Direkt zum Seiteninhalt

09.03.2020

tägliche News > 09.03.20 - 15.03.2020
Kuh-/Küchenschelle tt
 
Die Kuhschelle ist eine sehr selten gewordene Pflanze, die noch manchmal an trockenen, sonnigen Hängen anzutreffen ist. Da sie unter Naturschutz steht, sollte man wildwachsende Kuhschellen in Ruhe lassen. Mit ihren violett-gelben Blüten sieht sie sehr schön aus, aber besonders empfindliche Menschen können durch die Berührung der Pflanze blasenbildende Ausschläge bekommen. Bei den meisten Menschen wirkt sie sich aber nicht stark aus. Als Heilpflanze wird die Kuhschelle aufgrund ihrer Giftigkeit kaum verwendet, aber in der Homöopathie spielt sie eine wichtige Rolle und wird gegen ein breites Spektrum von Beschwerden eingesetzt.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur niedrig dosiert oder homöopathisch anwenden. Die Pflanze ist geschützt! Homöopathisch ab D4! Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Gallenschwäche, Leberschwäche, Gicht, Rheuma, Nierenschwäche, Blasenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Depressionen, unregelmäßige Periode, Menstruationsbeschwerden, Nesselsucht, Ekzeme
 
wissenschaftlicher Name: Pulsatilla vulgaris
 
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
 
englischer Name: Pasque Flower
 
volkstümliche Namen: Bocksbart, Däiwelsbaart, Osterblume, Schlafblume, Teufelsbart, Windblume, Wolfspfote
 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
 
Inhaltsstoffe: Anemonol, Protoanemonin, Ranunculin, Saponine
 
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März bis Mai

 
 
Anwendung
Achtung!   Giftig. Kuhschelle nur niedrig dosiert   oder homöopathisch anwen-den.
Getrocknete Pflanze
 
Da die Kuhschelle nicht nur giftig, sondern auch stark hautreizend ist, wird sie weder in der Phytotherapie noch in der Volksheilkunde häufig eingesetzt. Durch das Trocknen der Pflanzenteile verliert sich jedoch die Giftigkeit, wie das bei vielen Hahnenfußgewächsen der Fall ist. Die getrocknete Pflanze kann man niedrig dosiert bei Menstruationsbeschwerden und Blasenentzündungen verwenden. Auch eine Tinktur aus der getrockneten Pflanze kann man einsetzen.
 
Homöopathische Anwendung
 
In der Homöopathie ist die Kuhschelle sehr beliebt und stellt auch einen eigenen Konstitutionstyp dar. Homöopathisch ab D4 soll die Kuhschelle unter der Bezeichnung "Pulsatilla" bei vielerlei Beschwerden helfen, vorwiegend bei Frauen. Der Einsatzbereich reicht von Migräne zusammen mit Magenschmerzen, unregelmäßiger Periode, bis hin zu Störungen der Harnorgane und Erkältungen. Passend zu ihrer hautreizenden Wirkung im unverdünnten Zustand wird die homöopathi-sche Kuhschelle gegen Ekzeme und Nesselsucht verwendet. Bei akuten Problemen werden Potenzen von D4 bis D12 empfohlen, bei chronischen eher D30.
 
Verwendung als Zierpflanze
 
Unter den Arten der Gattung der Kuhschellen ist die Gewöhnliche Kuhschelle die einzige, die häufiger Verwendung in Gärten findet. Die übrigen Arten stellen so spezifische Anforderungen, dass sie im Wesentlichen auf Botanische Gärten beschränkt bleiben. Die Kräuterbuchautoren des 16. Jahrhunderts kannten die Gewöhnliche Kuhschelle als Pflanze, die nur in der freien Natur vorkommt. Der Pflanzenliebhaber und Nürnberger Stadtarzt Joachim Camerarius zählte sie allerdings bereits 1588 zu den in seinem Garten gepflegten Blumen, wobei er eine Ausnahme darstellen dürfte. Ihre Verwendung blieb äußerst selten, selbst gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie nur sehr selten in Blumengärten zu finden. Erst als die Anlage von Steingärtenpopulär wurde, hat die Gewöhnliche Kuhschelle als Gartenzierpflanze eine größere Verbreitung gefunden und ist heute häufig im Angebot von Staudengärtnereien und Gartencentern zu finden. Mittlerweile sind durch Auslese und durch die Einkreuzung weiterer Arten mehrere Sor-ten der Gewöhnlichen Kuhschelle entstanden. Diese unterscheiden sich von der ursprünglichen Art durch ihre Blütenfarbe, die von weiß über rosa bis rot reicht.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Die Kuhschelle wächst an kalkreichen, sonnigen Standorten in Europa, ist aber inzwischen so selten geworden, dass sie unter Naturschutz gestellt wurde. Aus einem Wurzelstock, der bis zu ein Meter in die Tiefe wächst, treiben im zeitigen Frühjahr gefiederte Laubblätter, die in der Frühphase behaart sind. Außerdem wachsen ein oder mehrere Blütenstängel, die um 15 cm hoch werden. Die Blüte hat violette Blütenblätter und leuchtend gelbe Staubgefäße, was einen attrakti-ven Kontrast ergibt. Am Anfang nickt die Blüte, später öffnet sie sich immer mehr und zeigt nach oben. Die Form der Blüte erinnert an eine Kuhglocke, was der "Kuhschelle" ihren Namen einbrachte. Als Verkleinerungsform bürgerte sich "Kühchen-Schelle", von "kleine Kuh" ein, das sich im Laufe der Zeit zu "Küchenschelle" wandelte. Nach der Blütezeit wächst der Stängel noch deutlich weiter und wird bis zu 40cm hoch. Die Blüte verwandelt sich zu einer Art Pusteblume mit vielen samentragenden Federschweifen.
 Achtung! Schon das Berühren der Kuhschelle kann bei empfindlichen Menschen zu Reizungen der Haut führen

