Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 05.06.17-11.06.17


KANADISCHES BERUFKRAUT

Das Kanadische Berufkraut ist eine ein Meter hohe Pflanze, die ursprünglich aus Kanada und dem Norden der USA kommt. In Europa ist es in milden Gegenden inzwischen sehr verbreitet. Da die weiß-gelben Blüten des Kanadischen Berufkrautes sehr klein sind, wirkt es unscheinbar trotz seiner Größe und wird meistens übersehen oder als Unkraut betrachtet. Als Heilpflanze kann man es gegen Durchfall, zur Blutstillung und in der Frauenheilkunde einsetzen.
Das Kanadische Berufkraut, auch Katzenschweif und Weiße Dürrwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der  Familie der Korbblütler. Es wird auch oft unter dem wissenschaftlichen Namen Erigeron canadensis der Gattung Erigeron geführt.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, blutstillend, harntreibend, tonisierend, Durchfall, Würmer, Dysenterie, Thyphus, Hämorrhoiden, Hämorrhoiden Blutungen, Rheumatismus,  Gicht, Blutzucker senkend, Zu starke Menstruation, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden, Nasenbluten, Mundschleimhautentzündungen, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Erigeron canadensis, Conyza canadensis
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Butterweed, Canadian Fleabane, Horseweed
volkstümlicher Name:
Berufskraut, Dürrwurz, Greisenblume, Hexenkraut, Kanadische Dürrwurz, Kanadischer Katzenschweif, Scharfkraut, Widerruf
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbstoff, Gerbsäure, Ätherische Öle, Citronellal, Linalol, Flavone, Cholin, Kaffeesäure, Beta-Sitosterol
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Das Kanadische Berufkraut wird in Europa nicht sehr häufig als Heilpflanze verwendet, weil es in der Antike, in der die Traditionen der Pflanzenheilkunde entstanden, in Europa noch nicht bekannt war. In Nordamerika wird das Kanadische Berufkraut jedoch schon lange, vor allem gegen Durchfall und zur Blutstillung.
Tee
Das Kanadische Berufkraut eignet sich zur Anwendung als Tee. Dazu übergießt man einen Teelöffel des frischen oder getrockneten Krautes mit einen Viertelliter kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und dann trinken. Von dem Tee trinkt man drei Tassen täglich.
Tinktur
Man kann aus dem Kanadischen Berufkraut auch eine  Tinktur ansetzen und anstelle des Tees verwenden.
Durchfall stoppend
Der Haupteinsatzzweck des Kanadischen Berufkrautes ist seine Wirkung bei Durchfall. Sogar gegen Typhus wurde es früher manchmal angewendet.
Blutstillend
Das Kanadische Berufkraut gilt als blutstillend. Man kann es zum Stillen von innerlichen und äußerlichen Blutungen verwenden. Andere blutstillende Kräuter z.B. Hirtentäschel sind jedoch wirksamer als das Kanadische Berufkraut.
Frauenheilkunde
In der Frauenheilkunde kann man das Kanadische Berufkraut gegen zu starke Monatsblutungen einsetzen. Auch bei andere Arten von Gebärmutterblutungen kann man das Kanadische Berufkraut versuchen. Bei Gebärmutterblutungen mit ungeklärter Ursache sollte man jedoch immer der Arzt aufsuchen. Nach Geburten kann man das Kanadische Berufkraut zur Stillung des Wochenflusses verwenden, wenn dieser zu stark oder zu lange anhaltend ist. Das Kanadische Berufkraut steht auch in dem Ruf, die Menstruation zu fördern, wenn diese zu spät kommt. Der Wirkstoff Beta-Sitosterol, der im Kanadischen Berufkraut enthalten ist, ähnelt dem Östrogen. Daher kann das Kanadische Berufkraut auch bei Wechseljahresbeschwerden helfen, sofern diese durch einen Mangel an Östrogen verursacht werden.
Küche
Die jungen Blätter kann man als Gewürz in Salaten, Kräuterquarks und Gemüsegerichten verwenden.

