Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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10.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 08.04.19-14.04.19


PETERSILIE


Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt. Dass die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase. Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man keine großen Mengen von Petersilie zu sich nehmen, denn Petersilie könnte eine Fehlgeburt auslösen. Kleine Mengen als Gewürz sind bei gesunden Frauen jedoch unbedenklich. Weitere Gegenanzeigen siehe weiter unten.
Die Petersilie, in Österreich und Altbayern auch der Petersil, in der Schweiz Peterli, weitere Namen Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk, ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und kommt wildwachsend im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln vor. In Europa und dem gesamten Mittelmeerraum gehören die je nach Sorte glatten oder krausen Blätter ihrer Zuchtformen zu den am meisten verbreiteten Küchenkräutern; die besonders große Speicherwurzel der Varietät Wurzelpetersilie dient als Bestandteil von Suppengrün.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsstörungen, Anregung der Harnorgane
Heilwirkung: harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Mundgeruch, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht, Rheuma, Blasensteine, Blasenentzündungen, Nierensteine, Bluthochdruck, Ohrenschmerzen, Depression, Müdigkeit, Kater, Menstruationsfördernd, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Wehen fördernd, Nachgeburt austreibend, Insektenstiche, Mückenstiche, Schuppen, Geschwüre
wissenschaftlicher Name: Petroselinum hortense, Petroselinum crispum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Parsley
andere Namen: Bittersilche, Bockskraut, Geilwurz, Grönte, Kräutel, Peterle, Peterling, Silk, Stehsalat
falsche Schreibweisen: Petersillie, Petersielie
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen (Früchte), Wurzel
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Ätherische Öle, Apiin, Apiol, Apiolin, Flavonoide, Furocumarin, Gerbsäure, Glykoside, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Violaxanthin, Zink
Sammelzeit: April bis Oktober

