Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 09.07.18-15.07.18


HAUSWURZ

Der Hauswurz ist ein Dickblattgewächs, das häufig in Steingärten zu finden ist. Auch zur Dachbegrünung wird es gerne verwendet. Wild kommt es vor allem in Gebirgen vor, beispielsweise in den Alpen. Der Saft der dickenfleischigen Blätter wird in der Pflanzenheilkunde verwendet. Er wird als Mittel eingesetzt, um Hautprobleme und neuralgische Erscheinungen zu lindern.
Hauswurz ist eine  Gattung in der  Familie der  Dickblattgewächse. Der  botanische Name der Gattung leitet sich von den  lateinischen Worten semper für ‚immer‘ und vivus für ‚lebend‘ ab und bedeutet so viel wie „Immerlebend". Der deutsche Trivialname Hauswurz hat seinen Ursprung im althochdeutschen Begriff Wurz, der damals für ‚Wurzel‘ oder ‚Pflanze‘ verwendet wurde. Von den bisher etwa 200 beschriebenen Arten werden je nach Autor zwischen 40 und 63 Arten anerkannt. Zudem gibt es mehr als 7000 Sorten in gärtnerischer Verwendung.

Steckbrief
Heilwirkung:
Gicht (äußerlich), Gebärmutterneuralgie, Quetschungen, Brandwunden, Entzündungen, Geschwüre, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Insektenstiche, Wunden, rissige Haut
wissenschaftlicher Name:
Sempervivum tectorum
Pflanzenfamilie:
Dickblattgewächse = Crassulaceae
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Sammelzeit:
Juli und August

Verwendung

Arten und Sorten der Hauswurzen werden häufig auf Mauerkronen und zur Dachbegrünung eingesetzt, meistens Sempervivum tectorum und dessen Sorten und Hybriden. Es gibt viele Hauswurzliebhaber und -sammler. Dabei liegt das Hauptinteresse nicht nur auf der Ausbildung der Blüten, sondern auch in der Vielfalt der Rosettenformen und -färbungen. Hier kann man verschiedene Ausformungen der Blätter beobachten, wie rund oder spitz. Mittlerweile gibt es Rosetten in den mannigfaltigsten Farbschattierungen wie rot, gelb und orange, natürlich auch grün, aber auch fast schwarz. Jede dieser Farben verändert sich im Laufe der Jahreszeiten, am intensivsten im Frühling und Herbst, die Ausfärbung ist aber auch abhängig von trockenem und nährstoffarmen Standort. Viele Sorten tragen aber auch eine mehr oder weniger ausgeprägte Behaarung, die meist von der Spinnweb-Hauswurz herrührt. Erste Züchtungen lassen sich etwa auf das Jahr 1920 datieren. Inzwischen wurden mehr als 7000 Sorten gezüchtet. 1927 brachte die Staudengärtnerei Georg Arends die Züchtungen Beta und Alpha auf den Markt. Zwei Jahre später folgte Gamma. Jedes Jahr kommen neue Sorten hinzu, viele sehen sich sehr ähnlich. Für Hauswurz-Sorten gilt - einmal ohne Sorten Namen - immer ohne Namen. In Deutschland haben sich Liebhaber der Gattung in der Fachgruppe „Sempervivum/Jovibarba" innerhalb der „ Gesellschaft der Staudenfreunde" (GdS) zusammengefunden.

