Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.06.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 03.06.19-09.06.19


SCHAFGARBE

Die Schafgarbe ist eine beliebte klassische Heilpflanze, die für die Verdauungsorgane und Frauenleiden eingesetzt werden kann. Äußerlich kann sie ähnlich wie die Kamille verwendet werden. Sie wächst auf Wiesen und an Wegrändern und ist mir schon aus der frühen Kindheit bekannt, weil ihre Stängel so zäh sind, und sie deshalb schlecht für kindliche Blumensträuße geeignet ist.
Die Gemeine Schafgarbe oder Gewöhnliche Schafgarbe ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Sie ist auch die namensgebende Art für die schwierige Gruppe Achillea millefolium agg.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenkrankheiten
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, krampflösend, gefäßtonisierend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Akne, Angina Pectoris (unterstützend), Appetitlosigkeit, Aufgesprungene Hände, Augenringe, Blähungen,  Bluthochdruck, Blutungen, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Durchfall,  Ekzeme, Erkältung, Erysipel, Gesichtsrose, Gicht, Gürtelrose, Gallenkoliken,  Gastritis, Geschwüre,  Hämorrhoiden,  Herzschwäche, Kopfschmerzen, Krampfadern, Kreislaufschwäche, Menstruationsbeschwerden,  Neuralgien, Nierenschwäche, Östrogen-Dominanz, Pfortaderstauungen, Rheuma, Schaufenster-Krankheit, Schnupfen, Schuppenflechte, Sonnenbrand, Verdauungsschwäche,  Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden , Weißfluss, Wunde Brustwarzen beim Stillen, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Achillea millefolium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Yarrow
volkstümlicher Name: Augenbraue der Venus, Bauchwehkraut, Blutkraut, Blutstillkraut, Frauenkraut, Frauendank, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut, Margaretenkraut, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Schafrippen, Schafzunge, Tausendblatt, Teekraut
Falsche Schreibweisen: Scharfgarbe, Schafsgarbe, Schafsgabe
Verwendete Pflanzenteile: das ganze blühende Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitter-stoffe, antibiotische Substanzen
Sammelzeit: Hochsommer

