Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juli > 10.07.17-16.07.17


HAUSWURZ

Der Hauswurz ist ein Dickblattgewächs, das häufig in Steingärten zu finden ist. Auch zur Dachbegrünung wird es gerne verwendet. Wild kommt es vor allem in Gebirgen vor, beispielsweise in den Alpen. Der Saft der dickenfleischigen Blätter wird in der Pflanzenheilkunde verwendet. Er wird als Mittel eingesetzt, um Hautprobleme und neuralgische Erscheinungen zu lindern.
Hauswurz ist eine Gattung in der Familie der  Dickblattgewächse. Der botanische  Name der Gattung leitet sich von den  lateinischen Worten semper für ‚immer‘ und vivus für ‚lebend‘ ab und bedeutet so viel wie „Immerlebend". Der deutsche  Trivialname Hauswurz hat seinen Ursprung im althochdeutsch Begriff Wurz, der damals für ‚Wurzel‘ oder ‚Pflanze‘ verwendet wurde. Von den bisher etwa 200 beschriebenen Arten werden je nach Autor zwischen 40 und 63 Arten anerkannt. Zudem gibt es mehr als 7000 Sorten in gärtnerischer Verwendung.

Steckbrief
Heilwirkung:
Gicht (äußerlich), Gebärmutterneuralgie, Quetschungen, Brandwunden, Entzündungen, Geschwüre, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Insektenstiche, Wunden, rissige Haut
wissenschaftlicher Name:
Sempervivum tectorum
Pflanzenfamilie:
Dickblattgewächse = Crassulaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Sammelzeit:
Juli und August

Verwendung und Kultivare
Arten und Sorten der Hauswurzen werden häufig auf Mauerkronen und zur Dachbegrünung eingesetzt, meistens Sempervivum tectorum und dessen Sorten und Hybriden. Es gibt viele Hauswurz-Liebhaber und -sammler. Dabei liegt das Hauptinteresse nicht nur auf der Ausbildung der Blüten, sondern auch in der Vielfalt der Rosettenformen und -färbungen. Hier kann man verschiedene Ausformungen der Blätter beobachten, wie rund oder spitz. Mittlerweile gibt es Rosetten in den mannigfaltigsten Farbschattierungen wie rot, gelb und orange, natürlich auch grün, aber auch fast schwarz. Jede dieser Farben verändert sich im Laufe der Jahreszeiten, am intensivsten im Frühling und Herbst, die Ausfärbung ist aber auch abhängig von trockenem und nährstoffarmen Standort. Viele Sorten tragen aber auch eine mehr oder weniger ausgeprägte Behaarung, die meist von der Spinnweb-Hauswurz herrührt. Erste Züchtungen lassen sich etwa auf das Jahr 1920 datieren. Inzwischen wurden mehr als 7000 Sorten gezüchtet. 1927 brachte die Staudengärtnerei Georg Arends die Züchtungen Beta und Alpha auf den Markt. Zwei Jahre später folgte Gamma. Jedes Jahr kommen neue Sorten hinzu, viele sehen sich sehr ähnlich. Für Hauswurz-Sorten gilt - einmal ohne Sorten Namen - immer ohne Namen. In Deutschland haben sich Liebhaber der Gattung in der Fachgruppe „Sempervivum/Jovibarba" innerhalb der „ Gesellschaft der Stauden-freunde" (GdS) zusammengefunden.

