Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 07.08.17-13.08.17


WEISSER SENF

Der weiße Senf ist der milde Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird häufig als Hauptbestandteil von Tafelsenf verwendet, jedoch seltener als Heilmittel als der schwarze Senf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.
Weißer Senf ist eine Pflanzenart aus der Gattung Senfe innerhalb der Fami-lie der Kreuzblütengewächse. Sie liefert als Gewürzpflanze einen der Grundstoffe des Senfgewürzes. Die Bezeichnung Weißer Senf bezieht sich auf die weißen Samenkörner. Sie wird auch Gelbsenf genannt, in Bezug auf ihre gelben Blüten. Senf enthält Eiweiß, fette Öle und das Glykosid Sinalbin. Er schmeckt brennend scharf. Der Weiße Senf ist wichtiges Forschungsobjekt der Pflanzenphysiologie. Zahlreiche Erkenntnisse der Photomorphogenese wurden beispielsweise von Hans Mohr und seinen Mitarbeitern am Biologischen Institut der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau an dieser Pflanzenart gewonnen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche, Rheuma
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, fungizid, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Flechten, Gallenblasenentzündung, Gicht, Halsschmerzen, Heuschnupfen, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Kreuzschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenentzündung, Niedriger Blutdruck,
Nierenkolik, Ödeme, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schnupfen, Verstopfte Nase, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Brassica alba, Sinapis alba
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: White Mustard
volkstümlicher Name: Gelbsenf, Weißsenf, Gartensenf, Mostardkorn, Mostert, Senfsaat
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Keimlinge
Inhaltsstoffe: Senföl, Senfölglykoside, Ätherische Öle, Sinigrin, Vitamin C, Histidin, Schleim, Sinapin, Tryptophan, Zink
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Allgemein bekannt ist die Nutzung der reifen Samenkörner für die Herstellung von Speisesenf. Auch die Blätter sind essbar. In der Volksmedizin werden frisch gemahlene und zu einem Brei verrührte Samen äußerlich für Umschläge verwendet. Die grünen Pflanzen finden vor der Blüte Verwendung als Tierfutter. Als schnellwachsende Pflanze wird weißer Senf auch oft als Gründüngung angebaut. Seine weitverzweigten Wurzeln hinterlassen einen feinkrümeligen Boden.
Weißer Senf wird vorwiegend als cremiges, scharfes Gewürz angewendet beziehungsweise als Bestandteil der Gewürze namens Senf. Man kann Senf jedoch auch direkt als Körner verkochen oder man wendet Senf äußerlich an, um die Durchblutung zu fördern.
Senf als Gewürz
Der cremige Tafelsenf wird aus Senfpulver, Essig, Wasser, Salz und eventuellen anderen Gewürzen zubereitet. Bei Verwendung von weißem Senf als Teil oder Hauptbestandteil des Senfes, wird der Senf besonders scharf. Senf als Gewürz von schweren Speisen regt die Verdauung an und hilft somit, die Nahrung zu verdauen. Senf hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Durch die Schärfe der Senfölglycoside und der ätherischen Öle kann Senf außerdem die Atemwege befreien. Man kann scharfen Senf essen, um eine verstopfte Nase zu öffnen und die Nebenhöhlen bei Nebenhöhlenentzündung zu desinfizieren.
Senf selbstgemacht
Tafelsenf kann man ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht man folgende Zutaten:
50g Senfmehl, am besten frisch gemahlen; 30ml Essig, 20ml Wasser, 5g Salz (1 TL), evtl. 10g Zucker (2 TL)
