Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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08.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 07.08.17-13.08.17


ROSSFENCHEL

Plinius erwähnt unter dem Namen Phellandrium eine medizinisch gebrauchte Wasserpflanze, doch ist seine Beschreibung so lückenhaft, daß sich in ihr weder unser Wasserfenchel noch eine andere Pflanze mit Sicherheit erkennen lassen. In späterer Zeit wurde der Roß- oder Wasserfenchel gegen Pferdekrankheiten, hauptsächlich Kropf und Influenza, gebraucht und wurde von den deutschen Botanikern des Mittelalters als Cicuta aquatica s. palustris und Cicutaria abgebildet und beschrieben. Unter dem Namen Phellandrium finden wir die Pflanze zuerst bei Dodonaeus im Jahre 1583. Äußerlich wurde sie von Boerhaave zur Heilung von Gangrän, von anderen Autoren bei Krebsgeschwülsten und frischen und eiternden Wunden empfohlen. Erst 1739 machte Ernesting in Braunschweig besonders auf den Wasserfenchel aufmerksam und wies auf die Art der Anwendung, speziell als Fiebermittel, hin. Großes Aufsehen erregte der Umstand, daß Ernesting seinen an Lungenschwindsucht leidenden Bruder mit diesem Mittel wiederherstellte.

Steckbrief
Heilwirkung:
Asthma, Blähungen, Bronchitis, Brustdrüsenentzündung, Darmkoliken, Husten, Magenkoliken, Mundgeruch, Schwindel, Wunden, entzündungshemmend, schleimlösend
wissenschaftlicher Name: Phellandrium aquaticum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte (Samen)
Sammelzeit:
August und September

Botanisches
Die ein- oder zweijährige, bis 150cm hohe Pflanze mit möhrenförmiger Grundachse und sparrig verästeltem Stängel ist wegen ihrer Verschiedenblättrigkeit den Botanikern schon lange aufgefallen. Die Primärblätter besitzen linealische bis fädliche, verlängerte Zipfel letzter Ordnung. Diese werden bei der Wasserform der Phellandrium aquaticum beibehalten. Die Landform hingegen entwickelt Folgeblätter, die in allen Teilen kleiner, derber und weniger zerteilt sind. Die weißen Dolden sind acht- bis zwölfstrahlig. - Der Wasserfenchel ist in Eurasien beheimatet und bevorzugt seichte Gewässer mit schlammigem Unter-grund und luftarmem Wasser, in dem er den ganzen Winter hindurch fortvegetieren kann. Nach einmaligem Fruchten stirbt der Stängel ab. Die Pflanze kann jedoch durch überwinternde Ausläufer ausdauern. Sie gilt als giftverdächtig. Es ist wohl möglich, daß - wie bei manchen Giftpflanzen - der Stand-ort auf einen etwaigen Giftgehalt großen Einfluß ausübt. Blütezeit: Juli bis August.

