Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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08.05.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Mai > 07.05.18-13.05.18


PESTWURZ  

Die Pestwurz zeigt im zeitigen Frühjahr bizarre Blüten, die in kolbenartigen Blütenständen in Traubenform in den Himmel ragen. Aus den zunächst kleinen Blättern wachsen nach der Blütezeit wahre Riesen heran, die in der Form an Huflattichblätter erinnern, aber viel größer sind. Früher wurde die Pestwurz so sehr geschätzt, dass man ihr sogar eine Wirkung gegen Pest nachsagte. Dann wurde die Heilwirkung der Pestwurz nahezu vergessen, bis man entdeckte, dass die Pestwurz gegen Migräne helfen kann. Auch gegen Asthma und Heuschnupfen kann man sie verwenden, was sie bei der heutigen, verbreiteten Allergieneigung zu einer wichtigen Heilpflanze macht.
Die Gewöhnliche Pestwurz, auch Bach-Pestwurz oder Rote Pestwurz genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Migräne, Asthma, Heuschnupfen
Heilwirkung: beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Allergien, Blasenentzündung, Bronchitis, Darmkrämpfe, Gallenschwäche, Geschwüre, Gicht, Harnwegsinfekte, Hautleiden, Herzschwäche, Husten, Ischias, Kopfschmerzen, Leberleiden, Menstruationsbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Reizmagen, Rheuma, Wunden
wissenschaftlicher Name: Petasites hybridus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Butterbur
volkstümliche Namen: Bach-Pestwurz, Echte Pestwurz, Gebräuchliche Pestwurz, Gemeine Pestwurz, Gemeiner Pestwurz, Gewöhnliche Pestwurz, Großer Huflattich, Rote Pestwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Petasin, Schleim, Polyphenole, Alkaloide, Pyrrolizidinalkaloide, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Mai bis August

