Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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08.11.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > November > 06.11.17-12.11.17



FLIEDER

Der Flieder ist im Frühling mit seinen lilanen oder weißen Blüten eine bezaubernde Zierde von zahlreichen Gärten. Sein Duft ist geradezu betörend. Schon im Mittelalter fand der Flieder in Bauerngärten Mitteleuropas ein Zuhause. Obwohl sein Duft so lieblich ist, ist der gesamte Flieder ausgeprägt bitter, weshalb er auch kaum von fressenden Tieren, seien es Insekten oder Säugetieren heimgesucht wird. Seine Bitterkeit ist es auch, die den Flieder zu einem Heilmittel gegen Fieber und Verdauungsschwäche machen.
Flieder ist eine Pflanzengattung aus der Familie der  Ölbaumgewächse. Sie umfasst etwa 20 bis 25  Arten. Sie sind hauptsächlich in Asien sowie in Südosteuropa verbreitet. Der Gemeine Flieder wird häufig als Zierstrauch gepflanzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
tonisierend, Fieber, Verdauungsschwäche, Blähungen, Schluckauf, Durchfall, Mundschleimhautentzündungen,  Gicht, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Syringa vulgaris
Pflanzenfamilie:
Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name:
Common Lilac
volkstümlicher Name:
Lila
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter, Früchte, Rinde junger Zweige
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, ätherische Öle, Alpha-Pinene, Syringin, Anisaldehyde, Farnesol
Sammelzeit:
Frühling

Anwendung
Besonders der Gemeine Flieder, aber auch Sorten anderer Arten und Kreuzungen werden als Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Einige Sorten werden als Schnittblume verwendet. Die Fliederblüte schmückt in Deutschland oft Ausfuhrwagen und Hemden bei Herrentagspartien am  Vatertag.
Blüten
Die Blüten trinkt man als Tee zur Stärkung der Verdauung. Dazu nimmt man ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Blüten pro Tasse Wasser. Man gießt das kochende Wasser über die Blüten und lässt fünf Minuten ziehen. Davon trinkt man zwei bis drei Tassen täglich. Obwohl die Blüten sehr lieblich duften, schmeckt der Tee bitter.
Blätter
Bei Fieber trinkt man zwei bis drei Tassen täglich von einem Tee aus den Blättern des Flieders. Man nimmt nur einen knappen Teelöffel der getrockneten Blätter pro Tasse Tee. Der Tee schmeckt sehr bitter.
Rinde
Auch aus der zerstoßenen Rinde kann man einen Tee bei Fieber zubereiten. Die Zubereitung erfolgt wie bei den Blättern.
Früchte
Aus den Früchten kann man einen Tee bei Verdauungsbeschwerden und Schluckauf zubereiten.
Äußerlich
Bäder mit einem Tee aus den Blättern, Blüten oder der Rinde des Flieders helfen bei rheumatische Schmerzen und Gichtattacken. Man kann auch einen Ölauszug mit den getrockneten Fliederblüten zubereiten. Solch ein Ölauszug hilft als Einreibung bei rheumatische Schmerzen.

Geschichtliches
Schon im 10. Jahrhundert wurde der Flieder von den Mauren in Spanien eingeführt. Im 16. Jahrhundert kam er dann auch in Mitteleuropa und England an. Weil er so schön aussieht und so gut duftet, wurde er häufig in Bauerngärten angebaut. Sein türkischer Name "Lilac" wurde im deutschsprachigen Raum zu "lila", denn für die hellviolette Farbe gab es vorher noch gar keine eigene Bezeichnung. Als Blumensysmbol steht der Flieder für die romantische, unschuldige Liebe.

Pflanzenbeschreibung
Die Vertreter dieser Gattung wachsen als sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Zweige sind manchmal vierflügelig. Die gegenständigen, meist gestielten Laubblätter der meisten Fliederarten sind einfach, selten fiederteilig; fiederförmige Blätter haben zum Beispiel S. laciniata und S. pinnatifolia. In oft auffälligen, unterschiedlich aufgebauten Blütenständen sind viele  Blüten zusammengefasst. Die Blütezeit der meisten Arten und Sorten erstreckt sich von Mai bis Juni. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Die Blüten der Fliederarten und Sorten kommen in vielen Farben von dunkelviolett über violett-rot zu gelb oder weiß vor und verbreiten meist einen starken  Duft. Die vier Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Auch die vier Kronblätter sind verwachsen. Es sind nur zwei Staubblätter vorhanden. Der  Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist kürzer als die Staubblätter. Es werden wenig-samige  Kapselfrüchte gebildet. Die Samen sind geflügelt.
Der Flieder ist auf dem Balkan und im mittleren Osten heimisch. In Mitteleuropa kommt er häufig in Gärten vor und manchmal auch verwildert. Er bevorzugt kalkreiche, nährstoffreiche Böden und sonnige Standorte. Aber auch im Halbschatten kann er gedeihen. Der Flieder ist ein kleiner Baum oder Strauch, der bis zu sechs Meter hoch werden kann. Die Blätter sind spitz eiförmig und ganz-randig. Zwischen Mai und Juni blühen die kolbenartigen Blüten, die stark lieblich duften. Die Blüten sind meistens violett oder weiß. Der Flieder, der hier beschrieben wird, ist übrigens nicht verwandt mit dem  Holunder, der vor allem in Norddeutschland auch den Namen Flieder trägt.

