Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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08.10.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Oktober > 02.10.17-08.10.17


SONNENHUT

Der Sonnenhut hat die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem anzuregen. Dies erreicht er unter anderem dadurch, dass er die Fresszellen im Blut und Gewebe aktiviert. Daher wundert es nicht, dass der Sonnenhut eine sehr beliebte Heilpflanze ist, die bei Infektneigung eingesetzt wird, beispielsweise wenn man zu Erkältungen neigt oder bei schleichenden chronischen Infektionen. Auch bei schlecht heilenden Wunden wird er oft erfolgreich eingesetzt (äußerlich und innerlich).
Die Sonnenhüte, auch Scheinsonnenhüte oder Igelköpfe genannt, sind eine  Pflanzengattung aus der  Familie der Korbblütler. Der botanische Gattungsname Echinacea ist vom altgriechischen W
ort ἐχῖνος echínos [eˈkʰiːnos] für Seeigel (Echinoidea) abgeleitet und bezieht sich auf die gattungstypischen, die Röhrenblüten überragenden, auffälligen, stachelspitzigen Spreublätter. Alle Arten haben ihre Heimat nur im östlichen und zentralen Nordamerika.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abwehrstärkung
Heilwirkung:
antibakteriell, entzündungshemmend, immunstimulierend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Abszesse, Bronchitis, Erkältung, Erysipel, Furunkel, Gelenkentzündung, Geschwüre, Grippale Infekte, Husten, Immunabwehr, Infektanfälligkeit, Karbunkel, Schlecht heilende Wunden, Schuppenflechte, Unterschenkelgeschwüre, Verbrennungen, Vorbeugung gegen Infektionen
wissenschaftlicher Name:
Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia, Echinacea pallida
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Echinacea
volkstümlicher Name:
Amerikanischer Sonnenhut, Igelkopf, Kegelblume, Kleine Sonnenblume, Rudbeckie
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock, Kraut
Inhaltsstoffe:
Echinacin, Ätherisches Öl, Echinacosid, Harzstoffe, Betain, Laevulose, Glukose, Inulin, Pentosan, Vitamin C, Fermente
Sammelzeit:
Kraut: Juli, Wurzel: März-April, Oktober
Herkunft:
Nordamerika
Anbau:
Mittlere Breiten
Standort:
Trockener Sandboden

Anwendung
Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten angeblich den Sonnenhut als Heilpflanze bei Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Heute wird er zur Unterstützung bei Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten sowie äußerlich bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Dabei finden vor allem die Arten Echinacea purpurea, pallida und angustifolia Verwendung. Die medizinische Wirkung ist in der Wissenschaft umstritten; verschiedene Studien und Metastudien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Beim Purpur-Sonnenhut wird der ausgepresste Saft der oberirdischen Pflanzenteile oder die Zubereitung als Tee verwendet. Aus einigen Sonnenhutarten gewonnene Medikamente wirken möglicherweise stimulierend auf das  Immunsystem. Dies soll durch die Beeinflussung der Aktivität der bakteriellen Gewebe-Hyaluronidase geschehen. Im Handel sind zahlreiche Fertig-Arzneimittel erhältlich.
Meistens wird der Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke erworben. Hierbei kann man im Allgemeinen zwischen Tinkturen und Tabletten wählen, die bei der innerlichen Verwendung keine großen Unterschiede in der Nützlichkeit aufweisen. Für die äußerliche Anwendung eignet sich vor allem die Tinktur. Wenn man den roten Sonnenhut im eigenen Garten anbaut, kann man das Kraut auch als Tee einsetzen. Oder man setzt selbst eine Tinktur aus Kraut oder Wurzelstock an. Bei manchen Kräuterhändlern kann man das Sonnenhut-Kraut auch kaufen, aber solche Angebote sind selten.
Tinktur
Um eine Sonnenhuttinktur selbst herzustellen, übergießt man Sonnenhutwurzeln oder -kraut in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Wirkung
Die wichtigste Wirkung des Sonnenhutes ist die Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Infektionskrankheiten können besser abgewehrt werden. Allerdings ist es ein Irrtum, zu glauben, dass der Sonnenhut eine Erkältung verhindern oder verkürzen kann, wenn die Erkältung schon begonnen hat. Vielmehr sollte man den Sonnenhut schon vorbeugend vor einer eventuellen Ansteckung einnehmen. Dadurch werden die weißen Blutkörperchen vermehrt und das Immunsystem auch anderweitig gestärkt, unter anderem durch die Stärkung der lymphatischen Organe. Ein solcherart gestärktes Immunsystem kann dann mit einer Ansteckung besser klarkommen und die Erkältung fällt aus oder verläuft sanfter. Außerdem hat der Sonnenhut eine antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt der Sonnenhut direkt auf bakterielle Infektionen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Furunkel und dergleichen. Man kann den Sonnenhut dann wahlweise als Salbe oder als Umschlag mithilfe einer Tinktur oder eines Tees anwenden. Bei solchen äußerlichen Anwendungen wirkt der Sonnenhut auch leicht schmerzstillend. Vor allem, wenn eine Wunde schlecht heilt oder eitert, kann der Sonnenhut Abhilfe schaffen.
Nebenwirkung
Normalerweise kommt es nicht zu Nebenwirkungen durch die Anwendung des Sonnenhutes. Aber wie bei allen Korbblütlern kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Magische Anwendung
Von den Einwohnern Nordamerikas wurde der Sonnenhut vor allem zur Verstärkung von magischen Ritualen eingesetzt. Dazu wurde der Sonnenhut den Göttern geopfert. Geburten fanden häufig an Plätzen statt, wo der Sonnenhut gedeiht. Bei Beerdigungen wurde der Sonnenhut als Grabbeigabe mitgegeben.

