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Rote Lichtnelke
Die Rote Lichtnelke, auch Rotes Leimkraut, Rote Nachtnelke, Rote Waldnelke, Taglichtnelke oder Herrgottsblut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Leimkräuter innerhalb der Familie der Nelkengewächse. Die rote Lichtnelke ist eine mehrjährige rosa-rot blühende Pflanze, die bis in den Winter hinein blüht. Leider sind die schönen Blüten der Nelke geruchslos. Sie blüht auch nur am Tage. In der Volksheilkunde werden die Samen gegen Schlangen-Bisse eingesetzt. Darüber hinaus wird sie wie eine Bachblüte eingesetzt, um die Entschlusskraft zu stärken.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Schlangen-Bisse
Heilwirkung: entgiftend, immunmodulierend
Anwendungsbereiche: Schlangen-Bisse
wissenschaftlicher Name: Silene dioica, Melandrium silvestre
Pflanzenfamilie: Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name: Red Campion
volkstümlicher Name: Rote Lichtnelke
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Inhaltsstoffe: hämolytische Saponine
Sammelzeit: September-Dezember
Anwendung
Die Rote Lichtnelke wird in den gemäßigten Zonen als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet. Dafür stehen mehrere Sorten zur Verfügung, beispielsweise solche mit rosafarbenen und gefüllten Blüten. In der Volksmedizin wurden die zerstoßenen Samen zur Behandlung von Schlangenbissen eingesetzt. Die Wurzeln der Roten Lichtnelke wurden früher wie Seife benutzt. Im nordöstlichen Italien werden Ravioli mit Ricotta und den Blättern des Leimkrautes gefüllt. Die Samen werden dort auch kommerziell vertrieben.
Samen
Der zerstoßene Samen wird als Brei zur Behandlung von Schlangen-Bissen eingesetzt.
Blüten-Essenz
Die Blüten der Roten Lichtnelke werden wie die Bachblüten zu einer Essenz verarbeitet, hilft die Entschlusskraft zu stärken.
Geschichtliches
In der Volksheilkunde zur Behandlung von Schlangenbissen genutzt. In einigen Gegenden wird geglaubt, dass der Vater sterben wird wenn man eine Rote Lichtnelke pflückt. Die Pflanze wird oft mit Schlangen, Kobolden, Tod und Teufel in Verbindung gebracht. Die Wurzel wurde als Seife benutzt. Heute als eine bis in den Winter blühende Zierpflanze im Garten angebaut.
Pflanzenbeschreibung
Die Rote Lichtnelke ist in Europa und Westasien heimisch. Sie wächst bevorzugt auf feuchten Wiesen und Wäldern auf lockeren Böden an sonnigen oder halbschattigen Standorten. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 50 und 100 Zentimeter hoch. Die ganzrandigen Blätter sind oval-länglich. Die rosa bis dunkelroten Blüten erscheinen zwischen Mai und November und haben einen Durchmesser von etwa 20-25 mm. Die Blüten sind geruchslos und nur am Tag geöffnet. Aus den Blüten entwickeln sich von Herbst bis in den frühen Winter die Samen. Die kleinen Samen sind in einer Kapselfrucht. Da sich die Rote Lichtnelke gerne mit anderen Lichtnelken kreuzt, gibt es oft Hybriden.
Die Rote Lichtnelke wächst als sommergrüne, zweijährige oder wenige Jahre ausdauernde krautige Pflan-ze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht drüsig behaart. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter besitzen eine einfache, eiförmige bis lanzettliche Blattspreite, die ganzrandig und zum oberen Ende spitz
Die Rote Lichtnelke ist meist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütezeit reicht von April bis Oktober. Auffällig ist die dichasiale Anordnung der Blüten. Die fünf-zähligen, duftlosen, eingeschlechtigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 18 bis 25 Millimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig. Der stark behaarte Kelch ist 10 bis 15 Millimeter lang, bei männlichen Blüten zehn- und bei weiblichen Blüten zwanzignervig. Die fünf roten Kronblätter sind tief zweispaltig mit einer Länge von 15 bis 25 Millimetern. Am Schlund der Krone befindet sich eine Nebenkrone, die aus fünf zweilappigen Ligulae gebildet wird. Die weibliche Blüte enthält fünf Griffel.
Die im Herbst bis in den frühen Winter gebildete, kugelige Kapselfrucht besitzt zehn nach außen gekrümmte Zähne, an denen entlang sie sich zackig öffnet. Die dunkelbraunen bis schwarzen Samen wirken etwas mohnkornartig.
Anbautipps
Die Samen im frühen Frühling direkt ins Freiland aussäen. Die Rote Lichtnelke mag einen feuchten und halbschattigen bis sonnigen Standort. Nicht düngen und keine Staunässe. Die Pflanze kann sich leicht durch Aussäen von selbst weiter vermehren.

Sammeltipps
Die Kapseln werden im Spätherbst oder frühen Winter gesammelt, in den Kapseln finden sich viele kleine Samen.

