 3 bis 10 Pollensäcke. Die weiblichen kugeligen bis eiförmigen Zapfen benötigen etwa zwei Jahre bis zur Reife, sie bleiben aber oft viele Jahre geschlossen, bis sie sich durch Feuereinwirkung öffnen. Die 8 bis 43 mm großen Zapfen besitzen meist 3 bis 6 (2 bis 7) Paare dicker, holziger Zapfenschuppen. Jede Zapfenschuppe trägt je nach Art 3 bis 20 Samen. Die Samen besitzen zwei Flügel.
Die Zypresse kommt ursprünglich aus Asien und ist im Mittelmeerraum heimisch. In Mitteleuropa gedeiht sie nur an besonders milden Stellen, beispielsweise im Kaiserstuhl am Oberrhein. Sie wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen Plätzen. Der Nadelbaum wird bis zu 30 Meter hoch, meistens bleibt er jedoch kleiner. Die typische Form der Zypresse ist sehr schmal, wie eine Säule. Daher wird sie auch Säulenzypresse genannt. Die Nadelblätter der Zypresse sind schuppenartig. Der Duft ist würzig und balsamisch. Aus den kleinen Blüten entwickeln sich zapfenartige Früchte, die bis zum Herbst heranreifen.

Sammeltipps
Da die Zypresse in Mitteleuropa sehr selten ist, darf man von fremden Pflanzen nicht einfach so ernten. Entweder man fragt den Besitzer oder man pflanzt selbst eine Zypresse an. Von Zypressen im eigenen Garten darf man natürlich ernten. Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, wenn die Säfte beginnen zu steigen, kann man die Zweige ernten. Die Früchte erntet man, solange sie noch weich sind, also zwischen Mai und Juni. Das Holz kann man ganzjährig ernten.




AZTEKISCHES SÜSSKRAUT

Das Aztekisches Süßkraut ist in den letzten Jahren als ergiebige Alternative zu Stevia bekannt geworden. Es ist eine schöne Zierpflanze, verströmt einen aromatischen honigmelonigen und minzigen Duft und eignet sich wegen der langen Ranken für Blumenampeln. Da das Aztekisches Süßkraut nicht nur ein gutes Süßmittel ist, sondern auch ein besonderes Aroma hat, eignet es sich für Tees und viele Süßspeisen. Der Süßstoff ist 1000x stärker als Zucker. Das Aztekisches Süßkraut ist auch eine alte Heilpflanze. Die Azteken nutzten das Süßkraut als Universalheilmittel. Man sollte darauf achten, dass man das Aztekisches Süßkraut nicht über einen längeren Zeitraum oder in größeren Mengen nutzt.
Das Aztekische Süßkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung Süßkräuter innerhalb der Familie der  Eisenkrautgewächse. Sie ist in der Neotropis verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten, Magen-Darm-Krankheiten
Heilwirkung:
beruhigend, durchblutungsfördernd, entspannend, lindernd, menstruationsfördernd, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Asthma, Atemnot, Bronchitis, Erkältungen, Husten, Koliken, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name:
Lippia dulcis
Pflanzenfamilie:
Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name:
Aztec sweet herb, sweet lippia
volkstümlicher Name:
Aztekisches Süßkraut, Tzopelic Xihuitl
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Hernandulcin, Kampfer (Campher), Quercetin, Sesquiterpen
Sammelzeit:
das ganze Jahr
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Nierenleiden
Nebenwirkungen:
Bei großen Mengen oder längerer Nutzung: Amnesie, epileptische Anfälle, Dämmer- und Verwirrtheitszustände

Anwendung
Die häufigste Art, Aztekisches Süßkraut anzuwenden ist
In Tee-Mischungen
Die Süßkrautblätter süßen die Tees und ergänzen den Tee um ein minze-meloniges Aroma. Der Tee bekommt zusätzlich eine tonisierende und entspannende Wirkung.
Tinktur
Eine  Tinktur aus den Blättern hilft bei Magen-Darm-Problemen.
Wurzel
Die frische Wurzel Tzopelica Cococ wird gekaut. Wurzel als  Kaltauszug aber mit lauwarmen Wasser. Beides hilft bei Husten.

Geschichtliches
Die Azteken setzten ihr Süßkraut mit dem Namen Tzopelic Xihuitl (falsch? Tzopelic Xlhuitl) gegen Asthma, Bronchitis, Erkältungen und Koliken ein, im Grunde genommen wurde es als Universalmittel genutzt. Im 16. Jahrhundert wurde es vom Spanier und Mediziner Hernández beschrieben. Heute wird es vor allem als Süßstoff mit feinem Eigenaroma eingesetzt, mit schnell steigender Beliebtheit.

Pflanzenbeschreibung
Aztekisches Süßkraut ist in Mittel- und Südamerika heimisch. Es wächst dort bevorzugt an Gräben, Teichen und Feldrändern. Der mehrjährige Halbstrauch wird 20 bis 30 Zentimeter hoch. Die kriechende Ranken des Aztekisches Süßkrauts können mehrere Meter lang werden. Die ovalen Blätter sind dunkelgrün und etwa 30-40 mm lang. Die kleinen weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und September an den Blattachseln.
Vegetative Merkmale
Das Aztekische Süßkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die an ihrer Basis manchmal etwas verholzt. Die liegend bis niederliegenden oder aufrechten Sprossachsen können anfangs winzig behaart sein, verkahlen aber schnell.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 4 Zentimetern eiförmig oder selten lanzettlich mit spitzem oberen Ende.
Generative Merkmale
Der Blütenstandsschaft ist 2,5 bis 5 Zentimeter lang. Der kopfige  Blütenstand ist 0,4 bis 0,9 Zentimeter lang sowie 0,4 bis 0,6 Zentimeter breit und vergrößert sich bis zur Fruchtreife auf eine Länge von 1 bis 1,8 Zentimetern und einen Durchmesser von 0,5 bis 0,6 Zentimetern. Von den grünen Tragblätter sind die unteren bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern sowie einer Breite von 1,25 bis 3 Millimetern eiförmig oder lanzettlich und die oberen bei einer Länge von etwa 3 Millimetern sowie einer Breite von 1,25 bis 2 Millimetern verkehrt-eiförmig-spatelförmig, selten rhombisch; sie sind stachelspitzig.  
Die zygomorphen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind 1 bis 1,25 Millimeter lang und kurz behaart. Die vier weißen Kronblätter sind etwa 3 Millimeter lang. Es sind vier  Staubblätter vorhanden. Der  Griffel endet in einer zweilappigen Narbe.
Die Früchte sind vom halt-baren Kelch umgeben und zerfallen bei Reife in zwei Steinfrüchte, die jeweils einen Samen enthalten.

Anbautipps
Ableger kann man aus den holzigen Rankenteilen leicht selbst ziehen. Das Aztekische Süßkraut mag durchlässigen Böden. Es eignet sich eine Mischung aus Sand und Lehm. Der Standort sollte sonnig sein. Da die Pflanze keinen Frost verträgt, sollte man das Aztekische Süßkraut in Töpfen oder Blumenampeln halten, die im Winter an einen hellen kühlen Ort gebracht werden. Die langen Ranken sollte man von Zeit zu Zeit kürzen, da diese einige Meter lang werden können. Die Pflanze eignet sich auch als Zimmerpflanze oder für den Wintergarten.

Sammeltipps
Man kann das ganze Jahr über von dem Aztekischen Süßkraut ernten. Man kann die Blätter frisch und getrocknet benutzen.



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