Geschichtliches
Im 17. Jahrhundert wurde das Kanadische Berufkraut in Europa eingeführt. Seitdem hat es sich stark verbreitet, weil es so viele Samen bildet, die zudem recht fruchtbar sind. Außerdem hat es lange Wurzeln, sodass es auch an Standorten gedeiht, die anderen Pflanzen zu trocken sind. Weil das Kanadische Berufkraut erst so spät nach Europa kam, gibt es naturgemäß keine Anwendungstradition seit der Antike, denn die damaligen Kräuterkundler kannten die Pflanze nicht. Da die mittelalterlichen Autoren von Kräuterbüchern sich meistens auf die Klassiker der Antike bezogen, wurde das Kanadische Berufkraut auch in deren Büchern nicht erwähnt. So drang es auch nur lang-sam in das Bewusstsein der Volksheilkunde. Da das Kanadische Berufkraut keine besonders starken oder einzigartigen Wirkungen hat, konnte es sich bis heute nicht durchsetzen. Nur in Ermangelung anderer geeigneter Kräuter bekommt es Gelegenheit, sich zu bewähren. Das Kanadische Berufkraut gehört zu den Berufkräutern und ist auch verwandt mit dem  einjährigen Berufkraut, dem es aber kaum ähnlich sieht. Berufkräuter sind Pflanzen, die benutzt wurden, um vor bösen Geistern zu schützen. Vor allem bei Neugeborenen hatte man früher Angst, dass sie von bösen Mächten beschrien oder berufen würden, was sich unter anderem darin äußerte, dass die Säuglinge viel schrien. Zur Bekämpfung solcher "Berufungen" wurden die Berufkräuter in die Wiege gelegt, oder ein Tee aus den Kräutern wurde als Badezusatz verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Beim Kanadischen Berufkraut handelt es sich um eine  ein- bis zweijährige  krautige Pflanze, die schlank aufrecht eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimetern erreicht, an günstigen Standorten auch mehr. Sie wurzelt über 1m tief. Der  Stängel ist erst im Bereich des Blütenstandes verzweigt. Die dicht stehenden, wechselständigen  Laubblätter sind linealisch bis lineal-lanzettlich mit einer Breite von maximal 1 Zentimeter. Die unteren, rosettig stehenden Laubblätter sind ein wenig breiter als die oberen, schmal oval oder schmal spatelförmig und auch häufig grob gezähnt. Stängel und Blätter sind locker zottig behaart. In einem  rispigen  Gesamtblütenstand stehen die in der Regel sehr zahlreichen Blütenkörbchen (über 100 bis zu einigen Tausend). Die Blütenkörbchen sind etwa 3 bis 4 mm lang. Die unbehaarten  Hüllblätter stehen in zwei bis drei undeutlichen Reihen, die inneren sind etwas länger als die äußeren. Jedes Blütenkörbchen enthält 50 bis 65  Blüten. Die zwittrigen Röhrenblüten sind gelblich bis grünlich, die 25 bis 45 randlichen  Zungenblüten weißlich oder grünlich, ab und zu auch mit einem Violettstich. Die Zungenblüten sind nur einige Millimeter lang, mehr oder weniger aufrecht und überragen die Hülle nur um etwa 1mm. Die Blütezeit geht in Europa von Juli bis Oktober. Bei Reife bildet sich auf den um 1 mm langen  Achänen ein schmutzigweißer  Pappus aus einfachen und gezähnten Haaren von 2 bis 3mm Länge.
Das kanadische Berufkraut ist, wie der Name schon andeutet, ursprünglich in Nordamerika heimisch. Im 17. Jahrhundert kam es nach Europa und hat sich hier und im Rest der Welt stark verbreitet. Am besten gedeiht das Kanadische Berufkraut auf kalkreichem Boden an sonnigen Plätzen. Man findet es in Gärten, an Wegrändern, auf Böschungen, Schuttplätzen und Waldlichtungen. In rauhen Gegenden kommt es nur selten vor, bei mildem Klima ist es sehr häufig. Die einjährige Pflanze wird zwischen 20cm und einen Meter hoch, an besonders günstigen Stellen wird es auch höher. Die Wurzel ragt bis zu einen Meter in die Tiefe, darum gedeiht das Kanadische Berufkraut auch an trockenen Standorten. Die lanzettlich geformten Blätter wachsen quirlartig direkt am Stängel. Sie sind kurz behaart und an den Rändern leicht borstig. Ab Juli verzweigen sich die Stängel im oberen Bereich und beginnen mit der Blüte. Die zahlreichen Blüten sind sehr klein, im Durchmesser nur etwa drei Millimeter. Sie wachsen in lockeren Rispen. Die Röhrenblüten im Inneren sind gelblich oder grün, die äußeren Zungenblüten sind weiß, hellgrün oder hell-violett. Aus den Blüten entwickeln sich, wie bei Korbblütlern üblich, eine Art Pusteblumen, die die Blütenrispen in hell-bräunliche Watte hüllen. Die zahlreichen Samen fliegen durch die Luft und vermehren sich massenhaft.

