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Piment
Piment oder Nelkenpfeffer bezeichnet eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse und zugleich das aus dieser Pflanze gewonnene Gewürz. Andere Namen für das Gewürz sind Jamaikapfeffer und Neugewürz (wegen der Herkunft aus der Neuen Welt), veraltet auch Modegewürz. Der reichhaltige Geschmack erinnert gleichzeitig an mehrere andere Gewürze: Pfeffer, Zimt, Muskat und Nelken. Deshalb ist Piment auch als Viergewürz oder Allgewürz bekannt (englisch allspice).
Piment ist ein exotisches Gewürz, das beispielsweise Reisgerichten ein frisches Aroma verleiht. Außerdem regt Piment die Verdauung an, was seinen Einsatz in schwer verdaulichen Gerichten einen doppelten Sinn verleiht.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magenschwäche
wissenschaftlicher Name: Pimenta dioica
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
 
Nutzung
Gewürz
Verwendet werden die unreifen Früchte, die ätherische Öle enthalten. Hauptkomponente des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke zu finden ist. Piment schmeckt allerdings merklich schärfer als Gewürznelken. Für die europäische Küche entdeckt wurde Piment auf den Antillen durch Christoph Kolumbus, der ihm auch den Namen gab. Bis heute ist das Hauptanbaugebiet Jamaika, von wo rund zwei Drittel der Welternte stammen. In der karibischen Küche ist Piment allgemein sehr beliebt, wobei dort neben den Früchten auch die frischen Blätter und das ebenfalls aromatische Holz (zum Grillen) verwendet werden. In Deutschland wird Piment vor allem bei der Wurstherstellung sowie in der Weihnachtsbäckerei verwendet.
Ätherisches Pimentöl
Das Pimentöl wird aus den Samen von Pimenta dioica mittels Wasserdampf-Destillation gewonnen. Die Inhaltsstoffe bestehen aus 60 bis 80 % Phenolen, Sesquiterpenen, Methyleugenol und Oxiden. Durch die Phenole ist das ätherische Öl sehr haut- und schleimhautreizend. Da zudem Methyleugenol in Tierstudien krebserzeugend wirkt, sollte das ätherische Öl nicht mehr verwendet werden. Parfümerie: Sein balsamisch-würziger und pfeffriger Duft erinnert an Nelkenöl und wird gerne in würzigen Herrenparfüms eingesetzt.
 
Beschreibung
Pimenta dioica ist ein immergrüner Baum, der bis zu zwölf Meter hoch wächst. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und ledrig. Diese Art ist zweihäusig getrennt geschlechtig, wie auch der botanische Name besagt. In zymösen Blütenständen stehen die Blüten zusammen. Die weiße Blüte hat einen Durchmesser von etwa 0,6 cm. Es wird eine zweisamige beerenähnliche Steinfrucht ausgebildet, die einen Durchmesser von 0,5 bis 0,8 cm hat. Die Frucht wird halbreif, noch grün geerntet, da sie bei Vollreife (wenn sie rot ist) ihr Aro-ma verliert.

Neem
Der Niembaum, auch Niem, Neem, Margosa, (Nimtree, Indian-lilac (engl.), margousier (fr.)) genannt, ist eine der zwei Arten der Gattung Azadirachta. Die andere Art heißt Azadirachta excelsa. Die wirkstoffreichen Pflanzenteile finden Verwendung in Medizin und Landwirtschaft.
Der Neembaum ist ein großer Baum, der in Indien überall an den Straßen wächst. Er beinhaltet eine einzigartige Kombination von Inhaltstoffen, die bei Insekten und Krankheitserreger wirken. So schützt sich der Baum selbst und stellt den Menschen ein Mittel zur Verfügung, sich auch zu schützen. Die Neempflanze, in Deutschland auch Niem genannt, ist hierzulande vor allem als Bestandteil von Kosmetika bekannt. Auch in der Schädlingsbekämpfung im Garten wird Neem immer beliebter, weil es eine natürliche Möglichkeit ist, die Pflanzen von Schädlingen frei zu halten. Dass Neem aber auch als Heilpflanze verwendet werden kann, ist weniger bekannt. Dabei kann man ihn als nützlichen Allrounder für vielerlei Gesundheitsprobleme einsetzen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautpilze
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, virostatisch, pilzhemmend, fungizid, insektizid, spermizid, empfängniverhütend (möglicherweise)
Anwendungsbereiche: Hautentzündungen, Wunden, Furunkel, Ekzeme, Geschwüre, Hämorrhoiden, Fußpilz, Juckreiz, Nesselsucht, Kopfschuppen, Kopfläuse, Krätze, Warzen, Scheidenentzündung, Husten, Bronchitis, Blasenentzündung, Bluthochdruck, Durchfall, Darmentzündungen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Neuralgien, Leberschwäche, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Azadirachta indica
Pflanzenfamilie: Mahagonigewächse = Meliaceae
englischer Name: Neem
volkstümlicher Name: Niem, Niembaum, Neembaum
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Rinde
Inhaltsstoffe: Azadirachtin, Meliantriol, Salanin, Nimbin, Nimbidin, Gerbsäure, Phosphor, Harz, Hyperosid, Linolsäure, Quercetin, Myristizinsäure, Rutin, Schwefel, ätherische Öle
 
