Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

10.11.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > November > 06.11.17-12.11.17


HERBSTZEITLOSE ttt

Im Herbst öffnet die Herbstzeitlose ihre Blüten, die an Krokus oder Safran erinnern. Ganz ohne Blätter stehen die schönen Blüten in der Wiese, als hätten sie sich in der Jahreszeit verirrt. Die stark giftige Herbstzeitlose ist nahezu das einzige Mittel, das wirksam bei akutem Gichtanfall hilft. Aufgrund der Giftigkeit ist die Anwendung der Herbstzeitlose jedoch sehr heikel und gehört unbedingt in die Hand des Arztes.
Die Herbstzeitlose oder Herbstzeitlose ist die bekannteste Pflanzenart aus der ca. 100 Arten umfassenden Familie der Zeitlosengewächse. Die Herbstzeitlose blüht im Spätsommer bis Herbst und ist in Europa weit verbreitet und auch als Zierpflanze bekannt. Sie kann gelegentlich mit herbstblühenden Krokussen verwechselt werden. Die Laub- und Fruchtbildung erfolgt im Frühjahr und Sommer. Wirkstoffe dieser sehr stark giftigen Pflanze werden gelegentlich in Medizin und Pflanzenzucht verwendet. Sie wurde 2010 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gicht
Anwendungsbereiche: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Als Fertigpräparat: Rheuma, Neuralgien, Hautkrebs, Leukämie, Homöopathisch ab D4: Erbrechen, Übelkeit, Darmentzündung, Durchfall, Herzstörungen, Kopfneuralgien, Magenentzündung, Reizhusten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Colchicum autumnale
Pflanzenfamilie: Colchicum autumnale
englischer Name: Autumn Crocus
volkstümliche Namen: Aegidibleamerl, Anbaubleamerl, Butterwecken, Giftblume, Giftkrokus, Gramatbleaml, Hennengift, Hennenverrecka, Herbstblume, Herbstlilie, Heugucken, Herbstkunkel, Hundsblume, Hundshoden, Hundszwiebel, Nackte Jungfer, Kaiblbuschen, Nackte Kathl, Kathrinenblume, Kuckucksbrot, Kuheuter, Lausblume, Laustaschen, Leichenblume, Lichtblume, Michaeliblime, Mönchskappen, Pumperhosen, Wiesen-Safran, Schulblume, Spinnblume, Teufelsbrot, Teufelstabakbeutel, Teufelswurz, Wiesenlilie, Wilde Zwiebel, Zosen
Verwendete Pflanzenteile: Knolle, Samen
Inhaltsstoffe: Colchicin, weitere Alkaloide, Öl, Proteine, Gerbstoffe