Geschichtliches
Im europäischen Altertum ist der Sonnenhut nicht bekannt, weil er eine Pflanze Nordamerikas ist. Dort wurde der Sonnenhut aber schon sehr lange als Heilpflanze angewendet. Traditionell wurde der Sonnenhut von den Einwohnern Nordamerikas vor allem gegen Wunden eingesetzt. Sie benutzten den Sonnenhut aber auch für zahlreiche andere Zwecke, insbesondere gegen alle Krankheiten, die mit Infektionen einhergehen.

Pflanzenbeschreibung
Echinacea-Arten wachsen als  ausdauernde  krautige Pflanzen, die je nach Art meist Wuchshöhen von bis zu 140 cm erreichen. Außer bei Echinacea purpurea besitzen alle Arten Pfahlwurzeln. Die aufrechten Stängel sind unverzweigt bis verzweigt. Die Pflanzen können verschieden behaart sein. Die wechselständig,  grundständig und an den Stängeln verteilt angeordneten  Laubblätter sind mehr oder weniger lang gestielt. Die einfache Blattspreite besitzt ein, drei oder fünf Blattadern. Der Blattrand ist meist glatt, manchmal gezähnt oder gesägt. Die Blattoberflächen sind manchmal glatt oder meist behaart. Die köpfchenförmigen  Blütenstände stehen einzeln endständig auf relativ langen Stielen. Die kreisförmigen Blütenkörbe weisen Durchmesser von 1,2 bis 4 Zentimeter auf. In zwei bis vier Reihen stehen 15 bis 50  Hüllblätter; sie sind in Form und Größe fast gleich bis stark verschieden. Die Blütenstandsböden sind fast kugel- oder zylinderförmig. Es sind orangefarbene bis rötlich purpurfarbene Spreublätter vorhanden, die die Röhrenblüten, als auffälliges Merkmal der Gattung, wie kleine Igelstacheln (botanischer Name!) überragen. Die Blütenkörbe enthalten acht bis 21 Zungenblüten und 200 bis über 300 Röhrenblüten. Die ungeschlechtigen Zungenblüten (Strahlenblüten) sind gelb, weiß, dunkel purpurfarben bis hell rosafarben. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten (Scheibenblüten) sind rosa- bis rötlich purpurfarben, grünlich oder gelb mit fünf Kronzipfel. Der Pollen ist meist gelb, bei E. pallida ist er meist weiß. Die drei- bis vierkantigen  Achänen sind hellbraun oder zweifarbig mit dunkel-braunem Band. Der  Pappus ist mehr oder weniger kronenförmig mit oder ohne bis zu vier markanten Zähnen.
Den Sonnenhut findet man in Mitteleuropa normalerweise nicht wildwachsend, denn er ist in Nordamerika heimisch. Weil er wegen seiner schönen Blüten gerne als Zierpflanze angepflanzt wird, und das schon seit Jahrhunderten, kommt er hin und wieder verwildert auch in Europa vor. Die Sonnenhutpflanze hat eine lange Pfahlwurzel, die tief in den Boden hineinreicht. Aus dieser Wurzel sprießt jedes Jahr aufs Neue die Sonnenhutpflanze, denn der Sonnenhut ist eine mehrjährige Staude. Der dünne Stängel wird zwischen 25 und 120 cm hoch. Er hat kurze Borstenhaare. Die Blätter sind oval bis oval-lanzettlich, teilweise rauh gesägt. Sie stehen zerstreut am Stängel. Die großen Blüten stehen einzeln oben auf dem Stängel. Sie blühen den ganzen Sommer über. Die Blüten sehen zuerst gar nicht wie richtige Blütenblätter aus, sondern eher wie Stacheln. Erst nach einer Weile sehen die Blüten wie richtige Blumen aus. Aus den Blüten entwickeln sich stachelige Samenstände, die an Disteln oder Karden erinnern.