Anbautipps
Den Flieder kann man in den meisten Gartencentern als junge Pflanze kaufen. Man pflanzt ihn an einen sonnigen Platz, wo er Platz hat, bis zu 6 Meter hoch zu werden. Oft wird er aber auch nur 3 Meter hoch. Der Flieder braucht in trockenen Zeiten Wasser, sollte aber nicht zu feucht stehen, denn Staunässe mag er nicht. Wenn es dem Flieder gut geht, kann er recht buschig und umfangreich werden. Er braucht aber mehrere Jahre, um groß zu werden.

Sammeltipps
Im Frühjahr sammelt man die Rinde junger Zweige. Die Blätter sammelt man, wenn sie frisch ausgetrieben sind und die Blüten, wenn sie sich gerade entfaltet haben. Man trocknet sie zügig an einem warmen, luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn die Früchte reif sind, kann man auch diese ernten.



ZITWERBLÜTE tt

Die Zitwerblüte ist ein russischer Verwandter des Beifußes und des Wermuts. Ihre kleinen Rispenblüten wurden früher zur Vertreibung von Würmern verwendet. Heutzutage wird aus ihnen der wurmtötende Stoff Santonin gewonnen und als schulmedizinisches Wurmmittel angewandt.
Der Wurmsamen, auch Zitwerbeifuß, Zitwerblüte, Zitwersamen oder Wurmsaat genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Er ist eine aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion stammende Art aus der Gattung Artemisia, zu der etliche Arznei- und Zierpflanzen gehören.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Früher als Wurmmittel, Fiebermittel, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Artemisia cina
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Cina
volkstümliche Namen: Wurmsamen, Zitwer
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Santonin, Artemisin, Zineol, Ätherisches Öl, Betain, Carvacrol, Cholin, Gerbsäure, Lecithin, Terpinen

Anwendung
Achtung! Giftig. Zitwer nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.

Achtung! Verwechslungsmöglichkeit
Der Name "Zitwer" wird auf deutsch für zwei ganz verschiedene Pflanzen verwendet.
Die giftige Zitwerblüte (hier beschrieben)
Die asiatische Zitwerwurzel
Außerdem wird manchmal der Kalmus "deutscher Zitwer" genannt.
Früher wurde die Zitwerblüte gegen Würmer bei Kindern verwendet, doch diese Methode kam aufgrund der Giftigkeit der Pflanze aus der Mode. Heutzutage wird der Stoff Santonin aus der Zitwerblüte gewonnen und gezielt als Wurmmittel eingesetzt.