Wirkung
Lonicerus rechnet den Wasserfenchel unter die Schafgarbenkräuter und schreibt ihm auch deren Wirkung, insbesondere als Wundheilmittel, zu.
Bei Bock gilt er als gift- und steinaustreibend, schmerzstillend; er wird benutzt gegen Ikterus und "schwartz Melancholiam", zu Dampf- und Wasserbädern, um Harn, Stein und Menses zu treiben und als Kosmetikum.
Matthiolus empfiehlt ihn unter der Bezeichnung "Fenchelgarb"; denen, "die gefallen oder gestürtzt sind, ist er gut mit Salz und wasser getrunken".
Johann Heinrich Lange lobt den Wasserfenchel, insbesondere in Verbindung mit Chinarinde als innerliches Mittel bei schweren infizierten Wunden, auch eitrigen Geschwüren der Gebärmutter, Blutspeien und Lungensucht.
Osiander führt Phellandrium als gebräuchliches Volksmittel gegen Phthisis an;
Hufeland und seine Nachfolger empfahlen es als ausgezeichnetes Heilmittel bei chronischen Bronchialkatarrhen, Bronchoblennorrhöe, Empyem und Lungentuberkulose wie auch bei skrofulösem Knochenfraß.
Bohn hält den Wasserfenchel für "eins der brauchbarsten Pflanzenheilmittel bei Lungenschwindsucht", und zwar bei der sich aus veralteten Katarrhen und Skrofulose entwickelnden Form mit Lungenblutungen und krampfhaften Stichen; auch bei skrofulösen, stark eiternden Ulzerationen hält er ihn für angezeigt.
Als Beruhigungsmittel und Expektorans bei akuten Katarrhen, Keuchhusten und Lungenschwindsucht wird er auch von Inverni empfohlen. In der Homöopathie wird er ebenfalls bei Lungenkrankheiten mit reichlichem, schleimigem Auswurf und zwar meist in der dritten Verdünnung gegeben. Stauffer "möchte Phellandrium als Lungenmittel nicht entbehren", warnt aber vor der Anwendung in zu großen Gaben, da es "nach Herausbeförderung des massenhaften Schleims" zu trockenem Husten, ja sogar Blutspeien kommen könnte.
Die Früchte enthalten ätherisches Öl und fettes Öl.
Verwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen):
Polen: Die Samen als Diuretikum.
Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage:
Phellandrium aquaticum beeinflußt günstig Lungenkrankheiten mit reichlichem, schleimigem Auswurf. Man gibt es mit gutem Erfolge bei Lungentuberkulose (mit Fieber, Nachtschweißen und anhaltendem Husten), Bronchitis foetida und Bronchiektasie. Auch bei Asthma wurden gute Resultate gezeitigt. Außerdem wird es bei beginnender Mastitis, Kopfschmerzen mit Augenentzündung, bei Trübsichtigkeit, Schwindel und Krampfadergeschwüren (Umschläge mit 30 Tropfen der Tinktur auf ½ Liter Wasser) empfohlen. F. Hilverkus verordnet es auch bei Schmerzen in der Brust stillender Frauen beim Saugakt.
Vereinzelt wird Phellandrium auch eine günstige Wirkung auf die Verdau-ungsorgane, so z. B. bei Blähungen und üblem Mundgeruch, zugesprochen. J. Bastian nennt als weitere Indikation noch Adipositas.
Phellandrium wird häufig im Teegemisch u. a. mit Salvia, Malva, Anisum, Foeniculum, Farfara und Plantago lanceolata verordnet.
Angewandter Pflanzenteil:
Nur die alten Kräuterbücher erwähnen die Verwendung der ganzen Pflanze (Matthiolus) oder der Wurzel und der Samen (Lonicerus). Später werden nur noch die Samen gebraucht. Auch das HAB. läßt die Tinktur aus den reifen Samen gewinnen. Ebenso wird das "Teep" aus den frischen, reifen Samen bereitet.




ZWIEBEL


In jedem Supermarkt kann man sie spottbillig kaufen, und weil sie etwas derb riecht, gilt die Zwiebel als eher unfeines Alltagsgemüse, das halt einfach so dazugehört. Dabei strotzt die Zwiebel nur so vor Heilkräften. Fast gegen jedes Leiden hat die Zwiebel Abhilfe zu bieten. Sie hält nicht nur das Gefäßsystem jung, sondern lindert auch Husten, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen aller Art und sogar Haarausfall. Es gibt kaum eine bessere Hausapotheke, die leicht verfügbar ist, als ein Beutel mit Zwiebeln in der Vorratskammer. So hat man immer ein Heilmittel zur Hand, selbst wenn am Wochenende die Apotheken geschlossen haben.
Die (in Österreich auch der) Zwiebel, auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Der Ausdruck Zwiebel bezeichnet sowohl die Pflanzenart als auch ihr typisches Speicherorgan, das auch von anderen Pflanzenarten gebildet wird. In der Umgangssprache wird die genaue Bedeutung oft nicht beachtet. In der Botanik muss immer klar sein, ob von der Art Allium cepa oder von einem Pflanzenorgan die Rede ist.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Bronchitis, Halsentzündung, Heiserkeit, Mittelohrentzündung, Infektionen, Fieber,  Kopfschmerzen, Magen anregend, Verdauungsschwäche, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Würmer, Ödeme, Geschwollene Füße, Arteriosklerose, Herz stärkend, Bluthochdruck, Skorbut, Diabetes, Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma, Gicht, Haarausfall, Insektenstiche, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, Eitrige Wunden, Hämorrhoiden, Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung, Eierstockentzündung
wissenschaftlicher Name: Allium cepa
Pflanzenfamilie:
Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name:
Onion
volkstümlicher Name:
Bolle, Fölle, Gartenzwiebel, Zibel, Zippel, Zwaibel, Zwiefel, Zwiewel
Verwendete Pflanzenteile:
Zwiebelknolle
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Vitamine, u.a. Vitamin C, Allicin, Asparagin, Kalziumoxalate, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Fumarsäure, Gerbstoff, insulinähnliches Pflanzenhormon, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Oxalsäure, Rutin, Salicylate, Senfölähnliches Glykosid, Schwefel, Trigonellin, Zink
Sammelzeit:
August bis Oktober