Anwendung
Die Gewöhnliche Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet. Als Arzneidroge werden oberirdische Teile der Gemeinen Schafgarbe wie Stängel, Blätter und die Blüten genutzt. Sie können als Aufguss oder als Frischpflanzenpresssaft verarbeitet werden. Zubereitungen aus Schafgarbenkraut wirken gallenflussanregend, antibakteriell, zusammenziehend und krampflösend. Innerlich wird Schafgarbenkraut vorwiegend bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden verwendet (Völlegefühl, krampfartigen Erscheinungen im Magen-Darm-Trakt, Blähungen). Weitere Anwendungsgebiete sind schmerzhafte Krampfzustände psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau, hierzu werden aus dem Schafgarbenkraut Sitzbäder bereitet. Volksheilkundlich wird Schafgarbenkraut zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen und Menstruationsbeschwerden. Äußerlich werden Schafgarbenauszüge aufgrund ihrer antibakteriellen und adstringierenden Wirkung bei Entzündungen, Wunden, Hämorrhoiden und zur Minderung übermäßiger Schweißbildung verwendet, eine Wirksamkeit ist nicht belegt. Gesichert gilt die hepatoprotektive (die Leber schützende) Eigenschaft von Achillea millefolium und deren Extrakten. Schon im Altertum war die Schafgarbe bekannt als Heilpflanze bei den Germanen, den Indianern Amerikas und den Chinesen, die sie auch für das Schafgarbenorakel verwendeten. In der Ilias wird sie genannt als Mittel zur Wundheilung und zur Stillung von Blutungen. Die Gemeine Schafgarbe enthält hauptsächlich folgende Inhaltsstoffe, da verschiedene Chemotypen existieren, in sehr variablen Mengen: ätherisches Öl, azulenogene Sesquiterpenlactone der Guajanolid-Reihe und nichtazulenogene Sesquiterpenlactone der Germacranolid-Reihe. Als Begleitstoffe treten Flavonoide, Cumarine, Polyine, Kaffeesäurederivate und stickstoffhaltige Verbindungen auf. Chamazulen und andere Azulene bilden sich erst bei der Wasserdampfdestillation aus Proazulenen. Für das Guajanolid Achillinin A wurden zytotoxische Eigenschaften beschrieben. In früheren Zeiten wurde Schafgarbe zum Gelbfärben von Wolle verwendet. Dazu verwendete man getrocknete Blätter, Stängel und Blüten. Die Wolle musste vor dem Gelbfärben mit Alaun gebeizt werden.
Schafgarbe kann man als Tee oder Tinktur anwenden. In diesen Zubereitungsformen eignet sie sich für die innere und äußerliche Anwendung. Auch in vielen Mischtees ist die Schafgarbe zu finden, vor allem in Frauentees. Besonders hervorzuheben ist auch die Fähigkeit der Schafgarbe bei den Venen den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu fördern. Dadurch wird der Kreislauf verbessert und venöse Beschwerden wie Krampfadern, dicke geschwollene Füße, Durchblutungsstörungen des Herzens und die Schaufenster-Krankheit werden positiv beeinflusst.
Frisch gepresster Saft
Besonders wertvoll ist der frisch gepresste Schafgarbensaft. Er muss aber sehr frisch sein und darf auf keinen Fall schon gären. Diesen Saft kann man einnehmen; 3 mal täglich einen Teelöffel in einem Glas Wasser verdünnt.
Äußerlich als Tee
Äußerlich kann man die Schafgarbe als Bäder, für Waschungen oder Kompressen verwenden. In Vollbädern eignet sich Schafgarbentee beispielsweise bei Neuralgien. Auch bei Geschwüre, schlecht heilende Wunden und Schuppenflechte eignet sich die äußerliche Anwendung. Traditionell wurde Schafgarbe bei Verletzungen, die durch Eisen hervorgerufen eingesetzt, beispielsweise bei Schnitten durch Messer.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Schafgarbe ist sehr kostspielig, aber eine wertvolle Rarität. Verdünnt kann man es einsetzen für Massagen, Kompressen, Sitzbäder, Fußbäder und in der Duftlampe. Verdünnt auf Stirn und Nacken gerieben, hilft es beispielsweise gegen Kopfschmerzen, aber auch gegen viele andere der oben aufgelisteten Einsatzzwecke.
Schafgarbe in Cremes
Aufgrund ihrer hautheilenden Wirkung eignet sich die Schafgarbe auch sehr für Cremes und Salben.
Achtung! Bei den schweren Erkrankungen, bei beispielsweise Angina Pectoris oder Blutungen darf man die Schafgarbe natürlich nur unterstützend einsetzen. Die sonstige Behandlung bleibt dem Arzt überlassen. Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergieneigung können von der Schafgarbe eine Wiesendermatitis bekommen. In diesem Fall sollte man den Hautkontakt mit der Schafgarbe meiden.

Pflanzenbeschreibung
Es sind ausdauernde, krautige Pflanzen oder Halbsträucher, die eine Wuchshöhe von sieben bis 100 Zentimetern erreichen. Das dünne und waagrechte Rhizom bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Laubblätter sind zwei bis vierfach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen sind sitzend und haben vergrößerte basale Fiedern. Die Stängel-blätter haben einen lanzettlichen bis linealischen Umriss und sind drei- bis zwölfmal so lang wie breit. Ihre Fiedern sind einander genähert oder berühren sich sogar. Die Grundblätter sind stärker geteilt als die Stängelblätter. Der doldenrispige Gesamtblütenstand enthält zahlreiche körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen besitzen eine 3 bis 6 Millimeter hohe becherförmige Hülle, deren Durchmesser breiter als 2 Millimeter ist. Die mehrreihig ageordneten Hüllblätter sind hautrandig. Die Blütenkörbchen enthalten Röhren- und Zungenblüten. Es gibt vier bis sechs Zungenblüten, deren Zunge circa so lang wie breit ist und ein Drittel so lang bis gleich lang wie die Hülle. Die Kronröhre der Zungenblüten ist höchstens so lang wie die Zunge. Die Zungenblüten sind oberseits weiß, selten rosa. Die Röhrenblüten sind ebenfalls weißlich oder rötlich. Die Blütezeit reicht meist von Mai bis Juni.
In ganz Europa ist die Schafgarbe heimisch, bis hoch zum Polarkreis. Sie bevorzugt sonnige, trockene Standorte auf Wiesen, Weiden und Wegrändern. Die Schafgarbe ist eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze, d.h. ein Teil der Blätter bleibt sogar im Winter oberhalb der Erdoberfläche. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Im Frühling treibt der Wurzelstock eine Rosette aus fiederigen Blätter aus. Später wächst ein Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Der Stängel ist zäh und innen markhaltig. Die Blüten bilden eine Scheindolde. Sie sind klein, weiß und manchmal sogar leicht rosa.