Anwendung
Neben dieser toxischen Wirkung findet Colchicin aber auch Anwendung in der Medizin und bei der Pflanzenzucht. Colchicin hat auch in der heutigen Zeit noch einen hohen Stellenwert in der Behandlung der akuten Gicht. Herbstzeitlosenpulver wurde bereits im Mittelalter zur äußerlichen Behandlung von geschwürig zerfallenden Hauttumoren (wie dem Basaliom) benutzt. Demecolcin wird u. a. in der Krebstherapie eingesetzt. In der Homöopathie wird aus den zerkleinerten und in Alkohol angesetzten frischen Zwiebelknollen (im Herbst gesammelt) der Herbstzeitlosen das Homöopathikum Colchicum autumnale hergestellt, welches zum Beispiel bei Gicht, Gastroenteritis, Rheuma, Katarakt, Perikarditis und Schwangerschaftsübelkeit verabreicht wird. In Deutschland ist Colchicum autumnale verschreibungspflichtig bis einschließlich D3-Potenz. In der Pflanzenzucht verwendet man Colchicin zur Polyploidisierung und damit zur Vergrößerung von Zuchtpflanzen, wie zum Beispiel bei Erdbeeren. Diese Wirkung wird erzielt, da Colchicin die Mitose unterbricht, so dass sich die DNA-Menge im Zellkern bei jeder unterbrochenen Teilung verdoppelt, wodurch jede einzelne Zelle weitaus größer wird.
Achtung! Stark giftig. Herbstzeitlose nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Fertigpräparate werden üblicherweise aus der Knolle der Herbstzeitlose hergestellt. Ein genau überprüfter, standartisierter Gehalt des giftigen Alkaloids Colchicin ist bei Präparaten der Herbstzeitlose besonders wichtig. Die Herbstzeitlose in unverdünnter Form hilft nur bei den akuten Gichtanfall und seine Schmerzen. Die Wirkung der Herbstzeitlose gegen die starken Schmerzen des Gichtanfalls beruht darauf, dass die weißen Blutkörperchen in dem entzündeten Gewebe des betroffenen Gichtgelenks schmerzhaft zu spüren sind. Zur dauerhaften Behandlung der Gicht und zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut ist die Herbstzeitlose nicht geeignet. Außerdem wird die Herbstzeitlose bei Neuralgien, starke rheumatische Schmerzen und manche Formen von Leukämie und Hautkrebs eingesetzt. Präparate der Herbstzeitlose werden vom Arzt verordnet und dürfen nur genauso angewendet werden, wie vom Arzt verordnet.
Giftwirkung
Bei einer Vergiftung durch das Zellgift Colchicin der Herbstzeitlosen kommt es zunächst zu einer Blutfülle aufgrund einer Lähmung der Kapillargefäße. Anschließend kommt es zu heftigen Blutungen. Außerdem kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Koliken, kombiniert mit ausgeprägtem Durst. Hinzu kommt starke Angst, Schwindelanfälle, Delirien und Herzzusammenbruch. Schwere Vergiftungen können zum Tod führen.
Homöopathische Anwendung
Als homöpathisches Mittel kann man Colchicum entsprechend der Ähnlichkeitsregel bei alle Gesundheitsprobleme anwenden, zu denen es bei der Vergiftung durch die konzentrierte Pflanze kommt. Man kann Colchicum ab der Potenz D4 also bei Erbrechen, Durchfall, Herzbeschwerden und andere Symptome anwenden. Wichtig zur Verordnung von Colchicum ist eine besondere Überempfindlichkeit bei Speisengerüche und den Anblick von Speisen, der bereits zu Übelkeit und Würgreiz führt.

Geschichtliches
Die Herbstzeitlose stand früher in dem Ruf, in Verbindung mit der Hexe Medea von Kolchis aus der griechischen Sage zu stehen. Daher hat die Herbstzeitlose auch ihren wissenschaftlichen Namen Colchicum bekommen. Aufgrund ihrer Blütezeit im Herbst galt die Herbstzeitlose als Winterkünderin. Sie sollte gegen Schäden helfen, die vom Winter verursacht werden können. Die zerriebenen Blüten wurden entweder pur oder in Form einer Salbe auf die Hände gerieben, um Frostschäden und Wundsein durch harte Arbeit zu verhindern. In der Volksmedizin war früher eine Tinktur aus den Samen der Herbstzeitlose gegen Gichtanfälle üblich. Wegen des schwankenden Wirkstoffgehaltes ist solch eine Tinktur aber gefährlich und kann schädliche Nebenwirkungen haben.

