Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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09.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 08.01.18-14.01.18


KURKUMA

Kurkuma ist ein Verwandter des Ingwers. Da die Wurzel stark gelb bzw. orange färbt, wird sie auch zur Gelbfärbung des Currys verwendet. Bei uns ist Kurkuma als Pulver und manchmal auch als Wurzel zu erhalten. In der asiatischen Heilkunde wird Kurkuma gerne zur Stärkung und zur Förderung der Verdauungsorgane verwendet.
Die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Sie stammt aus  Südasien und wird in den Tropen vielfach kultiviert. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb, das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsschwäche
Heilwirkung:
antioxidativ, entzündungshemmend, krebshemmend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Akne, Arthrose, Ausschläge, Brustkrebs, Darmpolypen, Gallenschwäche, Krebs, Magenbeschwerden, Osteoporose, Östrogenmangel, Pickel, Psoriasis, Schuppenflechte, Übergewicht, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Curcuma longa
englischer Name:
Curcuma
andere Namen:
Turmeric, Gelbwurz
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Curcumin, Alpha-Curcumene, Kampfer, Salicylate
Sammelzeit:
Dezember und Januar

Wirkung
Traditionell wird Kurkuma gegen Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung der Gallenproduktion eingesetzt. In den letzten Jahren wurden jedoch weitere medizinische Wirkungen des Kurkumas entdeckt und wissenschaftlich erforscht. Kurkuma hat entzündungshemmende, antioxidative und sogar krebshemmende Wirkungen. Kurkuma kann das Immunsystem stärken, beim Abnehmen helfen und Osteoporose vorbeugen und lindern.


Anwendung
Zur Stärkung der Verdauung kann man Kurkuma als Gewürz für asiatische Gerichte einsetzen. Für die krebshemmende und andere neu erkannte Wirkungen nimmt man Kurkuma als Pulver in Kapseln ein. Wenn Kurkuma mit etwas Pfeffer vermischt wird, nimmt der Körper die Wirkstoffe besser auf.
Verwendung als Gewürz
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von  Currypulver. Kurkuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende  Safran. In  Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4000 Jahren belegt. Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst  Ayurveda wird es zu den „heißen" Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für  Senf, Teigwaren oder Kurkuma reis. Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
Medizinische Wirkungen
Curcumin ist Gegenstand einer Vielzahl von medizinischen Studien zu vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Da Curcumin als eines der stärksten Pan-assay interference compounds (PAINS)  falsch-positive Ergebnisse in chemisch-en Untersuchungen (zum Beispiel  Hochdurchsatz-Screenings) bewirken kann, ist ein Großteil der dazu publizierten positiven Ergebnisse vermutlich fehlerhaft. Aufgrund der geringen oralen  Bioverfügbarkeit von Curcumin ist es unwahrscheinlich, dass sich die Ergebnisse von  Invitro-Studien auf den Menschen übertragen lassen. Keine Form von Curcumin oder dessen nahe verwandter Analoga scheint ein guter Arzneimittelkandidat zu sein, da es keine der erwünschten Eigenschaften besitzt. Bisher war keine  placebokontrollierte Doppelblindstudie erfolgreich.
Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion. Demgegenüber beschreibt die Brockhaus-Enzyklopädie seinen Einfluss auf die Gallensäurenproduktion: „Der getrocknete Wurzelstock der javanischen Curcuma xanthorrhiza enthält ein scharfschmeckendes orangegelbes ätherisches Öl mit v. a. gallentreibender und die Gallenbildung fördernder Wirkung." Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Farbstoffe, allen voran Curcumin, weisen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf. Bei  genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin wirksam gegen  Mukoviszidose, jedoch konnte dieser Effekt bisher an menschlichen Versuchspersonen nicht wiederholt werden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 beitragen und somit das Wachstum von Krebszellen fördern könnte. Diesbezüglich ist die Datenlage allerdings keineswegs eindeutig, da von Aggarwal et al. 2005 ein Experiment beschrieben wurde, bei dem p53 in curcuminbehandelten Brustkrebszellen zunahm. Ein wissenschaftlicher Nachweis dieser Mechanismen an menschlichen Versuchspersonen erfolgte bisher nicht. Curcumin wirkt durch die Hemmung der Enzyme  Cyclooxygenase-2,  Lipoxygenase und  NO-Synthase entzündungshemmend. Diese Wirkung von Curcumin konnte u. a. bei Patienten mit  Knie-Arthrose nachgewiesen werden. Die Verminderung von Entzündungen wird zugleich als Ursache der krebshemmenden Wirkung angenommen. Die krebshemmende Wirkung ist mit mehreren Untersuchungen belegt worden: Es kann Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen, wie eine Studie mit Patienten mit familiärer adenomatösen Polyposis (bei dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm, unbehandelt entwickelt sich Darmkrebs) zeigte. Durch die Einnahme von Curcumin ging die Zahl der Polypen um 60 Prozent zurück. Die Größe der verbliebenen Polypen reduzierte sich im Schnitt um 50 Prozent. Außerdem kann Curcumin die Bildung und Ausbreitung von  Metastasen bei  Brustkrebs hemmen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas in Houston in Experimenten mit Mäusen herausgefunden. Die aus der Gelbwurz gewonnene Substanz könnte besonders wirksam in Kombination mit dem Wirkstoff  Paclitaxel sein, einem gängigen Mittel bei der Behandlung von Brustkrebs. Einige epidemiologische Studien zeigen zudem ein antikanzerogenes Potential und damit eine mögliche chemopräventive Wirkung bei Prostatakrebs. Curcumin unterstützt offenbar auch die Knochengesundheit: Es senkt die Konzentration des  RANK-Liganden (receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand) im Knochenmark und hemmt die Entwicklung von Osteoklasten, die die Knochensubstanz abbauen. Curcumin reduziert dadurch nachweislich den Knochenabbau. Außerdem wirkt es dem durch Estrogenmangel bedingten Verlust der Knochendichte entgegen, wie eine Studie mit Mäusen vermuten lässt.
Aufgrund eines ausgeprägten  First-Pass-Effektes ist die  Bioverfügbarkeit von Curcumin gering. Shoba et al. konnten zeigen, dass sich in Kombination mit Piperin (Curcuperin), einem Bestandteil des Pfeffers, die Bioverfügbarkeit von Curcumin beim Menschen um 2000 % steigern lässt. Der Effekt beruht auf der Inhibition der hepatischen und intestinalen Glucuronidierung durch Piperin. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente sollte beachtet werden, dass diese Hemmung auch zu Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen führen kann. Neue Ansätze zur verbesserten Aufnahme von Curcumin – ohne erhöhte Gefahr dieser Wechselwirkung – beruhen auf der Bildung von Mikroemulsionen. Hier konnten Steigerungen der Bioverfügbarkeit von ca. 350 % (Meriva) bis zu 5000 % (Arantal) erzielt werden.

Pflanzenbeschreibung
Kurkuma ist in Asien verbreitet. Das Hauptanbaugebiet ist Indien, wo auch ein großer Teil der angebauten Pflanzen verbraucht wird. Kurkuma kommt praktisch nur kultiviert vor, nicht als Wildpflanze. Kurkuma ist eng mit dem Ingwer verwandt. Sie gehören zur gleichen Unterfamilie und Tribus (botanischer Begriff). Kurkumapflanzen werden bis zu 1 Meter hoch. Es sind mehrjährige Pflanzen. Die Blätter sind länglich und werden oft über 40cm lang. Die Blütenfarbe ist weiß und teilweise rötlich. Die Blüten sehen so hübsch aus, dass sie auch als Schnittblumen angeboten werden. Die Blütezeit ist im August, zumindest in China. In anderen Gegenden kann die Blütezeit etwas abweichen
Erscheinungsbild und Blatt
Kurkuma ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aro-matische  Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden Knollen entwickeln.
Das  Rhizom ähnelt stark dem des  Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate (Curcuminoide) enthalten. Die wichtigsten chemischen Komponenten sind neben Curcumin (60%),  Demethoxycurcumin (25%) und  Bisdemethoxycurcumin (15%). Das etherische Öl besteht zu 60 % aus  Sesquiterpenen, wie  Turmeron (bis 30%), ar-Turmeron (bis 25%),  Atlanton und  Zingiberen (bis 25%) und  Monoterpenen (Cymen,  1,8-Cineol, Phellandren, Sabinen,  Borneol und andere). Weitere Sesquiterpenderivate kommen in verschiedenen Arten vor und sind zum Teil artspezifisch. Einige allgemeine Bestandteile sind Zucker, Proteine ​​und Harze. Die wechselständig und zweizeilig angeordneten, kahlen  Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel ist 20 bis 45 Zentimeter lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 30 bis 45, selten bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernden Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.