Anbautipps
Der Gartenanbau der so häufig wild anzutreffenden Schafgarbe ist schwieriger als man denkt. Die Schafgarbe mag gerne sonnige Standorte. Der Boden kann sandig oder lehmig sein. Wenn man Samen der Schafgarbe erhält, kann man sie auch im Frühjahr ansäen, am besten in kleinen Töpfchen. Die Samen sind nur ein Jahr lang keimfähig, daher sollte man sie zügig verwenden. Sobald die jungen Pflanzen etwas herangewachsen sind, kann man sie ins Freiland setzen. Wenn sie sich an einem Standort wohlfühlt, kommt sie in den nächsten Jahren wieder. Da sie relativ spät austreibt, wird sie aber manchmal vorher vom Unkraut überwuchert. Ausgewachsene Pflanzen kann man auch durch Teilung der Wurzelstöcke vermehren.

Sammeltipps
In der Blütezeit schneidet man das ganze blühende Kraut etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Dann bindet man kleine Bündel aus den Pflanzen und hängt sie mit den Blüten nach unten an einen trockenen, schattigen Ort. Sobald die Pflanzen trocken sind, hängt man sie ab, zerkleinert sie (am besten mit einer Schere) und bewahrt sie kühl, trocken und lichtgeschützt auf.



VERBENA


Die Zitronenverbena ist die südamerikanische Schwester des heimischen Eisenkrautes. Allerdings sieht die Verbena ziemlich anders aus und riecht auch stark zitronig, ganz anders als ihr Verwandter. Deshalb wird sie auch häufig "Zitronenverbene" genannt. Man kann die Verbene ähnlich einsetzen wie das Eisenkraut, sie eignet sich aber auch sehr gut als wohlschmeckender Haustee für den reinen Genuss. Im Sommer kann Verbenen-Tee wohltuend erfrischend sein.
Die Verbenen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Eisenkrautgewächse. Die nur noch etwa 74 Arten sind fast weltweit verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältung, Nervosität
Heilwirkung: aktivierend, antibakteriell, appetitanregend, ausgleichend, belebend, beruhigend, entspannend, erfrischend, harntreibend, konzentrationsfördernd, krampflösend, menstruationsfördernd, milchbildend, motivierend, stärkend, stoffwechselanregend, tonisierend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Akne, Augenringe, Bindegewebsschwäche, Blähungen, Bronchitis, Depressionen, Fieber, Husten, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Migräne, Muskelschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Verbena triphylla, Lippia citriodora, Aloysia triphylla
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name: Verbena
andere Namen: Eisenkraut, Zitronen-Verbene, Citronelle, Punschkraut, Verbene, Verbenenkraut, Verveine, Vervaine, Zitronenduftstrauch, Zitronenkraut, Zitronenstrauch, Zitronenblatt, Zitronenverbena
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl: Citral, Neral, Geranial, Geraniol, Limonen, Linalool, Nerol; Flavonoide
Sammelzeit: Sommer

