Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.05.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 06.05.19-12.05.19


BÄRLAPP

Bärlapp ist ein Moos, das im Gebirge, in Wäldern und auf Wiesen wächst. In seinen kolbenartigen Fruchtständen wächst ein feines Sporen-Pulver, das sich gut als Puder gegen allerlei Hautkrankheiten eignet. Aber auch für die Harnorgane und für den Stoffwechsel bieten Bärlapp-Sporen ihre Heilkräfte.
Bärlappe, auch Schlangenmoos, Drudenfuß, Wolfsfuß genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie  Bärlappgewächse in der Ordnung der  Bär-lappartigen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Sporen: Wund sein bei Babys, Nässende Hautausschläge,  Blasenentzündung, Blasensteine, Harntreibend, Gicht, Rheumatismus, Stoffwechselfördernd, Leberstauung, Krampfadern, Kraut (Achtung! Leicht giftig.): Entzündungen der Geschlechtsorgane, Nierengries, Nierenkoliken, chronische Hautausschläge
wissenschaftlicher Name:
Lycopodium clavatum
Pflanzenfamilie:
Bärlappgewächse = Lycopodiaceae
englischer Name:
Clubmoss
volkstümlicher Name:
Drudenfuss, Denkraut, Gichtmoss, Hexenkraut, Teufelsklauen, Weingrün, Wolfsranke
Verwendete Pflanzenteile:
Samen bzw. Sporen und Kraut
Inhaltsstoffe:
Lycopodin, Clavatin, Clavotoxin, fettes Öl, Glycerin, organische Säuren, Palmitin, Stearin, Arachin, Hydrokaffeesäure, Zitronensäure, Apfelsäure
Sammelzeit:
Sporen: August bis September, Kraut: Mai bis September

Anwendung
Die Sporen des Keulen-Bärlapps finden in der Homöopathie Verwendung. Bärlappe sind aber auch ein traditionelles Heilmittel bei Naturvölkern und fanden auch in Mitteleuropa traditionell Verwendung. Anwendungsgebiete waren und sind teilweise noch immer: als Wundmittel, besonders bei schlecht heilenden Wunden, bei Krämpfen aller Art, Gicht und Rheuma. Bei traditionell hergestellten Pillen wurden Bärlappsporen als Trennmittel verwendet, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Bärlappe enthalten ätherische Öle und  Alkaloide. Auffällig ist auch eine starke Konzentration von  Aluminium Ionen im  Zellsaft.  Bärlappsporen werden bereits seit dem jungsteinzeitlichen Schamanismus weltweit zum Erzeugen pyrotechnischer Effekte benutzt. Sie werden von Feuerspuckern gern anstelle von brennbaren Flüssigkeiten verwendet. Der Effekt beruht auf einer Verpuffung, ähnlich einer Mehlstaubexplosion, da die Sporen im zerstäubten und trockenen Zustand eine große Teilchenoberfläche aufweisen.
Das Sporen-Pulver wird äußerlich als Mittel gegen allerlei Hautkrankheiten eingesetzt. Innerlich als Tee (Aufguss, nie kochen!) kann man Bärlapp-Sporen für Krankheiten des gesamten Harnapparates verwenden. Durch die Steigerung der Urinausscheidung ist Bärlapp auch gut für den Stoffwechsel und kann dadurch bei Rheuma und Gicht benutzt werden. In der Volksheilkunde wird auch das ganze Kraut für die Anwendung bei Problemen des Harnapparates verwendet. Da das Kraut leicht giftig ist, sollte man mit dieser Art der Anwendung vorsichtig sein.

Pflanzenbeschreibung
Charakteristisch für die Gattung Lycopodiums. str. ist wie für die Flachbärlappe die Differenzierung des  Sprosses in eine ober- oder unterirdisch kriechende Hauptachse und aufsteigende oder aufrechte, kürzere Seitenäste. Die Grundachse kann dabei Längen von mehreren Metern erreichen. Alle Sprosse sind  dichotomverzweigt, allerdings können sowohl im Bereich der Grundachse als auch im Bereich der Seitensprosse sowohl anisotome (die beiden Zweige sind verschieden) wie isotome (die beiden Zweige sind gleich gestaltet) Verzweigungen auftreten, wodurch sehr verschiedene Wuchsformen zustande kommen können. Im Gegensatz zu den Flachbärlappen sind die Laubblätter in der Gattung Lycopodium s. str. nadelförmig mit Längen von mehreren Millimetern. Sie sind spiralig allseitig um die Stängel der Seitensprosse angeordnet. Hierdurch werden diese im Querschnitt rundlich mit einem Durchmesser von 5 bis 12 Millimetern. Bei allen Lycopodium-Arten befinden sich die Sporophylle in deutlich abgesetzten ähren- oder keulenförmigen, endständigen Abschnitten. Sie sind meist deutlich kleiner, immer jedoch verschieden von den Laubblättern.
Bärlapp wächst auf Wiesen, auf Heiden, in trockenen Nadelwäldern und im Gebirge bis 2.000m. Es hat kriechende Stängel, die bis zu 2 m lang werden und moosartige Blättchen haben. Kleine gegabelte Ästchen steigen auf. An ihnen wachsen anstelle von echten Blüten die Fruchtähren mit dachziegelartigen Blättchen. Zwischen diesen Blättchen befinden sich die Sporenbehälter. In diesen Behältern wachsen die gelblichen Sporen, die ab August reif zur Ernte sind. Die Sporen lassen sich aus den Fruchtähren schütteln. Der Name "Hexenmehl" für die Sporen rührt daher, dass die Sporen mit leuchtenden Funken verbrennen, wenn man sie ins Feuer bläst.