Anwendung
Am besten verwendet man die Pestwurz in Form von standartisierten Extrakten, bei denen die potentiell leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide entfernt wurden. Moderne Pestwurzzüchtungen enthalten gar keine oder kaum Pyrrolizidinalkaloide mehr, sodass man die Zubereitungen aus solchen Pflanzen bedenkenlos dauerhaft anwenden kann.
Anwendung gegen Migräne
Neuere Studien haben ergeben, dass die kurmäßige Anwendung der Pestwurz die Anzahl der Migräneanfälle bei Migränepatienten um etwa die Hälfte senken kann. Dazu wird die Pestwurz über einen längeren Zeitraum vorbeugend eingenommen und nicht erst beim akuten Migräneanfall. Die Pestwurzwirkung bei Migräne hängt mit der Entkrampfung der Blutgefäße im Gehirn zusammen, denn Migräne entsteht durch Gefäßverkrampfungen im Gehirn.
Heuschnupfen und Asthma
Pestwurz wirkt vergleichbar stark wie ein medizinisches Antihistaminikum bei Allergien. Daher kann man die Pestwurz beispielsweise bei Heuschnupfen einsetzen. Außerdem kann man Pestwurz gegen Asthma verwenden. Bei dieser Anwendung kommt die entkrampfende Wirkung zur antiallergischen Wirkung hinzu.
Krämpfe im Verdauungssystem
So wie die Pestwurz Krämpfe in den Blutgefäßen lindern kann, entkrampft sie auch die Verdauungsorgane. Daher wirkt Pestwurzextrakt bei Krämpfe und Koliken von Magen und Darm. Außerdem kann man die Pestwurz bei etliche andere Beschwerden verwenden, wie beispielsweise Herzschwäche, Periodenkrämpfe oder Gicht.
Äußerlich
Äußerlich kann man Zubereitungen aus den Pestwurzblättern oder dem Wurzelstock bei Wunden und Geschwüre anwenden.
Historische Verwendung
Griechen und Römer schätzten die Pestwurz im 1. Jahrhundert gegen bösartige Geschwüre ebenso wie die Menschen im Mittelalter, die sie bei die Pest einsetzten. In der Volksmedizin werden verschiedene Zubereitungen der Pflanze auch als schleimlösende Hustenmittel und als Kühlmittel bei Insektenstichen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde erstmals die spasmolytische und analgetische Wirkung erkannt und die Pflanze bzw. deren Zubereitungen wurden für die medizinische Anwendung neu entdeckt. In Japan werden zu Beginn der Frühlingszeit im April Pestwurzjungpflanzen gesammelt die gerade aus dem Erdreich stoßen. Sie werden als Tempura fritiert und verzehrt. Sie sind leicht bitter im Geschmack und heißen auf japanisch "Fukino tou".
Moderne Verwendung
Vor Zubereitungen als Tee aus Pestwurzblättern oder -wurzeln wird gewarnt, denn im Naturzustand enthält die Pflanze Substanzen mit mutagener, krebserregender und möglicherweise toxischer Wirkung auf die Leber. Für standardisierte Fertigpräparate jedoch werden nur Pflanzen aus kontrolliertem Anbau einer pyrrolizidinalkaloidarmen Chemovarietät verwendet; darüber hinaus werden verbliebene Pyrrolizidinalkaloidrestmengen durch spezielle Extraktionsverfahren weitgehend entfernt. Heute werden Pestwurzextrakte in verschiedenen Phytopharmaka eingesetzt, wobei die spasmolytische Wirkung auf die glatte Muskulatur im Vordergrund steht. Dazu werden bevorzugt Extrakte aus dem Rhizom verwendet. Indiziert sind sie z. B. bei Spasmen des Gastrointestinaltrakts und krampfartigen Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege. Daneben werden Pestwurz-Zubereitungen z. B. bei der Migräneprophylaxe eingesetzt. Eine mögliche Wirksamkeit bei primärer Dysmenorrhoe oder eine verbesserte Ventilation bei Asthma bronchiale wurde ebenfalls festgestellt. Ein standardisierter CO2-Extrakt aus den Blättern wird als Antiallergikum eingesetzt; durch wissenschaftliche Studien wurde seine Wirksamkeit belegt. In Deutschland ist seit 2009 kein Pestwurzpräparat mehr auf dem Markt, nachdem die Zulassung für das Präparat Petadolex erloschen ist. Seit den 60er Jahren ist bekannt, dass Petasites hybridus in zwei Chemovarietäten existiert. Die eine enthält sogenannte Furanoeremophilane und Eremophilanlactone, die in den Pflanzen des anderen Typs nicht zu finden sind. Diese andere (Petasin-)Varietät enthält zum Beispiel Petasin, Neopetasin und Isopetasin. Letzteres entsteht möglicherweise erst bei der Lagerung. Auch scheint eine Mischvarietät zu existieren, die Petasine und Furanopetasine enthält. Die als Pyrrolizidinalkaloide bezeichneten Inhaltsstoffe sind Esteralkaloide, deren Grundgerüst das Necin darstellt. Als toxisch gelten Substanzen, wenn im Necingerüst zwischen Position 1 und 2 eine Doppelbindung vorliegt. In der Leber werden diese Substanzen zu Pyrrolen umgewandelt, die an DNA und RNA bin-den können und somit Proteinsynthese und Zellteilungbeeinträchtigen. Dadurch kommt es zu Stoffwechselstörungen und Lebergewebeschäden. Pyrrolizidinalkaloide werden aus Extrakten zur Herstellung von Phytopharmaka entfernt.

Geschichtliches
In der Antike wurde die Pestwurz in Griechenland und bei den Römern bei Geschwüre und schlecht heilende Wunden eingesetzt. Im Mittelalter versuchte man mit der stark riechenden Pestwurz die Pest zu vertreiben. Auch bei Husten wurde die Pestwurz schon frühzeitig angewendet. Schon im 19. Jahrhundert wurde die schmerzstillende und krampflösende Wirkung der Pestwurz festgestellt. Doch obwohl sie bei moderne Plagen wie Migräne und Heuschnupfen ausgesprochen wirksam ist, wird sie bislang noch nicht sehr häufig eingesetzt, aber immerhin wird sie heutzutage als wichtige Heilpflanze anerkannt. In vielen Kräuterbüchern sucht man die Pestwurz jedoch vergeblich.

Pflanzenbeschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht zur Blütezeit Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter, zur Fruchtzeit bis 120 Zentimeter. Das Rhizom ist zirka 4cm dick, bräunlich und an den Gliedenden verdickt. Die rundlichen Laubblattspreiten können bis 60cm im Durchmesser erreichen. Die Unterseite der Blätter ist grauwollig, später verkahlend. Die Blütenstände erscheinen zwi-schen März und Mai noch vor den Grundblättern. Der zusammengesetzte, traubige Blütenstand besitzt zahlreiche, dicht stehende rötlich-weiße bis rot-violette Blütenköpfe (Teilblütenstände). Die männlichen Blütenköpfe werden etwa 7 bis 12 mm lang und sind etwa doppelt so groß wie die weiblichen. Die Pestwurz ist in Mittel- und Nordeuropa heimisch. Sie wächst am liebsten an Flussufern oder an anderen feuchten Stellen. Der Wurzelstock ist mehrjährig und wird etwa vier Zentimeter dick. Im zeitigen Frühjahr zwischen März und Mai erscheinen die Blüten, die wie bizarre Kolben aussehen. Mehrere rötliche Blütenköpfe gruppieren sich traubig um einen Blütenstängel und bilden den typischen Pestwurzkolben. Während der Blütezeit sind die Blätter der Pestwurz noch relativ klein.
Erst nach dem Verblühen wachsen die riesigen Blätter, die zu den größten Blättern in Mitteleuropa gehören. Die Blätter werden bis zu 60cm breit. Die Form der Blätter erinnert an Huflattichblätter, was nicht weiter verwunderlich ist, denn die beiden sind nahe verwandt. Anfänglich sind die Blätter auf der Unterseite wollig behaart. Diese Behaarung verliert sich aber im Laufe des Sommers.



QUENDEL

Der Quendel ist der wilde Bruder des Thymians. Er ist in Mitteleuropa heimisch und wächst an Stellen, die anderen Pflanzen zu trocken, steinig und sonnig sind. Dort an steinigen Plätzen, auf die die Sonne knallt, bildet der Quendel ganze Teppiche, die im Sommer rosafarben blühen und schon von weitem herbwürzig duften. In der Pflanzenheilkunde kann man den Quendel sehr ähnlich einsetzen wie den Thymian. Er hilft gegen Husten, stärkt die Verdauung und lindert Frauenbeschwerden. Auch gegen entzündliche Hautprobleme und Gelenkschmerzen kann man diese vielfältige Heilpflanze verwenden.
Der Sand-Thymian oder Feld-Thymian, auch Quendel und Rainkümmel, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Thymiane innerhalb Familie der Lippenblütler. Es sind zwei Unterarten bekannt.

Steckbrief
Heilwirkung: Eigenschaften: antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, Atemwege: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Hustenkrampf, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Heiserkeit, Luftröhrenkatarrh, Verdauungssystem: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Unterleibskrankheiten, Periodenkrämpfe, Geburtserleichternd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Bewegungsapparat:  Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, Haut: Schlecht heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
wissenschaftlicher Name: Thymus serpyllum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Wild Thyme
volkstümlicher Name: Feld-Thymian, Sand-Thymian, Betony, Feldbulla, Feldkümmel, Feldpoley, Geismajoran, Geschwulstkraut, Grundling, Hollaien, Hühnerbolle, Immenkraut, Keale, Kinderkraut, Kounala, Kranzlkraut, Kudelkraut, Kückenkümmel, Kundenkraut, Kunderle, Liebfrauenbettstroh, Marienbettstroh, Quandl, Quenula, Rainbadkraut, Rainkinderle, Rauschkraut, Rainkümmel, Violetter Bohler, Wilde Meron, Wilder Thymian, Wilder Zimt, Wurstkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Carvacrol, Citronellol, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Camphen, Pinen, Terpineol, Thymol
Sammelzeit: Mai bis September