Sammeltipps
Während der Blütezeit schneidet man die ganze oberirdische Pflanze etwa 20cm über dem Boden ab. Dann bündelt man sie und hängt sie kopfüber an einem schattigen, luftigen Platz zum Trocknen auf. Sobald die Pflanzen getrocknet sind, trennt man die trockenen Blätter und Blütenstände vom Stängel, zerkleinert die Blätter und hebt sie möglichst kühl und trocken auf.




SAFRAN


Safran gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt. Seine gelborangenen Stempelfäden liegen preislich in der gleichen Größenordnung wie Gold. Das ist aber auch kein Wunder, denn man braucht etwa hundert Blüten, um ein einziges Gramm des kostbaren Gewürzes zu gewinnen. Da ist es nur verständlich, dass dem Safran in der Volksmedizin geradezu wundersame Kräfte zugesprochen werden. Er gilt als stark aphrodisierend. Der Safran hat aber auch echte medizinische Wirkungen. So wirkt er gegen Krämpfe aller Art und leicht schmerzstillend.
Der Safran, wissenschaftlicher Name Crocus sativus, ist eine  Krokus-Art, die im Herbst violett blüht. Aus den Narben ihrer Blüten wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen. Diese Pflanzenart ist eine triploide  Mutante des auf den ägäischen Inseln beheimateten Crocus cartwrightianus. Sie ist wegen des dreifachen  Chromosomensatzes unfruchtbar und kann nur vegetativ durch Knollenteilung vermehrt werden. Die Stammform Crocus cartwrightianus besitzt deutlich kürzere, aber ebenfalls aromatische Narben.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Krämpfe
Heilwirkung:
blutstillend, menstruationsfördernd, nervenstärkend
Anwendungsbereiche:
Darmkolik, Gelbsucht, Keuchhusten, Krampfhusten, Krämpfe, Magenkolik, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Zahnungsschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Crocus sativus
Pflanzenfamilie:
Schwertliliengewächse = Iridaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Narben des Griffels
Sammelzeit:
Frühling

Verwendung
Safran schmeckt bitter-herb-scharf, was bei normaler Dosierung – anders als der typische Duft – nicht zum Tragen kommt. Er enthält  Carotinoide, vor allem  Crocin, sodass sich mit Safran gewürzte Gerichte intensiv goldgelb färben. Weiter enthält er den  Bitterstoff  Safranbitter, aus dem sich beim Trocknen teilweise der für das Safranaroma verantwortliche Aldehyd Safranal bildet. Weitere Aromastoffe sind unter anderem  Isophorone. In Europa bekannte Gerichte, die Safran enthalten, sind Bouillabaisse, Risotto alla milanese, Lusse kater und Paella. Von Persern werden besonders Reisgerichte gerne mit Saf-ran verfeinert. Safran muss vor Licht und Feuchtigkeit geschützt in fest schließenden Metall- oder Glasgefäßen aufbewahrt werden, da das Gewürz am Licht schnell ausbleicht und sich das ätherische Öl relativ leicht verflüchtigt. Safran wurde auch als  Farbmittel eingesetzt; der wasserlösliche  Farbstoff  Crocetin ist in der Pflanze  glycosidisch an das  Disaccharid Gentiobiose gebunden; diese Verbindung wird als  Crocin bezeichnet. Bereits  Plinius der Ältere erwähnt Safran als Farbmittel. Es wurde auch eingesetzt, um Goldschriften zu imitieren, oder um  Zinn oder  Silber wie Gold erscheinen zu lassen. Es wurde auch in Mischungen mit anderen Pigmenten oder Farbstoffen verwendet. Um den aromatischen Duft zu bewahren, sollte Safran nicht allzu lange gekocht werden. Es empfiehlt sich, die Narbenschenkel einige Minuten in etwas warmem Wasser einzuweichen und mit der Flüssigkeit gegen Ende der Garzeit dem Gericht zuzugeben. Eine noch intensivere Färbung erhält man, wenn die Safranfäden frisch gemörsert werden.