Essig und Wasser werden vermischt, ebenso die pulvrigen Zutaten. Dann werden Pulver und Flüssigkeit miteinander verrührt, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. Auf dieser Grundrezept-Basis kann man mit verschiedenen Zusatzgewürzen nach Lust und Laune experimentieren.
Senfkörner beim Kochen
In der asiatischen Küche wird auch viel mit ganzen Senfkörnern gekocht. Meistens werden die Senfkörner zu Beginn des Kochvorgangs in den Topf oder die Pfanne gegeben. Dort poppen sie ähnlich wie Popcorn. Die Senfkörner geben dem Essen eine leicht scharfe Würze, die sich aber deutlich vom Geschmack des cremigen Senfes unterscheidet. Auch in dieser Zubereitungsart dient der Senf der Anregung der Verdauung.
Senf-Keimlinge
Senfkörner eignen sich sehr gut zur Sprossen-Anzucht, denn die kleinen Senfkeimlinge wachsen schnell und schmecken angenehm würzig scharf. Am besten zieht man Senf-Sprossen als Grünkraut, ähnlich wie Kresse. Dazu kann man eine doppelte Lage Küchentücher in einer flachen Schale befeuchten und darauf die Senfsamen ansäen. Meist schon am nächsten Tag keimen die ersten kleinen Pflänzchen. Immer wenn die Küchentücher trocken werden, gießt man sie mit frischem Wasser. Nach 5 bis 7 Tagen hat man hübsche kleine Pflanzen mit grünen Keimblättern. Man kann die Keimblätter und Stängel abschneiden und im Salat, Kräuterquarks oder auf Brot essen. Senfsprossen enthalten viele Vitamine und regen die Verdauung an.
Achtung! Zu intensiver Senfgenuss kann zu Reizungen der Magenschleimhaut und der Nieren führen.
Senfpflaster
Die bekannteste äußerliche Anwendung von Senf ist das Senfpflaster. Senfpflaster gibt es in unterschiedlichen Formen: Senfbreiumschlag, Senfkompresse, Senfpapier
Beim Senfbreiumschlag wird Brei aus Senfmehl und warmem Wasser als Umschlag aufgelegt. Er hat eine besonders intensive Wirkung Senfbreiumschlag. Bei der Senfkompresse wird ein Tuch in Senftee befeuchtet und dann aufgelegt. Die Senfkompresse ist milder als der Breiumschlag. Senfpapier kann man in Apotheken kaufen oder bestellen. Meistens ist käufliches Fertig-Senfpflaster schwächer als ein Breiumschlag. Alle Arten von Senfpflaster werden wegen ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften angewendet. Die Durchblutung wird hierbei nicht nur direkt in der Haut, sondern auch im darunterliegenden Gewebe verstärkt. Daher können Entzündungsprozesse in den Gelenken und inneren Organen durch die Erwärmung und Durchblutung beeinflusst werden. Folgende Gesundheitsbeschwerden werden traditionell gerne mit Senfpflastern behandelt: Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen, Krämpfe und Koliken, Innere Entzündungen, Kopfschmerzen (Nacken behandeln)
Bei Gelenkentzündungen, eventuell aber auch anderem Entzündungen, sollte man berücksichtigen, dass sie im akuten Stadium häufig eher Kühlung brauchen als Wärme. Festsitzende chronische Entzündungen profitieren jedoch von einer wärmenden Anwendung. Am besten probiert man vor dem Einsatz eines Senfpflasters zunächst aus, ob Wärme der persönlichen Entzündung gut tut.
Achtung! Empfindliche Körperstellen wie Gesicht oder Brüste dürfen nicht mit einem Senfpflaster behandelt werden.
Volksheilkunde
Die Volksheilkunde kennt außerdem Senfbäder, Senf-Essig-Brei, Senfsalbe, Senf mit Lavendelgeist
Homöopathie
Die Homöopathie setzt Senf unter dem Namen Sinapis bei Symptomen ein, die denen ähneln, die unverdünnter Senf bewirken kann. Homöopathische Einsatzgebiete für Sinapis sind beispielsweise: Heuschnupfen, Schnupfen, Sodbrennen
In der Laienhomöopathie kann man Sinapis in den Potenzen D3 bis D12 anwenden.

