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Zwiebel
Die (in Österreich auch der) Zwiebel, auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihr typisches Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird (siehe Zwiebel als Pflanzenteil). In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art Allium cepa oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.
In jedem Supermarkt kann man sie spottbillig kaufen, und weil sie etwas derb riecht, gilt die Zwiebel als eher unfeines Alltagsgemüse, das halt einfach so dazugehört. Dabei strotzt die Zwiebel nur so vor Heilkräften. Fast gegen jedes Leiden hat die Zwiebel Abhilfe zu bieten. Sie hält nicht nur das Gefäßsystem jung, sondern lindert auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen aller Art und sogar Haarausfall. Es gibt kaum eine bessere Hausapotheke, die leicht verfügbar ist, als ein Beutel mit Zwiebeln in der Vorratskammer. So hat man immer ein Heilmittel zur Hand, selbst wenn am Wochenende die Apotheken geschlossen haben.

Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Bronchitis, Halsentzündung, Heiserkeit, Mittelohrentzündung, Infektionen, Fieber, Kopfschmerzen, Magen anregend, Verdauungsschwäche, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Würmer, Ödeme, Geschwollene Füße, Arteriosklerose, Herz stärkend, Bluthochdruck, Skorbut, Diabetes, Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma, Gicht, Haarausfall, Insektenstiche, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, eitrige Wunden, Hämorrhoiden, Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung, Eierstockentzündung
wissenschaftlicher Name: Allium cepa
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Onion
volkstümlicher Name: Bolle, Fölle, Gartenzwiebel, Zibel, Zippel, Zwaibel, Zwiefel, Zwiewel
Verwendete Pflanzenteile: Zwiebelknolle
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Vitamine, u.a. Vitamin C, Allicin, Asparagin, Kalziumoxalate, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Fumarsäure, Gerbstoff, insulinähnliches Pflanzenhormon, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Oxalsäure, Rutin, Salicylate, Senfölähnliches Glykosid, Schwefel, Trigonellin, Zink
Sammelzeit: August bis Oktober

Anwendung
Es gibt vielerlei Möglichkeiten, die Zwiebel als Heilmittel einzusetzen, wobei das Essen der Zwiebel wohl am verbreitetsten ist.
Einreiben gegen Insektenstiche
Wenn man von einem Insekt, z.B. Wespe gestochen wurde, dann kann man eine Zwiebel aufschneiden und die Stichstelle damit einreiben. Sobald die Schnittkante der Zwiebel trocken geworden ist, drückt man die Zwiebel etwas zusammen, bis neuer Saft erscheint. Dann kann man die Behandlung des Insektenstiches wiederholen. Nach etwa fünf Minuten müsste der Schmerz nachlassen. In den meisten Fällen kommt es später nicht zur Schwellung der Stichstelle.
Zwiebelsäckchen gegen Ohrenentzündung
Bei Ohrenentzündungen hackt man die Zwiebel fein und wickelt sie in ein dünnes Baumwolltuch. Zum Einwic-keln geht auch ein Schlauchverband oder ein Teefilter aus dünnem Filterpapier. Die Zwiebelpackung wird erhitzt, beispielsweise über Wasserdampf (Achtung! Nicht die Finger verbrühen). Die erwärmte Zwiebelpackung legt man auf das schmerzende Ohr. Am besten mit einem Schal, einer Mütze oder einem Stirnband befestigen und eine gute halbe Stunde einwirken lassen. Danach noch etwas ausruhen. Diesen Vorgang drei mal täglich wiederholen. So ein Zwiebelsäckchen kann man auch gegen Schmerzen beim Wasserlassen auf die Blasengegend auflegen.
Zwiebeltampon gegen Unterleibsentzündungen
Gegen Scheidenkatarrh, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung kann man einen Zwiebeltampon zubereiten. Dazu reibt man eine Zwiebel fein zu Mus und gibt diese Masse in Gaze. Dieses tamponartige Päckchen führt man in die Scheide ein und lässt es fünf Stunden lang einwirken. Zwei bis drei mal täglich wiederholen. Schon nach einem Tag sollte eine Besserung zu spüren sein.