Anwendung
Die Zwiebel war  Heilpflanze des Jahres 2015. Als  Heildroge dienen die frischen Zwiebeln. Für die  Droge konnten  antibakterielle, den  Blutdruck, die Blutfette und den  Blutzucker schwach senkende Wirkungen nachgewiesen werden, auch gerinnungshemmende und antiasthmatische Eigenschaften wurden nachgewiesen. Die Wirkungen hierfür sollen hauptsächlich auf die antioxidativen Schwefelverbindungen der Zwiebeln zurückzuführen sein. Äußerlich verwendet man Zwiebelsaft oder Sirup bei Insektenstichen, Wunden,  Furunkeln und zur Nachbehandlung von Blutergüssen.
Es gibt vielerlei Möglichkeiten, die Zwiebel als Heilmittel einzusetzen, wobei das Essen der Zwiebel wohl am verbreitetsten ist.
Einreiben gegen Insektenstiche
Wenn man von einem Insekt, z.B. Wespe gestochen wurde, dann kann man eine Zwiebel aufschneiden und die Stichstelle damit einreiben. Sobald die Schnittkante der Zwiebel trocken geworden ist, drückt man die Zwiebel etwas zusammen, bis neuer Saft erscheint. Dann kann man die Behandlung des Insektenstiches wiederholen. Nach etwa fünf Minuten müsste der Schmerz nachlassen. In den meisten Fällen kommt es später nicht zur Schwellung der Stichstelle.
Zwiebelsäckchen gegen Ohrenentzündung
Bei Ohrenentzündungen hackt man die Zwiebel fein und wickelt sie in ein dünnes Baumwolltuch. Zum Einwickeln geht auch ein Schlauchverband oder ein Teefilter aus dünnem Filterpapier. Die Zwiebelpackung wird erhitzt, beispielsweise über Wasserdampf (Achtung! Nicht die Finger verbrühen). Die erwärmte Zwiebelpackung legt man auf das schmerzende Ohr. Am besten mit einem Schal, einer Mütze oder einem Stirnband befestigen und eine gute halbe Stunde einwirken lassen. Danach noch etwas ausruhen. Diesen Vorgang drei mal täglich wiederholen. So ein Zwiebelsäckchen kann man auch gegen Schmerzen beim Wasserlassen auf die Blasengegend auflegen.
Zwiebeltampon gegen Unterleibsentzündungen
Gegen Scheidenkatarrh, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung kann man einen Zwiebeltampon zubereiten. Dazu reibt man eine Zwiebel fein zu Mus und gibt diese Masse in Gaze. Dieses tamponartige Päckchen führt man in die Scheide ein und lässt es fünf Stunden lang einwirken. Zwei bis drei mal täglich wiederholen. Schon nach einem Tag sollte eine Besserung zu spüren sein.
Erwärmte Zwiebelscheiben
Angewärmte Zwiebelscheiben kann man auf Geschwüre, Nagelbettentzündungen und schlecht heilende Wunden auflegen. Bei grippalen Infekten kann man mehrere Zwiebelscheiben um den Hals herum festbinden und einwirken lassen. Nach einer halben Stunde den Umschlag erneuern.
Zwiebelsaft
Frischer Zwiebelsaft hilft bei Wasser in den Beinen und anderen Körperteilen. Als Einreibung hilft Zwiebelsaft gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen. Auch bei rheumatischen Schmerzen kann man durch Zwiebelsaft-Einreibung Erleichterung finden. Brüchige Finger- und Fußnägel gewinnen durch Zwiebel-saft-Einreibungen neue Elastizität.
Zwiebel im Salat
Allgemein gesundheitsfördernd, vor allem auch für die Gefäße und dadurch auch für das Herzkreislaufsystem und den Blutdruck ist es, die Zwiebel roh in den Speiseplan einzubauen. Bei  Diabetes hilft die Zwiebel, den Blutzucker zu senken und gehört daher bei jedem Diabetiker regelmäßig auf den Tisch. Damit die Zwiebel im Salat milder schmeckt, kann man sie fein würfeln und mit etwas Salz bestreuen. Das Salz lässt man eine viertel bis halbe Stunde einwirken. In dieser Zeit wird die Zwiebel-Salz-Mischung saftig. Anschließend kann man Essig dazugeben und wieder eine viertel bis halbe Stunde einwirken lassen. Nach dieser Zeit sind die Zwiebeln mild und süß.
Zwiebelgemüse
Für viele Gerichte gehören gebratene oder gedünstete Zwiebeln standardmäßig dazu. Aber nur selten werden Zwiebeln als eigenständiges Gemüse zubereitet. Dabei schmecken sie sehr zart und süß. Man kann sie entweder einfach ungeschält in Wasser kochen. Anschließend flutschen sie förmlich aus den Häuten. Sehr lecker schmecken sie so mit Pellkartoffeln und Quark. Oder man dünstet sie mit etwas Pflanzenöl an. Wer es mag gießt einen Schuss Wein dazu, sobald die Zwiebeln leicht glasig sind. Mit Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt, wahlweise auch mit Thymian und nach gut zwanzig Minuten ist ein leckeres Gemüse fertig.

Pflanzenbeschreibung
Die Küchenzwiebel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in der Kultur jedoch meist nur ein- oder zweijährig gehalten und dann geerntet wird. Ihre  Sprossachse bleibt bis zur Blütenbildung zu einem flachen scheibenförmigen Gebilde gestaucht, das Zwiebelscheibe oder Zwiebelkuchen genannt wird. Das  Apikalmeristem auf der Oberseite der Zwiebelscheibe bringt an seinem Rand, abwechselnd gegenüberliegend und daher scheinbar zweizeilig, etwa 10 bis 15 ungestielte, deutlich in Unter- und Oberblatt gegliederte  Laubblätterhervor. Die Unterblätter sind von weißlicher Farbe mit grüner Aderung, ähnlich wie  Blattscheiden geformt, und umgreifen einander straff, sodass sie in ihrem oberen Teil einen mehrere Zentimeter langen  Scheinspross bilden, im unteren Teil fleischig verdickt die bekannte „Zwiebel" als  Speicherorgan. Die rein grünen Oberblätter verwachsen zu Röhren mit geschlossener Spitze, die hohl und im Querschnitt annähernd oval sind. Ihre Zellanordnung ist die eines bifazialen Blattes, die Außenseite der Röhre entspricht der Oberseite. Sind die biologischen Voraussetzungen für eine Blütenbildung gegeben, gewöhnlich erst ab der zweiten  Vegetationsperiode, streckt sich die Zwiebelscheibe zu einem 20 bis 120 cm langen, unbeblätterten, röhrighohlen, im Querschnitt kreisförmigen  Infloreszenzschaft, der im unteren Teil bauchig aufgetrieben erscheint. Das Apikalmeristem verbleibt an seiner Spitze und bildet keine neuen Laubblätter mehr. Der Blütenstand ist eine fast kugelförmige Scheindolde aus 20 bis mehr als 100 Einzelblüten, die vor dem Aufblühen noch von einem Hochblatt umhüllt sind. Die Blüten sind 20 bis 40mm lang gestielt, ihre Blütenhüllblätter sind weißlich mit grünem Mittelnerv. Die Blütenbildung setzt voraus, dass die Pflanze zunächst eine gewisse Zahl von Blättern entwickelt hat und außerdem gegen Ende der vorigen Vegetationsperiode oder in der  Ruheperiode für gewisse Zeit niedrigen Temperaturen ausgesetzt war. Im Pflanzenbau nennt man derartige Vorgänge Vernalisation. Die nötige Temperatur und deren Einwirkungsdauer sind von der Sorte und von der Trockenmasse der einzelnen Zwiebel abhängig. Bei handelsüblichen mitteleuropäischen Sorten rechnet man mit ungefähr 6 °C über mindestens zwei Wochen. Relativ hohe Temperaturen während der Ruheperiode können einen bereits initiierten Blütenansatz wieder vernichten. Davon wird im Ertragsanbau Gebrauch gemacht, wenn eine Blütenbildung unerwünscht ist.
Die Nährstoffspeicherung und damit die Ausbildung des Speicherorgans wird von der Photoperiode bestimmt, d. h., sie kommt nur bei einem bestimmten Verhältnis von Tag- und Nachtlänge in Gang. In Anpassung an die entsprechenden Gegebenheiten verschiedener geographischer Breiten hat die Züchtung zur Differenzierung in sogenannte Langtag- und Kurztagsorten geführt. Diese Bezeichnungen sind nicht gleichzusetzen mit den sogenannten Langtag- und Kurztagpflanzen der biologischen Terminologie, bei denen es ausschließlich um die Blütenbildung geht. Wenn die Belichtungsansprüche der jeweiligen Sorte nicht erfüllt sind, kann die Zwiebelpflanze zwar Blätter, Blüten und Sa-men bilden, aber keine oder nur eine unterentwickelte Zwiebel. Das Speicherorgan wird von der Botanik als Schalenzwiebel eingestuft, weil sie aus Teilen normaler Laubblätter entsteht, im Unterschied zu Schuppenzwiebeln, die aus Niederblättern hervorgehen. Neben den voll ausgebildeten Laubblättern kommen bei der Küchenzwiebel jedoch auch solche vor, die nur aus dem Unterblatt bestehen. Dadurch ist die Zahl der in einer Zwiebel anzutreffenden Schalen meist größer als die der zuvor ohne weiteres sichtbaren Blätter. Zwischen den Blatt- bzw. Schalenansätzen, d. h. achselständig, werden auf der Oberfläche der Zwiebelscheibe außerdem eine oder mehrere Knospen angelegt, die das Wachstum in der nächstfolgenden Vegetationsperiode fortsetzen und dabei die in den vorjährigen Schalen gespeicherten Nährstoffe aufbrauchen. Die ausgezehrten Schalen vertrocknen zu papierdünnen Häuten, die sich noch lange Zeit halten und eine schützende Hülle um die neue Zwiebel bilden. Die Züchtung hat sich auch dieses Merkmals angenommen und darauf orientiert, dass die „gewöhnliche" Küchenzwiebel möglichst nur eine einzige Erneuerungsknospe und damit eine einfache Zwiebel bildet. Bei den als Schalotten bezeichneten Sorten sind dagegen mehrere Knospen und somit Tochterzwiebeln erwünscht, weil sie zur vegetativen Vermehrung benötigt werden.
Ursprünglich kommt die Zwiebel wohl aus Indien. Doch schon im Mittelalter wurde sie auch in Europa bekannt. Heutzutage ist sie aus den Gärten nicht mehr weg zu denken und gehört zu den wichtigsten Gemüsen, die man über-all preiswert kaufen kann. Beim Anbau der Zwiebeln kann man entweder kleine Mutterzwiebeln in den Boden stecken oder man kann sie auch säen. Die Methode mit den Steckzwiebeln bringt schneller dickere Zwiebelknollen als Ergebnis. Die Zwiebelstängel sind gleichzeitig auch die Blätter. Sie sind rund, hohl und fleischig und wachsen etwa einen halben Meter in die Höhe. Diese sogenannten Schlotten kann man als frisches Grüngemüse essen. Aber wenn man zu viele davon abschneidet, wird das Wachstum der Knolle beeinträchtigt. Im Hochsommer wird einer der Stängel besonders dick und lang und bildet eine Knospe aus. Wenn man die Zwiebelknolle ernten will, muss man diese Blütenstängel abschneiden. Aber wenn man Saatgut gewinnen will oder eine schöne Blüte genießen will, kann den Blütenstängel stehen lassen. Zuerst ist die Knospe von einer Hülle umgeben, die sich allmählich ablöst und einer kugelrunden Blüte Platz macht.



BACHBLÜTEN
Meistens fühle ich mich verunsichert (28 Scleranthus)
-
Diese Menschen fühlen sich immer verunsichert, auch wenn es keine Gründe dafür gibt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Unsicherheit bekämpfen


BACHBLÜTEN
Man erlebt das Leben eines anderen mit, so als wäre es das eigene (25 Red Chestnut)
-
Diese Menschen leben das Leben eines anderen mit, als wäre es das Eigene  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen dieses Verhalten ablegen


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