Geschichtliches
Senf wird schon seit Menschengedenken als Gewürzpflanze benutzt. Der Einsatz der scharfen Körner ist im Mittelmeerraum und auch in Asien bekannt und beliebt. In Mitteleuropa wird der Senf unter anderem schon 1543 von Leonard Fuchs beschrieben und gegen Epilepsie, geschwollene Milz und langwierige Gebresten empfohlen.

Pflanzenbeschreibung
Der Weiße Senf ist in Europa heimisch. Ursprünglich kommt der Senf aus dem Mittelmeerraum. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden. Verwildert kommt er an Flussufern und Kiesböden vor. Die einjährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr sprießt aus den Samen innerhalb weniger Tage eine kleine Keimling-Pflanze. Der Keimling entwickelt sich rasch und bildet bald borstige, etwas gelappte Blätter. Im oberen Bereich des Stängels werden die Blätter schmaler, bis sie ganz oben schließlich lanzettlich werden.
Zwischen Juni und August erscheinen die gelblichen Blüten. Sie stehen in Doldentrauben und haben jeweils vier Blütenblätter, was ihre Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie zeigt. Aus den Senf-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen sind gelblich und befinden sich in schmalen Schoten.
Vegetative Merkmale
Der Weiße Senf wächst als einjährige krautige Pflanze und kann Wuchshöhen von bis zu 120 Zentimetern erreichen. An ihren kantigen, verzweigten Stän-geln sitzen formenreich gegliederte, gezähnte, rau behaarte Laubblätter. Die oberen Laubblätter sind gestielt und fiederspaltig geteilt bis gefiedert.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Juni bis Juli. Zahlreiche Blüten sind in einem lockeren, schirmtraubigen Blütenstand angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier freien Kronblätter sind gelb. Die Schoten stehen waagerecht vom Stängel ab. Die Schoten haben einen Durchmesser von etwa 4 Millimeter, sind borstig behaart und enthalten vier bis acht Samen. Das Ende der Schoten bildet ein flachgedrückter Schnabel (samenloser Schotenteil), der etwa gleich lang wie der Rest der Schote ist. Der Schnabel ist oft säbelartig gekrümmt. Insgesamt ist die Schotengestalt ein gutes Erkennungsmerkmal dieser Art. Die hell-gelblichen Samen sind rund.

Anbautipps
Senf ist einfach anzubauen. Weißer Senf wird unter dem Namen Gelbsenf gerne als Bodenverbesserer angebaut, denn er wächst sehr schnell und lockert den Boden auf. Der Boden sollte am besten kalkreich sein, jedoch ist der Senf sehr anspruchslos und gedeiht in vielen Böden. Im Frühjahr sät man den Senf einfach im Freiland aus. Bei halbwegs angenehmen Temperaturen sieht man schon nach wenigen Tagen die ersten Pflänzchen aus der Erde sprießen. Die Senfpflanzen wachsen schnell und brauchen kaum Pflege. Wenn sie gross geworden sind, sichert man sie am besten mit Schnüren, damit sie bei Wind nicht umfallen. Bis die Samen reif sind, vergeht letztlich doch einige Zeit. Je nach Witterung kann man im Frühherbst mit reifen Samen rechnen. Die Schoten sind dann hellgelb und trocken.

Sammeltipps
Um die Samen zu ernten schneidet man die Pflanzen mit den reifen Samenschoten vorsichtig ab. Über einer Schüssel oder in einer großen Plastiktüte schüttelt man die Pflanzen, bis sich die Schoten öffnen und ihre Samen freigeben (dreschen). Man kann die Samen auch aus den Schoten pulen, aber das ist eine mühsame Angelegenheit.



BERBERITZE


Die Berberitze ist ein Strauch, den man in lichten Wäldern und in Gebirgen häufig antreffen kann. Im Frühling leuchten gelbe Blüten aus den Blattachseln, im Spätsommer sind es längliche, rote Früchte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Form auffallen. Die Früchte der Berberitze haben völlig andere Heilwirkungen als die Rinde der Wurzel. Man könnte fast meinen, dass es sich um zwei unterschiedliche Heilpflanzen handelt. Die Wurzelrinde stärkt die Galle und die anderen Verdauungsorgane, die säuerlichen Früchte spenden Vitamine und werden gerne für Marmeladen verwendet.
Die Gewöhnliche Berberitze auch Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze genannt, ist ein  Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse. Die Gewöhnliche Berberitze ist in Europa und Asien verbreitet. Der deutsche Name stammt von  mittellat. berbaris, aus  arab.
barbarīs. Die Art ist der bekannteste Vertreter der Gattung der Berberitzen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Früchte: antibakteriell, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Atmungsanregend, Kräftigungsmittel, Nach Infektionskrankheiten, Zahnfleischentzündungen, Wurzelrinde: adstringierend, antibakteriell, harntreibend, Appetitlosigkeit, Blähungen, Verstopfung, Gelbsucht, Leberstauung, Gallen anregend, Gallengrieß, Gallenblasenentzündung, Kreislauffördernd, Beruhigung der Pulsfrequenz, Bluthochdruck, Blutgefäß erweiternd, Wassersucht (Ödeme), Menstruationsbeschwerden, Hautjucken
wissenschaftlicher Name:
Berberis vulgaris
Pflanzenfamilie:
Berberitzengewächse = Berberidaceae
englischer Name:
Barberry
volkstümlicher Name:
Sauerdorn, Bubenlaub, Dreidorn, Essigscharl, Geissenlaub, Hasenbrot, Kuckucksbrot, Reselbeere, Spiessdorn, Spitzbeeri, Wein-scharln, Weinzäpferln, Zizerlstrauch
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte und Wurzelrinde
Inhaltsstoffe:
Früchte: Vitamin C, Capsanthin, Gerbsäure, Hyperosid, Wurzelrinde: Alkaloide, Berberin, Gerbsäure, Jatrorrhizin
Sammelzeit:
August bis November