Leberblümchen t
 
Das Leberblümchen ist eine kleine blaublühende Pflanze, die bevorzugt in Wäldern im Halbschatten wächst. Sie war und ist eine wichtige Pflanze in der Volksheilkunde. Alle Teile der frischen Pflanze sind giftig, getrocknet ist sie ungiftig. Da die Pflanze selten geworden ist, steht sie unter Naturschutz und darf nicht mehr in der Natur gesammelt werden. Das Leberblümchen wurde zur Blume des Jahres 2013 gewählt.
 
Die Laubblätter erinnern im Umriss an die Form der menschlichen Leber und begründeten früher nach der Signaturenlehre den Glauben an die Heilkraft bei Leberleiden. Typischerweise wächst es in der Humusschicht über lehmigen kalkhaltigen Waldböden in Buchen und Eichenwäldern (z.B. Thüringen) aber auch auf Sandböden (z.B. Mecklenburg, Brandenburg). Es bevorzugt schattige bis halbschattige Lagen. Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte das Leberblümchen zur Blume des Jahres 2013. Bei Förster findet sich der Ausspruch: Hepatica nobilis, das heimische Leberblümchen, ein ewiger Schatz halbschattiger Vorfrühlingsgärtchen.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Leberkrankheiten, Gallenkrankheiten
 
Heilwirkung: blasenziehend, harntreibend, leberschützend, schleimlösend,
schmerzlindernd
 
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Blasenprobleme, Bronchitis, Gallen-steine, Husten, Kehlkopfentzündung, Leberschwellung, Leberschwäche, Lungenprobleme, Milzschwellung, Nierenprobleme, Rheuma, Tuberkulose, Verdauungsbeschwerden, Wunden, Homöopathie: Bronchitis, Rachenkatarrh
 
wissenschaftlicher Name: Anemone hepatica, Anemone tribola, Hepatica nobilis, Hepatica tribola
 
Pflanzenfamilie: Ranunculaceae = Hahnenfußgewächse
 
englischer Name: Hepatica, Liver Flower, Liverleaf
 
volkstümlicher Name: Auswärts, Blaumblume, Ebenauskraut, Edel-Leberkraut, Fastenblume, Feigerl, Guldenleberkraut, Güldenleberkraut, Haselmünichkraut, Hasenwurz, Blaue Herzblume, Blaues Herzblumenkraut, Herzfreude, Herzkraut, Herzleberkraut, Himmelsterndln, Hirschklee, Herzblümli, Hümmistern, Josefibleamel, Leberblattl, Leberblümchen, Leberkraut, Leberwindblume, Märzblom, Märzblümchen, Osterbleaml, Schneekadeln, Blaue Schlüsselblumen, Schwarzblätterkraut, Sohn-vorm-Vater, Staudenbleaml, Sternleberkraut, Vorwitzchen, Vorwitzerchen, Vorwitzkraut, Blaue Windblume, Windrosenkraut
 
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, blühendes Kraut
 
Inhaltsstoffe: Anemonin, Anthocyane, Emulsin, Flavonolglykoside, Gerbstoffe, Harz, Hepatisaponin, Lactonglucoside, Protoanemonin, Saponine
 
Sammelzeit: März bis Mai
 
Kontraindikation: Schwangere und Stillende

 
 
Anwendung
 
Das Leberblümchen wird überwiegend getrocknet eingesetzt, da das Gift (Protoanemonin) der frischen Pflanzenteile äußerlich die Haut reizt und innerlich Gastroenteritis (akute Magen-Darm-Entzündung) und Nephritis (Nierenentzündung) hervorrufen kann.
 
Tee
 
1 Esslöffel getrocknetes Kraut wird mit 250ml kaltem Wasser übergossen und 6-10 Stunden ziehen gelassen. Abseihen und schluckweise über den Tag verteilt trinken, wirkt bei Leber- und Gallenkrankheiten. Es wird kein heißes Wasser genommen, weil der Tee unerträglich bitter schmeckt.
 
Tinktur
 
5 gehäufte Esslöffel getrockneten blühenden Krautes werden zerkleinert und in 500ml Korn angesetzt. 3-4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen, an-schließend abseihen. Eingenommen werden 10 Tropfen auf einem Stückchen Zucker, wirkt bei Leber- und Gallenkrankheiten.
 
