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Süßdolde
Die Süßdolde, auch Myrrhenkerbel genannt ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Pflanzengatung Myrrhis innerhalb der Familie der Doldenblütler.
Die Süßdolde (Myrrhis odorata) ist unter Kräuterkennern als hervorragendes Gewürzkraut beliebt. Der Geschmack erinnert zwar etwas an Anis, mit der die Pflanze auch verwandt ist. Die Samen und Blätter des Doldenblütler passen hervorragend zu Suppen, Saucen, Backwaren oder Fisch. Auch die Wurzeln der Pflanze können wie Möhren zubereitet werden. Früher wurde die Süßdolde auch als Heilpflanze verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Husten, Magenschwäche
wissenschaftlicher Name: Myrrhis odorata
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile: Samen
Sammelzeit: Spätsommer
 
Anwendung
Die Blätter sind essbar; sie können vom frühen Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden. Die Samen werden als Gewürz verwendet; sie werden im Herbst geerntet, wenn sie hart geworden sind. Alle Teile der Süßdolde haben einen anisähnlichen, süßen Geschmack. Salate, Saucen und Fischgerichte kann man mit den Blättern würzen. Mit den Früchten werden Kohlgerichte und Gebäck verfeinert. Setzt man die Früchte saurem Kompott zu, kann man die Zuckerzugabe deutlich reduzieren. (Wichtig für Diabetiker) Aus den Wurzeln kann Gemüse zubereitet werden. Die gekochten Wurzeln sind fein geschnitten, mit einer Essig/Öl-Marinade ein geschmackvoller Salat. Die Süßdolde ist Bestandteil des Chartreuse und verschiedener Liköre. Die Süßdolde ist eine Gewürz- und Duftpflanze (Anisduft), deshalb wird sie für Potpourris, Duftsträuße, Duftrasen,  Dufthecken, Duftgarten verwendet. Sie ist aber auch blütenökologisch von Bedeutung als Nektarpflanze für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Als Heilkraut wird sie in der Volksheilkunde als Blutreinigungsmittel verwendet, weiter auch gegen Husten und Magenschwäche.
Verwendung als Heilpflanze
Als Heilpflanze hat die Süßdolde nur eine geringe Bedeutung. Sie hat zwar durchaus ein gewissen Potenzial, jedoch werden andere Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler bevorzugt eingesetzt. Dies liegt u.a. an den Gehalten an ätherischen Ölen und anderen Wirkstoffen, die in Pflanzen wie Anis oder Kümmel etwas höher sind.
In der Vergangenheit sind zwar Aufzeichnungen überliefert, dass die Süßdolde auch heilkundlich verwendet wurde. Allerdings sind die Beschreibungen meist nicht sehr inhaltsvoll oder knapp gehalten. Das lässt darauf schließen, dass die Pflanze bei praktischen Ärzten im Mittelalter und der frühen Neuzeit kaum Beachtung fand.
P.A. Mattioli (16. Jahrhundert) beschrieb in seinem Kräuterbuch, dass vor allem die Wurzel der Süßdolde verwendet wurde. Die Pflanze wurde zu jener Zeit übrigens als Falscher oder Wilder Kerbel (Körssel) bezeichnet. Sie galt damals als mögliches Heilpflanze gegen Spinnenbisse, zähem Husten oder Harnwegsstörungen. Auch gegen die Pest wurde ein Medizinalwein aus Süßdolde empfohlen, dessen Behandlungserfolg allerdings in Frage gestellt werden dürfte.
David Dietrich (1838) weist darauf hin, dass die Myrrhis odorata keine Arzneipflanze im eigentlichen Sinne ist. Er erklärt es vorrangig auch damit, dass die Blätter der Pflanze zu jener Zeit oft mit dem Gefleckten Schierling verwechselt wurden.
Verwendung als Küchenkraut