Anwendung
Die roten Früchte der Berberitze sind weitgehend frei von  Berberin und Berbamin und daher essbar. Sie sind sehr vitaminreich und schmecken säuerlich. Traditionell werden sie in Europa zur Konfitürenbereitung genutzt. Getrocknet werden sie wie Rosinen z. B. in Müsli gegessen. Die Beeren der Berberitze werden in  orientalischen Ländern, vor allem im  Iran zum Kochen verwendet. Dort werden sie vor allem zum süß-sauren Würzen von  Reis (z. B.  Sereschk Polo – Berberitzenreis), aber auch von Fisch und Braten verwendet. Allein in der Region Chorasan, dem Zentrum des Anbaugebietes im Nordosten des Iran, werden pro Jahr etwa 4500 Tonnen Früchte geerntet. Die kernlose  Sorte ‘Asperma’ wird in dieser Provinz seit etwa 200 Jahren kultiviert. Es sind aber vermutlich alte Gewöhnliche Berberitzen, deren Früchte – wie  Clu-sius beobachtet hatte – mit zunehmendem Alter kernlos werden. Rinde und Wurzel wurden früher zum Gelb färben von Textilien, Leder und Holz benutzt. Das harte Holz wird für Einlege- und Drechselarbeiten verwendet. In der Volksheilkunde wird die Berberitzenwurzel unter anderem bei Leberfunktionsstörungen, Gallenleiden, Gelbsucht und Verdauungsstörungen angewandt. Das Isochinolinalkaloid  Berberin, das nach Berberis vulgaris benannt wurde, ist für die gelbliche Färbung der Berberitzenwurzel als auch für einige der Hauptwirkungen der Droge verantwortlich. Berberin stellt einen aussichtsreichen Stoff für die Arzneimittelforschung dar, etwa durch seine beobachtete lipid- und blutzuckersenkende Wirkung. In einer Beigabe von bis zu 20 % Berberitzenwurzelrinde zu Leber- oder Gallen-Tees wirkt Berberitzenwurzelrinde akuten Bauchspeicheldrüsenentzündungen entgegen. Die Berberitze ist auch als Zierpflanze verbreitet. Mit der  Gewöhnlichen Mahonie bildet die Gewöhnliche Berberitze die Gattungs hybride  × Mahoberberis neubertii.
Die Früchte und die Wurzelrinde der Berberitze sind wie zwei verschiedene Heilpflanzen, denn sie haben ganz unterschiedliche Wirkungen.
Wurzelrinde
Die Wurzelrinde enthält unter anderem Berberin, ein Alkaloid. Das Berberin regt die Gallentätigkeit an und fördert die Verdauung. Man kann die Wurzelrinde also bei Verdauungsschwäche und Probleme des Leber-Galle-Systems einsetzen. Außerdem erweitert die Wurzelrinde der Berberitze die Blutgefäße, was eine Senkung des Blutdrucks zur Folge hat. Die Nierentätigkeit wird auch angeregt, aber bei Nierenentzündungen sollte die Berberitze nicht angewandt werden, weil dies die Niere zu sehr reizen würde.
Wurzelrinden-Tee
Den Tee aus der Wurzelrinde der Berberitze stellt man als Aufkochung her. Dazu wird ein halber bis ein ganzer Teelöffel der getrockneten Wurzelrinde kurz aufgekocht und dann fünf Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee sollte man täglich ein bis zwei Tassen trinken.
Wurzelrinden-Tinktur
Aus der Wurzelrinde kann man auch eine Tinktur herstellen. Diese Tinktur kann man für die gleichen Einsatzgebiete einnehmen wie den Tee der Wurzelrinde. Man kann sie außerdem gegen Fieber und Hexenschuss versuchen.
Früchte
Die reifen Früchte der Berberitze enthalten keine Alkaloide. Stattdessen enthalten sie für Früchte typische Stoffe wie Fruchtsäuren und Vitamin C. Man kann die Früchte trocknen und in der kalten Jahreszeit als Vitaminspender einsetzen. Oder man bereitet sie als Marmelade oder Mus zu, um sie löffelweise zu genießen. Auch ein Sirup aus den Berberitzen-Früchten ist möglich. Außer bei Vitaminmangelerscheinungen wie Frühjahsmüdigkeit oder Zahnfleischblu-ten kann man Zubereitungen aus den Berberitzenfrüchten auch gegen Erkältungen anwenden. Den frischen Saft der Berberitzen kann man auf das Zahnfleisch pinseln, um das Zahnfleisch zu stärken und Zahnfleischblutungen zu stoppen.
Küche
In vielen Ländern sind die Früchte der Berberitze beliebte Zutaten in der Küche. In Europa werden vorwiegend Marmeladen mit der Berberitze gekocht. Im Orient wird aber auch Reis zusammen mit Berberitzen gekocht oder auch Fisch und Fleisch-Gerichte. Die Berberitzen-Früchte verleihen diesen Speisen ein säuerliches Aroma.