Blütenstand, Blüte und Frucht
In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische,  ährige  Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die  Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende. Im oberen Bereich des Blütenstandes sind Hochblätter vorhanden über denen keine Blüten stehen. Sie sind abgebreitet, weiß bis grün sowie manchmal auch rötlich-purfurfarben getönt und ihr oberes Ende ist spitz.
Die zwittrigen  Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimetern langen  Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne sind ungleich. Die drei hellgelben  Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimetern langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimetern Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil. Der Staubbeutel ist an seiner Basis gespornt. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgewandelt. Die äußeren Staminodien sind kürzer als das Labellum. Das  Labellum ist gelblich, mit einem gelben Band in seiner Mitte und es ist bei einer Länge von 1,2 bis 2 verkehrt-eiförmig. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen  Fruchtknoten verwachsen, der spärlich behaart ist. Die  Kapselfrucht öffnet sich mit drei Fächern.




MEERRETTICH


Als Verfeinerung von Fleischspeisen ist der Meerrettich bestimmt allen bekannt.
Doch dass er auch eine ausgeprägte Heilwirkung hat, wissen nur wenige. Die scharfe Wurzel des Meerrettichs hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten und auch bei Schmerzen. Sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht. Im Herbst und Winter sollte man also immer eine Meerrettichwurzel im Kühlschrank oder Keller haben und regen Gebrauch von ihr machen.
Der Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die Wurzel der Meerrettichpflanze wird als  Gemüse, Gewürz oder in der Pflanzenheilkunde verwendet. Mit den Rettichen der Gattung Raphanus ist er nicht näher verwandt. Seine ursprüngliche Heimat liegt in Ost- und Südeuropa, wo er Kre(n) (auch „Kreen") genannt wird, wie z. B. in Bayern, Österreich, Slowakei, Südtirol, Tschechien, Usbekistan u. a. Eine fränkische Variante wird entsprechend der Aussprache auch „Kree" geschrieben. Eine weitere fränkische Variante ist der „Merch" im  itzgründischen Raum. Im alemannischen Sprachraum kennt man den Namen „Meerettig". Weitere Namen sind „Mährrettig" oder „Beißwurzel". „Steirischer Kren g.g.A." ist eine anerkannte  Herkunftsbezeichnungmit Regionenschutz sowie im  Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, Stärkung des Immunsystems, Erkältungen, Grippe, Nebenhöhlenentzündung, Husten, Bronchitis, Asthma, Mandelentzündung (Angina), Fieber, schleimlösend, schweißtreibend, harntreibend, Blasen- und Nierenbeckenentzündung, Harnsteine, Neuralgische Beschwerden, Rheuma,  Gicht, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Verstopfung, Vitamin C Mangel, Skorbut,  Kopfschmerzen, Menstruationsfördernd, Insektenstiche, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Cochlearia armoracia
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name:
Horseradish
volkstümliche Namen:
Kren, Bauernsenf, Fleischkraut, Krien, Märek, Mirch, Pfefferwurzel, Rachenputzer, Waldrettich
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Vitamine (u.a. Vitamin C), ätherische Öle, Senföle, Allylsenföl, Allicin, Glucosinolate, Sinigrin, Gluconasturtiin, Mineralstoffe, Flavone, Quercetin, Kämpferol, Asparagin, Arginin, Pentosan, Alloxurbasen, organische Schwefelverbindungen, Oxydase
Sammelzeit:
September bis März

Anwendung
Am besten verwendet man die Meerrettich-Wurzel frisch. Nur den Bereich der Wurzel, den man verwenden will, sollte man waschen und schälen. Dann wird die Wurzel am besten gerieben und sofort verwendet, denn die ätherischen Öle verziehen sich rasch (innerhalb von einer guten Viertelstunde). Das Reiben der Meerrettichwurzel stellt bereits eine Art Therapie für die Nasennebenhöhlen dar, denn die ätherischen Öl steigen scharf auf und reizen zu Tränen und Sekretion aus den Nasenschleimhäuten. Wenn man diese Behandlung nicht braucht bzw. haben will, dann kann man eine Taucherbrille aufsetzen, um den scharfen ätherischen Ölen zu entgehen. Nach dem Reiben kann man den Meerrettich einfach essen oder man fügt ihn Gerichten, wie beispielsweise Saucen oder Meerrettichquark zu. Bei Insektenstiche kann man den geriebenen Meerrettich auf die betroffene Haustelle legen und leicht einreiben. Auch bei Zahnschmerzen kann man den Meerrettich an Ort und Stelle bringen und dort belassen, bis die Schärfe nachlässt.