Anwendung
Sorten einiger Arten und Hybriden werden als Zierpflanzen verwendet. Zudem können sie als Geschmacksverstärker in Tee eingesetzt werden. Die Verbene hört auf zahlreiche Namen, einige davon sehr unterschiedlich, wie beispielsweise Zitronenstrauch oder Eisenkraut. Mit all diesen Namen ist die gleiche Pflanze genannt. Eisenkraut und Verbena sind aber auch die Namen einer mitteleuropäischen Heilpflanze, die der Zitronenverbene nur in wenigen Eigenschaften ähnelt. Das kann zunächst etwas verwirrend sein. Man kann die beiden Pflanzen aber leicht daran unterscheiden, das nur die Zitronenverbene aus Südamerika ein intensives Zitronenaroma hat. Die heimische Verbena schmeckt einfach bitter. Außerdem ist die heimische Verbene als Pflanze deutlich kleiner als die Zitronenverbena. Hier auf dieser Seite geht es um die südamerikanische Verbena mit Zitronenduft. Verbena kann man wahlweise als Tee oder als ätherisches Öl anwenden. Auch in der Küche wird die Verbene eingesetzt. Die häufigste Art, Verbena anzuwenden ist der Kräutertee.
Tee
Für einen Verbenatee übergießt man ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbenablätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Verbenatee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Verbenatee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Verbenawirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Verbene eignet sich auch sehr gut als Bestandteil in Mischtees. Sie verbessert den Geschmack der Teemischungen, sodass sie frisch und leicht zitronig schmecken.
Kaltauszug als Erfrischungsgetränk
Als reines Erfrischungsgetränk kann man die Verbene als Kaltauszug zubereiten. Am besten eignen sich dazu frische Verbeneblätter, man kann aber auch getrocknete nehmen. Dazu gibt man zwei Teelöffel frische oder getrocknete Verbeneblätter zusammen mit einer Zitronenscheibe in eine Karaffe mit kaltem Wasser. Diese Mischung lässt man über Nacht im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Tag erhält man ein erfrischendes Kaltgetränk. Je nach Wunsch kann man das Verbenegetränk süßen oder nicht.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Verbene ist leider relativ teuer, was zunächst erstaunt, weil die Verbenebätter so intensiv duften, dass man denkt, man könnte jede Menge ätherisches Öl daraus gewinnen. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Man kann das ätherische Öl in Duftlampen verdampfen, um die Raumluft zu erfrischen. Man kann es auch in Pflanzenöl träufeln als Körper- und Massageöl, z.B. 10 Tropfen auf 100 ml Pflanzenöl. Auch selbstgemachte Cremes und Salben kann das ätherische Verbene-Öl mit seinem Duft bereichern.
Badezusatz
In manchen Badezusätzen ist ätherisches Verbeneöl enthalten. Ein solches Bad entspannt und belebt zugleich. Man wird also ruhig, ohne müde zu werden und man wird belebt, aber bleibt gelassen.
Kräutersäckchen
Mit Verbeneblättern in ein Stoffsäckchen eingenäht kann man einen Raum, einen Kleiderschrank oder ein Bett für längere Zeit mit frischem Zitronenduft versorgen. Ein solches Duftsäckchen hat eine milde Wirkung gegen Insekten und wirkt sowohl belebend als auch entspannend, ähnlich wie die Duftlampe oder ein Verbene-Bad.
Verbena in der Küche
Die frischen Blätter der Verbene können sehr gut in der Küche verwendet werden. Obstsalate und andere fruchtige Süßspeisen erhalten dadurch eine gewisse Zitronenwürze. Auch in salzigen Salaten oder Gemüsegerichten machen sich Verbeneblätter sehr gut. Man kann die Verbene auch mit gebratenem Fleisch versuchen.

Wirkung
Die wichtigsten Wirkungen der Verbene scheinen zunächst widersprüchlich, denn sie aktiviert und beruhigt zugleich. Doch diese beiden Wirkungen ergän-zen sich in der Praxis wunderbar. Wer gestresst ist, will zwar entspannen, aber nicht unbedingt müde werden. Wer sich schlapp fühlt, will belebt werden, aber nicht in Hektik ausbrechen. So sorgt die Verbene für ein angenehmes Wohlgefühl. Abends kann sie sogar beim Einschlafen helfen, weil sie nicht aufputscht, sondern nur sanft wirkt. Außerdem stärkt die Verbene den Stoffwechsel und hilft bei der Verdauung. Krankheitserreger werden bekämpft, Krämpfe gelindert, aber Wehen gestärkt.
Nebenwirkung
Zu viel oder zu intensiver Genuss der Zitronenverbene kann auf den Magen schlagen und Übelkeit verursachen. Das ätherische Öl kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Wenn man helle Haut hat, sollte man sich im Sommer nicht mit einer verbenereichen Creme einreiben, wenn man in die Sonne geht.
Gegenanzeigen
Weil Verbena menstruationsfördernd und wehenfördernd wirkt, sollte man sie nicht in der Schwangerschaft anwenden, zumindest nicht in größeren Mengen. Nur zur Unterstützung der Geburt ist die Verbene dann wieder geeignet.