Pflanzenbeschreibung
Es handelt sich um einen sommergrünen, mit Blattdornen bewehrten  Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern erreicht. Die Zweige weisen ein- bis siebenteilige Dornen (umgewandelte Blätter der Langtriebe) auf, aus deren Achseln Laubblätter an Kurztrieben entspringen. An der Sprossbasis werden drei- und mehrteilige, an der Sprossspitze nur einteilige Dornblätter ausgebildet. An Schösslingen lässt sich anhand von Übergangsblättern die Entstehung der Dornblätter aus normalen Laubblättern verfolgen. Die Rinde ist äußerlich gelb-braun bis grau, innerlich leuchtend gelb.
Die Blüten sind gelbe, halbkugelig-glockige nektarführende Scheibenblumen. Sie finden sich in bis zu dreißigblütigen hängenden traubigen Blütenständen, die sich als Langtriebe endständig an Kurztrieben befinden. Die Blüten besitzen sechs gelbe, kelchartige Perigonblätter, sechs ebenfalls gelbe, kronblattartige Nektarblätter mit basalen Nektardrüsen und, vor diesen stehend, sechs Staubblätter mit klappig aufspringenden Staubbeuteln. Die Staubfäden sind im unteren Teil der Innenseite druckempfindlich. Es liegt ein Turgormechanismus mit einer Alles- oder Nichts-Reaktion vor: Ab einem bestimmten Druck erfolgt in  1⁄ 10 Sekunde eine schlagartige Bewegung der Staubblätter zum  Griffel hin. Dadurch wird der klebrige  Pollen auf die bestäubenden Insekten gedrückt. Vor dem Abblühen erfolgt auch spontane  Selbstbestäubung. Der intensive spermatische Geruch der Blüten wird von manchen als unangenehm empfunden. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.
Die  Früchte sind scharlachrote, bis zu einen Zentimeter lange  Beeren. Diese sind genießbar, aber durch den Gehalt an sechs Prozent Äpfelsäure und anderen Fruchtsäuren sehr sauer. Die ab August roten Früchte sind z. T. Wintersteher, es findet Verdauungsverbreitung der Samen durch Vögel statt. In den Früchten werden ein oder zwei Samen ausgebildet, selten befinden sich mehr als zwei Samen in einer Frucht.
Die Berberitze ist ein Strauch, der vermutlich ursprünglich aus Nordafrika kommt. Den Namen "Berberitze" beziehungsweise "Berberis" bekam sie vermutlich von den Römern nach ihrer Heimat, dem Gebiet der Berber. Inzwischen wächst die Berberitze auch in Mitteleuropa. Bis nach Asien hat sie sich ausgebreitet. Der bis zu drei Meter hohe Strauch hat in der Jugend rutenförmige rötliche Zweige. Später verholzen sie und werden grau. Die Blätter verwandeln sich teilweise zu Dornen. Die normalen Blätter sind eiförmig und relativ klein. Am Rand sind sie leicht gezähnt. Im Mai und Juni blüht die Ber-beritze mit leuchtend gelben Blüten, die aus den Blattachseln hängen. Aus den Blüten entwickeln sich bis Ende August und September rote, längliche Beeren. Durch die walzenartige Form der Beeren ist die Berberitze relativ leicht von anderen Beeren zu unterscheiden. An den Unterseiten der Blätter wachsen häufig die Wintersporen des Getreiderostes. Die Berberitze ist also ein Zwischenwirt dieses Getreide-Pilzschädlings. Daher wurde die Berberitze aus der Nähe von Getreidefelder verbannt. Sie ist jedoch eine gute lebende Hecke um Viehweiden, denn die Tiere meiden die stachelige Pflanze. In alpinen Gebieten oder lichten Wäldern kommt die Berberitze auch häufig vor.



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