Erwärmte Zwiebelscheiben
Angewärmte Zwiebelscheiben kann man auf Geschwüre, Nagelbettentzündungen und schlecht heilende Wunden auflegen. Bei grippalen Infekten kann man mehrere Zwiebelscheiben um den Hals herum festbinden und einwirken lassen. Nach einer halben Stunde den Umschlag erneuern.
Zwiebelsaft
Frischer Zwiebelsaft hilft gegen Wasser in den Beinen und anderen Körperteilen. Als Einreibung hilft Zwiebelsaft gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen. Auch bei rheumatischen Schmerzen kann man durch Zwiebelsafteinreibung Erleichterung finden. Brüchige Finger- und Fußnägel gewinnen durch Zwiebelsaft-Einreibungen neue Elastizität.
Zwiebel im Salat
Allgemein gesundheitsfördernd, vor allem auch für die Gefäße und dadurch auch für das Herzkreislaufsystem und den Blutdruck ist es, die Zwiebel roh in den Speiseplan einzubauen. Bei Diabetes hilft die Zwiebel, den Blutzucker zu senken und gehört daher bei jedem Diabetiker regelmäßig auf den Tisch. Damit die Zwiebel im Salat milder schmeckt, kann man sie fein würfeln und mit etwas Salz bestreuen. Das Salz lässt man eine viertel bis halbe Stunde einwirken. In dieser Zeit wird die Zwiebel-Salz-Mischung saftig. Anschließend kann man Essig dazugeben und wieder eine viertel bis halbe Stunde einwirken lassen. Nach dieser Zeit sind die Zwiebeln mild und süß.
Zwiebelgemüse
Für viele Gerichte gehören gebratene oder gedünstete Zwiebeln standardmäßig dazu. Aber nur selten werden Zwiebeln als eigenständiges Gemüse zubereitet. Dabei schmecken sie sehr zart und süß. Man kann sie entweder einfach ungeschält in Wasser kochen. Anschließend flutschen sie förmlich aus den Häuten. Sehr lecker schmecken sie so mit Pellkartoffeln und Quark. Oder man dünstet sie mit etwas Pflanzenöl an. Wer es mag gießt einen Schuss Wein dazu, sobald die Zwiebeln leicht glasig sind. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt, wahlweise auch mit Thymian und nach gut zwanzig Minuten ist ein leckeres Gemüse fertig.
Küche
Verwendet wird der Zwiebellauch oder die eigentliche Zwiebel meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten, sie wird roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen (so etwa im Gemüse) mitgedünstet. Zwiebeln enthalten ein sulfidhaltiges ätherisches Öl und wirken dadurch reizend auf den Magen. Durch Kochen, Dünsten oder Braten wird aus den glykosidischen Verbindungen der Zwiebel der Zucker freigesetzt. Die Zwiebel wird dadurch süßer. Angeschnittene Zwiebeln sollten nicht oder nur in der Käseglocke im Kühl-schrank aufbewahrt werden, da sich ihr Geruch auf alle anderen Lebensmittel und Verpackungen überträgt. Auch ihr Geschmack leidet. Zwiebelgerichte: Zwiebelkuchen, Bollenfleisch. Zwiebelsuppe, Stifado
Zwiebeln als Fleischzartmacher
Vor allem in älteren Rezepten vom Balkan, aus dem östlichen Mittelmeerbereich und dem Nahen Osten wird Zwiebelsaft als Fleischzartmacher eingesetzt. Dazu werden Fleischwürfel, die sonst eher zäh sind, etwa Teile vom Hammel, über Nacht in einer Mischung aus Zwiebelsaft und (Oliven-)Öl oder in Milch nach Belieben mit Gewürzen eingelegt. Insbesondere für Grillfleisch empfiehlt sich das Verfahren. In der modernen Küche, die auf möglichst kurze Zubereitungszeiten Wert legt, wird diese Verfahrensweise in Hinblick auf die lange Marinierzeit und den Aufwand immer seltener genutzt. Auch der klassische Spießbraten profitiert von der Zwiebel als Weichmacher. In das Fleisch werden rohe Zwiebeln sowie Pfeffer und Salz eingewickelt. Nach einer Ruhezeit von wenigstens zwölf Stunden besitzt das Fleisch beste Voraussetzungen für einen durchgehend saftigen Braten und erhält zudem einen charakteristischen Geschmack.
