Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.05.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Mai > 07.05.18-13.05.18


WAHRER BÄRENKLAU   

Im Mittelmeerurlaub begegnet einem der Wahre Bärenklau möglicherweise als Zierpflanze und vielleicht auch wildwachsend in der Buschlandschaft der Macchia. Wenn man seinen deutschen Namen hört, traut man seinen Ohren kaum, denn diese Pflanze hat kaum etwas gemein mit den mitteleuropäischen  Bärenklauarten. Viel eher erinnert der Wahre Bärenklau an den Fingerhut oder den Eisenhut, mit denen er aber nicht verwandt ist. Als Heilpflanze ist der Wahre Bärenklau hierzulande überhaupt nicht geläufig, dabei hat er im Altertum eine wichtige Rolle gespielt und lässt sich für eine ganze Reihe von Krankheiten einsetzen.
Wahrer Bärenklau ist eine Pflanzenart aus der Gattung Akanthus innerhalb der Familie der Akanthusgewächse. Sie ist im  Mittelmeerraum verbreitet. Gelegentlich findet sie Gebrauch als Zierpflanze. Im deutschen Sprachraum ist auch die Bezeichnung Weicher Bärenklau gebräuchlich. Der Wahre Bärenklau ist aber nicht näher verwandt mit der auch als Bärenklau bekannten Gattung Heracleum aus der Familie der  Doldenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Atemwegserkrankungen, Verstauchung, Wundheilung
Heilwirkung:
abführend, adstringierend, entzündungshemmend, erweichend, galletreibend, harntreibend, lindernd, schleimlösend, schmerstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Blaue Flecken, Brandwunden, Bronchitis, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Grippe, Halsschmerzen, Hautausschlag, Herpes, Husten, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Prellung, Quetschung, Rachenentzündung, Schmerzen, Schnupfen, Unterleibsentzündung, Verbrennung, Verbrühung, Verdauungsbeschwerden, Verrenkung, Verstopfung, Wunden, Zerrung
wissenschaftlicher Name:
Acanthus mollis
Pflanzenfamilie:
Akanthusgewächse = Acanthaceae
englischer Name:
bear's breeches, oyster plan
andere Namen:
Bärentapen, Weicher Bärenklau, Weicher Akanthus, Weiche Bärentatze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Kraut
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Tanine, Bitterstoffe, Harze, Mineralsalze

Anwendung
Acanthus mollis wird als Zierpflanze verwendet und ist nur bedingt winterhart, weshalb sie über klimatisch begünstigte Regionen Mitteleuropas hinaus nur selten gepflanzt wird. In alter Zeit wurde die branca ursina (lat. Bärenklaue) genannte Pflanzenart als Zutat zu Medikamenten eingesetzt. Im Jahr 1542 wurde diese Pflanzenart mit dem Namen Bärentāpe bezeichnet und einer ihrer Trivialnamen ist auch heute noch Bärentap(p)e. Früher war der Wahre Bärenklau offizinell, das heißt er musste in jeder Apotheke vorgehalten werden. Heutzutage kennt niemand mehr diese Heilpflanze, obwohl das Anwendungsspektrum sehr vielfältig ist. Warum der Wahre Bärenklau als Heilpflanze in Vergessenheit geraten ist, habe ich leider nicht herausgefunden. Verwendet wurden das oberirdische Kraut, die Blätter und die Wurzel. Vermutlich gab es ihn in den üblichen Zubereitungsformen Tee, Tinktur und Kräuterwein. Für die äußerliche Anwendung wurde vielleicht auch eine einfache Salbe hergestellt. Die Liste der traditionellen Anwendungsgebiete deutet auf eine Universalmedizin hin. Wahrer Bärenklau soll bei Erkältungen und die damit verbundenen Atemwegsprobleme wie Husten, Schnupfen, Halsweh und dergleichen helfen. Auch die Verdauung profitiert, sei es bei Verstopfung oder dem Gegenteil dem Durchfall. Äußerlich wurde der Wahre Bärenklau bei Hautentzündungen wie z.B. Ekzeme eingesetzt, aber auch bei Wunden, insbesondere bei Brandwunden. Außerdem gehören Verstauchungen zu den Einsatzgebieten des Wahren Bärenklaus.

