Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.08.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 06.08.18-12.08.18


CRANBERRY

Wer zum ersten Mal Cranberries sieht, mag sich fragen, wie es Preiselbeeren geschafft haben, so gross zu werden. Doch es handelt sich nur um eine Verwandte der Preiselbeere, nicht um die gleiche Pflanze. Wie so vieles in Amerika zeichnet sich die Cranberry durch eine besondere Größe aus im Vergleich zu ihren europäischen Schwestern, der Heidelbeere und der Preiselbeere, der sie ansonsten fast aufs Haar gleicht. Schon die amerikanischen Ureinwohner wussten, wie förderlich für die Gesundheit die Cranberries sind. Roh schmecken die Cranberries zwar sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man den sauren Geschmack wohlwollend bezeichnet. Aber getrocknet oder gekocht ist die Cranberry eine wohlschmeckende Frucht. Ihre Heilwirkung ist enorm, denn sie soll nicht nur die Harnorgane günstig beeinflussen, sondern sogar den Alterungsprozess verlangsamen. Böse Zungen mögen behaupten, dass diejenigen, die kühn genug sind, die Beeren roh zu essen, sich eine ordentliche Portion Jugend bewahrt haben.
Die Großfrüchtige Moosbeere − niederdeutsch Kraanbeere oder Kranbeere − ist vor allem unter der englischen Bezeichnung Cranberry bekannt. Sie ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung der Heidelbeeren in der Familie der Heidekrautgewächse. Die englische Bezeichnung cranberry leitet sich aus crane berries (Kranichbeeren) ab, da die Staubfäden der Blüten einen Schnabel bilden, der die ersten europäischen Einwanderer Amerikas an einen Kranichschnabel erinnerte.  

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, harntreibend, Bettnässen,  Blasenentzündung, Blasenkrampf, Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber, Gicht, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Vitamin-C Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, fängt freie Radikale, Mundschleimhautentzündung, Magengeschwüre, Zwölffingerdarmgeschwüre, Arteriosklerose, Angina pectoris, Anti Aging
wissenschaftlicher Name: Vaccinium macrocarpon, Oxycoccus macrocarpus
Pflanzenfamilie:
Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name: American Cranberry
volkstümlicher Name:
Großfrüchtige Moosbeere
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren
Inhaltsstoffe:
Vitamine, u.a. Vitamin C, Bor, Zitronensäure, Eugenol, Flavonoide, Phosphor, Hyperosid, Oleanolsäure, Oxalsäure, Parasorbinsäure, Pektin, Proanthocyanidin, Zink
Sammelzeit:
August bis Oktober

Anwendung
In Deutschland werden zunehmend Kranbeeren als Backzutat entdeckt, da sie sich durch ihren herb-säuerichen Geschmack gut von anderen Zutaten abheben. Als Beispiel ist der Ersatz der sonst üblichen  Rosinen in Weihnachtsstollen zu nennen. International wird die Cranberry ähnlich wie Sultaninen häufig als Frucht in Müsliriegeln oder Joghurts benutzt. Dazu wird sie häufig in anderen Fruchtaromen getränkt, wodurch ihr Eigengeschmack oft nicht mehr erkennbar ist. Cranberries werden vorwiegend durch Essen angewendet. Die Früchte schmecken roh sehr sauer und außerdem leicht bitter und zusammenziehend. Daher sind sie nicht unbedingt jedermanns Sache. Die meisten Menschen würden sie wohl als ungenießbar bezeichnen. Mit Zucker zu einer Sauce verkocht oder getrocknet sind sie jedoch sehr wohlschmeckend. Getrocknet schmecken sie ähnlich wie Rosinen, die Säure ist weitgehend verschwunden und hat einem süßen Aroma Platz gemacht. Man kann sie getrocknet beispielsweise im Müsli essen oder einfach so naschen. Als Sauce gekocht passen die Cranberries zu Fleischgerichten, gebackenem Käse, aber auch zu Quarkspeisen, Kuchen und anderen Süßspeisen. Gekocht verliert sich der Vitamin-C-Gehalt natürlich deutlich. Aber die anderen gesundheitsfördernden Eigenschaften bleiben erhalten. Auch als Saft kann man die Cranberries trinken.