In der Küche ist die Süßdolde eine Bereicherung. Nahezu alle Pflanzenteile sind essbar und lassen sich vielseitig verwenden. Sie ist ein hervorragendes und beliebtes Küchenkraut, dass u.a. Süßspeisen, Saucen oder Fischgerichte würzen kann. Der Geschmack der Süßdolde lässt sich als lieblich, deutlich anisartig mit leichtem lakritzartiger Note beschreiben.
Blätter: als liebliches Gewürz für Fisch, als Zugabe von Gemüsepfannen oder als Teekraut
Blüten: passen hervorragend zu gebackenen, kalten oder gekochten Süßspeisen
Samen: werden als Gewürz zu Broten, Obstquark, Fruchtsalaten oder auch zu Suppen und Saucen verwendet
Wurzeln: können als Gemüse gekocht werden oder zu Likören verarbeitet werden
Süßdoldenblätter werden am besten frisch verwendet. Ein paar gerebelte Blätter eignen sich hervorragend für Fischgerichte, Suppen und Saucen. Das Kraut harmoniert sehr gut mit Estragon oder der Zitronenmelisse. Getrocknet verlieren die Blätter viel Aroma. Auf längeres Mitkochen sollte ebenfalls verzichtet werden. Die Blätter sollten bestenfalls zum Schluss zugegeben werden.
Eine fast vergessene Delikatesse sind Süßdoldenwurzeln, die sich wie Möhren zubereiten lassen und ebenfalls einen rübenartigen und leicht lakritzartigen Geschmack haben. Als Gemüse eignen sich die Wurzeln perfekt in Gemüsepfannen, zu Kartoffelpfannen oder zu Wildgerichten. Die Schale ist jedoch leicht zäh und kann abgetrennt werden. Die Wurzeln eignen sich hervorragend zum Füllen von Teig-waren oder auch Pilzen.
Die Samen der Süßdolde sind ein hervorragendes Gewürz und können ähnlich wie Anis verwendet werden. Der Geschmack ist jedoch etwas lakritzlastiger. Hervorragend eignen sich die Samen für viele Backwaren wie Brote, Kuchen oder Kekse. Auch Fischgerichte, Wildfleisch oder Saucen lassen sich hervorragend mit Süßdoldensamen würzen. Unreife Samen sind etwas geschmackvoller als vollständig gereifte. Die Samen können mitgekocht werden und verlieren kaum an Aroma.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Süßdolde ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 200 Zentimetern. Die Pflanzenteile duften stark nach Anis. Der Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die Knoten (Nodien) und die Blattscheiden sind zottig behaart. Die Laubblätter erscheinen sehr früh nach dem Frost im zeitigen Frühjahr. Die auffallend großen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die große Blattscheiden sind besonders unterseits weich behaart. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach gefiedert und ist viel größer als bei dem ähnlichen Wiesen-Kerbel oder den Kälberkropf-Arten.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Der doppeldoldige Blütenstand besitzt 4 bis 24 Strahlen. Eine Hülle fehlt. Das Hüllchen besteht aus fünf bis sieben Blättern, die fast völlig weißhäutig sind und die zur Anthese aufrecht abstehen. Die Dolden sind teils zwittrig, teilweise rein männlich; die Stiele der männlichen Dolden sind dann kürzer als die der zwittrigen und außerdem kahl. Die Enddolde hat zwittrige Blüten mit männlichen gemischt, diese männlichen sind dann im Inneren angeordnet. An den später aufblühenden Seitendolden findet man meist nur männliche Blüten (ohne Fruchtknoten und ohne Griffel). Die Blütenkronblätter sind weiß, verkehrt-herzförmig und ausgerandet, die äußeren der Dolde etwas größer als die andern, daher sieht die Dolde strahlend aus. Die Frucht ist 15 bis 25 Millimeter lang, fast kahl, nur an der Spitze etwas behaart, sie ist reif dunkelbraun und wie lackiert glänzend, sie hat vorspringende Rippen und einen Schnabel. Die Samen sind etwa 2 Zentimeter lang und dunkelbraun.

