Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.12.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Dezember > 03.12.18-09.12.18

JOHANNISBROT

Der Johannisbrotbaum wächst im Mittelmeerraum und Asien. Er trägt lange, braune Schoten, die süsslich schmecken. Die Schoten-Frucht wird auch Carob genannt. Sie wird gerne als Kakao- oder Kaffee-Ersatz verwendet. Die Samen der Schoten können als Verdickungsmittel benutzt werden. Sie haben aber auch Heilwirkungen. Sie können Sodbrennen lindern, Durchfall beheben, aber auch Verstopfung beheben.
Der Johannisbrotbaum bzw. in Österreich Bockshörndlbaum, auch Karubenbaum oder Karobbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese Art kommt im  Mittelmeerraum und  Vorderasien vor.

Steckbrief
Heilwirkung:
Durchfall, Magenschwäche, Sodbrennen, Verstopfung, adstringierend, erweichend, harntreibend
wissenschaftlicher Name:
Ceratonia siliqua
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte

Nutzung

Nutzung der Frucht (Carob)
Das Fruchtfleisch, das sogenannte „Carob“, ist anfangs weich und aromatisch-süß, wird später hart und ist dann lange haltbar. Das Wort stammt vom Arabischen „Charrūb“. Früher waren auch die Synonyme Bockshorn und Soodbrot verbreitet. Im Monat September ist die Haupterntezeit, in der, wie mancherorts bei der Olivenernte, mit Stöcken gegen die Zweige geschlagen wird, damit die reifen Fruchtbündel mit dunkelroter, fast schwarzer Färbung zu Boden fallen. Das vorzeitige Abschlagen der Früchte ist notwendig, da diese sonst erst überreif vom Baum fallen und durch die oft zwischenzeitlich erfolgte rasche Feuchtigkeitsaufnahme sehr fäulnisanfällig wären. Der Einsatz von Vibrationsmaschinen ist nicht möglich, weil Stamm und Äste dick und damit unflexibel und bruchanfällig sind. Auch beim manuellen Abschlagen muss darauf geachtet werden, die neuen Blütenansätze nicht zu beschädigen. Die Erntekosten machen etwa ein Drittel der gesamten Produktionskosten aus. Der Ertrag liegt im jahrzehntelangen Mittel bei durchschnittlich rund 75 kg je Baum. Jedoch sind Ernten von 100 bis 200 oder gar 250 kg bei besonders kräftig und isoliert herangewachsenen Bäumen keine Seltenheit. Ein Arbeiter kann an einem Tag 250 bis 280 kg Früchte ernten. Die nahrhafte Hülsenfrucht wird in ländlichen Gegenden frisch oder getrocknet verzehrt, zu Saft (Kaftan) gepresst, zu  Sirupverarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Auch der  Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen. Das Fruchtfleisch wird auch zu Carobpulver vermahlen, das  Kakaopulver ähnlich, aber nicht so bitter ist. Um hochwertiges Carob zu erhalten, werden wegen des häufig bitteren Geschmacks der Enden nur die Mittelteile der Hülsenfrüchte grob zerkleinert, geröstet und zu Johannisbrotmehl vermahlen. Der Zuckergehalt und das spezielle fruchtig-karamellige Aroma des Pulvers erinnern geschmacklich an Kakao. Im Unterschied zu diesem ist Carobpulver aber sehr fettarm und frei von anregenden Substanzen wie  Koffein oder  Theobromin. Gut verschlossen ist es über mehrere Jahre haltbar. Der süße Geschmack kommt von den enthaltenen niedermolekularen Kohlenhydraten (Einfach- und Zweifachzucker). Außerdem sind 35 bis 45% hochmolekulare Kohlenhydrate (Stärke und Ballaststoffe), etwa 5% Eiweiß und etwa 3,5% Mineralstoffe sowie etwa 1% Fett enthalten. Das ballaststoffreiche, fettarme Pulver enthält Vitamin A, B, Calcium und Eisen, wodurch es als diätetisches Lebensmittel und für Kinder geeignet ist. Dies sollte allerdings nicht überbewertet werden, da man normalerweise nur geringe Mengen verzehrt (Gewürz). Das entzuckerte Fruchtmark des Johannisbrotbaums ist reich an unlöslichen Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Sein Verzehr kann bei gesunden Menschen zu einer kurzfristigen Senkung der Blutfettwerte beitragen und gleichzeitig die  Fett-verbrennung anregen. Carobpulver kann Kakaopulver in allen Funktionen ersetzen. Es eignet sich für Marmorkuchen genauso wie für Mousse, Pudding oder Milchmixgetränke. Hauptsächlich in Bio-Märkten ist ein  Nougat-ähnlicher Aufstrich erhältlich, der ca. 20% Carobpulver enthält. Überwiegend wird Carob heute als Tierfutter verwertet.
Nutzung der Samen (Carubin)
Als Nahrungsmittel und Lebensmittelzusatzstoff
Es besteht aus etwa 3 % Schale, etwa 25% Samen und etwa 45%  Endosperm. Das Johannisbrotkernmehl ist weiß, manchmal leicht beige und geschmacksneutral. Es ist ein Polysaccharid, das größtenteils aus  Galactose (20%) und Mannose (80%) besteht. Dieser Mehrfachzucker kann vom menschlichen Körper nur teilweise verdaut werden und gilt deshalb als Ballaststoff. Neben dem Polysaccharid sind noch ca. 6%  Proteine sowie wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide) und Spuren von Mineralstoffen enthalten. Alles in allem entsprechen die Eigenschaften größtenteils denen des  Guarkernmehls, wobei die Viskosität der Lösungen bei gleicher Konzentration etwas geringer ist. Johannisbrotkernmehl kann zwischen dem 80- und 100-fachen seines Eigengewichts an Wasser binden (fünfmal so quellfähig wie Stärke), stabilisiert  Emulsionen und unterbindet Kristallbildung. Weiterhin zeigt es  Synergien mit  Xanthan, Carrageen und  Agar. Heute liefern die Kerne ein technisch genutztes  Verdickungsmittel, Carubin oder auch Johannisbrotkernmehl, Karuben- oder Carubenmehl. Hierzu werden das Endosperm abgetrennt und die Samen vermahlen. Unter der Nummer E 410 ist es in der EU  uneingeschränkt (auch für Bio-Produkte) als  Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es kommt in Süßwaren, Soßen, Suppen, Puddings und Speiseeis vielfach zum Einsatz. Für diätetische Zwecke dient Johannisbrotkernmehl als Backhilfsmittel in glutenfreiem Brot. Akute Ernährungsstörungen, Verdauungsstörungen, Durchfallerkrankungen, Erbrechen, Colitis und  Zöliakie sind Anwendungsgebiete für Diätprodukte aus dem Samenmehl. Außerdem sind ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus und  Fettsucht möglicherweise mit Johannisbrotkernmehl zu behandeln. Ein aus dem Kern isolierter Stoff senkt erwiesenermaßen sowohl den Blutzuckerspiegel als auch den Cholesterinspiegel und wirkt gewichtsreduzierend. Johannisbrotkernmehl wirkt bei einer Überdosierung leicht abführend und vergrößert durch sein Quellvermögen den Darminhalt. Es behindert geringfügig die Eiweißverdauung und kann in Einzelfällen  Allergien auslösen.