Achtung! Keine Verbene in der Schwangerschaft!

Anwendungsgebiete

Verbene kann man für viele Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden einsetzen.
Innerlich
Als Tee getrunken kann man Verbene bei Müdigkeit oder auch Nervosität einsetzen. Ein nervöses Herz wird beruhigt, bei Depressionen und Lustlosigkeit wird die Lebensenergie verstärkt. Auch Spannungskopfschmerzen und Migräne werden verringert. Ein gereizter Magen fühlt sich wieder wohler mit Verbenetee, außer wenn man zu viel davon trinkt. Auch Verstopfung lässt nach, weil die Verbena die Verdauung anregt. Bei Erkältung fühlt man sich gestärkt und gesundet schneller, wenn man Verbene-Tee trinkt. Man kann auch andere Erkältungskräuter mit der Verbene mischen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Zusammen mit Hirtentäschelkraut kann man Verbene bei der Geburt trinken. Die Verbene verstärkt die Wehen, wirkt aber zugleich krampflösend, sodass die Wehen leichter zu ertragen sind. Mit ihrem frischen Duft hilft Verbene außerdem, die mühsamen Stunden der Geburt besser durchzuhalten.
Äußerlich
Pflanzenöl vermischt mit ätherischem Verbenaöl kann man für Fußmassagen oder Sportmassagen benutzen. Die Muskeln werden besser durchblutet und entspannen sich. In eine leichte Tagescreme eingearbeitet, kann Verbeneöl bei Akne und fette Haut helfen. In einer Bodylotion hilft Verbenaöl die Bindegewebe zu stärken.

Magische Anwendung
Die Verbene soll gegen schlechte Träume schützen, wenn man ihren Saft trinkt oder sich einen Zweig um den Hals hängt. Auch als Liebesmittel soll sich die Verbena eignen, sowohl in Liebestränken als auch umgehängt, um potentielle Partner anzulocken. Zusammen mit anderen magischen Pflanzen wirkt die Verbena verstärkend. Wenn man sie zur Räucherung verwendet oder in der Duftlampe, soll Verbene den Raum und die Atmosphäre reinigen - eine durch-aus vernünftige Annahme, wenn man die Wirkung ihrer ätherischen Öle bedenkt.

Geschichtliches
Ursprünglich stammt die Verbene aus dem Süden Südamerikas, wo sie schon seit sehr langer Zeit als Heilpflanze und Teekraut verwendet wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Verbene in Europa eingeführt, und 1784 wurde die Zitronenverbene erstmals wissenschaftlich als Art beschrieben. Kurz nach ihrer Einführung in Europa war die Verbene eine beliebte Zierpflanze in europäischen Gärten. Inzwischen sieht man sie jedoch nur noch selten in Gärten, und wenn, dann sind es Liebhaber ihres zitronigen Aromas, die sie kultivieren. Als erfrischende Pflanze für den Haustee ist die Verbene sehr beliebt und wird außerdem als Heilpflanze gern verwendet. Auch als Duftöl wird sie gerne benutzt.