Geschichtliches
Der Wahre Bärenklau war im Altertum wegen der Symmetrie seiner Blattmaserungen bekannt und diente als Inspiration für griechische Säulenverzierungen. Auch in der Medizin wurde der Wahre Bärenklau schon frühzeitig verwendet. Dioskurides empfiehlt ihn unter anderem für Verrenkungen, Brandwunden und Durchfall. Im Mittelalter wurde der Wahre Bärenklau noch gerne als Heilpflanze verwendet. Matthiolus (1563) schätzt den Wahren Bärenklau sehr und empfiehlt den gekochten Wurzelbrei für Verrenkungen, Gicht und den Brand (unklar ob hier Wundbrand oder Brandwunden gemeint sind). Die Blätter könne man als Pflaster anwenden, um Geschwülste zu erweichen. Weinmann (1737) empfiehlt ihn für Verletzungen und vergleicht ihn mit dem Beinwell.

Pflanzenbeschreibung
Der Wahre Bärenklau ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Die aufrechte Sprossachse ist unverzweigt. Die grundständigen, 40 bis 60 Zentimeter langen und 15 Zentimeter breiten Laubblätter sind lang gestielt, länglich-eiförmig, fiederspaltig mit am Ansatz nicht verschmälerten, an der Spitze nicht verdornten Fiederabschnitten, der Blattrand ist eingeschnitten gezähnt. Sie sind kahl bis kurz flaumig behaart. Die wenigen, mehr oder minder ungestielten Blätter am Stängel sind 1 bis 3 Zentimeter lang, mehr oder minder eiförmig, ihr Rand dornig gezähnt. Die kahlen Tragblätter sind eiförmig und bis zu 4 Zentimeter lang. Der Blütenstand ist eine dichte, aus zahlreichen, attraktiven Blüten zusammengesetzte zylindrische  Ähre. Der unbehaarte Kelch ist rund 4 Zentimeter lang. Die  Krone 4 bis 5 Zentimeter lang und von weißer Farbe mit purpurner Nervatur. Die Oberlippe ist stark reduziert, die Unterlippe dreigelappt. Wahrer Bärenklau ist in den Mittelmeerländern heimisch. Er wächst bevorzugt in Buschlandschaften, wird aber auch häufig als Zierpflanze angebaut. Wo er sich wohlfühlt, macht er sich oft so breit, dass man von einer invasiven Pflanze spricht. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst fiederspaltige, gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter werden bis zu 60 Zentimeter lang. Auffällig ist die weißliche Maserung der Blätter und ihre gezackte Form, die zu Säulenverzierungen inspiriert haben. Später wächst der Stängel empor. An ihm wachsen nur wenige kleine Blätter. Die auffälligen Blüten erscheinen im Frühsommer. Man sieht sie von Mai bis August. Die Blütenstände sind sehr lang und unverzweigt. Die einzelnen Blüten stehen kreuzgegenständig am Blütenstängel. Sie sind unten weiß bis zartrosa und oben rot bis violett. Das obere, dunkle Blütenblatt wölbt sich wie ein Helm über die hellere Gruppe der unteren Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Kapseln mit zwei bis vier Fächern, in denen sich jeweils ein Same befindet.

Anbautipps
Um den Wahren Bärenklau in Mitteleuropa anbauen zu können, braucht man einen sehr geschützten, warmen Standort, der vor Frost weitgehend geschützt ist. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze in großen Kübeln anbauen. Zum Anbau kann man entweder fertige Pflanzen, Teile des Wurzelstocks oder Samen verwenden.





ZISTROSE

Die Familie der Zistrosen, die im Mittelmeer heimisch ist, wurde schon seit Jahrtausenden in der dortigen Volksheilkunde eingesetzt. Selbst die Bibel berichtet unter dem Namen Myrrhe vom Harz der Zistrose. In Mitteleuropa ist die Heilwirkung der Zistrose weitgehend unbekannt, wird in den letzten Jahren aber nach und nach entdeckt und immer beliebter. Das Harz in den Blättern der Zistrose wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und gilt als Radikalenfänger. Das Immunsystem kann möglicherweise gestärkt werden.
Die Zistrosen bilden eine Pflanzengattung in der  Familie der  Zistrosengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, antiviral, antioxidativ, pilzhemmend (fungizid), entzündungshemmend, schleimlösend, anregend, tonisierend, Immunsystem stärkend, Neutralisiert freie Radikale, Menstruationsfördernd, Husten, Durchfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien, Hautprobleme, Ekzeme, Geschwüre, Dekubitus (Wundliegen), Mundgeruch
wissenschaftlicher Name:
Cistus incanus, Cistus creticus, Cistus villosus creticus, Cistus ladanifer
Pflanzenfamilie:
Zistrosengewächse = Cistaceae
englischer Name:
Rock Rose
volkstümlicher Name:
Ladan
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Labdanum (Ladanum), Polyphenole, Harz, ätherische Öle, Borneol, Zineol, Eugenol, Ledol, Limonen, Phenol
Sammelzeit:
Mai bis Juni