EHRENPREIS

Der Ehrenpreis sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut, doch mit seinen leuchtend blauen Blüten verlockt er zu einem zweiten Blick, wenn man ihm beim Spaziergang in lichten Wäldern begegnet. Dieser zweite Blick lohnt, denn beim Ehrenpreis handelt es sich um eine sehr vielseitige Heilpflanze. Schon im Mittelalter stand er im hohen Ansehen, was man auch an Namen wie "Allerweltsheil" erkennen kann. Sogar eine Heilwirkung gegen Pest und Aussatz wurde ihm nachgesagt, aber heutzutage sind wir schon froh, dass er juckende Hautprobleme lindert und den Stoffwechsel anregt und uns somit im Kampf gegen das Übergewicht unterstützt.
Ehrenpreis ist eine Pflanzengattung, die nach molekularbiologischen Untersuchungen zur Familie der  Wegerichgewächse gezählt wird. In älterer Literatur wird sie in der Regel noch unter den Braunwurzgewächsen, Rachenblütlern oder als eigene Familie der Ehrenpreisgewächse geführt. Mit bis zu 450  Arten ist die Gattung Veronica sehr artenreich. Auch in Mitteleuropa kommen zahlreiche Vertreter vor. Der deutschsprachige Gattungsname Ehrenpreis rührt von der Wertschätzung des  Wald-Ehrenpreises in der Naturheilkunde her: „Ihm sei Ehr und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel".

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Juckreiz
Heilwirkung:
beruhigend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Erkältung, Husten, Bronchitis, Asthma,  Schnupfen, Halsentzündung, Heiserkeit, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Verdauungsschwäche, Durchfall, Leberschwäche, Übergewicht, Stoffwechsel anregend, Müdigkeit,  Kopfschmerzen, Nierenprobleme,  Blasenentzündung, Blasenstein, Rheuma, Gicht, Menstruationsstörungen, Abszesse, Altersjucken, Ekzeme, Hautprobleme, Juckreiz, Neurodermitis, Akne, Furunkel, Verbrennung, Wunden, Augenentzündung,  Afterjucken
wissenschaftlicher Name:
Veronica officinalis
Pflanzenfamilie:
Braunwurzgewächse = Scropholariaceae oder Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
Bird's Eye
volkstümliche Namen:
Allerweltsheil, Bunger, Frauenlist, Grindheil, Grindkräutl, Grundheil, Heil aller Schäden, Hühnerraute, Köhlerkraut, Männertreu, Veronika, Steh auf und geh weg, Sta-up un ga darvon, Viehkraut, Wald-Ehrenpreis, Wundheilkraut, Wundkraut, Zittli
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Aucubin, Aucubinglykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Iridoide, Kaffeesäurerverbindungen, Milchsäure, Saponine, ätherische Öle
Sammelzeit:
Mai und Juni

Anwendung
Speziell der Wald-Ehrenpreis, auch Echter Ehrenpreis genannt, wird als Naturheilmittel zur äußeren und inneren Anwendung eingesetzt. Das bitterlich herb und etwas balsamisch schmeckende Kraut wird im Sommer mit den Blüten gesammelt. Aufgüsse davon werden als Brusttee getrunken; das frische Kraut dient dagegen zur Bereitung von Kräutersäften. Unter den Inhaltsstoffen des Ehrenpreises befinden sich  Bitterstoffe, Gerbstoff und Saponine. Große Veronica-Bestände auf Viehweiden können bei Rindern zu Vergiftungserscheinungen durch die Saponine führen. Die Anwendungsmöglichkeiten des Ehrenpreises sind vielfältig, denn auch seine Heilkräfte betreffen nahezu alle Organsysteme.
Innerliche Anwendung
Besonders geeignet ist der Ehrenpreis in Mischtees, beispielsweise bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden oder zur Anregung des Stoffwechsels. Als alleinstehender Tee ist er weniger gut geeignet, weil er dazu neigt, bitter zu schmecken, wenn man den Tee zu stark macht. Dank der blutreinigenden Wirkung des Ehrenpreises wirkt er besonders gut gegen chronische Hauterkrankungen. Das er den Juckreiz lindert, hat er sich vor allem bei Altersjucken und anderen juckenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis bewährt.
Teemischung gegen Hautjucken/Ekzeme
Mische zu einer Teemischung: 50g Ehrenpreis, 20g  Hauhechelwurzel,
20g  Süßholz, 10g  Schachtelhalm
Anwendung: Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filter den Tee anschließend ab. Wenn du willst, kannst du den Tee mit Honig süßen. Trink von dem Tee drei Tassen pro Tag.
Äußerliche Anwendung
Bei Hauterkrankungen kann man den Ehrenpreis innerlich als Tee oder Tinktur einnehmen und zusätzlich äußerlich in Form von Waschungen, Umschlägen und Cremes.