Pflanzenbeschreibung
Die Herbstzeitlose ist eine ausdauernde, äußerst giftige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen Geophyten; denn nur die unterirdischen Pflanzenteile überdauern die ungünstigen Jahreszeiten. Während des Winters wird die ursprüngliche Sprossknolle abgebaut und darüber eine neue angelegt. Gleichzeitig wächst der Seitenspross zu einer neuen Knolle heran. Im Sommer bildet die Herbstzeitlose eine braunschuppige Sprossknolle mit einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Zentimeter und einer Länge bis zu 7 Zentimeter. Die trichterartig schräg bis steil aufwärts stehenden, durch eine leichte Einrollung schmal erscheinenden, aber eigentlich ziemlich breitlanzettlichen Laubblätter erscheinen zusammen mit der noch unreifen Kapselfrucht im Frühsommer und sind bis 40 Zentimeter lang. Sie sind auffallend dicklichsteif und an der Spitze "kahnförmig" und knötchenartig zusammengezogen. Dies ist ein wichtiger, grundsätzlicher Unterschied zu den dünnen, ebenen und rasch schlaffen Blättern von Bärlauch. Es werden ein bis drei Blüten pro Exemplar gebildet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, meist blassrosa bis violett, selten weiß gefärbten Blütenhüllblätter sind zu einer langen Röhre verwachsen. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Der aus drei Fruchtblättern verwachsene Fruchtknoten befindet sich tief in der Erde. Die drei Griffel sind bis zum Grund frei. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, zum Beispiel durch Bienen und Fliegen; diese Art ist selbstfertil. Die Blütezeit reicht von September bis Oktober, selten auch im Frühjahr. Die länglich-eiförmige Kapselfrucht bildet sich erst zur Reifezeit im Frühsommer (Mai bis Juni) innerhalb des "Trichters" aus meist drei Laubblättern, der sich ab zeitigem Frühjahr bildet. Bei Reife im Sommer ist die Kapselfrucht leicht blasig angeschwollen und braun. Die kleinen, schwarzbraunen Samen besitzen ein weißes Elaiosom, das die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt; auch Windausbreitung ist möglich.
Die Herbstzeitlose ist in Mitteleuropa heimisch. Sie bevorzugt Wiesen und Weiden als Standort. Die mehrjährige Pflanze überwintert durch ihre ausdauernde Zwiebel. Im Frühjahr wachsen elliptische, spitze Blätter aus der Zwiebel, die relativ leicht mit Bärlauchblättern oder Maiglöckchenblättern verwechselt werden können. Die krokusähnlichen Blüten erscheinen erst im Herbst, zwischen Ende August und Anfang November, wenn von den Blättern kaum noch etwas zu sehen ist. Die Blüten sind rosa bis violett und sehen kelchähnlich aus. Aus den Blüten entwickelt sich bis zum nächsten Sommer eine Kapsel mit zahlreichen Samen.

Anbautipps
Die Herbstzeitlose braucht leicht sauren, durchlässigen Boden und einen Standort, der nicht zu heiß ist, am besten Halbschatten. Auch ein sonniger Standort ist geeignet, wenn es nicht zu heiß ist. Die einfachste Anbauweise ist das Stecken der Knollen. Die Knollen werden im Juli 5 bis 10 cm tief in den Boden gesteckt. Die Vermehrung durch Samen ist auch möglich, dauert aber oft bis zu 18 Monate bei 15°C. Die Samen werden am besten in ein Saatbeet oder ein kaltes Frühbeet gesät.

Sammeltipps
Kein Bestandteil der Herbstzeitlose sollte gesammelt werden, weil die eigenmächtige Anwendung der giftigen Pflanze zu gefährlich ist.  


BITTERES SCHAUMKRAUT


Das bittere Schaumkraut wächst an feuchten Wegrändern und kleinen Bächen. Die kleinen, weißen Blüten haben hübsche rote Staubgefäße, was sie zu einem echten Hingucker macht. Es ähnelt sowohl der Brunnenkresse als auch dem Wiesenschaumkraut. Alle drei Pflanzen sind ja auch miteinander verwandt. In der Pflanzenheilkunde wird das bittere Schaumkraut nur selten eingesetzt. Wenn dann quasi als Ersatz seiner beiden Verwandten vor allem gegen Frühjahrsmüdigkeit und Stoffwechselschwäche. Als Wildsalat ist das bittere Schaumkraut angenehm würzig. Es verbindet die Schärfe der Brunnenkresse mit einem gewissen Bitteraroma.
Das Bittere Schaumkraut, auch Falsche Brunnenkresse oder Bitterkresse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schaumkräuter innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächsen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Vitamin-C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit
Heilwirkung:
anregend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
Frühjahrskur, Rheuma, Skorbut, Stoffwechselschwäche, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name:
Cardamine amara, Nasturtium majoris
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütengewächse = Brassicaceae
englischer Name:
Large Bitter-cress
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Bitterstoffe, Senföl
Sammelzeit:
März bis Juni

Anwendung
Bitteres Schaumkraut wird vor allem frisch als Wildkraut angewendet. Man kann das bittere Schaumkraut auch getrocknet als Tee trinken, um den Stoffwechsel und die Verdauung anzuregen. Diese Art der Anwendung ist jedoch eher selten und unüblich.
Wildsalat
Die Blätter des bitteren Schaumkrauts kann man zusammen mit anderen Wildkräutern im Salat essen. Auch in Kräuterquark oder kleingeschnitten auf Brot schmeckt das bittere Schaumkraut aromatisch. Da das bittere Schaumkraut bitter schmeckt, sollte man nicht zu viel davon auf einmal verwenden. Durch den Vitamin-C Gehalt, das Senföl und die Bitterstoffe wirkt das bittere Schaumkraut anregend und stoffwechselstärkend.

