Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 08.04.19-14.04.19


KNABENKRAUT

Das Knabenkraut mit seinen verschiedenen Unterarten gehört zu den wenigen Orchideen, die in Mitteleuropa heimisch sind. Da das Knabenkraut sehr selten geworden ist, steht es streng unter Naturschutz. Schon in der Antike wurde das Knabenkraut wegen seines Schleimgehaltes als Heilpflanze sehr geschätzt. Man kann es gegen alle Arten von gereizten Schleimhäuten verwenden, seien es die Bronchien bei Husten, der Mund oder die Magenschleimhaut. Alle können durch den Schleim der Salepknollen gelindert werden. Früher wurden die Knollen des Knabenkrautes auch als Aphrodisiakum verwendet, weil sie optisch an Hoden erinnern und die Signaturenlehre sich an solchen Ähnlichkeiten orientiert hat. Die aphrodisierende Wirkung entbehrt jedoch jeder Grundlage im Gegensatz zur reizlindernden Wirkung des Schleims.
Das Kleine Knabenkraut, auch Salep-Knabenkraut, Satyrion, Stendelwurz oder Narrenkappe genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung der Hundswurzen innerhalb der Familie der Orchideen.

Steckbrief
Heilwirkung:
reizlindernd, Husten, Rachenentzündung, Reizmagen, Durchfall, Zahnfleischentzündung, schlecht heilende Wunden, Geschwüre
wissenschaftlicher Name:
Orchis morio
volkstümliche Namen:
Johannishände, Kuckucksblume, Orchideen, Salep-Knabenkraut, Salepkräuter, Kleine Orchis
Verwendete Pflanzenteile:
Tochterknollen
Inhaltsstoffe:
Schleim, Mineralstoffe
Sammelzeit:
Achtung! Die Pflanze ist geschützt!  April bis Juni

Anwendung
Durch die Vielgestaltigkeit der Orchis morio-Gruppe ist das Verbreitungsgebiet schwer abzugrenzen. Das Kleine Knabenkraut ist ein europäisches Florenelement. Orchis morio im engeren Sinne ist in Europa, Nordafrika, Vorderasien bis zum Iran und Kaukasien verbreitet. Sein Areal erstreckt sich nordwärts bis  England, Skandinavien und bis zum  Baltikum; das südliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von  Portugal und nordwestliche Afrika über Kreta bis zur  Türkei.  Im  Tiefland Mitteleuropas tritt es vereinzelt auf und steigt in den  Alpen kaum über Höhenlagen von 1500 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt es am Bayerstettener Köpfle bei Nesselwang bis in eine Höhenlage von 1170 Metern auf. Das Kleine Knabenkraut gedeiht am besten auf stickstoffarmen,  schwach sauren oder leicht basischen Wiesenboden, der nicht dauernd trocken sein sollte. Es kommt auf Magerrasen, mitunter auch auf Trockenrasen, mäßig feuchten Wiesen, trockeneren Bereichen von Feuchtwiese und lichten Wäldern vor. Es braucht ungedüngte Standorte. Es besiedelt in Mitteleuropa Halbtrockenrasen und einschürige Trockenwiesen ebenso wie einschürige, kurzrasige feuchte  Wiesen. Es ist in Mitteleuropa eine  Charakterart des  Verbands Mesobromion, kommt aber auch in trockenen Gesellschaften der Verbände Arrhenatherion oder Molinion vor. An seinen Standorten tritt es zuweilen in größeren, mäßig dichten, individuenreichen Beständen auf. In der Nordhälfte Deutschlands hat das Kleine Knabenkraut nur noch sehr wenige Standorte. In der Nordhälfte Deutschlands sind weit mehr Vorkommen erloschen als in Süddeutschland. Durch Düngung wurden viele Standorte in Fettwiesen umgewandelt und daher vernichtet. Das Kleine Knabenkraut ist eine Orchidee, die im 19. Jahrhundert noch sehr häufig war. Sie verträgt kaum Düngung, toleriert diese aber zumindest zeitweise noch etwas mehr als beispielsweise das  Brand-Knabenkraut.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Das Kleine Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 50 Zentimetern erreicht. Die meist in einer grundständigen Rosette stehenden Laubblätter sind lanzettlich, meist spitz, gelegentlich auch mit abgerundeter Spitze, 3 bis 10 Zentimeter lang und etwa 1 bis 2 Zentimeter breit. Der Stängel ist kräftig, etwas kantig und nach oben hin violett überlaufen.
Generative Merkmale
Der  Blütenstand ist meist reichblütig. Die zwittrigen  Blüten sind  zygomorph und dreizählig. Die Blütenfarben sind überwiegend purpurrot, können aber auch nahezu weiß sein. Das mittlere  Kelchblatt und die  Kronblätter bilden einen Helm. Die seitlichen Kelchblätter besitzen ein auffälliges, grünes Linienmuster und stehen etwas ab. Die Lippe ist bis 10 Millimeter lang und 16 Millimeter breit, schwach bis mäßig dreilappig. Die Seitenlappen sind flach ausgebreitet oder nach hinten geschlagen. Die Lippenbasis ist heller mit dunkleren Punkten oder Strichmuster. Der zylindrische Sporn ist aufwärts gebogen und kürzer als der  Fruchtknoten.