Anbautipps
Der Sonnenhut lässt sich gut im Garten anbauen. Vor allem auf trockenen, sandigen Böden gedeiht er gut. Da er mehrjährig ist, hat man jedes Jahr wieder Freude an ihm, es sei denn, man erntet die kompletten Wurzelstöcke. Die Anzucht aus Samen ist nicht ganz einfach, denn der Sonnenhut ist ein Kaltkeimer. Das heißt, dass man die befeuchteten Samen entweder einem Winter oder einer Phase im Kühlschrank aussetzen muss, bevor sie anfangen zu keimen. Im ersten Anbaujahr ist der Sonnenhut noch recht zaghaft, doch schon im zweiten Jahr schießt er kräftig aus dem Boden und bildet viele Blüten. Wenn die Pflanzen gut gedeihen, kann man im Herbst die Wurzelstöcke teilen, und den Sonnenhut dadurch vermehren.

Sammeltipps
Die Wurzeln des Sonnenhutes werden im Frühjahr oder Herbst geerntet. Dazu gräbt man sie aus und befreit sie sorgfältig von Erde. Dann werden sie im Schatten an luftiger Stelle getrocknet. Wenn man das Kraut ernten will, nimmt man die frisch aufgeblühten Pflanzen. Man schneidet die ganzen Pflanzen dicht über dem Boden ab und trocknet sie im Schatten an luftiger Stelle.




GOLDDISTEL


Die Golddistel ist die kleine Schwester der  Silberdistel. Die Golddistel ist auf Kalkmagerwiesen in den Bergen schon von weitem an ihren golden leuchtenden Blüten zu erkennen. Die goldenen Blüten schließen sich bei feuchtem Wetter, daher auch der Name kleine Wetterdistel. Auch wenn die goldene Farbe der Hüllblätter einen höheren Wert gegenüber der Silberdistel verspricht, so besitzt die Golddistel deutlich weniger Heilkraft als die silberne Schwester.
Die Golddistel, auch Gemeine Eberwurz oder Kleine Eberwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Eberwurzen in der Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abführmittel
Heilwirkung:
abführend, brecherregend, harntreibend, schweißtreibend, wurmtreibend
Anwendungsbereiche:
Abführmittel, Brechmitteln, Diuretikum, Wurmmittel
wissenschaftlicher Name:
Carlina vulgaris L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Carline Thistle
volkstümlicher Name:
Gemeine Eberwurz, Gemeine Wetterdistel, Golddistel, Kleine Eberwurz, Kleine Wetterdistel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Inulin
Sammelzeit:
Spätherbst

Anwendung
Tee
1 Teelöffel getrockneter Wurzeln mit 250ml Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, einige Minuten kochen lassen, abkühlen lassen, abseihen. Leicht warm mit oder ohne Honig schluckweise trinken. Hilft bei Würmer, ist abführend, schweiß- und harntreibend. Erwachsene maximal 2 Tassen täglich.
Umschläge
Ein starker Tee (2 Teelöffel) oder in Essig gekocht als Umschläge hilft bei Hauterkrankungen.

Geschichtliches
Die frischen jungen Blätter wurde seit der Steinzeit zu einem Gemüse gekocht, die Blütenböden wie Artischockenböden zubereitet oder roh verzehrt, allerdings ist die Nahrungsausbeute gering. Die Wurzeln wurden als gekochtes Wintergemüse gegessen.

Pflanzenbeschreibung
Die Golddistel ist auf der Nordhalbkugel heimisch. Sie wächst bevorzugt auf sonnigen Magerwiesen und Halbtrockenrasen. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 bis 50 Zentimeter hoch. Die schmalen wechselständigen Blätter sind behaart und dornig. Im ersten Jahr und nur in diesem wächst eine Blattrosette. Der Stängel ist mehrköpfig. Die distelartigen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Die 2-3 cm großen Blüten haben goldene Hüllblätter und Röhrenblüten. Wird das Wetter feuchter und damit schlecht, so schließt sich die Blüte (Wetterdistel). Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen mit federartigem Pappus.
Vegetative Merkmale
Die Golddistel ist eine ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern. Die Laubblätter sind fiederlappig bis fiederschnittig und stachelig gezähnt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Hochsommer. Ein Stängel kann mehrere (ein bis drei) körbchenförmige Blütenstände ausbilden. Im Gegensatz zur  Silberdistel sind ihre Blütenstände wesentlich kleiner (etwa 1,5 bis 2,5 cm). Die häutigen Hüllblättchen sind bei ihr goldgelb glänzend (daher auch der Trivialname Golddistel). In jedem Blütenkorb befinden sich viele Röhrenblüten. Bereits zur Blütezeit sind die trockenhäutigen Hüllblätter abgestorben und verbleiben dauerhaft an der Pflanze. Die Golddistel ist eine der wenigen Pflanzen, die aufgrund ihres steifen, skleromorphen (austrocknungstoleranten) Stängels bis weit in das Frühjahr hinein aufrecht stehen bleiben. Die inneren Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus.

Anbautipps
Anspruchslos, wenn der Standort passt. Samen direkt an den gewünschten  Standort aussäen oder im Topf vorziehen. Ideal für den Steingarten auf kalkigem Boden in voller Sonne.

Sammeltipps
Die Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, von Seitenwurzeln befreien, in Stücke schneiden und zügig aber schonend trocknen (Sonne oder Backofen).



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