Anwendung
Es gibt einige Zuchtformen für mediterrane Parks und Gärten. Aus den Zweigen und Blättern mancher Arten kann das Harz Labdanum gewonnen werden. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Cistusbestände getrieben. Am Ziegenfell blieb das klebrige Sekret hängen. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden. Auszüge aus der graubehaarte Zistrose werden gesundheitsbezogen verwendet; in Griechenland wird sie als  Kräutertee getrunken. Carl von Linné vertrat die Ansicht, dass es sich bei der biblischen „ Rose von Scharon" um eine Art der Zistrosen handelte.
Innerlich
Die Blätter und Zweige der Zistrose kann man als Tee trinken. Der Tee kann möglicherweise bei Infektionskrankheiten, vielleicht auch bei Allergien und Hautproblemen helfen.
Äußerlich
Bei vielerlei Hautprobleme kann man eine Zistrosenabkochung auch äußerlich als Waschung, Bad oder Umschlag einsetzen.
Andere Anwendungen
Das Harz der Zistrose namens Ladanum kann man auch zum Räuchern verwenden. Als Bachblüte "Rock Rose" steht eine Verwandte der Zistrose für die Bewältigung von Panik.

Geschichtliches
Im Mittelmeerraum wird die Zistrose schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Sie stellt dort auch einen wesentlichen Teil der Vegetation dar, vor allem in Macchiagebieten. Beliebt war die Zistrose auch schon im alten Ägypten, wo das Harz zum Räuchern und als Schönheits- und Heilmittel verwendet wurde. Zur Gewinnung des Harzes wurden früher Ziegen zwischen Zistrosepflanzen durchgetrieben. An den Haaren des Fells blieb das Harz kleben. Das Fell wurde dann gestutzt und die Haare ausgekocht. Im abgekühlten Wasser fand sich dann das Harz. Wenn das Fell nicht geschnitten werden sollte, wurde das Harz stattdessen herausgekämmt.

Pflanzenbeschreibung
Die Zistrosen sind stark verzweigte, buschige Sträucher oder Zwergsträucher mit aromatischem Harz, dem  Labdanum. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach, sitzend oder gestielt. Nebenblätter fehlen. Der end- oder achselständige Blütenstand ist zymös, trugdoldig oder wickelartig, gelegentlich auch auf eine Blüte reduziert. Die beiden äußeren  Kelchblätter sind mindestens ebenso groß wie die drei inneren oder fehlen. Die  Kronblätter sind schon in der Knospe geknittert, kurzlebig, weiß, rosa oder purpurn; bei einigen Arten sind sie am Grund gelb oder dunkelrot gefleckt. Die 30 bis 150  Staubblätter sind in mehreren Reihen angeordnet und alle fertil. Meist fünf, selten sechs bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem fünf-, selten sechs- bis zwölffächerigen  Fruchtknoten verwachsen. Die verholzten Kapselfrüchte springen fast vollständig entlang der Fächerwände auf. Die zahlreichen  Samen sind vieleckig.
Die Zistrose ist im Mittelmeerraum heimisch, vor allem in Griechenland. Die strauchartige Pflanze bevorzugt sandige Plätze bei voller Sonne und braucht nicht viel Nährstoffe. Die Zistrose wird etwa einen Meter hoch.
Die eiförmigen bis lanzettlichen, immergrünen Blätter scheiden an ihren feinen Haaren ein Harz aus. Dieses Harz wird auch Ladanum genannt und entspricht wohl der Myrrhe der Bibel. An heißen Sommertagen wird besonders viel Harz gebildet, sodass man die Pflanze schon beim Vorbeigehen riechen kann. Die Blüten der Cistus incanus sind violett mit einem orangefarbenen Zentrum, andere Cistusarten haben weiss-dunktelrote Blüten. Die Blütenblätter sehen et-was zerknautscht aus, wie ungebügelt. Im Mittelmeerraum blüht sie im zeitigen Frühjahr, in mitteleuropäischen Gärten eher ab Ende Mai bis Juni.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Die Bedeutung des Getreides
Jahrtausende hindurch stand das Getreide im Mittelpunkt der menschlichen Ernährung.
Unsere Ernährung sollte zu einem großen Teil aus Getreide bestehen, da es ein sehr ausgewogenes Lebensmittel ist. ernährungsphysiologisch ist Vollkorngetreide wesentlich gesünder als Weißmehl. Besser verträglich ist Vollkorn, wenn es gekocht, eventuell eingeweicht oder fein geschrotet/gemahlen wird.


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