Pflanzenbeschreibung
Die Kranbeere ist ein immergrüner Zwergstrauch (Chamaephyt), der sich mit fadenförmig niederliegenden Zweigen am Boden kriechend ausbreitet. Die Wuchsform ist niederliegend-aufsteigend. Das heißt: Die älteren Abschnitte der fadenförmigen Zweige liegen dem Boden auf und bewurzeln sich auf ganzer Länge, die Enden der Zweige sind dagegen aufrecht gestellt. Die Zweige wachsen unbegrenzt weiter (bis zu 1 m pro Jahr), wobei die alten rückwärtigen Abschnitte nach einigen Jahren absterben, wenn sie von Nachbarpflanzen und  (Torf-)Moosen überwachsen werden. Deshalb erhält ein Moosbeeren-Bestand eine rasenartige Struktur (Einzelpflanzen sind nicht erkennbar). Die Blätter sind ledrig, immergrün, 1 bis 2 cm lang, länglich-eiförmig und laufen spitz zu. Die  Blüten sind rosa-weiß mit stark zurückgeschlagenen Kronblättern. Die  Früchte sind in der Größe vergleichbar mit kleineren Kirschen. Die reifen Früchte sind leuchtend rot gefärbt und haben vier Luftkammern im Inneren. Dadurch sind sie wesentlich leichter als Wasser.
Die Cranberries sind in Nordamerika heimisch. Dort werden sie im großen Stil angebaut. Auch in Europa können Cranberries wachsen, sie kommen hier jedoch nicht wild vor. Sie bevorzugen leichten, sauren Boden und kommen mit sehr wenig Nährstoffen aus. Cranberries sind verwandt mit  Preiselbeeren und  Heidelbeeren und sehen aus wie zu große geratene Preiselbeeren. Sie sind immergrüne kleine Sträucher, die zwischen 20 cm und 2 Meter groß werden. Die Blätter der Cranberries sind klein und eiförmig. Die weißen Blüten wachsen erst im dritten Jahr. Sie erscheinen zwischen Juni und August. Die Blüten einer Pflanze können sich selbst befruchten, aber bei Befruchtung durch eine andere Pflanze wachsen mehr Fürchte. Etwa zwei Monate nach der Blüte sind die dunkelroten Früchte reif. Sie sind zwischen ein und zwei Zentimetern groß und glänzen. Innen sind die Früchte weißlich, ein wenig wie fest gewordene Watte. In der Mitte haben sie vier kleine Kammern, in denen sich die Samen befinden. Die Cranberry-Früchte schmecken roh sehr sauer, etwas bitter und zusammenziehend. Zur Ernte werden in Nordamerika die Felder mit Wasser überschwemmt. Die Früchte lösen sich dann durch leichtes Schütteln von den Pflanzen und schwimmen auf dem Wasser, wo sie abgefischt bzw. aufgesaugt werden.