Pflanzenbeschreibung
Der Ehrenpreis ist eine echte Pflanze Mitteleuropas. Er liebt lichte Wälder und Heiden, und ganz besonders haben es ihm abgebrannte Stellen angetan. Weil der echte Ehrenpreis gerne im Wald lebt, wird er auch Wald-Ehrenpreis genannt. Der mehrjährige Wurzelstock des Ehrenpreises treibt im Frühjahr harte, haarige Stängel aus, die nur etwa dreißig Zentimeter hoch werden. Die Blätter stehen gegenständig und sind verkehrt eiförmig und gesägt geformt. Sie haben weiche Haare. Im Mai und Juni erscheinen die leuchtenden, hell-blauen Blüten mit einem weißlichen Fleck in der Mitte. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. Anders als das Vergissmeinnicht, deren Blüten trotz seiner fünf Blütenblätter auf den ersten Blick mit dem Ehrenpreis verwechselt werden könnten.
Vegetative Merkmale
Ehrenpreis-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die früher zur Gattung Hebegestellten Arten sind strauchig oder sogar baumförmig. Alles in allem sind es aber meistens kleinwüchsige Pflanzen mit kriechenden oder aufsteigenden  Stängeln. Die gegenständigen  Laubblätter sind kurz gestielt oder sitzend.
Generative Merkmale
Oft viele Blüten sind in ährigen Blütenständen zusammengefasst. Die kleinen, meist blauen (seltener weißen)  Blüten sind durch Wegfall eines Kelchblattes (bei manchen Arten Wiederauftreten eines kleineren fünften Kelchblattes) bzw. Verwachsen zweier Kronblätter vierzählig. Die Anzahl der Staubblätter ist von fünf auf zwei reduziert.
Andere Arten
In der Gattung Ehrenpreis gibt es zahlreiche Arten. Einige dieser Ehrenpreis-Arten sind in Mitteleuropa wesentlich häufiger anzutreffen als der echte Wald-Ehrenpreis.
Gamander-Ehrenpreis
Der Gamander-Ehrenpreis mag sonnigere Standorte als der Wald-Ehrenpreis. Man findet ihn also in lichten Wäldern, aber auch an Wegrändern und Wiesen. Sein Blütenstängel ist wesentlich dünner ausgebildet. In der Pflanzenheilkunde kann man ihn genau so einsetzen, wie den echten Ehrenpreis. Seine Heilkräfte sind jedoch im Allgemeinen schwächer ausgeprägt.
Persischer Ehrenpreis
Der persische Ehrenpreis stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Mitteleuropa in Gärten als Zierpflanze angepflanzt. Aus diesen Gärten entkam der persische Ehrenpreis und hat sich inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitet.
Man findet ihn fast überall, wo der Mensch die Erde bearbeitet hat, beispielsweise in Weingärten, an Wegrändern, als Unkraut im Garten oder auf anderen Ruderalflächen. Er schätzt nährstoffreiche Böden. Dort gehört er im Frühjahr zu den ersten Blühern und im Herbst zu den letzten Pflanzen mit Blüten. Mitunter findet man sogar im Winter blühende persische Ehrenpreise. Im Unterschied zum echten Ehrenpreis hat der persische Ehrenpreis keinen traubigen Blütenstand, sondern seine Blüten wachsen einzeln am oberen Ende der Pflanzen. Die Blätter sind gekerbt und haben einen herzförmigen Grund. Sie erinnern an Gundermann-Blätter. Der persische Ehrenpreis wird als Heilpflanze gegen Husten verwendet. Außerdem wirkt er schweißtreibend, harntreibend und entzündungshemmend, ähnlich wie der Wald-Ehrenpreis. Man kann ihn zudem bei Alterserscheinungen, Arthritis, Arteriosklerose einsetzen. Japanische Wissenschaftler haben Stoffe im persischen Ehrenpreis entdeckt, denen sie eine potentielle Wirkung gegen Krebs zuschreiben.



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ERNÄHRUNG
Fermentierte Milchprodukte
Sauermilcherzeugnisse inklusive Sauerrahm, Joghurt, Kefir, Buttermilch etc. sind Milchprodukte, die unter Verwendung spezifischer Mikroorganismen z.B. Milchsäurebakterien, hergestellt werden. Die Milchbakterien bauen Milchzucker zu Milchsäure ab und sorgen so für das säuern der Milch, auch das Milcheiweiß spielt bei der Milchverarbeitung eine große Rolle.


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