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10.12.2019

tägliche News > 2019 > 09.12.19 - 15.12.19
PARAKRESSE
Die Parakresse ist eine schöne Pflanze mit leuchtend gelben Blüten und einem roten Zentrum. Darüber hinaus hat diese Pflanze einen ungewöhnlichen Effekt, wenn man die frischen Blätter oder Blüten kaut. Im Mund fühlt es sich an, als ob man ein Brausepulver gegessen hätte, ein schneller Wechsel zwischen süß, sauer und salzig, der Speichelfluss wird gesteigert und die Zunge und der Mundraum werden leicht betäubt. Nach ein paar Minuten lässt die Wirkung nach. Die Parakresse ist Gemüse und Heilpflanze.
Mit Jambu [ʒãˈbu] wird in Nordbrasilien die Pflanzenart Acmella oleracea (Familie der Korbblütler) bezeichnet. Irreführend ist die zuweilen verwendete deutsche Bezeichnung „Parákresse“, die eine Zugehörigkeit zur Familie der Kreuzblütengewächse suggeriert. A. oleracea ist nur aus Kultur bekannt, als Heimat wird Peru vermutet. Sie wird im Englischen wegen ihrer schmerzbetäubenden Wirkung toothache plant („ZahnwehPflanze“) genannt, wegen der Form der Blütenköpfchen findet sich auch die Bezeichnung eyeball plant („Augapfel-Pflanze“). Ebenfalls der Form der Blütenköpfchen wegen wird sie, wie einige andere Pflanzenarten, im Deutschen „Husarenknopf“ genannt. Andere volkstümliche Namen sind „Parakressekraut“ und „Prickelknopf“. In Großhandelsmärkten kann man die Blütenköpfe als Sechuan-Buttons kaufen. Sie haben allerdings eine geringe Haltbarkeit. Zumindest zwei weitere Arten der Gattung Acmella (Acmella ciliata, Acmella brachyglossa) werden ebenfalls als „Jambu“ bezeichnet, haben aber keine größere Bedeutung für den kommerziellen Anbau.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Adstingens, Anästhetikum, Antiphlogistikum
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, betäubend, entzündungshemmend, immunstärkend, speichelflußfördernd
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Abwehrschwäche, Blutparasiten, Borreliose, Candida Albicans, Gicht, Insekten, Malaria, Mundschleimhautentzündung, Pilzinfektionen, Rheuma, Zahnfleischentzündung, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Spilanthes oleracea L., Acmella oleracea
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: eyeball plant, paracress, toothache plant
volkstümlicher Name: Husarenknopf, Jambú, Parakresse, Parakressenkraut, Parákresse, Prickelknöpfe
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cerotinsäure, Fette, Gerbstoffe, Harze, Phytosterol, Scharfstoffe, Spilanthen, Spilanthol
Sammelzeit: Freiland: Juni bis Oktober, Topf: das ganze Jahr

Anwendung
Gekochte Jambu-Blätter werden im Norden Brasiliens für verschiedene traditionelle Gerichte verwendet, vor allem in Verbindung mit Tucupi, z. B. Pato no Tucupi (Ente und Jambu-Gemüse, gekocht in Tucupi), oder die Suppe Tacacá, eine Brühe aus Tucupi, mit eingesalzenen Garnelen, Jambu und Goma (zu einer geleeartigen Masse verrührte Maniokstärke), beides kulinarische Spezialitäten in der Region Belém. Jambu-Blätter erzeugen ein für den europäischen Gaumen ungewohntes „prickelndes“, leicht betäubendes Gefühl an der Zungenspitze. Jambu-Blättern wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben; antibakterielle Effekte konnten allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Pflanzen werden in der Volksheilkunde gegen Rheuma, Gicht, Zahnfleischentzündungen und Hautpilz eingesetzt. Wenn die Blätter roh zerkaut werden, beginnt es nach wenigen Sekunden auf der Zunge zu prickeln ähnlich der Wirkung von Brausepulver, wobei sich ein aromatischer Kräutergeschmack ausbreitet. Der Geschmack ist ungewohnt, es erinnert an Brausepulver ohne die Süße. Kurz nach dem Kauen von frischen Blättern oder den Blüten hat man ein prickelndes säuerliches Gefühl im Mund, die Speichelproduktion wird stark gesteigert. Für einige Minuten ist der Mundraum leicht betäubt. In einigen Regionen wird dieser Effekt genutzt um extrem scharfe Speisen (Chili/ Pepperoni) essen zu können. Die Pflanze wird auch in der Homöopathie eingesetzt.
Salat
Blüten und geschnittene Blätter in normale Salate geben. Stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen im Mund und Rachen.
Breiumschlag
Ein frischer Brei aus den Blättern auf schmerzende Stellen (z.B. bei Rheuma/Gicht) legen, hilft auch bei Pilzinfektionen.
Blätter kauen
Frische Blätter oder Blüten kauen, hilft gegen Entzündungen um Mundraum.
Geschichtliches
Die Parakresse ist eine Kulturpflanze, die in Südamerika vermutlich aus Acmella alba (Peru) gezüchtet wurde. Andere sehen die Heimat in Madagaskar. In vielen Gegenden wird noch heute der Salat, scharfe Speisen und Gemüsegerichte mit der Parakresse ergänzt. Wegen des erstaunlichen Effekts beim Genuss der rohen Blätter findet diese Pflanze in den letzten Jahren auch in Europa viele Freunde. Oft als Partyspass in Salaten.
Pflanzenbeschreibung
Acmella oleracea ist eine einjährige, krautige Pflanze. Die Laubblätter sind einfach und haben einen gekerbten Blattrand. Es werden körbchenförmige Blütenstände gebildet. Die Früchte sind Achänen. Diese Art ist sehr frostempfindlich. Die Parakresse ist eine Kulturpflanze und in Südamerika heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen und warmen Standorten. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind oval und etwa 5 cm lang. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Mit zunehmender Reife werden die Blütenstände länger und gelb, dabei behalten diese noch einige Zeit eine rote Mitte, die zum Schluss verschwindet. Die Blütenstände haben einen Durchmesser von 1 cm und werden bis zu 2-3 cm lang. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Anbautipps
Die eigene Aufzucht aus Samen ist schwierig. Aussaat im Frühling auf nährstoffreichen Boden, den Boden feucht halten. Die Pflanze verträgt keinen Frost, die Temperatur sollte immer über 10°C liegen. Am besten in Tontöpfen kultivieren, im Sommer auf Balkon oder Terrasse und im Winter ins Zimmer oder Wintergarten, so hält die Pflanze länger. Nur sehr wenig düngen. Die Parakresse ist bei Schnecken und Raupen sehr beliebt.
Sammeltipps
Die Blätter und Blüten können über einen längeren Zeitraum geerntet werden. Man verwendet die frischen Blätter und Blüten. Man kann die Blätter und Blüten auch an einem warmen und luftigen Ort trocknen.