Pflanzenbeschreibung
Die Verbena ist in Südamerika in Argentien, Uruguay und Chile heimisch. Sie wird jedoch auch in Südeuropa angebaut, weil sie dort gut gedeiht. Sie wächst bevorzugt auch nährstoffreichem Sandboden und liebt volle Sonne und einen geschützten Standort. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst zunächst neue Stängel aus, aber auch die verholzten Stängel vom Vorjahr wachsen weiter. An den Stängeln entspringen ab Mai die länglichen Blätter, die zu dritt quirlig wachsen, also immer drei auf gleicher Höhe rund um den Stängel. Die ausgewachsenen Blätter sind ein wenig rau und duften stark zitronig. Sie haben einen leicht gezackten Rand. Ab August erscheinen an der Spitze der Stängel die kleinen, weißen Blüten. Sie haben jeweils vier winzige Blütenblätter. Zahlreiche dieser Blüten bilden zusammen eine lockere Ähre.
Vegetative Merkmale
Verbenaarten sind meist einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher bis Sträucher. Die meisten Arten verströmen einen angenehm würzigen Duft. Die jungen Stängel sind vierkantig. Die kreuzgegenständig, selten wirtelig angeordneten Laubblätter sind einfach. Die Blattränder sind gezähnt. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale
Die einfachen oder zusammengesetzten, ährigen, rispigen oder zymösen Blütenstände stehen meist end-, selten seitenständig und enthalten Hochblätter. Die zwittrigen Blüten sind vier- bis fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die vier bis fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die vier- bis fünfrippige, gerade oder gebogene Kelchröhre endet in vier oder fünf ungleichen Kelchzähnen. Der Kelch ist bei Fruchtreife nicht vergrößert. Die fünf Kronblätter sind verwachsen. Die Oberlippe besteht aus zwei und die Unterlippe aus drei Kronblättern. Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind verwachsen, sie sind durch eine falsche Scheidewand zu einem vierlappigen, vierkammerigen, oberständigen Fruchtknoten gegliedert mit einer Samenanlage je Kammer. Der Griffel endet in einer ungleich zweilappigen Narbe. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten. Die Zerfallfrucht zerfällt in vier längliche, kantige Nüsschen.

Anbautipps
In Mitteleuropa kann man die Verbene am besten im Kübel anpflanzen, weil sie nur bedingt winterhart ist. Man kann sie entweder aus Samen anziehen, über Stecklinge vermehren oder fertige Pflanzen kaufen. Als dauerhaftes Gefäß braucht man einen sehr großen Kübel, weil die Verbena sehr stattlich (3m hoch) werden kann, wenn sie sich wohl fühlt. Die Pflanzen sollten ausreichend gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe. Wenn man sie im Winter nicht in einen Wintergarten o.ä. stellen kann, dann schneidet man die Zweige zurück und deckt sie ab. Dann wird sie an einen möglichst geschützten Platz gestellt. So kann sie mit etwas Glück kurze Phasen mit bis zu -15°C überstehen. Bei längeren Frostperioden kann man den Kübel vorübergehend in den Keller stellen.

Sammeltipps
Für Heilzwecke und Haustee werden vor allem die Blätter der Verbena geerntet. Man kann aber auch die Blüten verwenden. Die Blätter werden vor und während der Blütezeit geerntet. Dazu kann man entweder einzelne Blätter abpflücken, wenn man nur sehr wenig Pflanzenmaterial braucht. Oder man schneidet einen ganzen Trieb ab, bzw. dessen obere Hälfte. Wenn man direkt über einem Blattpaar abschneidet, verzweigt sich die nachwachsende Pflanze und sie wird buschiger und üppiger. Die Blätter und evtl. Blüten werden schonend und möglichst zügig im Halbschatten getrocknet.


BACHBLÜTEN
Innerlich aufgedreht, immer im Einsatz (31 Vervain)
- Diese Menschen sind innerlich aufgedreht, und sind immer im Einsatz
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie kaum mehr aufgedreht und sind auch nicht mehr immer im Einsatz


BACHBLÜTEN
Du bevormundest andere Menschen (32 Vine)
- Diese Menschen bevormunden ihre Mitmenschen
- Mit der dementsprechender Bachblüte bevormunden sie kaum mehr ihr Umfeld


ERNÄHRUNG
Nahrungsmittel nur für Gesunde
Getreide: Hafer, Roggen (von Roggen wird kränklichen Menschen mit kaltem, blutarmen, verschleimten Magen abgeraten, ähnlich bei Hafer)
Obst: Birnen (gekocht oder gebraten), Äpfel, Johannisbeere (Kombi mit anderen Früchte)
Gemüse: Sellerie (Wankelmütige zu Schwermut neigende sollte ihn nicht essen), Zwiebel, Salat, (mariniert mit Essig und Knoblauch, gewürzt mit Dill, nach einer warmen Speisen), rote Rüben, Kohlsorten, Pilze primär als Heilmittel.
Fleisch: Rindfleisch eignet sich nach Hildegard nur für hitzige Menschen, da es kalt ist. Demzufolge sollten es von Kreislaufschwäche gemieden werden
Sonstige: Milch (eher im Winter), Käse, Honig


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