Sonnenblume
Die Sonnenblume, auch Gewöhnliche Sonnenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenblumen in der Familie der Korbblütler.
Die Sonnenblume steht oft mannshoch in vielen Gärten und eifert mit ihren großen Korbblüten der Sonne nach. Wenn sie verblüht ist und Samen in ihrem Korb trägt, ist sie eine beliebte Anlaufstelle für Vögel. Aber auch wir Menschen haben es auf die Sonnenblumenkerne abgesehen. Aus den Samen wird ein Speiseöl hergestellt, man kann die Samen aber auch naschen, in Müslis verwenden oder in Brote einarbeiten. Innerlich eingenommen helfen die Sonnenblumenkerne und das Öl gegen Darmreizungen. Äußerlich hilft das Sonnenblumen-Öl gegen Hautprobleme. Sogar Neurodermitis soll von ihm gelindert werden.
Steckbrief
Heilwirkung: wundheilend, Dysenterie, Hautentzündung, Neurodermitis
wissenschaftlicher Name: Helianthus annuus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Sunflower
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Öl
Sammelzeit: September und Oktober
Anwendung
Ab dem 17. Jahrhundert verwendete man die Kerne für Backwaren oder geröstet als Ersatz für Kaffee und Trinkschokolade. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird die Sonnenblume auch als Ölpflanze genutzt. Außerdem werden die Kerne als „Imbiss“ gegessen sowie direkt zum Kochen und als Zugabe zu Salaten verwendet. Schon die Indianer haben die fettreichen Samen als Nahrung verwendet. Sonnenblumenkerne werden auch zur Keimung verwendet und entfalten dabei umso mehr ihre Inhaltsstoffe. Daneben spielt die Verwendung als Vogelfutter eine große Rolle. Hauptanbaugebiete sind heute China, die Vereinigten Staaten, Russland, die Ukraine und das übrige Europa.
Pflanzenbeschreibung
Die Sonnenblume ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 1 bis 2, seltener 3 Meter erreicht. Sie bildet keine Knollen. Der Stängel ist rauhaarig. Die fast alle wechselständigen am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 40 Zentimeter und einer Breite von bis zu 35 Zentimetern breit herzförmig mit gesägtem Rand. Die nickenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimetern auf. Die meist gelben Zungenblütensind 6 bis 10 Zentimeter lang und die Röhrenblüten sind braun. Die Sonnenblume ist eine bis zu 2 m tief wurzelnde einjährige kultivierte Pflanze. Sie ist sehr photosyntheseaktiv; eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlenstoffdioxid. Allerdings sind die Pflanzen sehr lichtab-hängig d. h., die Netto-Photosyntheserate steht in direktem Verhältnis zum Logarithmus der Lichtintensität, deshalb bleiben bereits geringfügig schlechter besonnte Pflanzen wesentlich kleiner. Sie ist eine typische Pflanze warmer Standorte, d. h., sie ist ein Wärmekeimer, sie hat ihr maximales Wachstum bei 20 Grad Celsius und ihre Keimblätter legen sich nachts zusammen.
Ihre Scheinblüte sind große „Körbchenblumen“, die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Die Blüten sind vormännlich. Die zungenförmigen Randblüten sind steril und haben eine hohe UV-Reflexion. Die Schei-benblüten sind zwittrig. Die Bestäubungerfolgt durch verschiedene Insekten. Der Nektar hat zur Zeit der Hauptproduktion zwischen 10 und 14 Uhr auch den höchsten Zuckergehalt von 35%. Die Blütenköpfe richten sich fast immer auf „Mittag“ ein; die Sonnenblumen sind also Kompasspflanzen. Die Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne von Ost nach West, während sie sich nachts oder in der Morgendämmerung nach Osten zurückdreht. Auch wenn dies für die reifende Pflanze angenommen wird, so drehen sich nur die Blätter und Knospen zur Sonne, nicht jedoch die Fruchtstände. Diese weisen in der Regel nach Osten. Der Stamm verhärtet am Ende der Knospenstufe seine östliche Ausrichtung und, wenn die Überstrahlungsstufe erreicht wird, „friert“ der Stamm sie gewissermaßen ein. Blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop, und die meisten Köpfe zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs. Blütezeit ist von Ende Juni/Juli bis September.
Die Früchte sind Achänen ohne Pappus, dafür befinden sich auf dem Korbboden viele harte Spreublätter als Tragblätter der Einzelblüten; diese dienen der katapult-artigen Ausbreitung der Früchte, besonders bei der Bearbeitung durch Vögel. Dazu kommt eine Versteckausbreitung z. B. durch Mäuse. Außerdem breiten sich die Früchte als Regenschwemmlinge aus. Sie sind Licht- und Wärmekeimer. Die Blätter werden vom Sonnenblumenrost befallen.

Bachblüten
Man fühlt den inneren Drang, mit jedem über sich zu sprechen (Heather)
- Diese Menschen fühlen einen inneren Drang, mit jedem über sich und alles zu sprechen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte hört allmählich der Drang zu sprechen auf
Bachblüten
Ich bin ein jähzorniger Mensch (Holly)
- Diese Menschen können sehr jähzornig sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das jähzornige abschütteln
Die 10 Regeln einer vollwertigen Ernährung
-       Vielseitig essen
-       Getreideprodukte – mehrmals am Tag und reichlich Kartoffeln
-       Gemüse und Obst – nimm 5 am Tag
-       Täglich Milch und Milchprodukte, ein- bis zweimal in der Woche Fisch, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen
-       Wenig Fett und fettreiche Lebensmitteln
-       Zucker und Salz in Maßen
-       Reichlich Flüssigkeit
-       Schmackhaft und schonend zubereiten
-       Nehmen sie sich Zeit, genießen sie ihr Essen
-        Achten sie ihr Gewicht und bleiben sie in Bewegung
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