Sumpfporst tt
Der Sumpfporst ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rhododendron innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Die Pflanze ist geschützt! Ausschläge, Keuchhusten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Ledum palustre
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Sumpfporst nur in   Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Heilwirkungen
Sumpfporst wurde früher in der Medizin bei Zahnproblemen und, wegen seiner berauschenden Wirkung, als Räucherstoff und Zauberpflanze verwendet. Gegenwärtig hat Sumpfporst noch in der Volksmedizin Bedeutung und wird dort bei Insektenstichen (einschl. Zeckenstich), Rheuma, Arthritis und Gicht sowie gegen Keuchhusten, Ausschläge und einige Hautkrankheiten wie Krätze eingesetzt. In Nordamerika wurde aus dem engblättrigen Sumpfporst von Eskimos und Athabasken ein Tee zubereitet, der auch der Pflanze selbst ihren volkstümlichen Namen gab. Diesem Tee wurde vielfache medizinische Wirkung zugeschrieben.
Verwendung
Sumpfporstblätter wurden zum Bierbrauen verwendet. Die Wirkstoffe im Sumpfporst verliehen dem Bier eine berauschende, die Alkoholwirkung verstärkende und konservierende Eigenschaft. Einer der frühesten Nach-weise über die Verwendung von Porst als Brauzusatz fand sich in einer bronzezeitlichen Bestattung aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. aus Egtved, Dänemark. Bis in die frühe Neuzeit wurde Sumpfporst, manchmal vermischt mit dem aromatischen Gagel, zum Brauen der sogenannten Grutbiere verwendet. Man benutzt ihn auch gegen Kleidermotten, Menschenläuse und Krätze durch Abreiben, wobei es ebenfalls zu leichten Vergiftungen kam.
 
Giftigkeit
Die Blätter, aber auch andere Pflanzenteile sind leicht giftig. Die Blätter des Porsts enthalten bis zu 2,5% giftige ätherische Öle, deren Hauptbestandteile das Ledol und Palustrol (beides Sesquiterpene) sind. Daneben enthalten die Pflanzenteile weitere Öle wie Myrcen, Ericolin, Quercetin. Außerdem sind verschiedene Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonglykoside, Arbutin sowie Spuren von Alkaloiden enthalten. Mögliche Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Magen- und Darmentzündungen mit Durchfall, Schädigungen der Nieren und Harnwege, Schlafdrang, Schweißausbrüche, Muskelschmerzen und Aborte. Es werden rauschartige Zustände hervorgerufen, die mitunter auch aggressiv ausfallen. Todesfälle wurden nicht beobachtet. Bereits der längere Aufenthalt in Porstbeständen kann zu Schwindel und rauschartigen Zuständen führen.
 
Beschreibung
Der Sumpfporst ist ein immergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 1,5 Metern erreicht. Der Sumpfporst erreicht ein Höchstalter von 30 Jahren. Die ausladenden Zweige sind rostbraun und filzig behaart. Der Sumpfporst verbreitet aufgrund seiner ätherischen Öle einen eigentümlich harzigen bis kampferartigen Geruch. Auch das Holz ist wohlriechend. Die Blätter riechen stark aromatisch und weisen einen intensiven Ge-schmack, der entfernt an Rosmarin und Balsamterpentin erinnert, auf. Die derben, lederigen Laubblätter sind lanzettförmig, am Rande eingerollt und an der Unterseite dicht rostfarben oder rotbraun filzig behaart.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. In einem endständigen, doldigen Blütenstand sitzen die Blüten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf weißen bis rosaroten Kronblätter sind 5 bis 25mm lang und nur an ihrer Basis verwachsen. Es sind zehn Staubblätter vorhanden. Die hängenden, unscheinbaren, eiförmigen Kapselfrüchte sind 3,5 bis 4 Millimeter groß, öffnen sich von ihrem oberen Ende ausgehend und entlassen zahlreiche längliche Samen. Die Früchte sind zwischen Juli und August reif.

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Aktuelle Aspekte der Ernährung bei Kindern
Nährstoffbedarf und Nährstoffaufnahme
Allgemein
Nach der Umstellung auf feste Nahrung sollte die Ernährung des Kleinkindes an die eines Erwachsenen angepasst werden.
Grundlage für die Entwicklung des Kindes ist hier ebenfalls die gesunde abwechslungsreiche, vollwertige Kost.
Beachtet man die Regeln einer vollwertige Ernährung, dann lässt sich der Tagesbedarf an den Nährstoffen decken. Bei einigen Nährstoffen ist der Bedarf im Kindes- und Jugendalter leicht erhöht.
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