Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 08.05.17-14.05.17

Saatwucherblume t    

Die Saat-Wucherblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der  Korbblütler.
Die Saatwucherblume ist eine gelb blühende Pflanze, die einer Margerite ähnelt. Sie war einmal eine weit verbreitete Pflanze, die überall auf den Äckern und in den Getreidefeldern zu finden war. Weil die Saatwucherblume überall im Mitbewerb zu den Nutzpflanzen stand, wurde im Laufe der Jahrhunderte die Pflanze bekämpft. Erst mit der modernen Landwirtschaft wurde die Pflanze selten und findet sich heute öfters in Ziergärten. Der Einsatz als Heilpflanze war und ist kaum gebräuchlich, da es wirksamere Pflanzen gibt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Antiseptikum, Wurmmittel
Heilwirkung:
antiseptisch, gerinnungshemmend, harntreibend, magenstärkend, wurmabtreibend
Anwendungsbereiche:
Infektionen, Magen, Gelbsucht, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Corn Marigold, Corn Daisy
volkstümlicher Name:
Goldblume, Saat-Margerite, Saatwucherblume, Twölfgrotenblume, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, frische Triebe, Samen
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cumarine
Sammelzeit: Mai bis Oktober

Anwendung
Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als  Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur. Es gibt fast keine Aufzeichnungen zur genauen Anwendung. Samen und getrocknete Blätter wurden in Tees genutzt. Zeitweise die frischen Triebe als einigendes Gemüse (bei Würmer?). Wegen des möglichen Cumarin-Gehalts ist die Pflanze leicht giftig, daher sollte die Pflanze nicht als Gemüse gegessen werden.

Geschichtliches
Vermutlich hat die Saatwucherblume ihren Ursprung im Mittelmeerraum, durch den Getreideanbau und die Dreifelderwirtschaft verbreitete sie sich mit dem Ackerbau in ganz Europa und später in Nordamerika. Problematisch ist, dass die Saatwucherblume das Getreide und andere Nutzpflanzen überwuchert und erstickt. Im Mittelalter verbreitete sich die Saatwucherblume so stark, dass lokale Gesetze gegen das gefürchtete Unkraut erlassen wurden um die Ausbreitung zu verhindern. Der Name Twölfgrotenblume enstand aus der Strafe von zwölf Groten, wenn man auf dem Acker die Saatwucherblume gefunden wurde. Zeitweise wurde die Saatwucherblume auch als Gewürz und Färbemittel genutzt. Durch modernen Ackerbau und Unkrautvernichtungsmittel findet man die Saatwucherblume im normalen Acker nicht mehr. Sie ist mittlerweile eine der seltenen Pflanzen geworden. Ab- und zu werden kleiner Bestände durch Begrünungs-Ansaaten eingeschleppt.

Pflanzenbeschreibung
Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die Saatwucherblume ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen Boden. Die einjährige Pflanze wird bis 20 bis 80 cm hoch. Die Blätter sind etwas dickfleischig. Die Saatwucherblume blüht von Mai bis August. Die gelben Blüten haben einen Durchmesser von 30-55 mm.

Anbautipps
Die Saatwucherblume stellt keine besonderen Ansprüche. Die Aussaat erfolgt im Frühling (April bis Ende Mai). Der Boden und Gießwasser müssen kalkarm sein, ein feinkrümeliges Saatbeet ist von Vorteil und die Bedeckung darf maximal ein halber Zentimeter stark sein. Man sollte aber darauf achten, dass die Pflanze im Garten sich nicht zu stark ausbreitet und ihrem Namen alle Ehre macht. Das Saatgut bekommt man im Online-Samenhandel oder ist in einigen Sommerblumen- und Bauerngartenmischungen enthalten.

Sammeltipps
Im Frühjahr die frischen Triebe für Gemüse. Im Frühsommer die Blüten als Färbemittel. Im Herbst die Samen.



Sternanis        

Der Echte Sternanis gehört zur Familie der  Sternanisgewächse. Es ist ein immergrüner Baum, der in tropischen Gebieten wächst, dessen reife Früchte als Gewürz genutzt werden.
Aus der Weihnachtsbäckerei ist der Sternanis wohlbekannt. Sein Geschmack und Duft ähnelt dem Anis, dem der Sternanis auch seinen Namen verdankt. In Teemischungen ist der Sternanis nicht nur ein wohlschmeckender Geschmacksgeber, sondern er hat auch eine ausgeprägte eigene Heilwirkung auf den Atmungsapparat und das Verdauungssystem. Auch gegen Bakterien wirkt der Sternanis.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Nervenschmerzen
Heilwirkung:
antibakteriell, anregend, entspannend, schleimlösend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
Blähungen, Bronchitis, Darmkrämpfe,  Hexenschuss, Ischias, Juckreiz, Magenbeschwerden, Magenkrämpfe, Mandelentzündung, Mundgeruch, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Illicium verum
Pflanzenfamilie:
Sternanisgewächse = Schisandraceae
englischer Name:
Star anise
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Samen
Inhaltsstoffe: Shikimisäure, ätherische Öle, Anethol, Anisol, Foeniculin, Ci-neol, Carvon, Gerbsäure, Limonen, Linalool, Rutin, Saponine, Terpene, Safrol, Kamphen
Sammelzeit: Oktober