Anwendung
Petersilie kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Petersilie anzuwenden ist jedoch ihr Einsatz als Küchengewürz. In normaler Gewürzdosis haben die Peterslilienblätter jedoch keine ausgeprägte Heilwirkung, sondern höchstens eine sehr milde blutreinigende Wirkung.
Heilkunde
Madaus zufolge trennen antike Autoren die Petersilie nicht immer von anderen Doldenblütlern, besonders Sellerie. Bei Dioskurides treibt sie Harn und Menstruation, ähnlich bei Galen und den Hippokratikern. Auch nach Albertus Magnus fördert sie Harnausscheidung und Verdauung. Cazin berichtet eine Heilung von Anasarka nach Kindbettfieber. Paracelsus, Matthiolus und Lonicerus nennen sie harn- und steintreibend, blähungs-, verdauungs- und menstruationsfördernd, geburtsbeschleunigend, gedächtnissteigernd, blutreinigend, hautglättend. Andere nahmen sie bei Gonorrhoe. Die Pflanze spiele im Aberglauben der germanischen und romanischen Länder von jeher eine große Rolle. Der Spruch „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“ meint wohl ihre aphrodisierende und abortive Wirkung. Die Volksmedizin nutzte Kraut und Wurzel u. a. bei Harngrieß, Nieren- und Blasensteinen, Milz- und Leberleiden, Gelbsucht, Kreislaufstörungen, Wassersucht, Verdauungs- und Blasenschwäche, Brustschmerzen, Verschleimung von Brust, Magen und Nieren, Blähungen, die „Samen“ auch bei Fieber, Uterusleiden, geschwollener Schilddrüse, chronischem Husten und mangelnder Menstruation, den frischen Saft bei Mückenstichen. Petersilie töte Papageien und kleinere Tiere, die Früchte seien als Wurmmittel bei Hunden gut. Nach Kneipp ist Petersilie sehr bewährt bei Wassersucht. Die Kneipp-Nachfolger Eckstein und Flamm fanden zusätzlich eine leichte Anregung von Verdauung und Menstruation und empfahlen sie bei Wasser in den Beinen, in Bauch- und Brusthöhle oder im Herzbeutel, auch sonst bei schlechter Nierenfunktion, wo nicht entzündliche Prozesse bestehen. Die Homöopathie verwendet Petroselinum selten bei Harnverhalt und plötzlichem Harndrang, Urtikaria, Nachtblindheit oder Singen in den Ohren.
Küche
Die Blätter der Petersilie werden als Gewürzkraut meist roh oder nur kurz erhitzt verwendet, da sie sonst ihr typisches Aroma verlieren, und stellen einen festen Bestandteil verschiedener Mittelmeerküchen dar. Als Bestandteil des Bouquet garni der Französischen Küche wird die Petersilie nicht nur kurz mitgegart, sondern schon zu Anfang der Garzeit hinzugegeben, sie gibt dann Brühen und Saucen einen würzigen Grundgeschmack. Auch in der Küche Westasiens ist die Petersilie häufig zu finden, so werden beispielsweise in der türkischen Küche fast alle kalten Gerichte und gebratenes Fleisch mit gehackter Petersilie garniert. Beim Taboulé, einem Salat aus der libanesischen Küche, ist Petersilie neben Minze und Weizengrieß die Hauptzutat. Auch im Kaukasus, auf der arabischen Halbinsel und im Iran wird Petersilie häufig verwendet. Petersilie ist ein Bestandteil der Grünen Soße, sowohl nach der Frankfurter als auch Kasseler Rezeptur, eines typischen Gerichts deutscher Regionalküche, das sich besonders im hessischen Raum großer Beliebtheit erfreut. Petersilie wird auch zu Suppe verarbeitet, indem man sie in Gemüsebrühe kocht und püriert.
Tee
Für einen Petersilie-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Petersiliensamen oder Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Petersilie-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Petersiliensamen, -Wurzel oder Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Tinkturen aus Samen und Blättern der Petersilie sind erheblich stärker als Tinkturen aus Blättern. Die Tinkturen aus Wurzeln bergen in hoher Dosierung die Gefahr der Schleimhautreizung vor allem der Nieren und in seltenen Fällen auch von Herzrhythmusstörungen.
Achtung!
Schwangere sollten die Petersilie nicht in größeren Mengen einnehmen, weil sonst die Gefahr einer Fehlgeburt besteht. Gesunde Schwangere dürfen Petersilie jedoch in kleinen Mengen als Gewürz essen. Patienten mit Nierenentzündung sollten auf die Petersilie als Heilpflanze verzichten. Auch nicht-schwangere Gesunde sollten nicht zu viel Petersilie zu sich nehmen, denn in starker Überdosierung kann Petersilie zu Herzrhythmusstörungen führen und die Nierenschleimhäute reizen. Bei manchen Menschen löst zu viel Petersilie auch eine erhöhte Photosensibilisierung aus. Solche Überdosierungen treten eigentlich nur auf, wenn man die Samen oder Wurzeln als Tinktur anwendet und nicht bei der normalen Benutzung der Petersilienblätter in der Küche.
Innerlich
Petersilie kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Blaseninfektionen und Steine in Blase oder Niere einsetzen. (Achtung! Nicht bei Nierenentzündungen verwenden). Außerdem hilft Petersilie gegen Verdauungsschwäche und Blähungen. Weil die Petersilie viel Vitamin C enthält, kann man sie auch zur ergänzenden Versorgung mit Vitaminen verwenden. Bei Geburten erleichtert die Petersilie die Arbeit der Gebärmutter und anschließend das Austreiben der Nachgeburt. Man sollte die Petersilie in größerer Menge aber erst nach einem ordnungsgemäßen Beginn der Geburt einsetzen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Petersilie-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Insektenstiche lindern. Petersilie hilft äußerlich eingesetzt auch bei Kopfschuppen und Geschwüre.
Küche
Hauptsächlich wird die Petersilie als Gewürz in der Küche angewendet. Sie passt zu Suppen und Salaten. Auch in Kräuterquarks kann man sie verwenden. Eine moderne Anwendung der Petersilie ist auch ein Pesto, das man vor allem aus der glatten Petersilie mit zerkleinerten Pinienkernen und Pflanzenöl herstellen kann, anstelle von Basilikumblättern. Die Petersilienwurzel kann man ähnlich wie Karotten oder Pastinaken als Wurzelgemüse kochen. Vor allem in Gemüsesuppen schmeckt sie sehr lecker.