Pflanzenbeschreibung
Das Bittere Schaumkraut ist in Mitteleuropa heimisch. Es wächst bevorzugt an feuchten Wegrändern und kleinen Bachläufen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst bodennahe Blätter aus. Diese Blätter bilden jedoch keine Blattrosette. Die Stängel der Pflanze wachsen ganzjährig, manchmal sogar im Winter. Auch an den Stängeln wachsen Blätter, meist an kleinen Stängeln. Die Blätter sind fiederartig gelappt mit einer abgerundeten Spitze am Ende. Im Frühjahr wachsen längere Stängel, die bis zu 60 Zentimeter lang werden. An diesen Stängel erscheinen zwischen April und Juli die kleinen, weißen Blüten, die in Trauben stehen. Die Blüten haben jeweils vier weiße Blütenblätter. In der Mitte wachsen rötliche Staubgefäße. Aus den Blüten entwickeln sich aufrechte Schoten, die die Samen enthalten.
Erscheinungsbild und Blatt
Das Bittere Schaumkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Die niederliegenden Stängel treiben wurzelnde Ausläufer mit grundständigen Blättern, die keine  Rosetten bilden. Im Frühjahr des zweiten oder Folgejahres bilden sich aufsteigende, gefurchte, stark beblätterte Stängel, die eine Wuchshöhe von 10 bis zu 60 Zentimetern erreichen. Der meist unverzweigte, kahle oder behaarte, kantige Stängel ist markgefüllt. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite ist unpaarig fiederteilig und besteht meist aus zwei bis vier, manchmal auch bis zu acht  Fiederpaaren und einem einzelnen Fiederblatt am Ende, das etwas größer als die anderen ist.
Blüten-, Fruchtstand, Blüte, Frucht und Samen
Zwei bis dreißig Blüten stehen in einem endständigen, anfangs kurzen, schirmtraubig eingeebneten zusammen, der sich später bis zur Fruchtreife zu einem lockeren, traubigen Blütenstand streckt. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier anliegenden  Kelchblätter sind eiförmig und grün. Die vier weißlichen bis seltener rosafarbenen  Kronblätter sind 7 bis 12 Millimeter lang, und damit etwa dreimal so lang wie die Kelchblätter. Die Blüten enthalten sechs Staubblätter mit violetten Staubbeuteln (Unterscheidungsmerkmal zur ähnlichen Brunnenkresse). Die Blütezeit dauert von April bis Juli. An aufrecht vom Stängel abstehenden Fruchtstielen stehen stabförmig, gerade Schoten, die eine Länge von 2 bis 4 Zentimeter und einen Durchmesser von 1 bis 2 Millimeter aufweisen. Die Samen liegen in jedem Fach einreihig. Die Fruchtklappen öffnen sich kurz vor der Reife oder auch bei Berührung explosionsartig aufrollend und dabei werden die Samen herausgeschleudert.

Sammeltipps
Die Blätter des bitteren Schaumkrautes sollten nur an sauberen Bächen und Gräben geerntet werden. Am besten verwendet man sie so frisch wie möglich.



BACHBLÜTEN
Du stehst unter starker seelischer Anspannung (18 Impatiens)
-
Diese Menschen stehen unter starkem seelischen Anspannung und kommen nicht herunter
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre seelische Anspannung langsam abbauen


BACHBLÜTEN
Man nimmt anderen vor Ungeduld das Wort aus dem Mund (18 Impatiens)
-
Diese Menschen nehmen vor lauter Ungeduld ihren Mitmenschen die Worte aus dem Mund
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen diese Menschen in Geduld zu üben


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü