Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.11.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 04.11.19-10.11.19


SENF


Der weiße Senf ist der milde Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird häufig als Hauptbestandteil von Tafelsenf verwendet, jedoch seltener als Heilmittel als der schwarze Senf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.
Senf ist ein scharfes Gewürz, das aus den Samenkörnern des Weißen, Braunen und des Schwarzen Senfs hergestellt wird. Gebräuchlich sind sowohl reine Senfkörner (ganze Samen), Senfpulver (gemahlene Samen) und vor allem die aus den mehr oder weniger fein gemahlenen Samen und weiteren Zutaten bereitete Würzpaste, genannt „Tafelsenf“ oder „Mostrich(t)“. Das Wort Senf ist ein Lehnwort aus dem lateinischen sināpi, das dem gleichlautenden altgriechischen σίναπι entstammt, dessen weitere Wortherkunft allerdings unbekannt ist.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche, Rheuma
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, fungizid, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Flechten, Gallenblasenentzündung, Gicht, Halsschmerzen, Heuschnupfen, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Kreuzschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenentzündung, Niedriger Blutdruck, Nierenkolik, Ödeme, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schnupfen, Verstopfte Nase, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Brassica alba, Sinapis alba
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: White Mustard
volkstümlicher Name: Gelbsenf, Weißsenf, Gartensenf, Mostardkorn, Mostert, Senfsaat
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Keimlinge
Inhaltsstoffe: Senföl, Senfölglykoside, Ätherische Öle, Sinigrin, Vitamin C, Histidin, Schleim, Sinapin, Tryptophan, Zink
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Weißer Senf wird vorwiegend als cremiges, scharfes Gewürz angewendet beziehungsweise als Bestandteil der Gewürze namens Senf. Man kann Senf jedoch auch direkt als Körner verkochen oder man wendet Senf äußerlich an, um die Durchblutung zu fördern.
Senf als Gewürz
Der cremige Tafelsenf wird aus Senfpulver, Essig, Wasser, Salz und eventuellen anderen Gewürzen zubereitet. Bei Verwendung von weißem Senf als Teil oder Hauptbestandteil des Senfes, wird der Senf besonders scharf. Senf als Gewürz von schweren Speisen regt die Verdauung an und hilft somit, die Nahrung zu verdauen. Senf hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Durch die Schärfe der Senfölglycoside und der ätherischen Öle kann Senf außerdem die Atemwege befreien. Man kann scharfen Senf essen, um eine verstopfte Nase zu öffnen und die Nebenhöhlen bei Nebenhöhlenentzündung zu desinfizieren.
Senf selbstgemacht
Tafelsenf kann man ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht man folgende Zutaten:
50g Senfmehl, am besten frisch gemahlen, 30ml Essig, 20ml Wasser, 5g Salz (1 TL), evtl. 10g Zucker (2 TL)
Essig und Wasser werden vermischt, ebenso die pulvrigen Zutaten. Dann werden Pulver und Flüssigkeit miteinander verrührt, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. Auf dieser Grundrezept-Basis kann man mit verschiedenen Zusatzgewürzen nach Lust und Laune experimentieren.
Senfkörner beim Kochen
In der asiatischen Küche wird auch viel mit ganzen Senfkörnern gekocht. Meistens werden die Senfkörner zu Beginn des Kochvorgangs in den Topf oder die Pfanne gegeben. Dort poppen sie ähnlich wie Popcorn. Die Senfkörner geben dem Essen eine leicht scharfe Würze, die sich aber deutlich vom Geschmack des cremigen Senfes unterscheidet. Auch in dieser Zubereitungsart dient der Senf der Anregung der Verdauung.
Senf-Keimlinge
Senfkörner eignen sich sehr gut zur Sprossen-Anzucht, denn die kleinen Senfkeimlinge wachsen schnell und schmecken angenehm würzig scharf. Am besten zieht man Senf-Sprossen als Grünkraut, ähnlich wie Kreise. Dazu kann man eine doppelte Lage Küchentücher in einer flachen Schale befeuchten und darauf die Senfsamen ansäen. Meist schon am nächsten Tag keimen die ersten kleinen Pflänzchen. Immer wenn die Küchentücher trocken werden, gießt man sie mit frischem Wasser. Nach 5 bis 7 Tagen hat man hübsche kleine Pflanzen mit grünen Keimblättern. Man kann die Keimblätter und Stängel abschneiden und im Salat, Kräuterquarks oder auf Brot essen. Senfsprossen enthalten viele Vitamine und regen die Verdauung an.
Achtung! Zu intensiver Senfgenuss kann zu Reizungen der Magenschleimhaut und der Nieren führen.
Senfpflaster
Die bekannteste äußerliche Anwendung von Senf ist das Senfpflaster. Senfpflaster gibt es in unterschiedlichen Formen: Senfbreiumschlag (siehe Anleitung für Senf-Breiumschlag), Senfkompresse (siehe Anleitung für Senfkompresse), Senfpapier.
Beim Senfbreiumschlag wird Brei aus Senfmehl und warmem Wasser als Umschlag aufgelegt. Er hat eine besonders intensive Wirkung Senfbreiumschlag. Bei der Senfkompresse wird ein Tuch in Senftee befeuchtet und dann aufgelegt. Die Senfkompresse ist milder als der Breiumschlag. Senfpapier kann man in Apotheken kaufen oder bestellen. Meistens ist käufliches Fertig-Senfpflaster schwächer als ein Breiumschlag. Alle Arten von Senfpflaster werden wegen ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften angewendet. Die Durchblutung wird hierbei nicht nur direkt in der Haut, sondern auch im darunterliegenden Gewebe verstärkt. Daher können Entzündungsprozesse in den Gelenken und inneren Organen durch die Erwärmung und Durchblutung beeinflusst werden. Folgende Gesundheitsbeschwerden werden traditionell gerne mit Senfpflastern behandelt: Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen, Krämpfe und Koliken, Innerer Entzündungen, Kopfschmerzen (Nacken behandeln)
Bei Gelenkentzündungen, eventuell aber auch anderem Entzündungen, sollte man berücksichtigen, dass sie im akuten Stadium häufig eher Kühlung brauchen als Wärme. Festsitzende chronische Entzündungen profitieren jedoch von einer wärmenden Anwendung. Am besten probiert man vor dem Einsatz eines Senfpflasters zunächst aus, ob Wärme der persönlichen Entzündung gut tut.
Achtung! Empfindliche Körperstellen wie Gesicht oder Brüste dürfen nicht mit einem Senfpflaster behandelt werden.
Volksheilkunde
Die Volksheilkunde kennt außerdem Senfbäder, Senf-Essig-Brei, Senfsalbe, Senf mit Lavendelgeist
Homöopathie
Die Homöopathie setzt Senf unter dem Namen Sinapis bei Symptomen ein, die denen ähneln, die unverdünnter Senf bewirken kann. Homöopathische Einsatzgebiete für Sinapis sind beispielsweise: Heuschnupfen, Schnupfen, Sodbrennen
In der Laienhomöopathie kann man Sinapis in den Potenzen D3 bis D12 anwenden.  

Geschichtliches
Senf wird schon seit Menschengedenken als Gewürzpflanze benutzt. Der Einsatz der scharfen Körner ist im Mittelmeerraum und auch in Asien bekannt und beliebt. In Mitteleuropa wird der Senf unter anderem schon 1543 von Leonard Fuchs beschrieben und gegen Epilepsie, geschwollene Milz und langwierige Gebresten empfohlen.

Pflanzenbeschreibung
Der Weiße Senf ist in Europa heimisch. Ursprünglich kommt der Senf aus dem Mittelmeerraum. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden. Verwildert kommt er an Flussufern und Kiesböden vor. Die einjährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr sprießt aus den Samen innerhalb weniger Tage eine kleine Keimling-Pflanze. Der Keimling entwickelt sich rasch und bildet bald borstige, etwas gelappte Blätter. Im oberen Bereich des Stängels werden die Blätter schmaler, bis sie ganz oben schließlich lanzettlich werden. Zwischen Juni und August erscheinen die gelblichen Blüten. Sie stehen in Doldentrauben und haben jeweils vier Blütenblätter, was ihre Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie zeigt. Aus den Senf-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen sind gelblich und befinden sich in schmalen Schoten.

Anbautipps
Senf ist einfach anzubauen. Weißer Senf wird unter dem Namen Gelbsenf gerne als Bodenverbesserer angebaut, denn er wächst sehr schnell und lockert den Boden auf. Der Boden sollte am besten kalkreich sein, jedoch ist der Senf sehr anspruchslos und gedeiht in vielen Böden. Im Frühjahr sät man den Senf einfach im Freiland aus. Bei halbwegs angenehmen Temperaturen sieht man schon nach wenigen Tagen die ersten Pflänzchen aus der Erde sprießen. Die Senfpflanzen wachsen schnell und brauchen kaum Pflege. Wenn sie groß geworden sind, sichert man sie am besten mit Schnüren, damit sie bei Wind nicht umfallen. Bis die Samen reif sind, vergeht letztlich doch einige Zeit. Je nach Witterung kann man im Frühherbst mit reifen Samen rechnen. Die Schoten sind dann hellgelb und trocken.