RATANHIA
Ratanhia, auch Rote Ratanhia, Peru- oder Payta-Ratanhia, ist eine aus den Anden Boliviens und Peru stammende Pflanzenart der einzigen Gattung Krameria der Familie der Krameriaceae.
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Magenschleimhautentzündung, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name: Krameria Triandra
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Anwendung
Die rotbraunen Wurzeln des Strauchs werden in der Pflanzenheilkunde als adstringierendesMittel in Form von Tinkturen eingesetzt. Diese wird bei Entzündungen des Zahnfleisches, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, wie Stomatitis oder Pharyngitis angewendet, meist als Gurgelmittel oder Einpinselung. Oft wird Ratanhiatinktur zur Anwendung mit Myrrhentinktur gemischt. In der Rinde der schwach bitter schmeckenden Wurzel finden sich bis zu 15 Prozent Catechingerbstoffe sowie Proanthocyanidine und Stoffe aus der Gruppe der Lignane. Durch längere Lagerung der Droge entsteht durch Oxidation und Kondensation der Inhaltsstoffe ein roter Farbstoff, das sog. „Ratanhiarot“ aus der Gruppe der Phlobaphene.

Pflanzenbeschreibung
Es ist ein Strauch, der Wuchshöhen von 20 bis zu 100 cm erreicht. Das Wurzelsystem ist kräftig mit einer langen Hauptwurzel, die etwa 5 bis 10 cm dick ist, und sehr langen, ästigen Nebenwurzeln, die etwa 3 cm dick sind. Die Äste sind niederliegend und werden bis zu 1 m lang. Die wechselständig, eiförmigen Laubblätter sind klein, 1 cm lang, 3 bis 4 mm breit, ganzrandig, stachelspitzig und grau seidig behaart. Die gestielten Blüten stehen achselständig über zwei Hochblättern. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter fallen früh ab. Die vier purpurnen Kronblätter fallen auch früh ab. Es sind nur drei Staubblätter vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einfächrigen Fruchtknoten verwachsen. Die stachelige, behaarte, holzige bis ledrige Frucht enthält nur einen eiförmigen Samen, der leicht zusammengedrückt ist.

BACHBLÜTEN
Ich habe panische Angst (26 Rock Rose)
- Diese Menschen haben sehr oft panische Angst
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese panische Angst allmählich ablegen
BACHBLÜTEN
Ich fühle mit ausgelaugt, weil ich zu große Selbsterwartungen von mir habe (27 Rock Water)
- Diese Menschen fühlen sich sehr fot ausgelaugt, das sie sehr große Selbsterwartung von sich haben
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das Gefühl des ausgelaugt sein abstellen und haben nicht mehr so große Selbsterwartung
ERNÄHRUNG
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate oder Saccharide sind Verbindungen aus Kohlenstoff und dem Element des Wasser. Kohlen-hydreate bzw. Glucose werden in größeren Menge nur von grünen Pflanzenteile im Rahmen der Photosyn-these gebildet.
Kohlenhydrate dienen der Pflanzen als Gerüstsubstanz und als Reservestoff.
Eingeteilt werden Saccharide nach der Anzahl der verknüpften Einheiten:
-        Monosaccharide – Einfachzucker
-        Disaccharide – Zweifachzucker
-        Oligosaccharide – Oligo = einige
-        Polysaccharide – Vielfachzucker, in denen bis zu tausend Monosaccharidendeküle miteinander verbun-den sind
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