Merkmale
Habitus
Hauswurzen wachsen als Horste (Rosetten-Polster) mehrjähriger, immergrüner, sukkulenter Pflanzen. Die Pflanzen sind  hapaxanth (bzw. monokarp), das heißt nach der Blüte sterben die Rosetten ab, die geblüht haben. Die Größe der ballförmig geschlossenen, halbkugeligen oder sternförmig ausgebreiteten Rosetten liegt zwischen 0,5 cm und 22 cm, hauptsächlich aber bei 3–6 cm. Bei der Blütenbildung strecken sich die Internodien der Sprossachse zu einem Langtrieb. Die Blütenständewerden zwischen 3 cm und 60 cm hoch, ragen meist aber sieben bis zwanzig Zentimeter in die Höhe.
Blätter
Wie viele Dickblattgewächse sind Hauswurz-Arten als Sukkulenten in der Lage, in ihren Blättern Wasser zu speichern. Die in der Regel sehr „fleischigen" Blätter sind seitlich zum Teil flaumig behaart oder besitzen Randwimpern. Die Behaarung kann Drüsenhaare enthalten. Die Blattspitzen verfügen teilweise über Haarbüschel. Die Form der Blätter der verschiedenen Arten ist vielfältig. Sie können beispielsweise lanzettlich, elliptisch, länglich lanzettlich, verkehrt lanzettlich, eiförmig, verkehrt eiförmig, spitz, keilförmig oder länglich spatelig sein. Die Spitze kann ebenso verschieden gestaltet sein. Meist ist sie spitz zulaufend oder kurz-kleinspitzig. Die Pigmentierung der Blätter ist je nach Jahreszeit, Standort und Sorte variabel. Es gibt stark mit Anthozyanen angereicherte Blätter, diese sind dann rotbraun oder auch selten in Violetttönen gefärbt. Es können diverse Farbabstufungen auftreten wie grau-olivgrün, graugrün, aber auch sehr blasse Tönungen. In letzterem Fall sind die Blätter gelblich bis gelblichgrün. Die Färbung ist hauptsächlich von der Sonnenein-strahlung abhängig, zum Teil aber auch  genetisch bedingt.
Blüten und Blütenstände
Der meist dichte Blütenstand besteht aus Zymen mit drei, selten zwei bis vier, Wickeln, die manchmal gegabelt sind. Die sitzenden oder fast sitzenden, zwittrigen Einzelblüten sind obdiplostemon. Ihre breit sitzenden, etwas aufrechten, lanzettlichen  Kelchblätter sind an der Basis etwas miteinander verwachsen. Die rosafarbenen, purpurfarbenen oder gelb bis fast weißen, zur Blütezeit ausgebreiteten oder aufrechten Kronblätter sind an ihrer Basis nicht miteinander verwachsen und auf der Innenseite meist kahl. Die nur selten kahlen  Staubfäden sind rot, purpurfarben, bläulich oder gelblich bis weiß, die Staubblätter rot oder gelb und der abgesetzte Griffel ist meist gebogen. Die Nektarschüppchen sind mehr oder weniger quadratisch und etwa 0,5 Millimeter groß. Die Rosetten blühen spärlich, die Blütezeit liegt zwischen Ende Mai und Ende August. Ihre Blüten weisen zuerst ein männliches Stadium auf (Proterandrie). Danach biegen sich die Staubblätter zur Seite und weg von den  Fruchtblättern im Zentrum der Blüte. Auf diese Weise wird eine  Selbstbestäu-bung erschwert. Die  Pollenkörner der Gattung sind prolat, das heißt, sie sind wie  Rotationsellipsoidegeformt. Die äußere Schicht der Wand des Pollenkorns, die Exine des Sporoderms, besitzt drei längsgestreckte Keimfalten, in deren Mitte sich je eine rundliche Keimpore befindet. Die Pollenkörner sind 14 bis 25 Mikrometer lang und 12 bis 21 Mikrometer breit. Die der Sektion Jovibarbasind 13 Prozent größer als die der Sektion Sempervivum, enthalten keinen Pollenkitt und unterscheiden sich außerdem im Aufbau der Pollenkornwand.  
Früchte und Samen
Die vielsamigen, nur selten kahlen  Früchte stehen aufrecht bis fast aufrecht und öffnen sich entlang einer Bauchnaht. Die darin enthaltenen braunen  Samen sind ellipsoid, eiförmig oder birnenförmig und gerippt. Die  Ausbreitung der Samen erfolgt durch den Wind (Anemochorie).