Anwendung
Der Sand-Thymian wird zerstreut bis selten als Zierpflanze in Steingärten, Einfassungen und Naturgärten, in Sandgebieten auch in Heidegärten genutzt. Es gibt einige Sorten. Die oberirdischen Teile werden getrocknet als Pflanzenheilmittel verwendet. Sie beinhalten die Wirkstoffe Terpene, Carvacrol und Thymol. Ein Aufguss aus Sand-Thymian wird bei grippalen Infekten eingesetzt. Aus dem blühenden Kraut wird auch das ätherische Quendelöl gewonnen. Sand-Thymian ist eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von 1 Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von bis zu 149kg ergeben.
Atmungsorgane
Der wichtigste Einsatzbereich des Quendels sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Quendel Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Quendel auch gut bei Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Außerdem löst der Quendel den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.
Verdauung
Der Quendel regt die gesamte Verdauung an. Daher eignet er sich auch als Gewürz für schwer verdauliche Gerichte. Auch bei Blähungen und Sodbrennen kann der Quendel helfen.
Frauenheilkunde
Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Quendel als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Quendel Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Die Geburt kann durch Quendel erleichtert werden. Darauf deuten auch die Namen Kinderkraut, Liebfrauenbettstroh und Marienbettstroh hin. Mit Quendel und anderen "Bettstroh"-Kräutern wurden früher die Matratze von Wöchnerinnen ausgestopft, um ihnen die Zeit nach der Geburt und den Lebensstart für das Baby zu erleichtern.
Achtung! Quendel sollte nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.
Nervensystem
Der Quendel gilt auch als Heilpflanze für das Nervensystem. Er soll Einschlafstörungen lindern können. Früher wurde er auch bei Epilepsie eingesetzt.
Tee
Bei Husten, Verdauungsprobleme, Frauenkrankheiten und Nervenschwäche hilft der Quendel am besten in Form eines Teeaufgusses. Dazu übergießt man einen Teelöffel Quendelkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süßen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.
Äußerlich
Äußerlich kann man den Quendel gegen die Folgen kleiner Unfälle, wie Quetschungen und Prellungen anwenden und auch gegen Wunden und Hautentzündungen. Für Einreibungen kann man eine Quendeltinktur ansetzen und verwenden. Mit Quendeltee kann man Bäder durchführen oder Waschungen und Umschläge.
Küche
Quendel ist ein kräftiges Gewürz für die mediterrane Küche, ähnlich wie sein kultivierter, südländischer Bruder Thymian. Bei schweren Fleischgerichten erleichtert er die Verdauung. Auch Gemüsegerichten und Suppen verleiht der Quendel ein würziges Aroma.

Geschichtliches
Obwohl der Quendel in Mitteleuropa heimisch ist und das Mittelmeer eher die Heimat des Thymians ist, berichtet in der Antike schon Plinius Secundus vom Quendel, den er als "Serpyllum" bezeichnet, was heute noch sein wissenschaftlicher Artname ist. Plinius schreibt, dass der Quendel schon 200 v. Chr. ein Teil des berühmten Theriaks gewesen sein soll, ein Heiltrank, der gegen Gifte aller Art schützen sollte. Im Sizilien des Altertums wurde der Quendel zusammen mit Rosen der Göttin geopfert um die Liebe zu fördern. Die Germanen weihten den Quendel der Göttin Freya. Später wurde er zum Marienkraut umdefiniert, wie es so vielen Heilpflanzen der Frauenheilkunde erging. Auch Hildegard von Bingen erwähnt den Quendel unter der Bezeichnung "Quenula". Das Volk glaubte auch lange, dass der Quendel Dämonen abwehren könnte. Kränze aus Quendel wurden geweiht und in Stall und Haus gehängt, um Blitze und böses Geister abzuwehren.