Silberzwiebeln
Die Silberzwiebel (nicht zu verwechseln mit der Perlzwiebel) ist eine besonders kleine Sorte (15–35 mm Durchmesser), der ihre schützende Schale fehlt, weswegen sie besonders empfindlich ist. Im Handel sind sie nur in Gläsern erhältlich. Ihr Name kommt von der hellsilbrig scheinenden Außenhaut. Frische Silberzwiebeln werden hauptsächlich aus den Niederlanden importiert und zu Sauerkonserven, wie Mixed Pickles, ver-arbeitet.
Gemüsezwiebeln
Unter der Sammelbezeichnung „Gemüsezwiebeln“ werden umgangssprachlich Sorten mit sehr großen und mild schmeckenden Zwiebeln zusammengefasst, die sich besonders zur Zubereitung bzw. zum Verzehr als Gemüsebeilage in den entsprechenden Portionen eignen. Eines der traditionellen österreichischen Anbaugebiete für die Gemüsezwiebel ist die Region rund um Laa an der Thaya in Niederösterreich. Aus diesem Grund ist die Küchenzwiebel sowie die bis zu 15 cm durchmessende Gemüsezwiebel in das Register der Traditionellen Lebensmittel aufgenommen worden. Auch die entsprechende Gegend ist als Laaer Zwiebel unter den Genussregionen Österreichs registriert.

Pflanzenbeschreibung
Die Küchenzwiebel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in der Kultur jedoch meist nur ein- oder zweijährig gehalten und dann geerntet wird. Ihre Sprossachse bleibt bis zur Blütenbildung zu einem flachen scheibenförmigen Gebilde gestaucht, das Zwiebelscheibe oder Zwiebelkuchen genannt wird. Das Apikalmeristem auf der Oberseite der Zwiebelscheibe bringt an seinem Rand, abwechselnd gegenüberliegend und daher scheinbar zweizeilig (nach botanischer Terminologie aber grundständig), etwa 10 bis 15 ungestielte, deutlich in Unter- und Oberblatt gegliederte Laubblätter hervor. Die Unterblätter sind von weißlicher Farbe mit grüner Aderung, ähnlich wie Blattscheiden geformt, und umgreifen einander straff, sodass sie in ihrem oberen Teil einen mehrere Zentimeter langen Scheinspross bilden, im unteren Teil fleischig verdickt die bekannte „Zwiebel“ als Speicherorgan. Die rein grünen Oberblätter verwachsen zu Röhren mit geschlossener Spitze, die hohl und im Querschnitt annähernd oval sind. Ihre Zellanordnung ist die eines bifazialen Blattes, die Außenseite der Röhre entspricht der Oberseite. Sind die biologischen Voraussetzungen für eine Blütenbildung gegeben, gewöhnlich erst ab der zweiten Vegetationsperiode, streckt sich die Zwiebelscheibe zu einem 20 bis 120cm langen, unbeblätterten, röhrighohlen, im Querschnitt kreisförmigen Infloreszenzschaft, der im unteren Teil bauchig aufgetrieben erscheint. Das Apikalmeristem verbleibt an seiner Spitze und bildet keine neuen Laubblätter mehr. Der Blütenstand ist eine fast kugelförmige Scheindolde aus 20 bis mehr als 100 Einzelblüten, die vor dem Aufblühen noch von einem Hochblatt umhüllt sind. Die Blüten sind 20 bis 40 mm lang gestielt, ihre Blütenhüllblätter sind weißlich mit grünem Mittelnerv.