Pflanzenbeschreibung
Erscheinungsbild und Blatt
Der Johannisbrotbaum ist ein äußerst hitze- und trockenresistenter, immergrüner  Baum, der Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern erreicht. Der Stamm ist kräftig und die Äste sind gespreizt, wodurch er eine ausladende, halbkugelige  Krone bekommt. Die braune  Borkeist rau und stark gefurcht. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind 10 bis 20 Zentimeter lang und in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert. Die meist paarig aber auch unpaarig gefiederte Blattspreite besitzt zwei bis fünf Paare meist gegenständiger Fieder blättchen. Die ledrigen Fiederblättchen sind 3 bis 7 Zentimeter lang, breit-verkehrt-eiförmig bis elliptisch mit teils eingebuchtet bis ausgerandetem, stumpfem bis abgerundetem oberen Ende. Die Blattoberseite ist glänzend dunkel-grün und kahl. Die Blattunterseite ist hellgrün, die Blattränder sind oft leicht gewellt.
Blütenstand und Blüte
Ungefähr sechs Jahre nach der Keimung blüht ein Exemplar zum ersten Mal. Die Blütezeit reicht von September bis November. Die unscheinbaren  Blüten brechen im Herbst meist noch vor Erscheinen der jungen Laubblätter einzeln oder in kurzen trauben- bis  kätzchenförmigen  Blütenständen aus dem Stamm, Ästen und Zweigen hervor. Der Johannisbrotbaum ist meist zweihäusig getrenntgeschlechtig, aber auch  monözischoder  dreihäusig sowie trimonözisch. Die trauben- bis kätzchenförmigen Blütenstände enthalten einge-schlechtig männliche (gelbliche oder rötliche), weibliche oder zwittrige (grünliche) Blüten. Es können nun fünf verschiedene Blütenstände vorkommen, nur mit männlichen Blüten, entweder solche mit langen oder kurzen Staubfäden, nur mit weibliche Blüten, nur mit zwittrige Blüten oder polygame mit männlichen, weiblichen und zwittrigen Blüten. Die ungefähr 6 bis 12 Millimeter großen, kurz gestielten Blüten sind meistens fünfzählig mit einfacher  Blütenhülle. Der fünfzähnige  Kelch ist diskusförmig und grünlich bis purpurfarben,  Kronblätterfehlen. Die männlichen Blüten riechen unangenehm und besitzen fünf bis sieben lange oder kurze  Staubblätter, einen Diskus, in dessen Mitte sich ein rudimentärer Stempel befindet. Die weiblichen Blüten besitzen einen oberständigen, kurzgestielten und länglichen, vorstehenden  Fruchtknoten, kurze rudimentäre  Staminodien und fünf behaarte Kelchblätter; der Stempel ist 6 bis 8,5 Millimeter lang und hat eine sitzende, rundliche und zweilappige Narbe. Es sind zwei  Fruchtblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten besitzen fünf fertile Staubblätter sowie einen Stempel wie in den weiblichen Blüten.
Frucht und Samen
Die anfangs grünliche und bei Reife violettbraune, glänzende und abgeflachte Hülsenfrucht (Johannisbrotschote, auch Karube genannt) ist 10 bis 30 Zentimeter lang, 1,5 bis 3,5 Zentimeter breit und etwa 1 Zentimeter dick, gerade oder gebogen, mit wulstigem Rand und ledriger Schale. Sie wird knapp ein Jahr nach der Befruchtung reif und kann über Monate am Baum hängen bleiben. Jede Hülsenfrucht enthält 10 bis 15 Samen, die getrennt in einem süßlichen  Mesokarp liegen. Die extrem harten, glänzenden und braunen Samen sind 8 bis 10 Millimeter lang, 7 bis 8 Millimeter breit und 3 bis 5 Millimeter dick.


KAMALA

Der Kamalabaum ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Bestandteile der Pflanze werden traditionell als Arzneimittel verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
wurmtreibend
wissenschaftlicher Name:
Mallotus philippinensis
Verwendete Pflanzenteile:
Haare der Früchte

Verwendung
Der Kamalabaum findet häufig Anwendung in der ayurvedischen Medizin und verschiedene Teile der Pflanze werden zur Behandlung von Hautproblemen, Bronchitis, Krebs, Diabetes mellitus und  Infektionen eingesetzt. Nachgewiesen ist die anthelminische Wirkung der Früchte, bzw. deren Drüsenhaare. Dazu werden die Drüsenhaare durch  Sieben gewonnen und  oral verabreicht. Kamala besitzt ebenso eine  abführende Wirkung und verursacht in größeren Dosen Gastro- Enteritiden, Diarrhoen und Erbrechen. Tanninreiche Teile der Pflanze wie die Früchte,  Rinde oder Wurzel werden auch zum  Färben von Seide und  Wolle verwendet.

Beschreibung
Der Kamalabaum erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 25 m bei einem  Stammdurchmesser von bis zu 50 cm, kann jedoch abhängig vom Standort auch als Strauch vorkommen. Die  gegenständig stehenden Blätter sind eiförmig bis länglich, mit einer Länge von bis zu 16 cm und einer Breite von 7 cm. Die Blätter sind auf der Unterseite behaart und mit roten  Drüsen versetzt. Der Kamalabaum ist  monözisch, d. h. mit männlichen und weiblichen Blüten getrennt vorkommend auf verschiedenen Individuen. Die weiblichen Pflanzen besitzen einen traubigen Blütenstand mit sternförmigen  Blüten und einer papillösen Narbe. Der bis zu 6 cm lange Blütenstand entspringt aus den Blattachseln oder terminal am Ast. Die zahlreichen männlichen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 3 mm. Sie wachsen einzeln oder in Gruppen an den 2 bis 10 cm langen Blütenständen, welche den  Brakteen entspringen. Die Frucht wächst als 6–9 mm große, dreigeteilte Kapsel welche an der Außenseite mit dunkelroten Drüsen besetzt ist. Jede der drei Kammern enthält einen 2–3 mm großen Samen welcher von Frühling bis Sommer ausreift. Die frisch geernteten Samen sind keimfähig.



BACHBLÜTEN
Man gibt innerlich auf und wartet, dass irgend etwas von außen geschieht (13 Gorse)
- Diese Menschen geben innerlich auf und warten, daß etwas von außen geschieht
- Mit der dementsprechender Bachblüte geben sich nicht mehr innerlich und warten nicht mehr von außen

ERNÄHRUNG
Polysacchariden
VERWERTBARE POLYSACCHARIDE sind eine wichtige Energiequelle:
Stärke (pflanzliche)
- besteht aus vielen Glucose - Einheiten
- aus 2 Komponenten: 20-40% Amylose, 60-70% Amylopektin
- ist das Reservekohlenhydrat vieler Pflanzen (Samen, Knollen, Körner, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Getreide). Die Stärke deckt den Hauptanteil unserer Kohlenhydratbedarfs


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