Pflanzenbeschreibung
Die Petersilie kommt ursprünglich aus Südeuropa. Sie ist jedoch inzwischen in ganze Europa, Russland, Indien und Nordamerika heimisch geworden. Die zweijährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Im Frühjahr treibt die rübenartige Wurzel einen Strauß mit vielen Stängeln aus, an denen entweder krause oder glatte Blätter wachsen, denn es gibt glatte und krause Petersiliensorten. Erst im zweiten Jahr wachsen einige der Stängel nach oben und bilden ab Juni bis Juli gelbgrüne Doldenblüten aus. Aus den Petersilien-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die aromatischen Früchte mit den Samen.
Vegetative Merkmale
Die Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen. In der Regel sind diese Pflanzen von Schnee, Laub oder Erde als Witterungsschutz bedeckt (Hemikryptophyt). Sie besitzt eine mehr oder weniger rübenförmige Wurzel. Aus dieser entspringen meist mehrere kahle Stängel, die aufrecht, stielrund bis leicht gerillt, sowie häufig röhrig sind. Die Stängel sind wie die ganze Pflanze kahl. Die Petersilie erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 (selten 100) Zentimeter. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind gestielt, weiter oben sind die Blätter mit breiten, weißen, hautrandigen Scheiden am Stängel sitzend. Die Blätter sind dunkel-grün. Die untersten sind doppelt bis dreifach gefiedert. Die Zipfel sind im Umriss keilig bis breit eiförmig, fiederschnittig oder gelappt. Sie tragen eine knorpelige Spitze und sind ein bis zwei Zentimeter lang. Bei Kulturformen sind die Blätter glatt oder kraus.
Blüten und Früchte
Die Dolden sind lang gestielt und haben acht bis 20 Strahlen. Die Doldenstrahlen sind alle etwa gleich lang. Die ein bis drei Hüllblätter sind lanzettlich bis pfriemlich. Die je sechs bis acht Hüllchenblätter sind linealisch bis pfriemlich und rund halb so lang wie die Blütenstiele. Die Kronblätter sind grünlichgelb, häufig rötlich überlaufen und rund 0,6 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind proterandrisch und werden durch Insekten (Dipteren, Hymenopteren) bestäubt. Die Früchte sind 2,5 bis drei Millimeter hoch und 1,5 bis zwei Millimeter breit. Ihre Form ist breit eiförmig. Zwischen den Hauptrippen sind sie dunkel-braun, die Hauptrippen selbst sind hellgelb, sehr dünn und stehen deutlich vor.



STORCHENSCHNABEL

Der Storchschnabel ist ein Verwandter der Geranie, was uns die hübschen, aber kleinen Blüten beweisen. Im Unterschied zur Geranie riecht er jedoch ziemlich herb, sodass er auch oft "stinkender Storchschnabel" genannt wird. In der Heilkunde hilft uns der Storchschnabel bei Problemen der Haut und des Verdauungssystems.
Die Storchschnäbel oder Geranien sind mit 380 bis 430 Arten die artenreichste  Gattung der  Pflanzenfamilie der Storchschnabelgewächse. Sie sind auf allen Kontinenten verbreitet. Arten und Sorten der Gattung Geranium werden mindestens seit dem 16. Jahrhundert als  Zierpflanzen kultiviert und Arten und vor allem  Sorten sind in zahllosen Gärten und Parks anzutreffen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blutungen, Durchfall, chron. Magenentzündung, Hautleiden, Geschwüre, Ausschläge, Offene Beine, Mund- und Rachenentzündung, Nasenbluten, wunde Brustwarzen (bei Stillenden), Stoffwechsel anregend
wissenschaftlicher Name:
Geranium robertianum
englischer Name:
Herb Robert
volkstümliche Namen:
Stinkender Storchschnabel, Storchenschnabel, Ruprechtskraut, Robertskraut, Gottesgnadenkraut, Warzenkraut, Orvale
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Geraniin, Gerbstoffe, ätherisches Öl
Sammelzeit:
April bis September