Die Blütenbildung setzt voraus, dass die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und außerdem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war. Im Pflanzenbau nennt man derartige Vorgänge Vernalisation. Die nötige Temperatur und deren Einwirkungsdauer sind von der Sorte und von der Trockenmasse der einzelnen Zwiebel abhängig. Bei handelsüblichen mitteleuropäischen Sorten rechnet man mit ungefähr 6 °C über mindestens zwei Wochen. Relativ hohe Temperaturen während der Ruheperiode können einen bereits initiierten Blütenansatz wieder vernichten. Davon wird im Ertragsanbau Gebrauch gemacht, wenn eine Blütenbildung unerwünscht ist. Die Nährstoffspeicherung und damit die Ausbildung des Speicherorgans wird von der Photoperiode bestimmt, d. h., sie kommt nur bei einem bestimmten Verhältnis von Tag- und Nachtlänge in Gang. In Anpassung an die entsprechenden Gegebenheiten verschiedener geographischer Breiten hat die Züchtung zur Differenzierung in sogenannte Langtag- und Kurztagsorten geführt. Diese Bezeichnungen sind nicht gleichzusetzen mit den sogenannten Langtag- und Kurztagpflanzen der biologischen Terminologie, bei denen es ausschließlich um die Blütenbildung geht. Wenn die Belichtungsansprüche der jeweiligen Sorte nicht erfüllt sind, kann die Zwiebelpflanze zwar Blätter, Blüten und Samen bilden, aber keine oder nur eine unterentwickelte Zwiebel.
Das Speicherorgan wird von der Botanik als Schalenzwiebel eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu Schuppenzwiebeln, die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen, d. h. achselständig, werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen. Die ausgezehrten Schalen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um die neue Zwiebel bilden. Die Züchtung hat sich auch dieses Merkmals angenommen und darauf orientiert, dass die „gewöhnliche“ Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als Schalotten bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.
Ursprünglich kommt die Zwiebel wohl aus Indien. Doch schon im Mittelalter wurde sie auch in Europa bekannt. Heutzutage ist sie aus den Gärten nicht mehr weg zu denken und gehört zu den wichtigsten Gemü-sen, die man überall preiswert kaufen kann. Beim Anbau der Zwiebeln kann man entweder kleine Mutter-zwiebeln in den Boden stecken oder man kann sie auch säen. Die Methode mit den Steckzwiebeln bringt schneller dickere Zwiebelknollen als Ergebnis. Die Zwiebelstängel sind gleichzeitig auch die Blätter. Sie sind rund, hohl und fleischig und wachsen etwa einen halben Meter in die Höhe. Diese sogenannten Schlotten kann man als frisches Grüngemüse essen. Aber wenn man zu viele davon abschneidet, wird das Wachstum der Knolle beeinträchtigt. Im Hochsommer wird einer der Stängel besonders dick und lang und bildet eine Knospe aus. Wenn man die Zwiebelknolle ernten will, muss man diese Blütenstängel abschneiden. Aber wenn man Saatgut gewinnen will oder eine schöne Blüte genießen will, kann den Blütenstängel stehen lassen. Zuerst ist die Knospe von einer Hülle umgeben, die sich allmählich ablöst und einer kugelrunden Blüte Platz macht.

Breitwegerich
Der Breitwegerich oder Breit-Wegerich geschrieben, bzw. Große Wegerich ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächse gehört. Er ist eine inzwischen weltweit verbreitete Pflanzenart und wächst an Straßen, Wegen, Plätzen, Weiden, Wiesen und Äckern. Andere Trivialnamen für diese Pflanzenart sind: Breitblättriger Wegerich, Großer Wegerich, Wegebreit, Wegeblatt, Wegtritt, Wegetrene, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Arnoglosse, Ackerkraut.
Der Breitwegerich ist der Bruder des Spitzwegerichs und kann auch ähnlich verwendet werden wie dieser. Im Gegensatz zu seinem Bruder wächst der Breitwegerich häufig direkt auf den Wegen und nicht nur an ihren Rändern, denn er lässt sich nicht davon abschrecken, wenn viele Menschen auf ihn treten. Als verbreiteter Wegbegleiter der Wanderer kann er ihnen auch gute Dienste leisten, denn wenn die Füße schmerzen und Blasen drohen, kann man die breiten Blätter des Breitwegerichs pflücken, mit einem Stein etwas platt walzen und als Einlage in den Schuh legen. Die Füße werden es danken, denn der Saft des Breitwegerichs wirkt kühlend und wundheilend. Auch gegen Schnitt- und Kratzwunden kann man zerdrückte Blätter des Breitwegerichs schon unterwegs auflegen und so die Heilung beschleunigen. Als Tee wirkt der Breitwegerich gegen Husten und Halsschmerzen und kann auch Beschwerden der Verdauungsorgane lindern.
Steckbrief
Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, Halsentzündung, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Durchfall, Würmer, Blasenschwäche, Wunden, Geschwüre, Mückenstich, Wunde Füße
wissenschaftlicher Name: Plantago major
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name: Greater Plantain
volkstümliche Namen: Breiter Wegerich, Großer Wegerich
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Alantoin, Alkaloid, Bittere Glykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Salizylsäure, Schleim
Sammelzeit: Sommer
Anwendung
Medizinische Wirkung
Der Breitwegerich ist ein verbreitetes Volksheilmittel. Er enthält Schleimstoffe (Polysaccharide), Iridoid-Glykoside, besonders Aucubin, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Polyphenole, und andere Wirkstoffe. Der Saft, bzw. Brei aus den Blättern wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Neuere Studien verweisen auch auf eine mögliche antivirale und immunmodulatorische Wirkung von Plantago major. Der Saft wurde volkstümlich eingesetzt bei Magenschleimhautentzündung, Magen- und Darmgeschwüren, Durchfall, Reizdarm, Blutungen der Harnwege, Atemwegskatarrh und Insektenstichen aller Art. Eine Wirksamkeit in diesen Anwendungsgebieten ist nicht ausreichend belegt.
Pflanzenbeschreibung
Der Breit-Wegerich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 3 und 25 cm. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die in einer grundständigen Blattrosette angeordneten Laubblättern sind löffelförmig und handtellergroß. Die einfache Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch und kahl bis dicht, kurz behaart. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Endständig auf einem blattlosen Blütenstandsschaft, der etwa so lang oder kürzer als die Laubblätter und höchstens zweimal so lang wie der Fruchtstand ist, steht aufrecht ein ähriger Blütenstand. Die Blüten sind geruchlos. Die grünlichen bis weißlichen Staubfäden sind etwa 2 mm lang und die verkehrt-herzförmigen Staubbeutel sind etwa so lang wie breit. Der Pollen wird durch Windbestäubung verbreitet. Die Frucht enthält meist 6 bis 30, selten bis zu 46 Samen.

Bachblüten
Erschöpfung nach langanhaltender Überforderung oder langer körperliche Krankheit (Olive)
- Diese Menschen leiden unter einer Erschöpfung nach langanhaltender Überforderung oder langer körperlicher Krankheit
- Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie kaum oder nicht mehr erschöpft
Bachblüten
Ich fühle mich unausgeschlafen (Pine)
- Diese Menschen fühlen sich unausgeschlafen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie wieder ausschlafen
Würzmittel (Kräuter und Gewürze)
Gewürze und Kräuter sind neben den Nährstoffen wichtige Bestandteile der Speisen, die schließlich nicht nur satt machen, sondern außerdem gut schmecken, aromatisch duften und appetitlich aussehen sollen.
Gewürze und Kräuter leisten, aber noch mehr. Die meisten von ihnen enthalten wertvolle ätherische Öle und Wirkstoffe, die die Verdauung anregen und das Essen bekömmlicher machen. Frische Kräuter sind auch bekannt für ihre Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem sind viele der Inhaltsstoffe von Kräuter so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die eine hohe antioxidative Aktivität haben.
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