Wein
 
Das getrocknete Kraut wird in Wein aufgekocht und abgeseiht. Der sehr bittere Wein dient der Blasen- und Nierenreinigung.
 
Frische Pflanze
 
Die hautreizende Wirkung der frischen Pflanze wurde früher zum Blasenziehen bei Rheuma eingesetzt. Eine Methode, die heute nicht mehr angewendet werden sollte.
 
Homöopathie
 
Die frische Pflanze wird in der Homöopathie gegen den Bronchitis und Rachen-katarrh mit Fremdkörpergefühl eingesetzt.

 
 
Geschichtliches
 
Das Leberblümchen ist eine beliebte Heilpflanze in der Volksheilkunde, vor allem bei Leberleiden, was ihr den Namen gab. Auch die Blattform, die an die Leber erinnern soll, zeigt nach der mittelalterlichen Signaturenlehre die Wirksamkeit bei Leberleiden an. Die Leber wird geöffnet und geheilt. Auch als Zauberpflanze als Schutz gegen Krankheit war das Leberblümchen beliebt. Die ersten drei Blüten, die man findet, sollen gegessen das ganze Jahr bei Fieber schützen. Heute hat das Leberblümchen als Heilpflanze kaum noch eine Bedeutung, zumal die Pflan-ze in der Natur geschützt ist. In Gärten findet man das Leberblümchen als Zier-pflanze, die als eine der ersten blühenden Pflanzen den Frühling ankündigt.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Das Leberblümchen ist in fast ganz Europa heimisch, sowie in Nordamerika, Japan und Korea. Sie wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden in Wäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 5 und 20 Zentimeter hoch. Die blauweißen, blauen bis violetten Blüten erscheinen zwischen Februar und April, die Blüten haben 6-8 Blütenblätter. Die grundständigen Blätter sind 3-lappig, lederartig und erscheinen nach der Blüte. Alle Pflanzenteile sind giftig (Protoanemonin). Die Pflanze steht unter Naturschutz.

 
 
Anbautipps
 
Die Pflanze ist schwierig zu kultivieren. Das Saatgut muss für etwa einen Monat zwischen -5°C und 0°C gelagert werden, erst dann ist es keimfähig. Die Keimzeit kann von einen Monat bis zu einem Jahr betragen, die Keimtemperatur liegt bei etwa 10°C. Sinnvoll ist daher die Anzucht in Töpfen. Statt Samen kann man das Leberblümchen durch Wurzelteilung vermehren. Das Leberblümchen gerne eine Mischung aus kalkiger Erde, Lehm und Kompost aus Laub. Der Boden sollte feucht sein. Die kleinen Pflanzen erst dann auspflanzen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Zwar kommt das Leberblümchen mit Sonne und Schatten klar, aber am liebsten mag es Halbschatten. Das Leberblümchen sondert über die Wurzel Stoffe ab, die Pflanzen in der Umgebung am Wachstum hindert. Mag das Leberblümchen den Standort, so vermehrt es sich zu einem großflächigen Bestand.

 
 
Sammeltipps
 
Das Sammeln in der Natur ist nicht erlaubt, da die Pflanze geschützt ist. Gesammelt werden nur die oberirdische Teile. Blüten zuerst im Jahr. Die Blüten werden schnell in den Schatten gebracht und dort getrocknet. Beim Sammeln muss man mit dem Hautkontakt vorsichtig sein, da das Protoanemonin zu heftigen Hautreaktionen (Hahnenfuß-Allergie, Hahnenfuß-Dermatitis oder Wiesen-Dermatitis) mit Blasenbildung führen kann. Wenn die Pflanze getrocknet wird, verliert sich das Gift.

Bachblüten
Ich bin gleichgültig, weil ich ständig an die Vergangenheit (16 Honeysuckle)
-        - Diese Menschen sind sehr gleichgültig, da sie ständig an die Vergangenheit denken
-      Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das gleichgültige ablegen und denken kaum mehr an die Vergangenheit
Bachblüten
Ich fühle mich kraftlos (17 Hornbeam)
-        - Diese Menschen fühlen sich deren öfteren kraftlos
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie wieder Kraft tanken
Energiebedarf
Eine Frage, die sich die meisten schwangere unweigerlich stellen, ist die nach einer angemessener Gewichtszunahme.
Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist der Energiebedarf noch nicht erhöht. Erst mit fortschreitender Schwangerschaft steigt der Energiebedarf, wenn auch nur gering.  Ab den 4. Schwangerschaftsmonat werden in ca. 300kcal zusätzlich benötigt – eine Kalorienmenge, die bereits ein belegtes Brot oder Joghurt mit frischen Früchten gedeckt ist.
Kaffee, der Muntermacher
 
Der Kaffee kann bei Blähungen, Durchfall und bei Magen- und Darmstörungen anwenden. Aber der Kaffee ist für uns hauptsächlich der Muntermacher schlechthin. Er wird zu jeder Zeit getrunken und auch unterwegs, ein to go caffee. Es gibt zu viele Arten um Sie hier aufzuzählen.
 Mehr dazu auf: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
Zurück zum Seiteninhalt