Merkmale
Habitus
Hauswurzen wachsen als  Horste (Rosetten-Polster) mehrjähriger, immergrüner sukkulenter Pflanzen. Die Pflanzen sind  hapaxanth (bzw. monokarp), das heißt nach der Blüte sterben die Rosetten ab, die geblüht haben. Die Größe der ballförmig geschlossenen, halbkugeligen oder sternförmig ausgebreiteten Rosetten liegt zwischen 0,5cm und 22cm (teilweise bei Sempervivum grandiflorum und bei Sempervivum tectorum-Hybriden und Auslesen), hauptsächlich aber bei 3–6cm. Bei der Blütenbildung strecken sich die Internodien der  Sprossachse zu einem Langtrieb. Die  Blütenstände werden zwischen 3cm und 60cm hoch, ragen meist aber sieben bis zwanzig Zentimeter in die Höhe.
Blätter
Wie viele Dickblattgewächse sind Hauswurz-Arten als  Sukkulenten in der Lage, in ihren Blättern Wasser zu speichern. Die in der Regel sehr „fleischigen" Blätter sind seitlich zum Teil flaumig behaart oder besitzen Randwimpern. Die Behaarung kann Drüsenhaare enthalten. Die Blattspitzen verfügen teilweise über Haarbüschel. Die Form der Blätter der verschiedenen Arten ist vielfältig. Sie können beispielsweise lanzettlich, elliptisch, länglich lanzettlich, verkehrt lanzettlich, eiförmig, verkehrt eiförmig, spitz, keilförmig oder länglich spatelig sein. Die Spitze kann ebenso verschieden gestaltet sein. Meist ist sie spitz zulaufend oder kurz-kleinspitzig. Die Pigmentierung der Blätter ist je nach Jahreszeit, Standort und Sorte variabel. Es gibt stark mit Anthozyanen angereicherte Blätter, diese sind dann rotbraun oder auch selten in Violetttönen gefärbt. Es können diverse Farbabstufungen auftreten wie grau-olivgrün, graugrün, aber auch sehr blasse Tönungen. In letzterem Fall sind die Blätter gelblich bis gelblichgrün. Die Färbung ist hauptsächlich von der Sonneneinstrahlung abhängig, zum Teil aber auch  genetisch bedingt.
Blüten und Blütenstände
Der meist dichte Blütenstand besteht aus Zymen mit drei, selten zwei bis vier, Wickeln, die manchmal gegabelt sind. Die sitzenden oder fast sitzenden, zwittrigen Einzelblüten sind obdiplostemon. Ihre breit sitzenden, etwas au-rechten, lanzettlichen  Kelchblätter sind an der Basis etwas miteinander verwachsen. Die rosafarbenen, purpurfarbenen oder gelb bis fast weißen, zur Blütezeit ausgebreiteten oder aufrechten  Kronblätter sind an ihrer Basis nicht miteinander verwachsen und auf der Innenseite meist kahl.
Die nur selten kahlen  Staubfäden sind rot, purpurfarben, bläulich oder gelblich bis weiß, die  Staubblätter rot oder gelb und der abgesetzte  Griffel ist meist gebogen. Die  Nektarschüppchen sind mehr oder weniger quadratisch und etwa 0,5 Millimeter groß.
Die Rosetten blühen spärlich, die Blütezeit liegt zwischen Ende Mai und Ende August. Ihre Blüten weisen zuerst ein männliches Stadium auf. Danach biegen sich die Staubblätter zur Seite und weg von den  Fruchtblättern im Zentrum der Blüte. Auf diese Weise wird eine  Selbstbestäubung erschwert.
Die  Pollenkörner der Gattung sind prolat, das heißt, sie sind wie Rotationsellipsoide geformt. Die äußere Schicht der Wand des Pollenkorns, die Exine des  Sporoderms, besitzt drei längsgestreckte Keimfalten, in deren Mitte sich je eine rundliche Keimpore befindet. Die Pollenkörner sind 14 bis 25 Mikrometer lang und 12 bis 21 Mikrometer breit. Die der Sektion Jovibarba sind 13 Prozent größer als die der Sektion Sempervivum, enthalten keinen Pollenkitt und unterscheiden sich außerdem im Aufbau der Pollenkornwand.
Früchte und Samen
Die vielsamigen, nur selten kahlen  Früchte stehen aufrecht bis fast aufrecht und öffnen sich entlang einer Bauchnaht. Die darin enthaltenen braunen Samen sind ellipsoid, eiförmig oder birnenförmig und gerippt. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch den Wind.




MELDE


Die Melden sind eine Pflanzen Gattung in der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Mit etwa 300 Arten ist dies die artenreichste Gattung der Familie. Der Name Melde ist vom „bemehlten" Aussehen der behaarten Pflanzen abgeleitet.