ECHTER LEIN

Früher war der Lein eine wichtiges Pflanze, um daraus Kleidungsstoffe herzustellen. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen und begleitet den Menschen seit der Steinzeit. Leinen gehörte zu den edlen Stoffen früherer Zeit, weil es fein und kühlend ist. Heutzutage ist vor allem der Lein-Samen beliebt, denn in Feuchtigkeit eingebracht er ist so schleimig, dass er harten Stuhlgang weicher macht und so gegen die verbreitete Verstopfung hilft. Die einhüllenden und lindernden Eigenschaften des Leins kann man auch gegen Entzündungen in den Atemwegen und Verdauungsapparat einsetzen. Außerdem werden entzündliche Hautprozesse gelindert.
Gemeiner Lein, auch Saat-Lein oder Flachs genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- (Faserlein) und zur Ölgewinnung (Öllein, Leinsamen, Leinöl) angebaut wird. Er ist eine Art aus der Gattung Lein (Linum) in der Familie der Leingewächse und die einzige Lein-Art, deren Anbau eine wirtschaftliche Bedeutung hat. Es gibt mehrere Convarietäten sowie etliche Sorten. In der Praxis wird nach der Hauptverwendung Faserlein und Öllein unterschieden. Das lateinische Artepitheton usitatissimum bedeutet meist verwendet und bezieht sich auf die vielfältige Verwendbarkeit. „Flachs“ leitet sich von „flechten“ ab und bezieht sich auf die Verarbeitung.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verstopfung
Heilwirkung: abführend, einhüllend, erweichend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Samen und Öl: Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallensteine, Geschwüre, Gürtelrose, Halsschmerzen, Hautauschlag, Heiserkeit, Gesichtsneuralgien, Ischias, Kehlkopfentzündung, Krebsvorbeugung, Magenschleimhautentzündung, Magenübersäuerung, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheumatische Schmerzen, Schnupfen, Schuppenflechte, Sodbrennen, Unterleibsschmerzen, Zahnschmerzen, Homöopathie:  Asthma, Harnblasenreizung, Heufieber, Heuschnupfen, chronischer  Durchfall, Zungenlähmung
wissenschaftlicher Name: Linum usitatissimum L.
Pflanzenfamilie: Linaceae = Leingewächse
englischer Name: Flax
volkstümlicher Name: Faserlein, Flachs, Flachsbeere, Flas, Flax, Gemeiner Lein, Glix, Haarlinsen, Lein, Leinbleaml, Leinsamen, Öl-Lein, Saat-Lein
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Blüte (Homöopathie)
Inhaltsstoffe: Aminosäuren, Ballaststoffe, cyanogene Glykoside, Lignanglykoside, Linolsäure, Schleimstoffe, Phosphatide, Proteine, Sterole, Triterpene, ungesättigte Fettsäuren
Sammelzeit: August bis Oktober

Anwendung
Die Verarbeitung der Flachsfasern ist aufwändig. Die Flachsstängel werden zunächst geröstet, dabei werden durch Mikroorganismen im Wasser (Wasserröste) oder am Feld liegend (Tauröste) die Bastfasern gelöst. Nach der Röste wird der Lein gebrochen, dadurch wird der Holzkörper zerkleinert und es entstehen die Schäben. Anschließend wird der Lein geschwungen, dabei wird der Werg, der Kurzfasern enthält, von den hochwertigen Langfasern getrennt. Rund 15% der Stängelmasse sind Langfasern. Diese werden durch Hecheln gereinigt und dann gesponnen. Die Produktion von Flachsfasern dient zu etwa 61% der Gewinnung von Langfasern. Leinenfasern, für die die Langfaser genutzt wird, haben einen Marktanteil bei den Textilien von unter einem Prozent. Rund 40% des Leinens werden zu Bekleidung verarbeitet, 25% zu Haushaltswäsche, 20% zu Heimtextilien und 15% für technische Zwecke. Das als Nebenprodukt entstehende Werg (Kurzfasern) kann zu Papier verarbeitet werden. Er findet in Polstermöbelfüllungen, Verbundwerkstoffen und Dämmstoffen Verwendung. Die Schäben werden unter anderem in Pressspanplatten als Füllstoff verarbeitet, auch als Tiereinstreu verwendet. Das Leinwachs fällt im Staub an, kann leicht isoliert werden und findet in der Kosmetik und Pharmaindustrie Verwendung. Die Samen werden sowohl vom Öllein wie vom Faserlein verwertet. Die Leinsamen werden nur zu einem geringen Teil direkt in Backwaren, als Reformkost und als Arzneimittel bei Verstopfung verwendet. Andere medizinische Anwendungen sind wissenschaftlich nicht ausreichend abgesichert. Der überwiegende Teil wird zur Ölgewinnung eingesetzt. Leinöl kann als Speiseöl verwendet werden. Durch den Gehalt von 50 % bis 67 % Linolensäure ist es ein trocknendes Öl. In der Industrie wird es zu Farben, Lacken, Firnissen, Druckfarben, Wachstüchern, Schmierseife und Linoleum verarbeitet sowie für die Herstellung von Kosmetika und Pflegemitteln eingesetzt. In Farben und Lacken ist es weitgehend durch synthetische Produkte ersetzt worden, wird aber auch heute in Druckfarben sowie für Lacke und Firnisse im Holzschutz benutzt. Nebenprodukte der Ölgewinnung sind Leinkuchen und Leinschrot, wegen des Reichtums an Protein werden sie als Tierfutter, besonders für Rinder und Kälber verwendet.
Innerlich Samen
Gegen Verstopfung wendet man den Leinsamen folgendermaßen ein: an nimmt ein bis zwei Esslöffel geschroteten Leinsamen und vermischt ihn mit Jogurt, Müsli oder einer Flüssigkeit. Durch die Feuchtigkeit hat der Leinsamen die Gelegenheit, etwas auszuquellen und seinen Schleim abzusondern. Nach kurzer Einwirkzeit isst man den Leinsamen mit dem Jogurt oder Müsli. an sollte anschließend noch etwa 1/2 Liter Wasser trinken, damit der Leinsamen im Magen-Darm-Trakt vollständig aufquellen kann. Dadurch wird der Stuhl weicher und kann besser durch den Darm gleiten. Verstopfung wird gelindert.