Pflanzenbeschreibung
Der Quendel ist in Mitteleuropa heimisch. Er ist ein naher Verwandter des Thymians, der eher in südlicheren Gefilden wächst. Auch wenn der mehrjährige Quendel nach Mitteleuropa gehört, liebt er dennoch trockene und warme Standorte. Er ist anspruchslos, was die Nährstoffe angeht, darum gedeiht er gut an steinigen Stellen. Je nach Standort hat er eine unterschiedliche Gestalt. Man hat über zwanzig Unterarten identifiziert. Eine lange Wurzel reicht beim Quendel in den Boden. Von dort aus breitet sich eine Pflanze bis zu einem Quadratmeter aus und bildet einen würzig duftenden Teppich. Die Ausläufer des Quendels kriechen über den Boden und lassen niedrige, beblätterte Triebe nach oben steigen. Meistens wird der Quendel nur 10 cm hoch, in Ausnahmefällen kann er sich aber bis zu 60 cm über den Boden erheben. Die Blätter des Quendels sind sehr klein und schmal oval. Sie sind relativ hart und duften ausgeprägt balsamisch. Ab Mai blüht der Quendel mit rosafarbenen bis violetten Blüten, die in Kugeln oder Ähren stehen.
Vegetative Merkmale
Der Sand-Thymian ist ein immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch, der Wuchshöhen von 2 bis 10 Zentimeter erreicht. Die Zweige sind immer ringsum behaart. Die Laubblättersind linealisch bis schmal elliptisch oder verkehrt-eiförmig, 1 bis 3 Millimeter breit und kurz gestielt oder sitzend. An den Blütentrieben sind sie in Größe und Form kaum unterschiedlich. Das oberste Paar der Seitennerven verliert sich meist, es vereinigt sich nicht zu einem Randnerv. Am Grund sind die Blätter bewimpert, die Spreite ist nur selten behaart. Ihre Seitennerven treten an der Unterseite stumpf hervor.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die oberen Kelchzähne sind breit dreieckig und ungefähr so lang wie am Grund breit.

Anbautipps
Man kann den Quendel aus Samen ziehen oder man verwendet Teilausläufer, die an der Stelle des Bodenkontakts kleine Wurzeln gebildet haben. Der Quendel gedeiht gut im Steingarten oder an anderen geschützten Stellen, die sonnig und eher trocken sind.

Sammeltipps
Man sammelt das blühende Kraut ohne Wurzel und ohne verholzte Teile. Der Quendel muss sehr schonend und mit möglichst wenig Berührung getrocknet werden. Am besten legt man ihn einschichtig an einen warmen, schattigen Platz.


BACHBLÜTEN
Ich habe wenig Durchhaltevermögen (36 Wild Oat)

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Diese Menschen haben nur wenig Durchhaltevermögen    
- Mit der dementsprechenden Bachblüte stärkt deren Durchhaltevermögen


BACHBLÜTEN
Ich bin wie gelähmt, weil alles hoffnungslos ist (37 Wild Rose)
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Diese Menschen sind wie gelähmt, da alles für sie hoffnungslos ist
- Mit der dementsprechenden Bachblüte löst ihre Gelähmtheit und die Hoffnungslosigkeit sinkt


ERNÄHRUNG
Regeln zum Würzen
-
Sparsam würzen
- Frische Kräuter verwenden – nicht mitkochen
 Dill, Kresse, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Borretsch, Zitronenmelisse
- Kräuter mit kräftigem Aroma – mitkochen
  Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Majoran, Oregano, Bohnenkraut, Salbei, Beifuß
- Eingefrorene Kräuter verändern ihr Aroma
 Aroma verliert: Anis, Bohnenkraut, Majoran
 Aroma verstärkt: Basilikum, Dill, Estragon, Salbei, Thymian
                                            Salz ist kein Gewürz


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