JOHANNISBEERE (schwarze)

Die Schwarze Johannisbeere, in Österreich Schwarze Ribisel, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Johannisbeeren. Manchmal wird im deutschsprachigen Raum die französische Bezeichnung Cassis für ihre Früchte verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blasenleiden, Durchfall, Erkältungskrankheiten, Halsentzündungen, Vitamin-C-Mangel, Migräne
wissenschaftlicher Name:
Ribes nigrum
englischer Name:
 Black currant
Sammelzeit:
Juli bis August

Nutzung
Die Schwarze Johannisbeere wird in Mitteleuropa etwa seit dem 16. Jahrhundert als Beerenobst in Gärten angepflanzt. In Nordosteuropa erfolgte wahrscheinlich bereits wesentlich früher eine gärtnerische Nutzung. Die Ernte der reifen Beeren erfolgt in Mitteleuropa in der Regel von Juli bis August. Die Beeren enthalten außer Wasser, Kohlenhydraten, Fettsäuren, Proteinen und Mineralstoffen unter anderem  erpene
wie β-Pi-nen und Caryophyllen, Anthocyane und Flavonoide wie (+)- Catechin, Vitamin C, Zitronensäure, Pektin. Die Schwarze Johannisbeere wird verarbeitet meist als Nektar und Limonade getrunken oder zu Gelee oder  Konfitüre verwendet. Sie ist die Grundlage des Cassis-Sirups bzw. des  Cassislikörs. In Deutschland werden Schwarze Johannisbeeren gern für die Herstellung eines Aufgesetzten verwendet. Die in der Frucht enthaltene hohe Konzentration an Vitamin C (ca. 180mg auf 100g Beeren) wird auch durch Erhitzen (anders als bei anderen Früchten) bei der Herstellung von Säften, Gelees oder Konfitüren nicht zerstört bzw. nur unwesentlich vermindert. Ein Blütenknospenextrakt der Schwarzen Johannisbeere wird in der Parfümerieindustrie verwendet. Kleine Mengen dieses Extraktes verleihen Parfüms eine fruchtige Note. Die frischen Blätter können von April bis Mai als Beigabe zu Kräuter- und Gemüsesuppen verwendet werden. Von April bis Juli gepflückte Blätter nutzt man in getrockneter Form auch zur Herstellung von Teegetränken.

Merkmale
Die Schwarze Johannisbeere wächst als ein bis zwei Meter hoher, sommergrüner Strauch mit bis zu zehn Zentimeter breiten, an ihrer Basis herzförmigen, drei- bis fünflappigen Blättern. Diese sind oberseits kahl, auf der Unterseite behaart und mit sitzenden gelblichen Drüsen besetzt. Der Strauch ist stachellos und besitzt einen starken, teilweise als unangenehm empfundenen Geruch, der die Art auch von der  Roten Johannisbeere unterscheidet. Die Blüten sind in hängenden Trauben angeordnet, sie sind eher unscheinbar. Die Kelchblätter sind länglich, behaart und zurückgeschlagen, die Kronblätter sind kleiner als die Kelchblätter, aufrecht und weißlich. Die Blüte ist insgesamt grünlichgelb gefärbt. In Mitteleuropa liegt die Blütezeit der Schwarzen Johannisbeere im April und Mai. Die Frucht ist eine schwarze Beere mit acht bis zwölf Millimeter Durchmesser; die Samen werden durch Tiere verbreitet.



BACHBLÜTEN
Ich bin beleidigt, weil mir niemand dankt (Chicory)
-
Diese Menschen sind sehr beleidigt, wenn denen nicht gedankt wird
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das ablegen


BACHBLÜTEN
Meine Gedanken sind träumerisch (Clematis)
-
Diese Menschen sind mit den Gedanken sehr oft träumerisch
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die träumerische Gedanken abschalten


ERNÄHRUNG
Vollwertige Ernährung – versorgt im Normallfall ausreichend
Nach wie vor gilt, dass im Normalfall eine ausgewogene und vollwertige Ernährung durch eine abwechslungsreiche Kost den Körper mit allem lebenswichtige Nährstoffe versorgt. Unabhängig daran, ob Nahrungsergänzungsmittel oder funktionelle Nahrungsmittel verwendet werden oder nicht. Eine bedarfsbedeckende/ ausgewogene Ernährung ist unverzichtbare um möglichst alle Nährstoffe in der richtigen Menge und Zusammensetzung aufzunehmen.


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