Steckbrief
Heilwirkung:
Blasenprobleme, Hautunreinheiten, Husten, Leberschwäche, Lungenleiden, Nagelbettentzündung, blutreinigend
wissenschaftlicher Name:
Atriplex hortensis
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Sammelzeit:
Juli bis August

Nutzung und wirtschaftliche Bedeutung
Zahlreiche Meldenarten sind essbar. Die  Gartenmelde wird seit langem als Gemüse verwendet. Während der  russischen Hungersnot von 1921 verwendeten viele Menschen Melden als Ersatz für Getreide, allerdings verursachte dies besonders bei Kindern die sogenannten „Hungerbäuche".
Viele Arten sind wichtige  Futterpflanzen. So wurden einige Arten, wie Atriplex canescens, aus Australien und Amerika nach Südwest-Asien eingeführt, um dort beweidet zu werden. Einige Meldenarten werden volksmedizinisch als  Heilpflanzen genutzt, beispielsweise die Gartenmelde und Atriplex argentea. Auch als Zierpflanze werden Melden gelegentlich angepflanzt, besonders die rotlaubigen Formen der Gartenmelde dienen als Blattschmuck. Aufgrund der sehr hohen Samenbildungsrate sind einige Meldearten zum „ Unkraut"problem im Ackerbau geworden, beispielsweise Atriplex spongiosa.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Melden sind einjährige oder mehrjährige krautige Pflanzen, seltener auch  Halbsträucher oder Sträucher. Oft sind die Pflanzen behaart mit Blasenhaaren, die zusammenfallen und die Oberfläche bemehlt oder silbrig wirken lassen, seltener kommen auch verlängerte Haare (Trichome) vor. Die sitzenden oder gestielten Laubblätter sind meist wechselständig, selten gegenständig am Stängel angeordnet. Sie werden oft spät abgeworfen oder überdauern. Ihre flache, oft etwas fleischige Blattspreite ist gezähnt, gelappt oder seltener ganzrandig. Die Blattform ist sehr variabel.
Blütenstand und Blüte
Die Blütenstände sind  Ähren oder ährige  Rispen. Die eingeschlechtigen Blüten stehen in Knäueln in der Achsel von Tragblättern. Manche Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig, andere sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blüten enthalten je drei bis fünf länglich-eiförmige Blütenhüllblätter und drei bis fünf Staubblätter, deren Staubfäden unten verbunden sind. Gelegentlich ist ein rudimentärer Fruchtknoten vorhanden. Die weiblichen Blüten werden umgeben von zwei blattartigen  Vorblättern mit freien oder teilweise verbundenen Rändern. Ihre Form ist sehr variabel und häufig tragen sie Anhänge. Den weiblichen Blüten fehlen meist  Blütenhüllblätter, bei wenigen Arten sind (selten eines) drei bis fünf Tepalen vorhanden. Der eiförmige oder kugelige  Fruchtknoten trägt zwei pfriemliche oder fadenförmige Narben.
Frucht und Samen
Zur Fruchtzeit vergrößern sich die Vorblätter etwas und können verdicken, Anhänge entwickeln oder bei einigen Arten schwammartig werden. Die Frucht bleibt von den Vorblättern umschlossen, ohne mit diesen zu verwachsen. Die Fruchtwand liegt dem Samen dicht an. Der abgeflachte Same steht meist vertikal (mit Ausnahme von Sektion Atriplex). Die dicke Samenschale ist ledrig oder verhärtet. Der ringförmige Embryo umgibt das Nährgewebe, seine Wurzel kann nach oben, unten oder seitlich zeigen. Einige einjährige Arten entwickeln mehrere Samenformen (Heterospermie).
Photosyntheseweg und Blattanatomie
Einige als ursprünglich angesehene Melden-Arten sind  C 3-Pflanzen mit normaler Blattanatomie. Die meisten Arten sind jedoch C 4-Pflanzen. Sie besitzen die typische "atriplicoid" genannte Blattanatomie mit einer Reihe von Bündelscheidenzellen rund um jedes  Leitbündel und radial angeordneten Palisadenzellen. Bei der Variante "Atriplex halimus-Typ" ist unter der äußersten Zellschicht auch eine  Hypodermis vorhanden, beim "Atriplex dimorphostegia-Typ" fehlt eine Hypodermis.


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich wie in einer Starre (27 Rock Water)
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Diese Menschen haben das Gefühl in einer Starre zu sein und wissen oft nicht, wie sie hier herauskommen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen dieses Gefühl der Starre überwinden


BACHBLÜTEN
Man geht leicht hoch wie eine Stichflamme, dann schroff und brüsk, aber der Zorn ist schnell wieder verraucht (18 Impatiens)
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Diese Menschen gehen sehr oft und allzu leicht hoch wie eine Stichflamme, sind dann schroff und sehr
 unhöflich, jedoch ist ihr Zorn relativ schnell verraucht
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diesen Zorn kontrollieren und gehen nicht mehr so leicht
 in die Höhe


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