Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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08.05.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Mai > 06.05.19-12.05.19


SAATWUCHERBLUME
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Die Saatwucherblume ist eine gelb blühende Pflanze, die einer Margerite ähnelt. Sie war einmal eine weit verbreitete Pflanze, die überall auf den Äckern und in den Getreidefeldern zu finden war. Weil die Saatwucherblume überall im Mitbewerb zu den Nutzpflanzen stand, wurde im Laufe der Jahrhunderte die Pflanze bekämpft. Erst mit der modernen Landwirtschaft wurde die Pflanze selten und findet sich heute öfters in Ziergärten. Der Einsatz als Heilpflanze war und ist kaum gebräuchlich, da es wirksamere Pflanzen gibt.
Die Saat-Wucherblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der  Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Antiseptikum, Wurmmittel
Heilwirkung:
antiseptisch, gerinnungshemmend, harntreibend, magenstärkend, wurmabtreibend
Anwendungsbereiche:
Infektionen, Magen, Gelbsucht, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Corn Marigold, Corn Daisy
volkstümlicher Name:
Goldblume, Saat-Margerite, Saatwucherblume, Twölfgrotenblume, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, frische Triebe, Samen
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Cumarine
Sammelzeit:
Mai bis Oktober

Anwendung
Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur. Es gibt fast keine Aufzeichnungen zur genauen Anwendung. Samen und getrocknete Blätter wurden in Tees genutzt. Zeitweise die frischen Triebe als einigendes Gemüse (gegen Würmer?). Wegen des möglichen Cumarin-Gehalts ist die Pflanze leicht giftig, daher sollte die Pflanze nicht als Gemüse gegessen werden.

Geschichtliches
Vermutlich hat die Saatwucherblume ihren Ursprung im Mittelmeerraum, durch den Getreideanbau und die Dreifelderwirtschaft verbreitete sie sich mit dem Ackerbau in ganz Europa und später in Nordamerika. Problematisch ist, dass die Saatwucherblume das Getreide und andere Nutzpflanzen überwuchert und erstickt. Im Mittelalter verbreitete sich die Saatwucherblume so stark, dass lokale Gesetze gegen das gefürchtete Unkraut erlassen wurden um die Ausbreitung zu verhindern. Der Name Twölfgrotenblume entstand aus der Strafe von zwölf Groten, wenn man auf dem Acker die Saatwucherblume gefunden wurde. Zeitweise wurde die Saatwucherblume auch als Gewürz und Färbemittel genutzt. Durch modernen Ackerbau und Unkrautvernichtungsmittel findet man die Saatwucherblume im normalen Acker nicht mehr. Sie ist mittlerweile eine der seltenen Pflanzen geworden. Ab- und zu werden kleiner Bestände durch Begrünungsansaaten eingeschleppt.

Pflanzenbeschreibung
Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.
Die Saatwucherblume ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen Boden. Die einjährige Pflanze wird bis 20 bis 80 cm hoch. Die Blätter sind etwas dickfleischig. Die Saatwucherblume blüht von Mai bis August. Die gelben Blüten haben einen Durchmesser von 30-55 mm.

Anbautipps
Die Saatwucherblume stellt keine besonderen Ansprüche. Die Aussaat erfolgt im Frühling (April bis Ende Mai). Der Boden und Gießwasser müssen kalkarm sein, ein feinkrümeliges Saatbett ist von Vorteil und die Bedeckung darf maximal ein halber Zentimeter stark sein. Man sollte aber darauf achten, dass die Pflanze im Garten sich nicht zu stark ausbreitet und ihrem Namen alle Ehre macht. Das Saatgut bekommt man im Online-Samenhandel oder ist in einigen Sommerblumen- und Bauerngartenmischungen enthalten.

Sammeltipps
Im Frühjahr die frischen Triebe für Gemüse. Im Frühsommer die Blüten als Färbemittel. Im Herbst die Samen.




WAHRER BÄRENKLAU

Im Mittelmeerurlaub begegnet einem der Wahre Bärenklau möglicherweise als Zierpflanze und vielleicht auch wildwachsend in der Buschlandschaft der Macchia. Wenn man seinen deutschen Namen hört, traut man seinen Ohren kaum, denn diese Pflanze hat kaum etwas gemein mit den mitteleuropäischen  Bärenklauarten. Viel eher erinnert der Wahre Bärenklau an den Fingerhut oder den Eisenhut, mit denen er aber nicht verwandt ist. Als Heilpflanze ist der Wahre Bärenklau hierzulande überhaupt nicht geläufig, dabei hat er im Altertum eine wichtige Rolle gespielt und lässt sich für eine ganze Reihe von Krankheiten einsetzen.
Wahrer Bärenklau ist eine Pflanzenart aus der Gattung Akanthus innerhalb der Familie der Akanthusgewächse. Sie ist im  Mittelmeerraum verbreitet. Gelegentlich findet sie Gebrauch als Zierpflanze. Im deutschen Sprachraum ist auch die Bezeichnung Weicher Bärenklau gebräuchlich. Der Wahre Bärenklau ist aber nicht näher verwandt mit der auch als Bärenklau bekannten Gattung Heracleum aus der Familie der  Doldenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Atemwegserkrankungen, Verstauchung, Wundheilung
Heilwirkung:
abführend, adstringierend, entzündungshemmend, erweichend, galletreibend, harntreibend, lindernd, schleimlösend, schmerzstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Blaue Flecken, Brandwunden, Bronchitis, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Grippe, Halsschmerzen, Hautausschlag, Herpes, Husten, Mundschleimhautentzündung, Neurodermitis, Prellung, Quetschung, Rachenentzündung, Schmerzen, Schnupfen, Unterleibsentzündung, Verbrennung, Verbrühung, Verdauungsbeschwerden, Verrenkung, Verstopfung, Wunden, Zerrung
wissenschaftlicher Name:
Acanthus mollis
Pflanzenfamilie:
Akanthusgewächse = Acanthaceae
englischer Name:
bear's breeches, oyster plan
andere Namen:
Bärentapen, Weicher Bärenklau, Weicher Akanthus, Weiche Bärentatze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Kraut
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Tannine, Bitterstoffe, Harze, Mineralsalze

Anwendung
Acanthus mollis wird als  Zierpflanze verwendet und ist nur bedingt winterhart, weshalb sie über klimatisch begünstigte Regionen Mitteleuropas hinaus nur selten gepflanzt wird. In alter Zeit wurde die branca ursina (lat. Bärenklaue) genannte Pflanzenart als Zutat zu Medikamenten eingesetzt. Im Jahr 1542 wurde diese Pflanzenart mit dem Namen Bärentāpe bezeichnet und einer ihrer Trivialnamen ist auch heute noch Bärentap(p)e. Früher war der Wahre Bärenklau offizinell, das heißt er musste in jeder Apotheke vorgehalten werden. Heutzutage kennt niemand mehr diese Heilpflanze, obwohl das Anwendungsspektrum sehr vielfältig ist. Warum der Wahre Bärenklau als Heilpflanze in Vergessenheit geraten ist, habe ich leider nicht herausgefunden. Verwendet wurden das oberirdische Kraut, die Blätter und die Wurzel. Vermutlich gab es ihn in den üblichen Zubereitungsformen Tee, Tinktur und Kräuterwein. Für die äußerliche Anwendung wurde vielleicht auch eine einfache Salbe hergestellt. Die Liste der traditionellen Anwendungsgebiete deutet auf eine Universalmedizin hin. Wahrer Bärenklau soll bei Erkältungen und die damit verbundenen Atemwegsprobleme wie Husten, Schnupfen, Halsweh und dergleichen helfen. Auch die Verdauung profitiert, sei es bei Verstopfung oder dem Gegenteil dem Durchfall. Äußerlich wurde der Wahre Bärenklau gegen Hautentzündungen wie z.B. Ekzeme eingesetzt, aber auch bei Wunden, insbesondere bei Brandwunden. Außerdem gehören Verstauchungen zu den Einsatzgebieten des Wahren Bärenklaus.