MUSKATELLER-SALBEI


Der Muskateller-Salbei ist ein großer Verwandter des  Salbeis, er wird bis 1,5 Meter groß. Er riecht stark aromatisch, balsamisch, würzig mit einer Zitronennote, daher wird die Pflanze nicht nur zu Heilzwecken, sondern auch als Gewürz und Aromamittel eingesetzt. Die Anwendung ähnelt dem echten  Salbei.
Der Muskatellersalbei, auch Muskat-Salbei, Römischer Salbei, Scharlei oder Scharlauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Salbei in der Familie der Lippenblütler. Die drüsig-klebrige Pflanze verströmt einen gewürzartigen Duft, worauf der deutsche Trivialname Bezug nimmt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung:
antibakteriell, adstringierend, krampflösend, menstruationsfördernd, schmerzstillend, tonisierend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Augenkrankheit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Diarrhöe, Durchfall, Frauenkrankheiten, Menstruationsbeschwerden, Gastritis, Krämpfe, Schmerzen, Zahnfleischentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Salvia sclarea L.
Pflanzenfamilie:
Lamiaceae = Lippenblütler
englischer Name:
Clary, Clary Sage
volkstümlicher Name:
Gartenscharlach, Muskat-Salbei, Muskateller-Salbei, Römischer Salbei, Stinkender Salbei, Wetterdamm
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Buttersäure, Caryophyllenoxid, Gerbsäure, Kampfer, Limonen, Linalool, Myrcen, Nerolidol, Rosmarinsäure, Sclareol, Terpinolen
Sammelzeit:
April-Juli (Blätter) und Juni-August (Blüten)
Kontraindikation:
Nicht in der Schwangerschaft

Anwendung
Der Muskatellersalbei wird selten als  Zierpflanze in  Staudenbeeten kultiviert. Er ist seit spätestens dem 9. Jahrhundert in Kultur, es gibt einige Sorten. Er wird als Heilpflanze und Gewürz genutzt. Oleum Salviae sclareae: Mittels Wasserdampfdestillation können aus 100kg der Blütenstände sowie Triebspitzen ca. 800g klares ätherisches  Muskatellersalbeiöl gewonnen werden. Zu den Hauptbestandteilen des farblosen Öls zählen neben Linalylacetat (bis zu 75%), Linalool (bis zu 30%) auch Nerolidol und Neroliacetat sowie der  Diterpen-Alkohol Sclareol, welche aber je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und klimatischen Bedingungen stark variieren können. Die Wirkung vom Muskateller-Salbei ähnelt in Einigem der des  Echten Salbeis. Durch seinen Gehalt an Sclareol hat er auch hormonartige Wirkungen. In der griechischen und römischen  Antike wurde er bei  Kopfschmerzen eingesetzt. Blätter und Blüten können roh oder gegart gegessen werden. Die Blüten werden zur Aromatisierung von Wermutweinen verwendet, früher wurden sie auch anderen Weinen zugesetzt. Das Öl der Pflanze wird in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verarbeitet. Die Blüten des Muskatellersalbeis sind zugleich eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von einem Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von 107 bis 174 kg ergeben.
Tee
Für einen Muskateller-Salbei- Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Muskateller-Salbei-Blüten/-Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Muskateller-Salbeitee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Muskateller-Salbei-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Als Mundspülung z.B. gegen Zahnfleischentzündung kann man den Muskateller-Salbei-Tee beliebig oft ein-setzen.
Tinktur/Elixier
Wird aus Muskateller-Salbei, Poleiminze, Fenchel, Honig, Wein hergestellt. Nach dem Essen und vor dem Schlafen werden jeweils 20 ml getrunken. Als Kur zieht sich das einige Wochen hin und ist gut für den Magen und den Darm.
Äußerlich
In Massageölen, Salben und Cremes. Sehr gut für die Haut, bei Hautunreinheiten und kleineren Hautentzündungen.
Küche
Junge frische Blätter und Blütentriebe machen (Süß)speisen und Getränke aromatischer und leichter verdaulich. Die frischen und zarten Blüten eignen sich zum garnieren von Speisen.