Meerrettichbreiauflagen
Meerrettichauflagen helfen bei hartnäckigem Husten, Kopfschmerzen und neuralgischen Schmerzen, z.B. Hexenschuss oder Ischias. Die betroffene Stelle sollte man einfetten, mit Öl, Salbe, Melkfett oder Vaseline. (Bei Husten nimmt man den Brustbereich, bei Kopfschmerzen den Nacken) Dann gibt man den frisch geriebenen Meerrettich auf ein Baumwolltuch. Dieses Tuch legt man mit der Meerrettichseite zur Haut auf die Körperstelle. Die Breiauflage bleibt solange auf der Haut, bis es anfängt zu brennen. Dann entfernt man die Auflage wieder, reinigt die Haut und fettet bei Bedarf nochmal nach.
Meerrettichwein
Mit Meerrettichwein kann man Blasensteine austreiben oder auch die Menstruation stark fördern. Außerdem wirkt Meerrettichwein stark harntreibend. Schneide acht bis zehn dünne Meerrettichscheiben. Gib diese Meerrettichscheiben in ein Glas. Übergieß die Meerrettichscheiben mit Wein. Lasse diesen Wein den ganzen Tag bedeckt stehen und ziehen (min. acht Stunden). Trinke den Meerrettichwein.
Meerrettichkur
Eine Meerrettichkur eignet sich, um das Immunsystem auf Trab zu bringen. Besonders in der Erkältungszeit hilft eine Meerrettichkur, um Erkältungen zu verhindern. Falls die Erkältung schon da ist, kann man sie mit einer Meerrettichkur lindern. Nimm morgens und abends je einen Teelöffel Meerrettich. Am besten frisch geriebenen Meerrettich, aber falls der nicht verfügbar ist, kann man auch Meerrettich aus dem Glas nehmen. Wiederhole die Meerretticheinnahme mindestens zwei Wochen lang. Etwas sanfter wirkt der  Meerrettichhonig.
Medizinische Bedeutung
Im Mittelalter gab es eine ganze Liste von Krankheiten, gegen die der Meerrettich verabreicht wurde. Es wurde hauptsächlich als reizendes, hauterrötendes Mittel verwendet und gegen Skorbut eingesetzt. Meerrettich wurde dazu mehr äußerlich als innerlich angewendet. Außerdem wurde Meerrettich als nützlich gegen Vergiftungen in größeren Mengen gegessen, um das Erbrechen zu fördern. Er wurde weiters wie Senf gegen Verdauungsbeschwerden, Skorbut, Wassersucht, Amenorrhoe und bei Wechselfieber benutzt. Dazu wurde die Wurzel gerieben oder gepresst und löffelweise verabreicht. Auch gegen Ohrenweh und Dreitagefieber wurde er als nützlich angesehen. Heutzutage wird Meerrettich verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken und vor Erkältungskrankheiten zu schützen. Der Meerrettich enthält sehr viel Vitamin C. Die in den Apotheken käufliche Radix Armoraciae ist in Heilmitteln bei  Grippe und Harnwegsinfektionen enthalten. Er wirkt kreislaufanregend, hustenlösend und wird äußerlich als Breiumschlag bei  Rheuma,  Gicht, Insektenstichen,  Ischias und anderen Nervenschmerzen angewandt. Auch bei Kopfschmerzen soll er helfen. Dazu muss man ein wenig Duft des geriebenen Meerrettichs einatmen, wodurch leichte Verspannungen gelöst werden. Der Meerrettich soll auch wirksam bei  Magen-Darm-Störungen sein und auf die Absonderung des Gallensaftes (Fettverdauung) günstig wirken. Zusätzlich enthält der Meerrettich auch bakterienhemmende (antibiotische) und krebsvorbeugende Stoffe. Das sind schwefelhaltige Substanzen, die auch im Knoblauch vorkommen (wie Allicin, Sinigrin) und den Meerrettich zu einem sehr gesunden  Gewürzmachen. Wissenschaftlich belegt ist die antimikrobielle Wirkung der sogenannten Senföle im Meerrettich. Das ätherische Öl enthält Allylsenföl (ca. 90 %) und 2-Phenylethylensenföl. Je nach Dosis wirkt der Meerrettich bakteriostatisch bzw. bakterizid. Zur Senfölgewinnung wird nicht die Staude, sondern nur das unterirdische dickfleischige Wurzelwerk des Meerrettichs verwendet. Bereits in den 1950er Jahren konnte die antimikrobielle Wirkung flüchtiger und öliger Wirkstoffe aus dem Meerrettich bestimmt werden.  Invitro-Tests haben gezeigt, dass das Gesamtöl eine stark bakteriostatische Wirkung besitzt: das Allylsenföl aus der Meerrettichwurzel zeigt eine gute Wirksamkeit im gramnegativen Spektrum, während das 2-Phenylethylensenföl ein erweitertes Wirkspektrum im grampositiven Bereich aufweist. Auch eine anti virale Wirkung des Senföls aus Meerrettich konnte nachgewiesen werden. Meerrettichöl wirkt außerdem auf humanpathogene Pilze, Hefen, Spross- und Schimmelpilze gut fungistatisch.