Geschichtliches
Der Wahre Bärenklau war im Altertum wegen der Symmetrie seiner Blattmaserungen bekannt und diente als Inspiration für griechische Säulenverzierungen. Auch in der Medizin wurde der Wahre Bärenklau schon frühzeitig verwendet. Dioskurides empfiehlt ihn unter anderem für Verrenkungen, Brandwunden und Durchfall. Im Mittelalter wurde der Wahre Bärenklau noch gerne als Heilpflanze verwendet. Matthiolus (1563) schätzt den Wahren Bärenklau sehr und empfiehlt den gekochten Wurzelbrei für Verrenkungen, Gicht und den Brand (unklar ob hier Wundbrand oder Brandwunden gemeint sind). Die Blätter könne man als Pflaster anwenden, um Geschwülste zu erweichen. Weinmann (1737) empfiehlt ihn für Verletzungen und vergleicht ihn mit dem Beinwell.

Pflanzenbeschreibung
Der Wahre Bärenklau ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Die aufrechte Sprossachse ist unverzweigt. Die grundständigen, 40 bis 60 Zentimeter langen und 15 Zentimeter breiten Laubblätter sind lang gestielt, länglich-eiförmig, fiederspaltig mit am Ansatz nicht verschmälerten, an der Spitze nicht verdornten Fiederabschnitten, der Blattrand ist eingeschnitten gezähnt. Sie sind kahl bis kurz flaumig behaart. Die wenigen, mehr oder minder ungestielten Blätter am Stängel sind 1 bis 3 Zentimeter lang, mehr oder minder eiförmig, ihr Rand dornig gezähnt. Die kahlen Tragblätter sind eiförmig und bis zu 4 Zentimeter lang. Der Blütenstand ist eine dichte, aus zahlreichen, attraktiven Blüten zusammengesetzte zylindrische  Ähre. Der unbehaarte Kelch ist rund 4 Zentimeter lang. Die  Krone 4 bis 5 Zentimeter lang und von weißer Farbe mit purpurner Nervatur. Die Oberlippe ist stark reduziert, die Unterlippe dreigelappt. Wahrer Bärenklau ist in den Mittelmeerländern heimisch. Er wächst bevorzugt in Buschlandschaften, wird aber auch häufig als Zierpflanze angebaut. Wo er sich wohlfühlt, macht er sich oft so breit, dass man von einer invasiven Pflanze spricht. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst fiederspaltige, gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter werden bis zu 60 Zentimeter lang. Auffällig ist die weißliche Maserung der Blätter und ihre gezackte Form, die zu Säulenverzierungen inspiriert haben. Später wächst der Stängel empor. An ihm wachsen nur wenige kleine Blätter. Die auffälligen Blüten erscheinen im Frühsommer. Man sieht sie von Mai bis August. Die Blütenstände sind sehr lang und unverzweigt. Die einzelnen Blüten stehen kreuzgegenständig am Blütenstängel. Sie sind unten weiß bis zartrosa und oben rot bis violett. Das obere, dunkle Blütenblatt wölbt sich wie ein Helm über die hellere Gruppe der unteren Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Kapseln mit zwei bis vier Fächern, in denen sich jeweils ein Same befindet.

Anbautipps
Um den Wahren Bärenklau in Mitteleuropa anbauen zu können, braucht man einen sehr geschützten, warmen Standort, der vor Frost weitgehend geschützt ist. Im Zweifelsfall kann man die Pflanze in großen Kübeln anbauen. Zum Anbau kann man entweder fertige Pflanzen, Teile des Wurzelstocks oder Samen verwenden.



BACHBLÜTEN
Du bist dir selbst und anderer gegenüber streng und unnachgiebig (3 Beech)
- Diese Menschen sind sich selbst und anderen Menschen gegenüber sehr streng und unnachgiebig
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Strenge und Unnachgiebigkeit allmählich ablegen

BACHBLÜTEN
Willenschwäche, kann nicht nein sagen (4 Centaury)
- Diese Menschen haben eine Willenschwäche und können auch zu niemanden nein sagen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie ihnen Willen stärken und können endlich wieder nein sagen

ERNÄHRUNG
Allergie
Allergie bedeutet „anders reagieren" und ist die mangelnde Fähigkeit das Immunsystems auf körperfremde Substanzen (z.B. Hausstaubmilben, Blütenpollen, Tierhaare, Milcheiweiß) angenommen werden zu ragieren.
Milchallergie äußert sich unterschiedlich Hauterkrankungen, Erkältung und Bronchitis treten bei entsprechender Veranlagung auf.


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