Geschichtliches
Hildegard von Bingen empfahl ein Muskateller-Salbei-Elixier zur Heilung von Magen- und Darm-Krankheiten und Appetitlosigkeit. Zeitweise benutzten Winzer den Muskateller-Salbei um schlechten Wein in einen schmackhaften Wein zu verwandeln. Da der Muskateller-Salbei verdauungsfördernd ist, wird er auch anderen Getränken (z.B. Likören) zugesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Der Muskatellersalbei ist eine immergrüne, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze mit pleiokormer Pfahlwurzel. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 50 bis 110 Zentimeter. Im ersten Jahr wird die Blattrosette ausgebildet, im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand. Die Spreite der großen  Laubblätter ist einfach und herzeiförmig gestaltet sowie grau behaart. Die violett und rosafarbenen Tragblätter der  Scheinquirle sind länger als der Kelch. Die Blütenstandsachsen sind mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren (Muskatellergeruch) besetzt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Der Kelch ist breit herzförmig, am Rand kurz bewimpert, lila, weinrot oder weiß. Die Kelchzähne sind begrannt und stechend. Die  Krone ist 20 bis 28 Millimeter lang, hellblau, rosa oder lila. Die Kronröhre hat innen auf der Bauchseite eine kleine Schuppe. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli.
Der Muskateller-Salbei ist in den warmen Regionen Europas, Nordafrika und bis in den Orient heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen und sandigen Orten ohne starken Winterfrost. Die zweijährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die Blätter sind filzig, breit und herzförmig. Die weiß-violetten, rosa oder hell-blauen Blüten erscheinen an kerzenartigen Blütenständen zwischen Juni und August. Die Pflanze riecht angenehm nach Orangen oder Grapefruits. Manche Frauen mit empfindlicher Nase finden dass die Pflanze nach Schweiß oder ungewaschenen Füßen riecht, was auf die kleine Menge an Buttersäure in der Pflanze zurückzuführen ist, daher auch der Name "Stinkender Salbei".

Anbautipps
Aussaat im Sommer oder Herbst. Der Samen bleibt etwa 3 Jahre keimfähig. Bei starkem Frost (etwa -15°C) oder zu nassen Wintern geht die Pflanze ein. Daher ist es empfehlenswert im ersten Jahr die Pflanze im Topf zu kultivieren und an hellem frostfreiem Ort zu überwintern. Im Frühling kann man dann die dann anspruchslose Pflanze in den Garten setzen und im Frühsommer blüht sie. Der Muskateller-Salbei mag einen durchlässigen, sonnigen und sandigen Boden. Ist der Boden zu trocken muss man die Pflanze gießen.

Sammeltipps
Blätter, die getrocknet werden sollen, direkt vor der Blüte ernten. Die blühenden Sprossspitzen vor der Verarbeitung anwelken oder antrocknen lassen.



BACHBLÜTEN
Man beklagt, sich nicht über seinen Zustand, halten ihn für normal (37 Wild Rose)
- Diese Menschen beklagen sich nicht über ihren Zustand, da sie ihn für normal halten
- Mit der dementsprechender Bachblüte halten sie kaum mehr etwas normal und beklagen sich dementsprechend


BACHBLÜTEN
Ich bin verbittert (38 Willow)
- Diese Menschen sind oft verbittert
- Mit der dementsprechender Bachblüte kann die Verbitterung abgestreift werden


ERNÄHRUNG
Rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine sehr häufig auftretende Autoimmunerkrankung, deren Ursachen noch immer nicht vollends geklärt. Es ist eine besonders schmerzhafte Erkrankung, die besonders ein Finger- und Zehengelenken auftritt.


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