Anwendung
Zwar wird Geranium bereits in den antiken Schriften erwähnt, es handelt sich dabei jedoch nicht um Storchschnabelarten.  Hildegard von Bingen dagegen erwähnt, ebenso wie  Paracelsus, das Ruprechtskraut eindeutig als Heilpflanze. Vermengt mit Weinraute und  Poleiminze sollte es das Herz stärken und fröhlich machen. In zahlreichen mittelalterlichen Heilpflanzenbüchern wie beispielsweise denen von Hieronymus Bock und Tabernaemontanus wird das Ruprechtskraut ebenfalls erwähnt - genauso wie gelegentlich der Blutrote Storchschnabel. Auch in der Volksmedizin wurden diese Pflanzen bei Gelbsucht, Blutungen, bösartigen Geschwüren sowie äußerlich bei Flechten und Hautausschlag eingesetzt. Ein Tee des Ruprechtskrautes sollte gegen Kinderlosigkeit helfen. Auch heute wird das Ruprechtskraut noch den Heilpflanzen zugerechnet. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe mit ihren adstringierenden und entzündungshemmenden Wirkungen erklären einige Indikationen wie beispielsweise die Empfehlung, Tee des Ruprechtskrautes zum Spülen und Gurgeln bei Entzündungen im Rachenraum zu verwenden. Ebenso erweist sich Geranium als gutes Mittel gegen Ohrenschmerzen, indem man sich ein frisches Blatt der Pflanze in das Ohr steckt und es dort solange wirken lässt bis der Schmerz verschwindet. Das in der  Homöopathie verwendete Mittel Geranium odoratissimum wird dagegen nicht aus Storchschnabelarten hergestellt, sondern aus dem Storchschnabelgewächs  Pelargonium odoratissimum.
Der Storchschnabel kann man ganz normal als Tee verwenden. Dazu benutzt man das Storchenschnabelkraut. Auch als Tinktur, Wein oder Pulver kann man ihn einsetzen und hat ihn dann jederzeit bequem zur Hand. Äußerlich eignet er sich besonders als Frischsaft. Wenn die frische Pflanze jedoch nicht vorhanden ist (z.B. im Winter), dann kann man stattdessen einen Tee verwenden.