Sammeltipps
Um die Samen zu ernten schneidet man die Pflanzen mit den reifen Samenschoten vorsichtig ab. Über einer Schüssel oder in einer großen Plastiktüte schüttelt man die Pflanzen, bis sich die Schoten öffnen und ihre Samen freigeben (dreschen). Man kann die Samen auch aus den Schoten pulen, aber das ist eine mühsame Angelegenheit.



SÜSSDOLDE

Die Süßdolde, auch Myrrhenkerbel genannt ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Pflanzengattung Myrrhis innerhalb der Familie der  Doldenblütler.

Steckbrief
Heilwirkung:
Husten, Magenschwäche
wissenschaftlicher Name:
Myrrhis odorata
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Sammelzeit:
Spätsommer

Anwendung
Die Blätter sind essbar; sie können vom frühen Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden. Die Samen werden als  Gewürz verwendet; sie werden im Herbst geerntet, wenn sie hart geworden sind. Alle Teile der Süßdolde haben einen anisähnlichen, süßen Geschmack. Salate, Saucen und Fischgerichte kann man mit den Blättern würzen. Mit den Früchten werden Kohlgerichte und Gebäck verfeinert. Setzt man die Früchte saurem Kompott zu, kann man die Zuckerzugabe deutlich reduzieren. (Wichtig für Diabetiker) Aus den Wurzeln kann Gemüse zubereitet werden. Die gekochten Wurzeln sind fein geschnitten, mit einer Essig/Öl-Marinade ein geschmackvoller Salat. Die Süßdolde ist Bestandteil des Chartreuse und verschiedener Liköre. Die Süß-dolde ist eine Gewürz- und  Duftpflanze (Anisduft), deshalb wird sie für  Potpourris, Duftsträuße, Duftrasen, Dufthecken, Duftgarten verwendet. Sie ist aber auch blütenökologisch von Bedeutung als Nektarpflanze für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Als Heilkraut wird sie in der  Volksheilkunde als Blutreinigungsmittel verwendet, weiter auch gegen Husten und Magenschwäche.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Die Süßdolde ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 200 Zentimetern. Die Pflanzenteile duften stark nach Anis. Der  Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die Knoten (Nodien) und die Blattscheiden sind zottig behaart. Die Laubblätter erscheinen sehr früh nach dem Frost im zeitigen Frühjahr. Die auffallend großen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die große Blattscheiden sind besonders unterseits weich behaart. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach gefiedert und ist viel größer als bei dem ähnlichen  Wiesen-Kerbel oder den Kälberkropf-Arten.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Der  doppeldoldige  Blütenstand besitzt 4 bis 24 Strahlen. Eine Hülle fehlt. Das Hüllchen besteht aus fünf bis sieben Blättern, die fast völlig weißhäutig sind und die zur  Anthese aufrecht abstehen. Die Dolden sind teils zwittrig, teilweise rein männlich; die Stiele der männlichen Dolden sind dann kürzer als die der zwittrigen und außerdem kahl. Die Enddolde hat zwittrige Blüten mit männlichen gemischt, diese männlichen sind dann im Inneren angeordnet. An den später aufblühenden Seitendolden findet man meist nur männliche Blüten (ohne Fruchtknoten und ohne Griffel). Die Blütenkronblätter sind weiß, verkehrt-herzförmig und ausgerandet, die äußeren der Dolde etwas größer als die andern, daher sieht die Dolde strahlend aus. Die Frucht ist 15 bis 25 Millimeter lang, fast kahl, nur an der Spitze etwas behaart, sie ist reif dunkelbraun und wie lackiert glänzend, sie hat vorspringende Rippen und einen Schnabel. Die Samen sind etwa 2 Zentimeter lang und dunkelbraun.


BACHBLÜTEN
Ist überkritisch und wenig tolerant (3 Beech)
- Diese Menschen sind kritisch und haben nur sehr wenig toleranz
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das überkritische ablegen und die Toleranzgrenze steigt wieder

BACHBLÜTEN
Schwäche des eigenen Willen (4 Centaury)
- Diese Menschen haben eine sehr große Schwäche des eigenen Willens, wo sie nicht mehr herauskommen
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie Willensstärker und kommen aus diesem Sumpf heraus


ERNÄHRUNG
Praktische Nahrungsmittel
Säurebildende Nahrungsmittel
- Fleisch und Wurstwaren

-
Eier
-
Hartkäse
-
Süßigkeiten
-
Fisch
-
Geräuchertes
-
Süße und fette Speisen
-
Geröstetes
-
Bratfett
-
Weißmehlprodukte
-
Limonade und Cola-Getränke
-
Hochprozentiger Alkohol
- Kohlensäurehaltige Getränke  


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