Achtung! Leinsamen sollte nicht bei Verdacht auf Darmverschluss oder Darmlähmung angewendet werden. Darmverschluss und Darmlähmung gehören in ärztliche Behandlung.

Tee
Aus den Samen kann man einen Tee aufbrühen, der eine positive Wirkung auf die Harnsysteme hat.
Umschlag
Ein Umschlag aus zerquetschten oder gemahlenen Samen hilft gegen Bronchitis, Husten, Hautentzündungen, Geschwüren. Ein Umschlag aus einem kurz aufgekochten Samenbrei hilft gegen Furunkel. Solch einen Breiumschlag kann man auch mit Honig und Olivenöl ergänzen, um die Heilwirkung gegen Furunkel zu verstärken.
Leinöl
Das aus Leinsamen gepresste Öl hilft gegen Hautauschläge. Leinöl wird auch als eröffnendes Klistier eingesetzt. Eine innerliche Kur mit Leinöl (50 Gramm je Trunk) hilft bei Gallensteinkoliken. Täglich ein Löffel Leinöl beugt dem Herzinfarkt vor.
Homöopathie
Das Mittel wird aus den Blüten hergestellt und wirkt gegen Asthma, Harnblasenreizung, Heufieber, Heuschnupfen, chronischer Durchfall und Zungenlähmung.

Geschichtliches
Lein ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Im Jahre 2005 war deshalb Lein die Pflanze des Jahres um an diese Bedeutung zu erinnern. Lein ist Nahrungsmittel (wenn auch selten genutzt), Heilpflanze und vielseitiger Rohstoff. Die Anfänge für die Nutzung des Leins findet sich in der Steinzeit, zunächst für die Herstellung von Stoffen und Seilen. Im alten Ägypten wurden die reichen Toten in Leintücher gehüllt. Viele alte Heiler (z.B. Hippokratiker wie Theophrast, Hildegard von Bingen) nutzten Leinsamen zu medizinischen Zwecken sowohl innerlich und äußerlich. Obwohl heute Lein auf der ganzen Welt angebaut wird, spielt Lein nur noch eine Randrolle. Die Bedeutung als Heilpflanze nimmt aber wieder zu.