Anwendung
Vom Niembaum sind verschiedene Teile erhältlich: Blätter, Samen, Öl (aus den Samen)
Das Niembaumöl und die Samen sollte man nur äußerlich anwenden. Für die innerliche Anwendung sind sie zu stark. Die Blätter kann man auch innerlich einnehmen. Pflanzenteile des Niembaums und daraus hergestellte Produkte wirken antibakteriell und antiviral und können als Insektizid, Fungizid, Spermizid, Dünger und Futtermittel eingesetzt werden. Sie werden daher sowohl in der Medizin als auch in Landwirtschaft und Gartenbau genutzt.
Nutzung in der Medizin
Von indischen Ärzten werden Niem-Produkte seit 2000 Jahren gegen Anämie, Bluthochdruck, Hepatitis, Geschwüre, Lepra, Nesselsucht, Schilddrüsenerkrankungen und Verdauungsstörungen und in der Medizin des Ayurveda eingesetzt. Niem wird als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt und soll bei Diabetes mellitus und Krebs helfen sowie den Cholesterinspiegel reduzieren. Ebenso werden Niemprodukte in Indien seit Jahrhunderten als Spermizid und zur Abtreibung genutzt. Indische Forscher haben diese Wirkung bestätigt. Das Öl des Niembaums wird zudem bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt. Der Niembaumsamenöl-Extrakt macht die Nahrungsgrundlage der Milben (Hautschuppen) ungenießbar und stoppt gleichzeitig das Wachstum der Larven.
Niembaumöl
Das Niembaumöl wird für vielerlei kosmetische Produkte verwendet, z.B. Neem-Shampoo, Cremes, Körperlotionen. Diese Produkte kann man bei Hautproblemen, leichten Pilzerkrankungen und Juckreiz verwenden. Auch bei rheumatischen oder neuralgischen Schmerzen kann eine Einreibung mit Neem helfen. Bei Husten und anderen entzündlichen Erkrankungen des Atemapparates kann man einige Tropfen Niembaumöl in heißes Wasser tropfen und inhalieren. Auch eine Abkochung aus den Samen kann man zum Inhalieren verwenden. Kleinere Hautbereiche kann man direkt mit dem Niembaumöl einreiben. Für größere Bereiche verdünnt man das Niembaumöl besser mit einem guten Pflanzenöl, z.B. Mandelöl oder Olivenöl.
Samen
Einen Kaltauszug aus den Samen kann man als Pflanzenschutzmittel verwenden. Dazu setzt man die geschroteten Samen über Nacht mit reichlich Wasser an. Von Schädlingen befallene Pflanzen kann man damit einsprühen. Tinkturen aus den Samen kann man zur Abwehr von Insekten einsetzen. Wenn man kein Niembaumöl zur Verfügung hat, kann man auch eine Samentinktur für die äußerliche Anwendung auf der Haut einsetzen. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass Tinkturen die Haut austrocknen.
Blätter
Die Blätter kann man sowohl äußerlich als auch innerlich einnehmen. Zur inneren Anwendung kann man einen Tee aus den Blättern kochen. Man kann die Blätter jedoch auch kauen, selbst getrocknete Blätter sind dazu geeignet. Wenn man frische Neemblätter zur Verfügung hat, kann man diese auspressen und als Saft einnehmen. Dieser Saft hilft beispielsweise bei Bluthochdruck, Darmerkrankungen, Blasenentzündungen und Leberschwäche. Selbst eine empfängnisverhütende Wirkung wird den Blättern des Neems nachgesagt. Dazu muss man als Frau täglich einige Neemblätter kauen. Die Neemblätter bewirken, dass sich befruchtete Eier nicht einnisten können. Alternativ kann man auch 1ml Niemöl mit einer Creme vermischen und vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide einführen. Das Niemöl tötet die Spermien ab. Über die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit als Empfängnisverhütungs-Mittel liegen mir jedoch keine Zahlen vor. Man sollte sich also nicht auf die Wirkung zur Empfängnisverhütung verlassen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Niembaum wächst in Indien und anderen warmen Ländern an