Geschichte
Von Zeus wird in einer Sage der  griechischen Mythologie berichtet, er habe auf einem Bett aus Safran geschlafen. Und bereits die Phönizier verwendeten Safran als Heil- und Gewürzmittel. Kennengelernt hatten sie ihn vermutlich von den Indern. Schon in der Antike war er ein Luxusartikel. Auf das Fälschen oder  Verschneiden von Safran standen hohe Strafen. Homer berichtete, dass jeder geforderte Preis für Safran bezahlt wurde. Im Mittelalter wiederum war er dreimal so teuer wie  Pfeffer. In vielen Kulturen war es  Brauch, den Hochzeitsschleier mit Safran gelb zu färben. Reiche Römer streuten Safranfäden auf ihre Hochzeitsbetten. Mit Safran wurden Salben, Arzneipflaster, Balsame und Duftöle zubereitet und Speisen gewürzt, über deren intensives Aroma neben Cicero u. a.  Petronius in der Cena Trimalchionis berichtet: omnes enim placentae omniaque poma etiam minima vexatione contacta coeperunt effundere crocum, et usque ad os molestus umor accidere („Alle Kuchen und alle Äpfel fingen, wenn man sie auch nur ganz sanft berührte, an, Safranwasser zu verspritzen, bis uns die unangenehme Flüssigkeit im Gesicht traf."). Er diente, wie  Plinius der Ältere vermerkt, als Arznei und Weinzusatz, Kaiser  Heliogabal soll bevorzugt in mit Safran vermischtem Wasser gebadet haben. Mittelalterlichen und neuzeitlichen Anekdoten bzw. Berichten zur berauschenden Wirkung des Safrans, die sich seit der Antike in medizinischer und botanischer Literatur finden, verdanken sich die Wendungen in sacco croci dormivit (Er hat auf einem Sack Safran geschlafen), crocum edisse (Safran gegessen haben) und das in der frz. Volkssprache des Mittelalters belegte, sprichwörtliche Le fol na que faire de saffren, in seiner lat. Fassung croco stultus non eget (Der Dumme/Irre/Narr braucht keinen Safran <mehr>). Dadurch wird ein sehr ausgelassenes, 'übergeschnapptes' Verhalten bezeichnet, das an das unter dem Einfluss hoher Dosen Safran Stehender erinnern soll.
Johann Ferdinand  Hertodt von Todenfeld verfasste im 17. Jahrhundert mit der Crocologia seu curiosa Croci Regis vegetabilium enucleatio ein umfangreiches Werk, das unzählige pharmazeutische Rezepte zur Behandlung diverser Krankheiten von Durchfall, Wassersucht bis zur Hypochondrie durch die Safranpflanze versammelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Österreich das Anbauzentrum Mitteleuropas. Der Safran höchster Qualität wurde auch als Crócus austriacus bezeichnet.

Beschreibung
Jede  Blüte enthält einen sich in drei  Narben verzweigenden  Griffel. Nur diese süß-aromatisch duftenden Griffel werden getrocknet als  Gewürz verwendet. Um ein Kilogramm von ihnen zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten aus einer Anbaufläche von ca. 10.000 Quadratmetern; die Ernte ist reine Handarbeit, ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag. Hinzu kommt, dass Safran nur einmal pro Jahr im Herbst (und das nur für einige Wochen) blüht. Deshalb zählt Safran zu den teuersten Gewürzen. Im Einzelhandel zahlt man zwischen 7 und 25 Euro pro Gramm.



BACHBLÜTEN
Man fühlt sich schuldig, wenn man anderen deutlich die Meinungen sagen muss (24 Pine)
- Diese Menschen fühlen sich schuldig, nur wenn sie anderen die Meinung sagen müssen  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen diese, dass es normal ist anderen Menschen ihre Meinung zu
 sagen


BACHBLÜTEN
Das Leben ist zu sehr durchorganisiert und eingefahren (17 Hornbeam)
- Diese Menschen haben ein Leben was komplett durchorganisiert ist und in ihren Bahnen festgefahren ist
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen diese Menschen, dass auch Abweichungen gibt und dass nicht
 alles immer durchorganisiert sein muss


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