Pflanzenbeschreibung
Der Lein ist im Mittelmeerraum und Vorderasien heimisch. Er wächst bevorzugt im gemäßigtem Klima, dort wurde er überall als Kulturpflanze angebaut. Die einjährige Pflanze wird zwischen 30 und 150 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal, lanzettlich, dicht besetzt und wechselständig. Die weiß-blauen bis blauen 5-zähligen Blüten erscheinen zwischen Juni und August und haben einen Durchmesser von etwa 2-3 cm. Die Blütengriffel sind himmelblau. Aus den Blüten entwickeln sich die Samen in rundlichen Kapseln (8-10 Samen) und können von August bis Oktober geerntet werden.
Vegetative Merkmale
Der Gemeine Lein ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie besitzt eine kurze, spindelförmige Pfahlwurzel mit feinen Seitenwurzeln. Die Hauptwurzel wird etwa gleich lang wie der Spross. Die ganze Pflanze ist kahl. Die Stängel stehen meist einzeln und aufrecht, im Bereich des Blütenstandes sind sie verzweigt. Die stiellosen Laubblätter stehen wechselständig. Sie sind zwei bis drei (selten vier) Zentimeter lang und 1,5 bis drei (sechs) Millimeter breit. Ihre Form ist lineal-lanzettlich, dabei ist ein Blatt fünf- bis 15 mal so lang wie breit. Die Blätter sind dreinervig, kahl und haben einen glatten Rand.
Stängel und Fasern
Das äußerste Gewebe im Stängel ist die von einer Wachsschicht überzogene Epidermis. Es folgt die chlorophyllführende Rindenschicht. In die Rindenschicht eingebettet sind 20 bis 50 Bastfaserbündel als Festigungsgewebe. Jedes Bündel besteht aus zehn bis 30 Sklerenchym-Zellen, den Elementarfasern. Diese besitzen einen sechseckigen bis polygonalen Querschnitt mit kleinem Hohlraum. Die Länge einer Elementarfaser beträgt im Durchschnitt 2,5 bis sechs Zentimeter, in den oberen Stängelteilen kann sie auch acht bis zehn Zentimeter erreichen. Das ganze Faserbündel wird als technische Faser bezeichnet. Der Fasergehalt des Stängels beträgt 19 bis 25%. Die Faser selbst besteht zu 65 % aus Zellulose, die weiteren Bestandteile sind Hemizellulose mit 16%, Pektin (3%), Protein (3%), Lignin (2,5%), Fette und Wachse (1,5%), Mineralstoffe (1%) und 8% Wasser. Nach innen zu folgt das sehr dünne Kambium, sodann der größte Bereich, der Holzzylinder. Im Zentrum befindet sich ein schmaler Bereich aus Mark, im reifen Stängel noch ein Hohlraum.
Blütenstand und Blüten
Der Blütenstand ist ein rispenartiger Wickel. Die Blüten sind groß und über zwei Zentimeter breit. Die Blütenstiele sind länger als das Tragblatt, kahl und aufrecht. Die Blüte ist fünfzählig. Die Kelchblätter sind fünf bis sieben (neun) Millimeter lang. Sie sind lang zugespitzt, haben einen weißen Hautrand und sind an der Spitze bewimpert. Die Kelchblätter sind drei- oder fünfnervig. Die Kronblätter sind 12 bis 15 Millimeter lang und von hellblauer Farbe mit dunklerer Aderung, selten weiß, violett oder rosa. Die fünf Staubblätter sind zwei bis fünf Millimeter lang, an ihrem Grund sitzen Nektarien. Der Fruchtknoten ist oberständig und besteht aus fünf verwachsenen Fruchtblättern mit freien Griffeln. Die Narben sind keulenförmig. Blütenbiologisch handelt es sich um eine homogame, nektarführende Scheibenblume. Vorherrschend ist Selbstbestäubung (Autogamie), die Fremdbefruchtung durch Insekten (Auskreuzungsrate) beträgt rund fünf Prozent. Die Blütezeit ist Juni, Juli, August.
Früchte und Samen
Die Fruchtstiele stehen aufrecht und tragen eine sechs bis neun Millimeter lange Kapsel. Diese ist kugelig-eiförmig und rund einen Millimeter lang geschnäbelt. Die Kapsel ist fünffächrig, jedes Fach enthält zwei Samen. Dabei ist jedes Fach durch eine falsche Scheidewand in zwei Kompartimente mit je einem Samen unterteilt. Die Kapsel öffnet sich wand- oder fachspaltig oder bleibt geschlossen. Die Samen sind 4 bis 4,9 (6,5) Millimeter lang und 2,5 bis drei Millimeter breit. Die Form ist abgeflacht eiförmig. Der Nabel (Hilum) liegt am schmalen, zugespitzten Ende. Die Farbe der Samen variiert je nach Sorte von hellgelb bis dunkelbraun bei glänzend glatter Oberfläche. Die Tausendkornmasse beträgt bei Faserlein vier bis sieben Gramm, bei Öllein bis zu 15 Gramm. Die Samenschale ist dünn, spröde und besteht aus fünf Schichten: Die Epidermis bildet Schleimstoffe. Es folgen nach innen je eine Zellschicht Ringzellen, Steinzellen und Querzellen. Die innerste Schicht, die Pigmentschicht ist einzellschichtig und besteht aus vier- bis sechseckigen, dickwandigen Zellen und ist für die Farbe des Samens verantwortlich. Das Endosperm ist schwach ausgeprägt und nur in Form eines dünnen Häutchens vorhanden. Die Zellen enthalten wie die der Keimblätter Öl und Eiweiß. Der Embryo besitzt zwei kräftige, fleischige Keimblätter, die als Speicherorgane dienen. Der Ölgehalt der Samen liegt zwischen 30% und 44% und hängt ab von der Sorte, den Umweltbedingungen und dem Grad der Reife. Da Faserlein vor der Vollreife geerntet wird, enthalten seine Samen weniger Öl. Hauptfettsäure ist mit rund 50% bis 70% die ungesättigte Linolensäure. Der Gehalt der für die menschliche Ernährung bedeutenden Omega-3-Fettsäuren in Leinöl ist der höchste aller bekannten Pflanzenöle. Die weitere Zusammensetzung beträgt 10% bis 20% Linolsäure, 12% bis 24% Ölsäure, sowie je unter 10% Stearin- und Palmitinsäure. Der Roheiweißgehalt liegt zwischen 19% und 29%. Der Anteil der für den Menschen essentiellen Aminosäuren Lysin, Methionin und Tryptophan ist hoch. An sekundären Inhaltsstoffen sind die cyanogenen Glykoside Linamarin und Lotaustralin von Bedeutung, die enzymatisch zu Blausäure umgewandelt werden können und daher bei Aufnahme großer Mengen möglicherweise Vergiftungen hervorrufen können.