Pflanzenbeschreibung

Der Storchschnabel ist eine einjährige Pflanze, die häufig wild als Unkraut wächst. Man kann ihn jedoch einfach im Garten anbauen. Er wird bis zu 50 cm hoch und hat reich verzweigte, teilweise rötliche Stängel. Die dreieckigen Blätter sind drei- bis fünfteilig fiederschnittig gelappt. Blätter und Stängel sind weich behaart. Die kleinen, aber hübschen Blüten sind rosafarben bis violett. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter, die in der Mitte durch eine dunklere Linie geziert werden. Den Namen hat der Storchschnabel von seinen Fruchtknoten, die wie spitze Schnäbel aussehen. Die deutsche Bezeichnung „Storchschnabel" erscheint beim ersten Blick auf die blühende Pflanze unverständlich. Der Fruchtstand erklärt jedoch den Namen: Die länglichen, eigentümlich gestalteten Fruchtgrannen erinnern an den Schnabel des Storches. Die botanische Bezeichnung Geranium basiert ebenfalls auf der Form der Fruchtstände; sie lässt sich auf das griechische Wort "géranos" (Kranich) zurückführen. Im Deutschen wurde die Pflanze Storchschnabel früher auch Kranichschnabel genannt.
Die Pflanze
Storchschnabelarten sind überwiegend ausdauernde, seltener  ein- oder zweijährige krautige Pflanzen, wenige Arten sind Halbsträucher oder Sträucher. Sie enthalten ätherische Öle. Storchschnabel-Arten wachsen buschig oder horstartig. In freier Natur sorgen die großen Blätter der Geranien und ihre häufig starke Breitenausdehnung dafür, dass sie im Vergleich zu konkurrierenden Pflanzenarten an ihrem Standort verhältnismäßig viel Nährstoffe und Wasser erhalten. Wie alle Familienmitglieder der Storchschnabelgewächse haben Storchschnabelarten gelenkartig verbundene Stängel, die häufig Drüsenhaare haben. Einige Arten wie beispielsweise der  Balkan-Storchschnabel sind nahezu immergrün, andere wie der Basken-Storchschnabel bilden während ihrer Blütezeit große, rundliche „Laubhügel" aus, die während des Winterhalbjahrs verrotten.
Die Blätter
Die wechsel- oder gegenständigen, gestielten Laubblätter sind je nach Art unterschiedlich gestaltet. Bei einigen Arten gleicht das Blatt der bei den Pelargonienarten vorkommenden runden Form, bei den meisten Arten ist es jedoch fünfteilig und jeder Blattlappen stark eingekerbt. Stark geteilte Laubblätter hat beispielsweise Geranium purpureum; bei dieser Art ist jedes Blatt in fünf Lappen unterteilt, die Teilung reicht dabei bis zur Blattachse. Zusätzlich ist jedes Blatt an der Spitze gelappt. Diese Blattform, die für viele der Geranium-Arten typisch ist, bezeichnet man botanisch als tief fiederspaltig. Bei den meisten Arten sind die Laubblätter einfarbig dunkelgrün, bei nur wenigen Arten treten unterschiedliche Grüntöne in der Blattfarbe auf. Die dunkelsten Laubblätter hat die auf  Neuseeland und Tasmanien beheimatete Art Geranium sessiliflorum. Bei einigen Sorten dieser Art wurde die ungewöhnliche Blattfärbung noch vertieft, sie ist fast dunkelviolett.  Nebenblätter sind vorhanden.
Die Blüten
Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu zweit. Es ist in der Regel ein langer Blütenstiel vorhanden. Dies ermöglicht den Geranien an ihren natürlichen Standorten eine Konkurrenz zu den meist anderen, gleich hoch wachsenden Pflanzenarten von denen sie umgeben sind und auf diese Weise ihre  Bestäubung sicherstellen. Die zwittrigen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen, freien und häufig behaarten Kelchblätter weisen stets eine vorspringende Spitze auf. Die Kelchblätter schließen zuerst die Blütenknospe ein. Wenn sich nach der Bestäubung aus der Blüte die Frucht entwickelt, vergrößern sich die Kelchblätter und schützen den Ansatz der entstehenden großen Frucht. Die fünf freien  Kronblätter sind bei manchen Arten genagelt. Die Farbe der Blütenkronblätter der Storchschnabelarten reicht von Weiß über Rosa und Purpurrot bis zu einem leuchtenden Blau. Bei vielen Arten und Sorten ist eine deutliche Maserung der Kronblätter erkennbar. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, sie sind alle  fertil; bei den anderen Gattungen der Familie ist ein Teil der Staubblätter zu Staminodien reduziert. Die Ränder der  Staubfäden sind behaart. Die meist fünf  Nektariendes  Diskus alternieren mit den Kronblättern, selten sind sie zu einem Ring vereinigt. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in fünf Narben.



BACHBLÜTEN
Machst den Kummer mit sich alleine ab (1 Agrimony)
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- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihren Kummer mit anderen Teilen  

BACHBLÜTEN
Angsterfüllt, fasziniert von okulenten Phänomenen, abergläubisch (2 Aspen)
- Diese Menschen sind sehr von Angst erfüllt und sind fasziniert von okulenten Phänomenen und sich sehr abergläubisch
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Angst herunterschrauben und von okulenten Phänomenen sind sie kaum mehr fasziniert


ERNÄHRUNG
Was sind Kräuter?
Landläufig versteht man unter Kräuter ganz allgemein Pflanzen, die in einer bestimmter Weise. Nutzen für die Gesundheit des Menschen bringen können. Es werden auch Bäume und Sträucher hinzu gezählt.


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