Nutzung
Wirkstoffe
Als Wirkstoffe wurden mehrere Sesquiterpenlactone isoliert, welche in den Blüten bis zu 6,5 % des Trockengewichtes ausmachen können. Aus dieser Stoffgruppe wurden α- und ϐ-Santonin, sowie Artemisin als die Hauptinhaltsstoffe der Pflanze identifiziert.
Verwendung
Der Name Wurmsamen deutet schon auf die Verwendung als Mittel bei Würmer hin. Das in den Blüten der Pflanze enthaltene Santonin ist ein wirksames Entwurmungsmittel, das bei Bandwürmer und andere Darmparasiten wie Madenwürmer und Spulwürmer eingesetzt wird. Die Substanzen wirken dabei anregend auf die Muskulatur der Würmer. Durch Überdosierungen kam es in den Zeiten, als noch keine sicheren Entwurmungsmittel verfügbar waren, häufig zu Vergiftungen. Daher sollte, falls eine Verwendung notwendig sein sollte, die Droge nur in Form von Fertigpräparaten angewendet werden. Als Heilpflanze wird sie auch als Zitwerblüte gehandelt, ist aber mit der zu den Ingwergewächsen gehörenden Zitwerwurzel nicht verwandt.
Symptomatik
Induziert durch den Wirkstoff Santonin führt eine Vergiftung zur Bewusstlosigkeit und epileptischen Anfällen. Bei einer Vergiftung tritt zunächst eine Sehstörung ein, der Betroffene ist nicht mehr in der Lage violett zu erkennen. Dadurch erscheint ihm seine Umgebung gelblich (Gelbsehen). Anschließend folgen starke Gallenbildung, Gelbsucht und Bauchschmerzen, sowie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Des Weiteren treten Kältegefühle auf und es kommt zu vermehrtem Speichel- und Tränenfluss. Die Pupillen sind erweitert, Atemnot setzt ein und es kommt zu einer Hämaturie durch die auftretenden Nierenschäden. Außerdem treten Gesichtsmuskelkrämpfe und Lähmungen in den Beinen auf, begleitet von einer erniedrigten Körpertemperatur, Delirium und folgendem Koma und Tod. Letzterer tritt dabei durch Atemstillstand ein. Zusätzlich zu den beschriebenen Symptomen wurden auch Halluzinationen, Benommenheit und Schwindel beschrieben.
Pharmakologie
Die Hauptinhaltsstoffe von Artemisia cina sind neurotoxisch, psychoaktiv und sehr giftig (Ib), vor allem das Santonin. Dieses zeichnet sowohl für die neurotoxische als auch halluzinogene Wirkung der Pflanze verantwortlich. Santonin wirkt dabei auf Gehirn und Rückenmark und stimuliert die motorischen Zentren. Im Körper wird die Substanz zu Hydroxysantonin metabolisiert. Dieser Stoff bewirkt eine ausgeprägte Gelbfärbung des Urins. Eine Menge von etwa 10g getrocknetem Blütenmaterial ist für einen erwachsenen Menschen tödlich. Die letale Dosis Santonin liegt dabei bei 15 mg/kg Körpergewicht. Für ein Kind können bereits 60-300 mg tödlich sein, wobei sich die Menge nicht auf ein Kilogramm Körpergewicht bezieht, sondern die Gesamtdosis angibt. Die LD50 für Mäuse ist mit 900 mg/kg bei oraler Aufnahme, 130 mg/kg bei intraperitonealer Applikation, sowie 180 mg/kg bei intravenöser Verabreichung.
Erste Hilfe und klinische Therapie
Als Sofortmaßnahme erfolgt die Gabe von Aktivkohle und Natriumsulfat. Außerdem sollte viel Flüssigkeit zugeführt werden. In der klinischen Therapie erfolgt nach der Aufnahme größerer Mengen eine Magenspülung, in der Regel mit 1% Natriumpermanganat, ebenso die Applikation von Aktivkohle, Natriumsulfat und Polyethylenglykol 400., des Weiteren eine Elektrolytsubstitution und eine Azidosebehandlung mit Natriumbicarbonat. Eine Kontrolle und Überwachung der Nierenfunktion muss ebenfalls erfolgen. Treten Krämpfe auf, erfolgt die Verabreichung von Diazepam oder Thiopental. Kommt es zu Koliken, wird Atropin verabreicht und im Falle schwerer Vergiftungserscheinungen muss intubiert und künstlich beatmet werden.

Pflanzenbeschreibung
Der Wurmsamen ist eine einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze bis strauchige Pflanze, die eine Größe bis etwa 60 Zentimeter erreicht. In Gesamtblütenständen stehen viele körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen enthalten nur wenige Blüten. Es werden Achänen gebildet. Die Färbung der Blüten ist grünbraun.
Die Zitwerblüte ist in Russland und Turkestan heimisch und wächst dort in den Steppen. Sie ist ein Halbstrauch, der bis zu 50 cm hoch wird. Die Zitwerblüte gehört in die Familie der Korbblütler. Sie ist eng verwandt mit Beifuß und Wermut. Die Pflanze hat kleine Blüten, die in Rispen stehen.


BACHBLÜTEN
Man fühlt sich sündig, gefleckt (10 Crab Apple)
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Diese Menschen fühlen sich sündig, sogar gefleckt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieses Gefühl des Sündig sein und des Gefleckten
 ablegen


BACHBLÜTEN
Man hat leicht einmal kalte Hände und Füße oder ein leeres Gefühl im Kopf (9 Clematis)
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Diese Menschen haben leicht einmal kalt Hände oder Füße, oder sogar ein leeres Gefühl im Kopf
- Mit der dementsprechenden Bachblüte bekommen sie nicht mehr so leicht kalte Hände und Füße oder ein
 leeres Gefühl im Kopf


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