In verschiedenen Untersuchungen wurde eine entgiftende Wirkung durch Meerrrettichöl bei Streptokokken- und Staphylokokken-Infektionen nachgewiesen, was sich durch Inaktivierung bzw. Zerstörung des Streptokokkentoxins  Streptolysin O erklärt. In Untersuchungen am Hygieneinstitut Gießen wurde bereits 1963 festgestellt, dass ca. 100 mg der Pflanze die Menge Wirkstoff enthalten, die erforderlich wäre, um das Dreifache derjenigen Staphylokokken-toxinmenge zu inaktivieren, die bis dahin als höchste Toxinkonzentration im menschlichen Organismus gefunden wurde. Meerrettichwurzel ist bei Katarrhen der Luftwege, Infektionen der ableitenden Harnwege und zur hyperämisierenden Behandlung bei leichten Muskelschmerzen (äußere Anwendung) angezeigt. Zur Anwendung kommen die frische oder getrocknete zerkleinerte Droge, der Frischpflanzenpresssaft oder andere  galenische Zubereitungen zum Einnehmen oder zur äußeren Anwendung. Eine Kombination der Meerrettichwurzel mit anderen Pflanzenstoffen ist sinnvoll. Kombiniert mit Kapuzinerkressenkraut wird die Meerrettichwurzel in der Praxis als Phytotherapeutikum zur Behandlung von Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt. Zahlreiche Invitro-Studien belegen, dass eine Kombination der beiden Pflanzenstoffe ein breites antibakterielles Wirkspektrum gegenüber 13 klinisch relevanten Bakterienstämmen besitzt, u. a. gegenüber MRSA und Pseudomonas aeruginosa und auch entzündungshemmend wirkt In der 2017 aktualisierten S3-Leitlinie zur Therapie von unkomplizierten  Harnwegsinfektionen wird der Einsatz von Arzneimitteln mit  Kapuzinerkresse und Meerrettich als pflanzliche Behandlungsmöglichkeit bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen empfohlen. Früher ging man da-von aus, dass bei Blasen- und Nierenleiden kein Meerrettich gegessen werden sollte, da große Mengen Meerrettich Nierenbluten auslösen könnten. In heutiger Fachliteratur wird dieses Problem nicht mehr berichtet. Meerrettich eignet sich nicht für Patienten mit Magen- oder Darmgeschwüren sowie Schilddrüsenfehlfunktionen. Meerrettich kann in rohem geriebenem Zustand in Mund und Nase brennen, auf der Haut Rötungen und Blasen hervorrufen und in sehr großen Mengen eingenommen zu Durchfall oder Erbrechen führen. Diese Eigen-schaft verliert sich durch Trocknung der Meerrettichwurzel.
Meerrettich aufheben
Meerrettich wird in der Landwirtschaft in feuchtem Sand aufgehoben. So hält er sich den ganzen Winter. Wenn man einen kühlen Keller hat, kann man Sand in einen Eimer füllen und dort die Meerrettichwurzeln reinstecken. Wenn nicht, kann man die Meerrettichwurzeln auch in feuchte Küchentücher schlagen und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. Dort hält sich der Meerrettich wochenlang.

Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich kommt der Meerrettich aus Osteuropa und Südeuropa. In Mitteleuropa wird er kultiviert, kommt aber auch verwildert vor. Der Meerrettich bevorzugt einen tiefgründigen Boden. Der ausdauernde Wurzelstock hat walzenartige Form, wie eine Art Knüppel. Er wird etwa einen halben Meter lang und gut vier Zentimeter im Durchmesser. Außen ist die Wurzel hellgelb und innen weißlich. Im Frühjahr treibt die Meerrettichwurzel große Blätter aus. Später erscheint der Stängel der Blüte, an dem auch kleinere Blätter sitzen. Ab Mai blühen die kleinen weißen Blüten in Rispenform. Im Herbst bis hinein ins Frühjahr wird die Meerrettichwurzel geerntet.
Vegetative Merkmale
Der Meerrettich wächst als ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 120 (selten bis 200) Zentimeter. Diese  winterharte Pflanze hält Temperaturen bis −50 °C aus. Als Überdauerungsorgan wird eine senkrechte, walzenförmige Pfahlwurzel gebildet, die eine Länge von 30 bis 40 Zentimeter und einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimeter erreicht. Unter guten Bedingungen mit leicht durchwurzelbarem Boden (Moor, Sand) wird die Pfahlwurzel bis zu 60 Zentimeter lang. Zum Stängel hin ist die Wurzel vielköpfig und am Wurzelende ästig mit vielen Seitenwurzeln und Wurzelfasern. Die unregelmäßig gerillte Wurzel ist außen schmutzig gelb-braun, aber das Innere ist weiß und etwas faserig.
Alle Pflanzenteile sind unbehaart. Die grundständigen und am Stängel verteilten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der immer an seiner Basis deutlich verbreiterte Blattstiel kann bei den Grundblättern bis zu 60 Zentimeter lang sein, dagegen ist er bei den obersten Blättern sehr kurz. Die meist einfache, selten fiederteilige Blattspreite ist bei den Grundblättern oval-lanzettlich bis bei den oberen Stängelblättern lineal-lanzettlich. Die Blattspreite ist meist 20 bis 45 (10 bis 60) Zentimeter lang und 5 bis 12 (3 bis 17) Zentimeter breit. Der Blattrand ist bei den Grundblättern stark gekerbt und etwas gewellt oder kraus bis bei den unteren Stängelblättern ganz grob gekerbt und bei den oberen Stängelblättern fast glatt. Die Blattflächen besitzen stark hervorstehende Nerven. Die Blätter am Stängel sind unten kurz geteilt, häufig fiederspaltig und ganzrandig.
Generative Merkmale
Im Frühjahr beginnen sich die Blütenstände zu bilden; die Blütezeit reicht von Mitte Mai bis Juli. Die runden Blütenstandschäfte erreichen Wuchshöhen von bis zu 1,20 Meter. Der traubige Blütenstand besitzt Durchmesser von bis zu 40 Zentimeter. Es sind keine Hochblätter vorhanden. Die Blüten duften stark. Die zwittrigen  Blüten sind vierzählig mit doppelten Perianth. Die vier länglichen und stumpfen  Kelchblättersind 2 bis 4 Millimeter lang. Die vier weißen Kronblätter sind mit meist 5 bis 7 (bis 8) Millimeter bis zu doppelt so lang wie die Kelchblätter und bis zu 1,5 Millimeter lang genagelt. Zwischen den Staubfäden befinden sich sechs Drüsen, zwei seitlich am Grund der kurzen und je eine zwischen den langen Staubfäden und dem Kelch. Es sind sechs  Staubblätter vorhanden mit 1 bis 2,5 Millimeter langen Staubfäden und 0,5 bis 0,8 mm langen Staubbeuteln. Der Griffel ist nicht wahrnehmbar oder bis zu 0,5 Millimeter lang. Die Narbe ist halbkugelig mit einer Furche oben. Die Blüten-/Fruchtstiele wachsen bis zur Fruchtreife zu einer Länge von 8 bis 20 Millimetern. Die Schoten bilden sich nicht immer vollständig aus. Die Schote ist 4 bis 6 Millimeter lang. In jedem Schotenfach befinden sich keine oder vier bis selten sechs Samen. Die zusammengedrückt wirkenden Samen sind oval, braun und fast glatt.



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