Straßen, wird aber teilweise auch extra kultiviert. Trockenheit und Hitze sind dem Neembaum lieber als Kälte und Feuchtigkeit. Der Baum wird bis zu 30 Meter hoch. Seine länglichen Blätter haben vorne eine dünne Spitze. Wenn der Baum drei Jahre alt ist, fängt er an, Blüten zu tragen. Die Blüten sind weiß, klein und duften jasminähnlich. Aus den Blüten entstehen essbare Früchte. Die Früchte sind gelblich und eiförmig. Der Niem ist ein schnellwachsender, (meist) immergrüner Baum, der durchschnittlich Wuchshöhen von 15 bis 20 Metern – unter günstigen Bedingungen bis zu 40 Meter – erreicht. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden. Unter ungünstigen Bedingungen verliert der Baum seine Blätter, um sich vor Austrocknung zu schützen. Die Äste sind weitverzweigt, die Baumkrone ist rund bis oval mit dichtem Blattwuchs. Bei freistehenden Bäumen kann der Durchmesser der Krone durchaus seiner Höhe entsprechen. Der Stamm ist im Allgemeinen relativ kurz und selten höher als dreieinhalb Meter. An der ersten Verzweigung ist die Rinde hart und zwischen weißlichgrau bis rötlichbraun gefärbt. Die äußeren Holzschichten sind hell, die inneren röt-lich. Wenn die inneren Holzschichten mit Luft in Berührung kommen, färben sie sich rötlichbraun. Das Wurzelsystem besteht aus einer starken Hauptwurzel, die doppelt so tief in das Erdreich reichen kann wie der Baum hoch ist, sowie einem verzweigten Wurzelsystem. Die unpaarig gefiederten Laubblätter sind insgesamt 20 bis 40 Zentimeter lang und bestehen aus 31 mittel- bis dunkelgrünen Teilblättern, die jeweils drei bis acht Zentimeter lang sind. Der Blattstiel ist relativ kurz, junge Blätter haben oft eine rötliche bis purpurne Färbung. Der Niembaum ist einhäusig, jeder Baum entwickelt also sowohl männliche als auch weibliche Blüten. 150 bis 250 Blüten befinden sich an einer, bis zu 25 Zentimeter langen, Rispe, die bis zu dreimal verästelt ist. Die weißen und wohlriechenden Blüten sind fünf bis sechs Millimeter lang und haben einen Durchmesser von acht bis elf Millimeter.
Früchte
Bereits nach vier Jahren trägt ein Niembaum erstmals Früchte. Nach zehn Jahren liefert er 40 bis 50 Kilogramm Früchte und erreicht damit seinen vollen Fruchtertrag. Die unbehaarte Frucht ist eine olivenähnliche Steinfrucht, die oval bis kugelförmig sein kann. Wenn sie reif ist, ist sie 1,4 bis 2,8 Zentimeter lang und 1 bis 1,5 Zentimeter im Durchmesser. Die Fruchthaut ist dünn, das Fruchtfleisch gelblichweiß und bitter-süß im Geschmack. Die Frucht enthält einen, in seltenen Fällen auch mehrere Samen. Werden die Früchte von Tieren gefressen, scheiden sie die unverdaulichen Kerne meist wieder aus. Die Samen überstehen den Verdauungstrakt der Tiere problemlos und keimen nach dem Ausscheiden.

Bachblüten
Alles soll schnell und reibungslos laufen (Impatiens)
Bei diesen Menschen muss alles schnell und reibungslos laufen
Mit der Blüte kann auch einmal etwas langsamer ablaufen und daneben gehen
Bachblüten
Ich nehme alles sehr schwer (Larch)
Diese Menschen nehmen alles um sich zu schwer
Mit Larch können sie diese zu schwer nehmen hinter sich lassen
Getränke
Ein Trinkprotokoll kann dabei helfen, erstens, die tatsächliche Trinkmenge realistisch einzuschätzen und zweitens, die Umstellung auf vermehrtes Trinken zu unterstützen.
Tipp zu Kräutertees wechseln sie immer wieder die Sorten, den jedes Kraut hat auch physiologische Wirkung, die dem Teetrinker häufig gar nicht bekannt ist.  
Getränk (Kollektivum zu Trank), auch Trunk, ist ein Sammelbegriff für zum Trinken zubereitete Flüssigkeiten. Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen.
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