Anwendung
Küche
Zusammen mit  Fenchel,  Cassiazimt, Gewürznelke und Szechuanpfeffer wird der Echte Sternanis in der chinesischen Küche als  Fünf-Gewürze-Pulver verwendet. Darüber kann es Bestandteil des indischen Currys sein. Asiatische Fleischgerichte wie die  Pekingente werden mit Sternanis aromatisiert. Auch für eine würzige Brühe namens Lushui, die vielseitig in der chinesischen Küche verwendet wird, wird Sternanis als eines der zahlreichen Gewürze verwendet. Da die Hülle aromatischer ist als die Kerne, wird der Sternanis samt Hülle verwendet oder gemahlen. In geschlossenen Behältern aufbewahrt beträgt die Haltbarkeit etwa drei Jahre. Echter Sternanis schmeckt anhaltend süß und lakritzartig, aber auch ein wenig pfeffrig und säuerlich. Pflanzen mit sehr ähnlichem Aroma sind  Anis, Fenchel und die heutzutage selten verwendete  Süßdolde.
Medizinische Nutzung
Als Heildroge dienen die getrockneten Sammelfrüchte, die 70ml/kg ätheri-sches Öl enthalten. Das Aroma des Sternanis wird von trans-Anethol bestimmt,welches mit mindestens 86 % den größten Anteil des ätherischen Öls ausmacht. Die Wirkstoffe des Ätherischen Öls sind Anethol (80–90%), Methylchavicol (bis 6%),  Foeniculin, Anisaldehyd, Monoterpene, wie Limonen,  Pinen und  Linalool sowie  Flavonoide und geringe Mengen Veranisatine. Sternanis hat wie  Anis schleimlösende, Auswurf fördernde und leicht krampflösende Eigenschaften und wird wie dieser, allerdings viel seltener, bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl, Blähungen und leichten Krämpfen in Teemischungen eingesetzt. Medizinisch genutztes Anisöl, das in vielen Hustenmitteln enthalten ist, wird sowohl aus Echtem Sternanis, als auch aus Anis gewonnen.
Sonstiges
Der nahe verwandte und im Geruch und Aussehen ähnliche  Japanische Sternanis, wird in Japan traditionell als Räucherwerk verbrannt, er ist aber nicht als  Gewürz geeignet, da er giftig ist und Leber, Nieren und Blase dauerhaft schädigen kann. Teilweise ist es durch ungewollte Vermischungen von Echtem mit Japanischem Sternanis zu Vergiftungen gekommen.
Man kann die zerkleinerten Sternanis-Früchte als Tee oder in Teemischungen gegen Verdauungsbeschwerden oder Husten trinken. Durch seine antibakterielle Wirkung kann man Sternanis-Tee unterstützend bei Bronchitis, Mandelentzündung (Angina) oder Entzündungen des Verdauungsapparates verwenden. Auch bei Hexenschuss kann man Sternanis-Tee trinken, weil er entspannend wirkt. In Teemischungen fördert Sternanis den Wohlgeschmack. Gegen Mundgeruch kann man die Hüllen der Sternanis-Samen kauen. Gekaut fördern die Samenhüllen auch die Verdauung nach schweren Mahlzeiten. Das ätherische Öl kann man gegen Zahnschmerzen auf die betroffene Stelle reiben. In der Küche und Weihnachtsbäckerei wird Sternanis aufgrund seines Wohlgeschmacks eingesetzt. Der Wirkstoff Shikimisäure ist die Grundlage des Grippemittels Tamiflu.

Pflanzenbeschreibung
Der Echte Sternanis wächst als immergrüner  Baum, der Wuchshöhen von bis zu 20m erreichen kann. Die  Laubblätter stehen dicht an den Spitzen der Zweige. Sie sind umgekehrt eiförmig bis umgekehrt lanzettlich, 5 bis 11cm lang und 1,6 bis 4cm breit. Die Blattspitze ist spitz oder kurz zugespitzt, die Blattbasis ist keilförmig spitz, der Blattrand ist ganzrandig. Die tiefroten  Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die Blütenhülle besteht aus sieben bis zwölf  Blütenhüllblättern. Es sind elf bis 20  Staubblätter vorhanden, acht oder neun  Fruchtblätter stehen in einem  Quirl und sind nicht miteinander verwachsen. Die rötlich-braune Frucht besitzt einen Durchmesser von etwa 3,5cm und besteht aus acht oder neun verholzenden  Balgfrüchten. Die Samen sind braun und glänzend.
Der Sternanis ist in China und Vietnam heimisch. In gemäßigten Breiten wächst er nur in Kübeln oder Gewächshäusern, weil er nicht frostfrei ist. Er bevorzugt leichte, sandige Böden, die eher sauer sind. Außerdem mag er Halbschatten oder sonnige Standorte. Der Sternanis-Baum wird bis zu 18m hoch. Seine Blätter sind immergrün. Zwischen März und Mai blühen die gelblichen Blüten mit vielen Blütenblätter. Die charakteristisch geformten sternförmigen Samen reifen im Oktober.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich depressiv, weil andere besser sind als ich (19 Larch)
- Diese Menschen fühlen sich depressiv, da andere viel besser sind als sie
- Mit der dementsprechenden Bachblüte vergeht dieses Gefühl allmählich und fühlen sich kaum mehr
 depressiv


BACHBLÜTEN

Man ist innerlich so überdreht, dass man fast nicht mehr entspannen kann, oft Muskeln, Augen, Kopf extrem angespannt (31 Vervain)
- Diese Menschen sind so überdreht, dass sie sich kaum mehr entspannen können und oftmals sind auch
 noch Muskeln, Augen und Kopf auch noch extrem angespannt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kommt man allmählich zur Ruhe und ist nicht mehr oder kaum mehr
 überdreht


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