Anbautipps
Die Pflanze ist anspruchslos. Der Lein mag sonnigen und nährstoffreichen Boden, Aussaat im Frühling (April/Mai). Ist es zu trocken, sollte man gießen. Ist es zu nass, werden keine Blüten und Samen gebildet. Schnecken mögen die jungen Pflanzen.

Sammeltipps
Blüten sammelt man am frühen Morgen, da Nachmittags die Blüten oft geschlossen oder verblüht sind. Für die Samengewinnung wird die ganze Pflanze direkt am Boden abgeschnitten und getrocknet. Am besten über Backpapier oder ähnlichem aufhängen, da einige Sorten Samenkapseln haben, die beim Trocknen aufplatzen. Nur reife Samen nutzen, da unreife Samen giftige cyanogene Glykoside enthalten.


BACHBLÜTEN
Ich halte meist andere Menschen für dumm (32 Vine)
- Diese Menschen halten ihre Mitmenschen deren öfteren für dumm
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie dieses Verhalten in den Griff bekommen


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unsicher (33 Walnut)
- Diese Menschen fühlen sich häufig unsicher
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie das Gefühl der Unsicherheit abstreifen


ERNÄHRUNG
Alkoholfreie Getränke
-
Mineral-, Quell-, Tafel-, Heilwasser
- Fruchtsaft, -nektar, -saftgetränke
- Gemüsegetränke
- Limonaden und Brausen, Light Getränke, Energy-Drinks u.a.
- Heißgetränke, Kakao, Kaffee, Tee


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